Jegliches braucht seine Zeit

31.10.2013 um 07:42 Uhr

Der schwere Weg zu seinem Recht zu kommen - Teil 5

Heute Morgen hatte ich wieder einmal eine Standardantwort vom "AB-Service-Team". Meine Anfrage sei eingegangen und man hätte diese an die entsprechende Stelle weitergeleitet. Ich solle mir sicher sein, dass man sie dort so schnell wie möglich bearbeiten würde, doch da es saisonbedingt gerade zu einem erhöhten Aufkommen der Anfragen käme, könne dies leider etwas dauern, was AB sehr leid tun würde und man entschuldigte sich dafür.
Aha, aha ... toll ... Wann darf ich eigentlich mal mit einem echten Menschen kommunizieren? Ich glaube, dies war auch nicht die Reaktion auf mein Kontaktformular, das ich ausfüllen sollte, sondern auf meine E-Mail, die ich ja parallel an die andere Mailadresse von AB sendete. Nun überschneidet sich alles aber mir wurscht. Die haben ja meine Buchungsnummer und es sollte ja wohl möglich sein, die eindeutig zuzuordnen. Mal sehen, wann die Reaktion auf meinen Brief kommt, den ich ja auch noch geschickt habe! Fröhlich

30.10.2013 um 08:48 Uhr

Der schwere Weg zu seinem Recht zu kommen - Teil 4

Gestern erzählte man mir, dass innerhalb der letzten Folge von WISO sich ein Beitrag den Fluggastrechten widmete. Ich las online nach. Die meisten Informationen und Hinweise waren mir nicht neu aber eine Sache war interessant: es gibt eine Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr - kurz söp. An diese kann man sich wenden, wenn man Anspruchsforderungen z. B. an die Bahn hat. Ab dem 1.11. ist diese auch für den Flugverkehr zuständig. Was blöd ist, denn unser Flug ging ja vor dem 1.11. Ich forschte weiter und stellte dann jedoch fest, dass sie einige große Fluggesellschaften - darunter auch AB - der söp bereits am 2.10. angeschlossen haten - das war zwei Tage vor unserem Flug! Ich kann also im Zweifelsfall erst einmal auf diese Schlichtungsstelle zurückgreifen, bevor ich mir einen Anwalt nehme. Kosten entstehen dabei nicht! Toll! Was es nicht alles gibt!
 
AB habe ich bisher nicht noch einmal geschrieben. Innerhalb der nächsten Tage werde ich das aber nochmal tun, um meinen Unmut und meine Enttäuschung zum Ausdruck zu bringen. Außerdem werde ich darauf hinweisen, dass ich verdammt gerne wieder bei Ihnen buchen wollen würde, wenn man mich nicht so enttäuscht hätte und man mein Vertrauen erst einmal neu erlangen müsse. Moralischer Druck sozusagen. Fröhlich

29.10.2013 um 10:16 Uhr

Der schwere Weg zu seinem Recht zu kommen - Teil 3

Heute Morgen schaute ich mit nochmal das olle Kontaktformular von AB an. Dabei fiel mir auf, dass man zu einer bestehenden Beschwerde noch Anmerkungen nachliefern kann. Toll, ich kann deren Server zumüllen! Spontan füllte ich sofort einen kleinen Zusatzhinweis an AB aus:

„Ich habe keine Ahnung, was Ihnen gestern per Kontaktformular von mir übermittelt wurde, denn ich bekam bei jedem Versuch eine Fehlermeldung!! Dennoch hatte ich zu meiner Verwunderung eine Bestätigung von Ihnen, dass mein Anliegen übermittelt wurde. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich Ihnen sämtliche Unterlagen auch per Post habe zukommen lassen. Diese sind Ihnen am 25.10.2013 zugestellt worden und liegen Ihnen somit vollständig vor.“  

Auf förmliche Anrede und Verabschiedung habe ich verzichtet. Wirklich ganz toll gemacht ist hierbei schon wieder, dass es nicht genügt die Bearbeitungsnummer anzuführen. Nein, nein … AB möchte gerne noch einmal meine gesamte Adresse, die Buchungsnummer, die Flugnummer etc. etc. Dabei sind diese Daten alle hinter der Bearbeitungsnummer hinterlegt! Aber: mir egal, liebe AB, ich fülle gerne alles neu aus. Das nehme ich gerne in Kauf. Gerne schreibe ich ab heute auch täglich, bis mir ein Mensch antwortet und nicht nur eure doofen Computer – versprochen! Ich kann da sehr hartnäckig und ausdauernd sein!

