Jegliches braucht seine Zeit

25.06.2013 um 15:14 Uhr

Aaaargghhhh

Ich könnte abwechselnd immer noch losheulen, wenn ich meine zerstörten Mohnblumen vorm Haus sehe oder aber vor Wut ausflippen! Dabei gehen mir Sätze im Kopf rum, wie: "Oh, das war dein Bein, das ich dir gestellt habe? Kam mir gar nicht wie ein Bein vor!" Oder: "Ach, das war dein Auto, das ich da zerkratzt habe? Kam mir gar nicht wie ein Auto vor!" Oder: "Ach, das war dein Briefkasten, in den ich den Böller gesteckt habe? Kam mir gar nicht wie ein Briefkasten vor." Wütend
Wie? Kann? Man? Nur? So? Sein? Die Blumen sind jedenfalls entgültig hin - erholt hat sich da nichts mehr! Eine Entschuldigung ist nach wie vor nicht erfolgt. Warum auch? War ja nur "Unkraut", über das er da seinen Anhänger gefahren hat ... Wütend

24.06.2013 um 08:30 Uhr

Ignoranz

Als ich am Samstag nach Hause kam, traf mich der Schlag: ein Nachbar hatte auf unserem kleinen Rasenstück einen Anhänger zwischengeparkt. Das war aber nicht das, was mich in Entsetzen versetzte. Gut, er hätte wenigstens mal Bescheid sagen können, dass er den am Wochenende da abstellt und – wenn jemand grillen wolle – er sich an ihn wenden solle. Aber gut, darüber hätte ich hinwegsehen können. Nicht aber, dass er beim Einparken eine komplette Ecke meines Blumenbeetes vorm Haus niedergemacht hat! Da standen wunderschöne Mohnblumen – große, einen halben Meter hohe Pflanzen, gemischt mit Kornblumen. Alle blühten freudig vor sich hin und wurden regelmäßig von Hummeln besucht. Ja und jetzt? Alle umgeknickt und bereits dabei zu vertrocknen. Ich war wirklich fassungslos und schockiert! Wie kann man so etwas tun? In meinem Briefkasten oder an der Tür oder sonst wo fand ich noch nicht einmal einen Hinweis mit Entschuldigung oder sonst was – nichts! Ich hätte heulen können …

Nachmittags dann stellte ich ihn vorm Haus. Er hatte grad den Anhänger wieder entfernt. Ich war echt erbost und sagte ihm, dass ich das ganz und gar nicht toll fand, dass er das Beet platt gemacht hätte und mich echt darüber ärgern würde. Ich prallte auf völlige Gleichgültigkeit … Ach, das sei ein Blumenbeet? Das hätte er nicht als solches wahrgenommen. Ich hätte angesichts dieser Gleichgültigkeit wieder in Tränen ausbrechen können, beherrschte mich aber mühsam. Ich sagte ihm, dass bei den hohen Blumen ja wohl kaum Zweifel bestehen können, dass es ein Blumenbeet sei. Ach so, na dann würde er nächstes Mal besser aufpassen. Da sagte ich nur noch, dass das zu spät käme, denn die Blumen seien ja nun alle abgebrochen und damit eh dahin. Ist sowas zu fassen? Was für ein A…! Gibt es nur noch so ignorante A…? Meine Blumen und somit meine Freude vorm Haus ist dahin. Ganz toll gemacht – echt! Wenn für den Päckchen kommen, dann kann der Postbote die gleich wieder mitnehmen. ICH nehme die nicht mehr an! Erst einmal erwarte ich eine Entschuldigung. Das Schlimme ist nur: die werde ich von dem niemals bekommen!

18.06.2013 um 13:43 Uhr

Nature strikes back!

Ein einziger Baumstumpf ist von der Kastanie übrig geblieben, die der hausmeisterartige Typ im Innenhof vorm Fenster geschlachtet hatte bzw. hatte schlachten lassen. Dieser durfte immerhin noch ein trauriges Dasein als Blumentopfuntersetzer fristen. Doch nun: Der kahle Baumstumpf triebt aus! Saftige, grüne Blätter zieren eine seiner Seiten. Nun fehlt nur noch, dass auch die Taube es dem doofen Typen heimzahlt und ihm direkt auf den Kopf kackt. Dann wäre ich - zumindest diesbezüglich - wirklich absolut zufrieden!

14.06.2013 um 10:58 Uhr

Unmenschlich

Von meinem Fenster auf der Arbeit aus kann ich auf einen kleinen Hinterhof des Nachbarhauses schauen. Ein ganz normales Wohnhaus – fast normal zumindest. Die Bewohner hier haben das Pech, dass ein älterer Mann Marke „Hausmeister“ mit ihnen dort wohnt. Beständig ist er darauf bedacht, dass alles seine Ordnung hat – zumindest eine Ordnung innerhalb seiner Weltanschauung. Ich wette jeder, der mal die Hauswoche nicht gemacht hat oder sich eines ähnlichen „Vergehens“ strafbar machte, muss unmittelbar mit Abmahnungen rechnen!

