Jegliches braucht seine Zeit

29.04.2013 um 13:57 Uhr

Schmerzbefreit

Erfreulich: nach einem halben Jahr scheine ich nun endlich dauerhaft schmerzfrei zu sein. Die Blockade des ISG und deren ganze Folgen im Hüftbereich ist nun endlich Vergangenheit. Kurz nachdem das ISG Anfang Januar gelöst wurde, hatte ich offensichtlich auch schon wieder eine Blockade bekommen, denn das ISG schmerzte seit Anfang Februar erneut. Meine 2. Physiotherapeutin hatte das aber irgendwie nicht so ernst genommen. Bis Ende Februar hatte ich bei ihr Manuelle Therapie. Die Schmerzen in der Hüfte bekam sie tatsächlich auch weg aber immer, wenn ich darüber klagte, dass das ISG ja auch weh täte, stellte sie sich taub. Irgendwann fragte ich sie konkret, ob sie denn feststellen könne, ob das ISG blockiert sei und dies lösen könne. (Es tat echt schon wieder sehr weh *aua*) Ihre Reaktion war merkwürdig: Sie meinte, Blockaden seien da sehr selten und ich solle doch erst einmal abwarten. Erst, als ich weiter drängte, weil es immer mehr weh tat, zeigte sie mir eine Übung – erklärte die aber irgendwie doof bzw. gar nicht. Ende vom Lied: Manuelle Therapie war vorbei und ich hatte immer noch ISG-Schmerzen.

Ende März bekam ich dann in dem Bereich eine Entzündung, die sich bis in den Oberschenkel zog. Mit Voltaren und Traumeel bekam ich die zum Glück schnell in den Griff. In meiner Verzweiflung googelte ich danach, wie man ISG-Blockaden selbst lösen könne. Auf einer einschlägigen Videoseite wurde ich tatsächlich fündig: Ein Physiotherapeut zeigte und erklärte dort genau die Übung, die mir meine Physiotherapeutin so beknackt gezeigt hatte. Ich machte sie also nach und was soll ich sagen? Am zweiten Tag waren die Schmerzen weg! Einfach so – weg. Durch eine Übung, die 5 Minuten dauert. Unfassbar. Wieder wochenlang unnötig mit Schmerzen rumgerannt … Zum Glück weiß ich nun für die Zukunft, wie ich mein ISG lockern kann, wenn es sich wieder verkanten sollte. Ein paar Mal merkte ich das ISG noch beim Joggen – machte aber danach immer Dehnübungen und es war wieder beruhigt bzw. locker. Ja und nun ist alles gut. Schmerzfrei. Wie angenehm das sein kann …

25.04.2013 um 12:46 Uhr

Spürbar Frühling

Ich glaube, der Frühling ist da. Ich könnte den ganzen Tag nur noch Verrückt

24.04.2013 um 07:50 Uhr

Verwirrung

Gestern wollte ich noch einen kurzen Beitrag schreiben und dachte dann: "Ach, mach mal morgen." Ja und nun? Nun erinnere ich mich nicht mehr, was ich schreiben wollte. Mein Gedächtnis ist manchmal wirklich nicht mehr ganz so auf der Höhe, wie es das früher einmal war. Wenn ich bedenke ... vor 20 Jahren konnte ich Gespräche wörtlich (!) wiedergeben! Fanden meine damaligen Freunde damals weniger beeindruckend. Fröhlich Ja und heute? Da bin ich froh, wenn ich ein Gespräch so grob sinngemäß wiedergeben kann und muss manchmal feststellen, dass mir Teile komplett fehlen. Heute Nacht träumte ich sogar davon, dass ich jemandem sagte, wie schlecht mein Gedächtnis geworden sei. Oder sprach ich gestern mit jemandem darüber? Ich weiß es nicht mehr. Das Gedächtnis über 40 ist ein Graus ...