29.10.2013 um 06:23 Uhr

Der schwere Weg zu seinem Recht zu kommen - Teil 2

AB ist echt doof und deren Homepage ist auch doof. So, jetzt ist es raus ... Ich versuchte gestern Abend über den doofen Link auf deren doofen Homepage das doofe Kontaktformular auszufüllen. Mein Anliegen hatte aber natürlich mehr als die 2000 Zeichen, die zur Verfügung stehen. Also kürzte ich und kürzte und kürzte und als meine Textsoftware genau 2000 Zeichen bestätigte, war AB immer noch der Meinung, ich würde mehr verwenden. *nervnervnerv* Also machte ich es noch kürzer und speichte kurzerhand das eigentliche Anschreiben als PDF, um es als Textdatei mit hochzuladen. Dann der nächste Witz: man kann maximal vier Dateien mit anhängen. Um aber alle Nachweise anzufügen, müssten es bei mir 12 sein! Geht aber nicht - tolle Sache. Also beschränkte ich mich erstmal auf die wichtigsten und kochte schon innerlich, weil ich ja alles andere würde nachreichen müssen, was wieder Zeit, Zeit, Zeit kosten wird ...
Neben dem Anschreiben hängte ich die Bestätigung der Verspätung, die wir am Flughafen erhielten an und außerdem die Buchungsbestätigung des Fluges, sowie die Boardingtickets. Klickte auf Abschicken und ... "Es ist ein Fehler aufgetreten, bitte wenden Sie sich an den Kundenservice". Häh?! Ja und warum und wobei ist der Fehler aufgetreten und wieso bitte sollte mir der Kundenservice, den ich telefonisch kontaktieren sollte, dabei helfen können das bescheuerte Kontaktformular abzuschicken?! Ich sah das nicht ein und versuchte es wieder und wieder und wieder und wieder. Immer wieder trat angeblich ein Fehler auf. Als ich dann für den Tag keine Lust mehr hatte es weiter zu probieren, stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass ich aber doch eine automatisch generierte Mail erhalten hatte, in der man sich für meine Anfrage bedankt und mir eine Nummer mitteilt, die ich nun immer angeben solle. Aha. Was da wann übermittelt wurde ist mir ein absolutes Rätsel! Was mich extrem nervt ist, dass sämtliche Reaktionen, die ich bisher erhalten habe, nur automatisch generierte sind. Ein "echter" Mensch hat sich mein Anliegen bisher noch nicht angeschaut und mir ein Feedback gegeben. Mal abwarten, wie es weiter geht ...

28.10.2013 um 15:18 Uhr

Der schwere Weg zu seinem Recht zu kommen - Teil 1

Gleich einen Tag nach der Landung machte ich sämtliche Unterlagen fertig, um sie AB umgehend per Mail zukommen zu lassen. Für das Anschreiben waren Musterbriefe im Netz sehr hilfreich, die gleich auf die passenden Urteile verwiesen. Die Mail schickte ich los und harrte der Dinge. Mittwochabend dann bekam ich von meinem Mailbetreiber eine Nachricht: Die Mail konnte nicht zugestellt werden. Häh?! Wieso benachrichtigen die mich darüber erst Tage später?? Ansonsten vermutete ich, dass der Empfänger meine Mail nicht angenommen hatte und ganz sicher über eine Software verfügen muss, die unliebsame Mails aussortiert und ablehnt! Auf den zweiten Blick war es dann aber doch mein Fehler: Ich hatte statt an .com an .de gemailt. Ok, ich war leider schuld. Also machte ich nochmal alles fertig, schickte es diesmal an .com und außerdem an die Kontaktadresse, die auf der Homepage von AB angegeben ist. Zusätzlich schickte ich noch alles in Papierform per Post per Einschreiben. Irgendetwas muss doch ankommen …