Seinem Ordnungstrieb fiel bereits eine riesige, wunderschöne Kastanie zum Opfer. Sie war gerade dabei kraftvoll auszutreiben, da wurde sie gefällt – einfach so. Dabei nahm sie niemandem Licht weg und stand noch nicht einmal direkt an dem Wohnhaus. Vermutlich hatte sie zu viel "Dreck" gemacht … Das kleine Beet, in dem sie wuchs und das bisher immer kahl war und sorgsam vor jedem Pflanzenwuchs bewahrt wurde, ist nun gänzlich kahl. Kein Baum, kein Strauch, keine Blume und kein Kraut – gar nichts. Ich war traurig wegen der Kastanie.

Gestern dann übertraf Mister Hausmeister sich selbst. Er schleppte eine große Stange herbei und hantierte mit ihr in einem Birnbaum herum. „Der wird doch nicht …?“ Doch, er wird … eine Taube flog aufgeschreckt davon – eine Wildtaube, die es gewagt hatte in seinem Birnbaum zu nisten. Nachdem sie weg war, holte er das Nest aus dem Baum – einfach so; mit ausdrucksloser Miene. Mir stockte der Atem. Wie kann man so etwas tun?? Wenn er nicht möchte, dass in seinem Baum gebrütet wird, muss er zu Beginn der Brutzeit dafür sorgen aber doch nicht jetzt! Was, wenn Eier oder gar Jungvögel im Nest waren. Mir wurde übel bei dem Gedanken. Was gibt es nur für Menschen …

13.06.2013 um 11:13 Uhr

Innerer Dialog

Gestern beim Einkaufen lief eine Frau in meiner Nähe herum. Mittleres Alter, extrem dünn – viel zu dünn – das fiel mir gleich auf. Sie telefonierte und besprach ihre Einkäufe. Was sie suchte, was sie fand, wie sie das fand, was sie sah, was sie davon mitnehmen wolle. Ich wunderte mich über die Art, wie sie den Einkauf mit der anderen Person besprach. Irgendetwas daran war merkwürdig – wirkte „unpassend“. Dann guckte ich genauer hin und sah kein Handy – auch keine Hand am Ohr. Vielleicht ja auch eine Freisprecheinrichtung, dachte ich aber: keinerlei Kabel. Mir ging langsam auf, dass sie mit sich selbst redete, wobei es kein eigentliches Selbstgespräch war, sondern ein deutlicher Dialog. „Jemand“ antwortete also. Jemand, den nur sie hören konnte und für den sie teilweise sogar etwas wiederholte, was er wohl nicht richtig verstanden hatte. Mir fröstelte etwas trotz der Wärme draußen. Wie immer in solchen Augenblicken fragte ich mich, wie sie so wurde, wie sie ist und warum. Irgendwann war sie ein ganz normales kleines Mädchen, das Träume hatte und Wünsche. Irgendwann muss etwas Grundlegendes schief gegangen sein in ihrem Leben. Sie tat mir leid, ich konnte nicht anders.

11.06.2013 um 12:33 Uhr

Der Zeit voraus

Himmel, der Dienstag fühlt sich wie ein Donnerstag an. Momentan stresst mich der Job echt ungemein. Ich hoffe, es kommen bald wieder ruhigere Zeiten ... Bewunderswert, dass es dennoch einige gibt, die offensichtlich wie so oft nicht wirklich viel zu tun haben und einen fragen, wenn man nur kurz und knapp anwortet: "Ist was?" Ja verdammt, ich habe tierisch viel zu tun!

07.06.2013 um 12:30 Uhr

Herzschmerz

Mein Herz macht mir Sorge - ich mache mir Sorge. Ich bekomme aktuell die Herzrhythmusstörungen nicht mehr weg. Immer und ständig begleiten sie mich - mal mehr und mal weniger aber weg sind sie nie mehr. Selbst Magnesium schlägt nur noch bedingt an. Zu viel "liegt mir auf dem Herzen". Ich habe momentan keine Ahnung, wie ich ihm Luft machen soll. Ich weiß es aktuell einfach nicht ... Wo anfangen? Und wie? Ich fühle mich unendlich bedrückt und belastet und bin hilf- und ratlos, was ich tun soll. So viele Baustellen, die dort drücken. Wo nur ist das Ventil?

05.06.2013 um 09:36 Uhr

Gesang

Das einzig Schöne gestern war das Lied der Nachtigall in einem nahen Gebüsch, das sie laut und glockenklar über Stunden schmetterte.