23.04.2013 um 14:47 Uhr

Verrückte Fauna

Neulich wieder einmal im botanischen Garten. Diesmal gab es zum Glück keine jungen Mütter, die ihre Kinder mit Geschichten über die "Botanischer-Garten-Polizei" verängstigten. (Dafür hat sich die "Botanischer-Garten-Polizei" zum absoluten Running-Gag gemausert!) Nein, diesmal fiel mein Blick auf ein Kaninchen, das seelenruhig auf einer Wiese graste. Ich unterhielt mich und nahm so erst nur am Rande wahr, dass es plötzlich munter umher hoppelte. Ich freute mich über seinen Anfall von Lebensfreude, den ich angesichts des sonnigen Wetters gut nachvollziehen konnte. Nach dem Hoppeln graste es wieder friedlich weiter, bis es erneut lospreschte. Diesmal verfolgte ich es genauer und sah, wie eine Amsel vor dem hoppelnden Kerlchen davon flog. Fast sah es so aus, als würde das Kaninchen die Amsel jagen. Aber das kann ja nicht sein … Da plötzlich: es preschte wieder los und direkt hinter der flüchtenden Amsel hinterher! Ganz eindeutig. Das wiederholte sich wieder und wieder. Kein Zufall also. Manchmal verbarg es sich sogar im angrenzenden Gebüsch, um dann aus der Deckung der Amsel hinterher zu jagen. Also sowas?! Sowas habe ich noch nie gesehen! Ich hoffe nur das kleine Kampfkarnickel traut sich das nie bei einem Hund oder einer Katze. Das geht dann schnell nach hinten los …

22.04.2013 um 09:52 Uhr

Die Natur ist manchmal ein A ...

Liebe Herr und Frau Amsel,

ich habe euch über den Winter gebracht. Habe immer darauf geachtet, dass ihr genug Futter findet, das ich sogar freischaufelte, wenn es mal dichten Neuschnee gab. Den ganzen langen Winter habe ich euch versorgt und freudig beobachtet, wie ihr meine Hilfe dankbar annahmt. Selbst teuer erstandene importierte Äpfel habe ich euch geopfert, damit ihr etwas Frisches habt.

(Einschub: ja ja, man soll keine importierten Äpfel kaufen, von wegen nicht ökologisch, weil viel Energie bei Import verbraucht wird etc. etc. An der Stelle ist es mir aber mal egal, weil ich Äpfel nur mag, wenn sie knackig, frisch, saftig und säuerlich sind. Gelagerte Äpfel schmecken mir absolut nicht und weiche mehlige sowieso nicht. An der Stelle bin ich also ganz bewusst Umweltsau und stehe dazu!)

Sogar angeschnitten habe ich sie euch, weil ihr an intakte Äpfel nicht so gerne ran geht. Dann kam endlich der Frühling und ihr konntet wieder selbst für euch sorgen. Gar nicht amüsant finde ich allerdings, dass ihr eurer Futter nun teilweise in meinem frisch angelegten Beet sucht, das immer wieder von eurer Schnäbeln zerwühlt wird und die jungen Pflänzchen eingehen. Dies ist eurerseits bitte SOFORT einzustellen, ansonsten muss ich die gesicherte Überwinterung nochmal gründlich überdenken.

Mit freundlichen Grüßen

Eure Lou

19.04.2013 um 11:31 Uhr

Fragwürdige Erziehungsmethoden

Neulich im Botanischen Garten – es war sonnig, warm und wundervoll. Ganz in meiner Nähe auf einer Bank: zwei jüngere Mütter mit zwei kleinen Mädchen, die vielleicht so 6 Jahre alt waren. Die Mädchen liefen herum und pflückten sich einen kleinen Strauß „Blausternchen“. Die Mütter ignorierten das, was mich etwas wunderte, denn die Blumen im Botanischen Garten sind ja zum Ansehen und nicht zum Pflücken. Die beiden Mütter plauderten munter weiter und die Mädchen pflückten fleißig weiter. Erst, als die beiden Mütter sich zum Gehen wenden wollten, sahen sie die Notwendigkeit einer Reaktion. Ja und diese fiel dann echt mal bescheuert aus:

„Nicht die Blumen pflücken! Das ist hier der Botanische Garten, die darf man nicht pflücken! Wenn ihr die weiter pflückt, kommt die Botanische Garten Polizei. Da geht eine Alarmglocke an und dann kommen die und verhaften euch.“

Wie bescheuert ist das denn? Mal ganz davon ab, dass man SOFORT reagieren muss, weil der erzieherische Effekt sonst ja schon in Frage gestellt ist. Wie soll das Kind kapieren, warum etwas, was es seit einer halben Stunde, von der Mutter geduldet, betreibt nun auf einmal falsch ist?! Noch Schlimmer aber die Erklärung der Mutter, die ja gar keine war. Statt dem Kind vernünftig zu vermittel, warum man hier die Blumen nicht pflücken sollte, setzte sie stattdessen darauf, dem Kind Angst zu machen. Wie sollen sich die beiden Mädchen nun fühlen mit den Blumen in der Hand? Voller Angst, dass gleich die Polizei kommt und sie verhaftet. Echt ganz toll gemacht …

17.04.2013 um 13:01 Uhr

Frühlingsboten

Ich habe immer wenn möglich die Sonne genossen in den letzten Tagen. Montag waren es 25 Grad – für mich die perfekte Temperatur. Wohlig warm, ohne drückend zu werden. In der Luft liegt noch eine frühlingshafte Kühle – auch das mag ich. Das ist so viel schöner, als die feuchte, heiße, schwüle des Sommers, die wir hierzulande leider allzu oft haben. Montag habe ich mich nach Feierabend sogar noch gesonnt. Was habe ich das vermisst die Sonne warm auf meiner Haut zu spüren! Ich merke dann regelrecht, wie sich alle Muskeln entspannen und wie alles von mir abfällt. Endlich ist die kalte Zeit vorbei. Die Vögel singen wieder und die Bäume und Büsche beginnen auszutreiben. Überall blühen die Frühlingsblüher – herrlich! Damit für meine Nachbarn auch der Frühling beginnt, habe ich das kleine Beet vor unserem Haus bearbeitet und besät. Denn irgendwann sagten sie mal: „Wenn du das Beet auf Vordermann gebracht hast und die Samen beginnen zu keimen, dann ist Frühling.“ Sehr schön:  ich als Frühlingsbotin! Fröhlich

15.04.2013 um 08:40 Uhr

In sich hineinhorchen

Die ganze Woche schlug mein Herz wieder heftig unregelmäßig. Die Herzrhythmusstörungen waren lange nicht mehr so schlimm gewesen. Irgendetwas war also los. Irgendetwas lag mir im wahrsten Sinne des Wortes „auf dem Herzen“. Selbst Magnesium konnte diesmal nur wenig ausrichten. Ich horchte in mich aber fand zunächst keine Antwort. Schweigen. Oder das Unvermögen zu sehen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das Herz stolperte weiter vor sich hin und ließ nicht locker. Da endlich sah ich, was es bedrückte. Ich öffnete mich und sprach vertrauensvoll an, was mir auf dem Herzen lag. Siehe da: kaum ist es raus und bedrückt mich nicht mehr, wird auch das Herzelein wieder ruhiger.

11.04.2013 um 10:30 Uhr

Inneres Aussöhnen

Heute Nacht wieder ein besonders intensiver Traum.