Heute Morgen dann der nächste Hinweis meines Mailanbieters: Wieder konnte eine Mail nicht zugestellt werden. Bin ich doof?! Ich habe wieder – diesmal bei der neuen Adresse – .com und .de verwechselt. Menno … Also nochmal ne neue Mail – egal, ob parallel noch zwei Versionen im Umlauf sind. Dann wollte ich bereits jubeln, weil ich eine Antwort im Postfach hatte. Bei näherem Hinsehen stellte sich das aber als automatisch generierte Mail heraus, die lediglich den Eingang meiner Anfrage bestätigte. Pfff … Wenig später gab es überraschend aber erneut Post. Na sowas?! Diesmal bittet man mich darum mein Anliegen noch einmal über ein Kontaktformular vorzubringen. Dateien könnten dort dann auch hochgeladen werden. Mein erster Gedanke war: „Wieso?“ Ich verstehe nicht ganz, warum ich nun dort nochmal alles vortragen soll, wenn ich doch alles per Mail geschickt habe?! Man verspricht immerhin, dass ich eine Bearbeitungsnummer erhalten werde, wenn ich dies gemacht habe. Aha … toll … als ob das was zu bedeuten hätte … Gut, also werde ich nach Feierabend noch einmal über das olle Kontaktformular mein Anliegen vorbringen. Ob die mit zur Verfügung gestellten 2000 Zeichen dafür genügen, möchte ich bezweifeln. Bin gespannt, wann und wie es weitergeht …

25.10.2013 um 20:24 Uhr

By the way ...

... is Boris Be*cker ein Kotzbrocken oder ist er ein Kotzbrocken?! Als ich erfuhr, dass er regelmäßig mit seiner Jacht von Ibiza nach Formentera rüber schippert oder sogar komplett dort Urlaub macht, kam mir die Insel irgendwie konterminiert vor. Grad eben startet das Duell zwischen ihm und Pocher. Ich kriege nach 5 Minuten bereits das kalte Grausen - nicht nur wegen Boris. Aber vor allem ihn kann ich nicht ertragen - schon gar nicht, wenn er redet! Sowas blasiertes! Das wird ein kurzer Fernsehabend - da geh ich lieber Lesen ...

25.10.2013 um 13:34 Uhr

Warum ich dies Jahr am Ballermann Urlaub machte - Teil 5

Der kleine Flieger von I*beria ging pünktlich. Die Frau, die mit uns ins Hotel gekommen war und auch nach Ibiza wollte, stieg nicht ein. Sie hatte schon angedeutet die Fähre zu nehmen, da sie auf Ibiza an dem Tag Freunde besuchen und einen Geburtstag feiern wollte. Mit dabei war jedoch der vierte im Bunde. Ich hatte ihn am Vortag gesehen, als er vom I*beria-Schalter kam. Er hatte ein Boardingticket in der Hand gehalten - hatte sich also darauf eingelassen bis 22:55 Uhr zu warten. Ganz offensichtlich umsonst ... Der kurze Flug dauerte ewig. Ich war unruhig. Ich wollte endlich wissen, dass alles gut ist. Wir landeten gegen 20:10 Uhr. Nun noch aussteigen und auf die Koffer warten. Das konnte eigentlich nicht lange dauern, denn bei den wenigen Mitreisenden, sind es ja auch nicht viele Koffer. Zumal viele eh nur wenig Gepäck dabei hatten, weil sie pendelten. Trotzdem: Anspannung pur. Die Koffer kamen. Nun noch raus und ein Taxi nehmen. Es war 20:30 Uhr. In einer Stunde bestenfalls ging die letzte Fähre. Wenn sie doch bereits um 21 Uhr fuhr, dann würde es verdammt knapp werden.

Wir verließen das Flughafengebäude und mich traf der Schlag: vor uns unfassbare Menschenmassen! Mein Freund guckte sich suchend nach dem Taxistand um. Ich wies nur ungläubig auf die unfassbar lange Schlange an Menschen vor uns: „Die warten alle auf ein Taxi!" Wir waren geschockt. Das konnte nicht sein! Ich habe noch nie erlebt, dass dort überhaupt jemand auf Taxis wartet und nun waren es weit über 100 Menschen! DAS KONNTE EINFACH NICHT SEIN! Im Kopf ging ich die Alternativen durch: Aufgeben und Hotel suchen und dies selbst bezahlen oder aber ein verdammtes Taxi nehmen und zwar um jeden Preis. Ich war kurz davor resigniert aufzugeben, doch dann mobilisierte ich nochmal jegliche Restenergie. Ich steuerte den Anfang der Schlange an. Wir mussten uns vordrängeln - eine andere Möglichkeit hatten wir nicht. Ich drängele mich nie vor aber das war eine Notsituation. Als hinter uns einige anfingen verständlicherweise so protestieren und darauf hinwiesen, dass das Ende der Schlange nicht hier (sondern gefühlte 5 Kilometer weiter hinten) sei, fing ich an in meinem echt verstaubten Schulenglisch die Situation zu erklären: Unser Flug war verspätet und wir mussten noch mit der Fähre nach Formentera. Es fuhr noch genau eine Fähre an diesem Abend - um 21 Uhr oder 21:30 Uhr und die MUSSTEN wir VERDAMMT NOCHMAL kriegen!!

Vor uns stellte sich ein Schicki-Micki-Kotzbrocken-Ibiza-Pärchen sofort quer. „Hier geht's nicht weiter" hörte ich die dusselige Kuh murmeln. Hinter der dusseligen Kuh und ihrem Anhang stand ein sehr junges englisches Pärchen. Sie fragten nochmal interessiert nach: wo wir nochmal hinwollten. Ich erklärte die Problematik nochmal in Ruhe: Wir seien sehr verspätet angekommen und wollten Nach Formentera - einer Insel nahe Ibiza. Dort käme man aber nur mit der Fähre hin und wir mussten einfach die heutige letzte Fähre kriegen, sonst müssten wir noch auf Ibiza übernachten. Sie nickten verständnisvoll und signalisierten, dass wir vor ihnen stehen bleiben sollten. Wir bedankten uns ca. 1000 Mal dafür. Wir standen nun also zwischen den beiden lieben Menschen aus Großbritannien und der Dusseligen Kuh plus Anhang. Vor Letzteren waren immer noch bestimmt 15 Personen und keine (!) Taxis! Wir fluchten lautstark vor uns hin, was die Engländer etwas amüsierte. Nach und nach kamen Taxis und die Leute vor uns stiegen nach und nach ein. Es war mittlerweile 20:45 Uhr. Ich hätte am liebsten allen ihre Koffer persönlich in die Taxis verfrachtet, weil es so langsam ging. Dann endlich: Die beiden Doofen vor uns stiegen auch in ein Taxi und die Briten wiesen nochmal drauf hin: „Das nächste nehmt ihr!" Wieder bedankten wir uns ca. 1000 Mal dafür, vergaßen vor lauter Dank jedoch nicht in das nächste Taxi zu hüpfen. Ich stieß mir vor lauter Hektik noch arg die Hüfte, winkte aber nur ab, als der Taxifahrer diesbezüglich besorgt war. Bitte keine Krankenversorgung, sondern LOSFAHREN!!

Ich sagte, wo wir hinmüssten und fragte, wie lange wir brauchen würden. Knapp 10 Minuten war die Antwort. Das war gut - zumindest wenn die Fähre um 21:30 Uhr ginge. 21 Uhr würde bereits äußerst eng werden. Ich fragte ihn, ob er wisse, wann die letzte Fähre ging. 21 Uhr oder 21:30 Uhr, war seine Antwort. *gnaaaaa* Verdammt! Wir kamen um 20:56 Uhr am Hafen an. Ich zahlte in Windeseile und suchte das Hafengebäude auf, um Tickets zu kaufen. Dann die erlösende Anzeige: Nächste Fähre um 21:30 Uhr. Auf einmal hatten wir Zeit - einfach Zeit. Selbst dass es gefühlte Stunden dauerte, bis die Damen vor mir Tickets gekauft hatten, konnte mich nicht aus der Ruhe bringen. Wir hatten ZEIT! Mein Freund sprintete sogar nochmal los, um uns schnell etwas zu Essen und vor allem: zu Trinken zu besorgen, denn Trinkwasser kommt ja dort nicht aus der Leitung. Um 21:30 Uhr ging es also endlich los nach Formentera, wo wir rund 29 Stunden später ankamen, als geplant.