Ich kehrte in mein Jugendzimmer zurück. Faktisch war das Zimmer im Traum keines, das ich kannte und jemals bewohnt hatte – im Traum war es aber mein Jugendzimmer. Es war sehr groß. Dann wurde ein Mann zu mir gebracht. Eine Off-Stimme (auch so eine Eigenart meiner Träume manchmal: eine Off-Stimme erläutert Details oder erklärt sie) erklärte, dass er gerade eine schmerzliche Erfahrung gemacht hatte. Er sei gerade frisch von seiner Frau getrennt und stamme aus Griechenland. Er war nun mit in meinem Zimmer und sollte mit mir dort leben. Ich sah, dass es im Zimmer viele Betten gab - die Unterbringung also kein Problem war. Erst lebten wir quasi nebeneinander her und redeten auch nicht miteinander. Dann sprachen wir aber ich hatte Probleme ihn zu verstehen, weil er undeutlich und mit Akzent sprach. Ich dachte noch bei mir, dass ich mich an seine (Aus)Sprache gewöhnen würde und ihn mit der Zeit immer besser verstehen würde. Dann plötzlich fühlte ich mich ihm so nah. So nah wie jemandem, den ich schon ewig kannte, der Teil von mir ist. Wir nahmen uns spontan und innig in den Arm. Ich fragte ihn, wie er eigentlich heiße. „Achilles“, sagte er. „Wie passend“, dachte ich bei mir, „das klingt nach der Achillesferse und das passt zu ihm, denn er wurde ja verletzt.“

„Wie passend“, dachte ich auch nach dem Erwachen bei mir und wie schön. Ein sehr bildlicher und aussagekräftiger Traum.

10.04.2013 um 08:11 Uhr

Parallelwelt

Momentan führe ich zwei Leben. Nein, keine Bange, das ist nichts Pathologisches. Vielmehr lebe ich das zweite Leben nachts. Ich schlafe viel momentan und träume viel. Seit Wochen unglaublich intensiv und deutlich. Ganze Spielfilme spielen sich da ab. In den seltensten Fällen bin ich ich selbst in den Träumen – meistens eine völlig fremde Person unterschiedlichen Alters. Ich glaube aber zumindest immer weiblich aber ganz ausschließen, dass ich sogar manchmal ein männlicher Hauptakteur bin, kann ich nicht. Oft wache ich auf und fühle mich, als würde ich von einem Leben zum nächsten wechseln. Eigenartig …

08.04.2013 um 09:28 Uhr

Alles fügt sich

Alles läuft so gut, so positiv. Es gab sogar eine Annäherung, die ich nicht erwartet hätte – zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Mich freute sie wahnsinnig und erleichterte mich auch. Alles fügt sich, alles findet sich. Manchmal muss man nur Vertrauen haben. Dem Menschen vertrauen, der Entwicklung, dem Schicksal vielleicht. Etwas, was mir oft sehr schwer fällt: zu vertrauen und etwas voller Vertrauen laufen zu lassen. Etwas, was ich nun vielleicht gelernt habe. Ich bin kein Pessimist – aber Realist, wie ich immer sage. Vielleicht sollte ich ab und zu den Schritt zum Optimisten wagen. Für mich wirklich sehr schwer. Wer viele schlechte Erfahrungen gemacht hat, der schützt sich dadurch, dass er immer erstmal vom Schlimmsten ausgeht, denn so kann er nur positiv überrascht werden. Vielleicht Zeit dies loszulassen, denn nun ist alles anders. Ja wirklich, alles findet sich und alles fügt sich – es braucht nur eine Weile.

06.04.2013 um 16:15 Uhr

Ankommen

Vor ein paar Jahren, da fühlte ich mich, als würde ich im luftleeren Raum schweben. Arbeitslos, beziehungslos. Trotzdem glücklich und zufrieden mit mir selbst - das schon. Dennoch: Ich sehnte mich danach endlich anzukommen: beruflich, wie privat. Ja und nun. Nun merke ich auf einmal, dass ich endlich ankomme. Beruflich und privat entwickelt sich alles absolut positiv in letzter Zeit. Ich fühle mich wohler und wohler. Ich bin endlich angekommen. Ein schönes Gefühl.