Es dauerte echt noch 3 Tage, bis ich dann auch wirklich gefühlt ankam und mich von dem ganzen Stress der Hinreise erholt hatte. Das ersetzt einem natürlich niemand. Wir haben immerhin das Recht auf eine Ausgleichszahlung von 400€ pro Person und außerdem auf das Ersetzen von Ausgaben, die wir durch diese Verspätung hatten. Ja, das Recht darauf haben wir aber wenn ich im Internet so lese, wie die Fluggesellschaften sich diesbezüglich verhalten wird klar, dass es ein Kampf werden wird dieses Recht auch durchzusetzen. Ich will mein Geld! Für den Stress und Ärger, den wir hatten, WILL ICH EINEN AUSGLEICH! Wie es diesbezüglich weitergeht, werde ich immer mal wieder im Blog berichten. Diese Geschichte ist am Ende. Wir waren endlich da und wurden mit sommerlichem Wetter und traumhaften Buchten verwöhnt. Endlich Urlaub ...

25.10.2013 um 07:17 Uhr

Warum ich dies Jahr am Ballermann Urlaub machte - Teil 4

Erst einmal war alles geregelt und geklärt und wir konnten den vermurksten Tag in Ruhe angehen. Zunächst setzen wir uns auf den Balkon und genossen die Aussicht auf den wirklich unglaublich wenig einladenden Pool. Wobei „Planschbecken" beschreibt ihn im Grunde treffender. Dieser befand sich direkt hinter dem Panoramafenster des Speisesaals innerhalb eines kahlen, unglaublich deprimierenden Hofes. Ne echt, Urlaub würde ich hier echt nicht machen wollen. Wir wurden außerdem Zeuge davon, wie ein besinnungsloser Betrunkener immerhin erfolgreich und unbeschadet die Kreuzung überquerte. Ansonsten allerdings völlig orientierungslos wirkte und wohl nicht mehr wusste, wo sein Hotel ist. Es war 10 Uhr morgens. Für mich war schwer zu beurteilen, ob derjenige NOCH oder SCHON WIEDER betrunken war.

Kurzentschlossen zogen wir bald los, um wenigstens mal ans Meer zu gehen. Doch wo ist das Meer? Sehen konnten wir es nirgends. Wir sprachen ein älteres Ehepaar an, die jedoch völlig überfragt waren. Häh?! Die machen da Urlaub und wissen nicht wo das Meer ist? Ok, also den Instinkten folgen und das klappte äußerst gut, denn wir kamen sehr gradlinig an unser Ziel. Auf dem Weg dorthin stolperten wir über den Sch*lecker-Markt, von dem ich hier ein Foto gepostet habe und der mich so in Fragen darüber stürzte, warum es den Laden eigentlich noch geben kann. Wir deckten uns mit Wasser ein und waren da: am Meer. Zusammen mit unzähligen anderen Menschen. Gut aber das war eben Mallorca ...

Am Strand lagen sie wie die Sardinen und genau daneben flanierten sie entlang. In regelmäßigen Abständen gab es Strandbuden. Irgendwann meinte mein Freund: „Hier ist B04 ... dann kommt bald B06. Ich glaube wir sind hier am Ballermann!" Was? Wie? Am Ballermann? Ich??? Oh Gott! Aber tatsächlich: als wir weiterliefen und bei der Strandbude 06 ankamen, war es nicht mehr von der Hand zu weisen: wir sind am Ballermann. Um uns rum Grüppchen heftig angesäuselter Menschen in gleichen T-Shirts. Einige auch in pseudo-bayerischer Tracht. Männer, die sich von Frauen gegen Geld den Rücken massieren lassen, während die Kumpels zugucken und anzügliche Witze machen. Wahre Kotzbrocken von Männern in Massen! Einige trugen Eimer voller Eis und hochprozentiger Getränke zum Strand, die man überall dort kaufen konnte so als Komplettpaket. Auf der anderen Straßenseite das legendäre Oberbayern und der Mega Park, von dem ich bis dato noch nichts gehört hatte. Dort tobte gegen 11 Uhr bereits ein Oktoberfest mit lautstarken Ballermann-Hits zu denen angestellte Frauen in knappen Dirndln auf den Tischen tanzten und die angesoffene Meute johlte. Toll! Großartig! Schön, das mal gesehen zu haben und umso schöner zu wissen, wo ich bald Urlaub machen würde. Hoffentlich zumindest ...

Ich rief meinen Bruder an, der Geburtstag hatte: „Haha, du errätst nie, wo ich gerade bin!" Er tippte einige der schönen Strände Formenteras durch. Nö, alles falsch. Ich verkündete wo ich mich befand und schilderte dem Erstaunten dann kurz, wie es dazu kommen konnte. Wir schlenderten schließlich wieder zurück. Zu shoppen gab es auch nicht wirklich was, wenn man kein Interesse an Eimern voller Eis und Schnaps oder T-Shirts mit ulkigen Aufdrucken wie „Scheißegal, Malle is nur einmal im Jahr" kaufen wollte. Die wirklich zotigen und unfassbar witzigen Sprüche habe ich bereits erfolgreich verdrängt, merke ich. Allerdings habe ich eben gegoogelt und einige wiedererkannt. „Professionel Chiller" ist harmlos. Beknackter dagegen: „Glotz nicht!!! Du würdest genauso abgehen, wenn dein Leben so g**l wäre!", wie auch: „Ich brauche keinen S*x! Das Leben f**** mich jeden Tag!" oder auch: „Ich bin heute verdammt leicht rumzukriegen!!!" Nein, wollten wir nicht und bekamen außerdem langsam Hunger, also nichts wie zurück zum Hotel, wo das Mittagsbuffet auf uns wartete. Erfolgreich wichen wir auf unserem Weg auch noch den ganzen Straßenverkäufern aus, die irgendeinen billigen Plunder verkauften. Vor einer Disse wollte uns jemand irgendwelche Karten für ein Freigetränk oder sonstwas geben, was ich aber dankend ablehnte: „Danke, aber wir sind zum Glück nur auf der Durchreise und heute Abend hoffentlich schon nicht mehr hier." Beim Mittagsbuffet zeigte sich, dass mein Geschmacksinn wieder einwandfrei funktionierte. Vieles schmeckte wirklich gut - nur ein paar Gerichten und Zutaten ging man lieber aus dem Weg. Dazu gehörten auch mittlerweile völlig erkaltete Pommes, die bereits beim Frühstück am Buffet standen. Ihr Anblick hatte uns beim Frühstück schon ziemlich verwundert und bei mir zusätzlich zu diesem Zeitpunkt für ein kurzes Würgen gesorgt. Keine Ahnung, was sie dort zu suchen hatten - vielleicht erschienen sie dem Personal sehr englisch, weswegen sie eben beim Ei und Speck landeten.

Wir ruhten uns noch etwas aus, bevor die nächste und hoffentlich letzte Etappe anstand. Gegen 17 Uhr ließen wir uns ein Taxi rufen, denn das war so mit AB vereinbart. Man hatte uns sogar zugesagt uns das Taxigeld sofort am Schalter gegen Quittung zu erstatten. Am Schalter angekommen gab es diesbezüglich zu meiner völligen Verwunderung keinerlei Probleme. Begrüßt hatte ich die Dame mit einem sarkastischen: „Da sind wir wieder!" Sie freute sich nicht sonderlich uns zu sehen. Ab ging es zu I*beria die Koffer abgeben und die Boardingtickets in Empfang nehmen. Auch das klappte. Wir hielten tatsächlich gültige Boardingtickets in der Hand! Unfassbar! Auch die Koffer konnten problemlos mitfliegen, denn hier war die Grenze für Gepäck bei 20 kg und nicht wie bei AB bei 23 kg. Wir waren eh unter dieser Grenze - also alles gut.

Bevor es durch die Sicherheitskontrollen ging, machte mein Freund eine wahre Oase am Flughafen Mallorca aus: vor der Sicherheitskontrolle kann man raus. Dort gibt es einen fast parkähnlich gestalteten Bereich. Im Gegensatz zu drinnen (laut, hektisch, unerträglich) war es hier fast wie im Urlaub *ahahaha*. Nein wirklich, dort war es unfassbar ruhig, die späte Sonne schien, es ging ein angenehmer Wind. Wir gingen als es Zeit wurde durch die Sicherheitskontrollen und suchten die Abflughalle von I*beria auf. Im Vergleich zum restlichen Flughafen ist es auch dort unfassbar ruhig. Der Abflugbereich ist sehr klein und dort sind keine hektischen Menschenmassen. Langsam war ich auch wieder angespannt, denn ging wirklich die letzte Fähre um 21:30 Uhr? Diesbezüglich zweifelte ich noch immer - warum auch immer. Ging der Flieger pünktlich? Würde das alles klappen? Denn wenn nicht, dann hieße das noch eine Nacht auf Ibiza verbringen zu müssen ...

Fortsetzung folgt ...  Fröhlich

24.10.2013 um 13:10 Uhr

Warum ich dies Jahr am Ballermann Urlaub machte - Teil 3

Beim Duschen bin ich noch fast auf den Fliesen ausgerutscht, konnte Schlimmeres aber im letzten Moment verhindern. Sich irgendetwas zu brechen wäre echt das Letzte gewesen, was man in einer solchen Situation gebrauchen kann. Das Zweitletzte, das man gebrauchen kann, meldete sich am nächsten Morgen direkt beim Aufwachen. Die Nacht war kurz und extrem unruhig. Es war heiß und stickig, weswegen wir die Balkontür auf ließen. Vor dem Fenster war eine Kreuzung mit Ampel und die ganze Nacht nahm der Autofluss kein Ende. Während der Nacht kamen ständig andere Hotelgäste lautstark von ihren Sauftouren zurück. Die Wände waren eh wie aus Papier, sodass man an allen Aktivitäten der Nachbarzimmer (rechts, links, oben, unten) teilnehmen durfte. Immerhin handelte es sich dabei ausschließlich um Möbelrücken und Poltern. Morgens dann gerädertes Erwachen. Ich merkte gleich, dass sich das Grauen ankündigt: das Blickfeld des linken Auges eingeschränkt, ein hämmernder Schmerz direkt darüber, Licht- und Geräuschempfindlichkeit und aufwallende Übelkeit. Gratulation! Migräne! Wirklich verwundert war ich darüber jedoch nicht. Ich schmiss sofort absolut kompromisslos auf nüchternen Magen zwei Schmerztabletten ein - alles andere hilft eh nicht. Da müssen schon mindestens 800 mg ran, um Schlimmeres zu verhindern - im besten Fall. Ich wartete hoffend mit geschlossenen Augen ab, bis und ob die Tabletten wirken würden. Die Alternative wären Migränemittel gewesen, doch wenn ich die nehme schlafe ich den gesamten Tag und wie hätte ich dann weiter reisen sollen?!

Nach ca. 45 Minuten zeigte sich eine leichte Besserung. Ich schien immerhin diesbezüglich Glück zu haben und hatte die Schmerzmittel rechtzeitig genommen, um die Migräne noch abzufangen. Trotzdem brach ich völlig entnervt in Tränen aus. Das war alles einfach zu viel. Als ich wieder einigermaßen beisammen war, fing ich an wieder Telefonate zu führen. Informierte die Vermieterin, dass wir vermutlich diesen Tag spät auf Formentera ankommen würden. Außerdem fragte ich mich plötzlich, ob denn ein Mietwagenvertrag, der für Freitagabend geschlossen wurde auch noch am Sonntagmorgen Gültigkeit hat, denn früher würden wir den Mietwagen ja nicht abholen können. Innerlich völlig in Aufruhr rief ich bei der Hotline von bill*iger-miet*wag*en.de an und schilderte die ganze Misere: Flugverspätung, Anschlussflug weg, immer noch auf Mallorca und voraussichtlich erst Samstag spät auf Formentera, ergo: Mietwagenabholung Sonntag. Hat der Vertrag noch Gültigkeit??? Der Call-Center-Agent verkündete „Ich fürchte nicht." Ich war kurz davor los zu kreischen. Stattdessen wies ich relativ sachlich aber auch eindringlich darauf hin, dass ich einen Nervenzusammenbruch erleiden würde, wenn das nun auch noch nicht mehr klappen würde. Dieses Risiko wollte der junge Mann nicht eingehen. Er bot mir sofort an sich mit der Vermietung in Verbindung zu setzen und nachzufragen. Anschließend würde er mich auf meinem Handy anrufen und mir Bescheid geben. Toller Mann - ich liebte ihn spontan ganz kurz für seine unkomplizierte Art. 10 Minuten später: tatsächlich der angekündigte Anruf auf meinem Handy und der junge Mann am Apparat, der mir freudig verkündete, dass er mich vor dem Nervenzusammenbruch bewahren könne. Supermann!! Der Autovermieter hätte sich sehr kulant gezeigt und wir sollten doch einfach Sonntag während der Öffnungszeiten vorbei kommen und den Wagen holen. Sie würden sogar nochmal die aktuellen Angebote checken um zu gucken, ob wir dann günstiger bei weg kommen. Supermänner!! Ganz ehrlich: DAS ist Kundenservice!! Die Internetseite kann ich deshalb wirklich uneingeschränkt empfehlen. Dort habe ich noch nie Ärger gehabt - alles freundlich und problemlos! Dort ... AB muss sich diesbezüglich erst noch beweisen.

Größeren Nervenzusammenbruch abgewendet, kleineren halbwegs überwunden. Soweit so gut. Wir gingen zum Frühstück und suchten vorher aber noch die Rezeption auf, um uns zu versichern, wie es weitergehen würde. Bei AB hatte man uns ein spätes auschecken und etwas zu Essen zugesagt, denn der Weiterflug ging ja erst um 19:40 Uhr. An der Rezeption wusste man *tata* davon nichts. Wir waren wieder einmal perplex. Man hätte für uns Halbpension gebucht und da wäre ein Abendessen mit bei. Ja aber da seien wir doch bereits weg?! Wann wir denn auschecken müssten?! Naja, normalerweise ja mittags. Ja aber AB hätte doch mit jemandem telefoniert und alles klar gemacht!? Spätes auschecken, was zu essen?! Flehen mischte sich in unsere Stimmen. An der Rezeption war man unfassbar nett und hilfsbereit. Vielleicht haben wir das auch nur so empfunden, weil wir aktuell so serviceentwöhnt waren. Man sagte, wir sollten doch erst einmal in Ruhe frühstücken gehen. In der Zeit würde man sich mit AB in Verbindung setzen und alles klären. Toll! Auch das: wahrer Kundenservice!

Das Frühstück war für mich die reinste Dschungelprüfung (für alle, denen das was sagt). Mir war noch immer etwas schlecht wegen der unterdrückten aber im Hintergrund noch rumorenden Migräne. Ich zwang mich dennoch zu essen, um meinen Magen zu beruhigen. Mein Geruchs- und Geschmacksinn war allerdings echt noch arg beeinträchtigt, denn so gut wie alles schmeckte für mich ganz furchtbar. Die Wahrnehmung muss aber verzerrt gewesen sein, denn mein Freund konnte mir versichern, dass die meisten Dinge wirklich genießbar waren. Für mich aber echt nicht. Bei der Wurst musste ich würgen, der Kaffee war mehr als so lala Eier und Käse *urgs*. Die einzigen Dinge, bei denen meine Wahrnehmung nicht rebellierte waren Honig und Honigmelone. Keine Ahnung warum aber die schmeckten hervorragend! Dabei frühstücke ich normalerweise eher herzhaft. Gut, an dem Tag wurde es eben ein süßes Frühstück. Ich war ja froh, dass überhaupt was rein ging.

Anschließend gingen wir wieder zur Rezeption. Man hatte mittlerweile alles mit AB geklärt. Wir konnten so lange im Zimmer bleiben, wie wir möchten und mittags am Buffet teilnehmen. Donnerwetter! Die freundliche Dame suchte sogar im Internet noch für uns nach den Abfahrtszeiten der Fähren an diesem Tag. Die Vermieterin hatte zwar gesagt, dass die letzte um 21:30 Uhr ginge aber das wollte ich dennoch schwarz auf weiß sehen - verlassen mochte ich mich auf nichts mehr. Tatsächlich: auch laut Internet ging die Fähre um 21:30 Uhr. Dennoch: bei einer Landung um 20:10 Uhr auf Ibiza dürfte auch dies knapp werden. Probleme, denen man sich aber später stellen musste - nun hatten wir erst einmal den Tag, um ihn irgendwie sinnvoll zu nutzen ...

Hätte nie gedacht, dass es so viele Teile werden würden aber: Fortsetzung folgt ... (denn noch sind wir ja nicht am Ziel)

24.10.2013 um 07:52 Uhr

Warum ich dies Jahr am Ballermann Urlaub machte - Teil 2

Also lungerten wir wieder auf einem Flughafen herum. Diesmal nur auf einem wesentlich größeren und vor allem sehr viel wärmeren. Wir hatten natürlich noch unsere warmen Deutschlandklamotten an und auf den Toiletten mochte ich mich nicht umziehen. Wir waren total erledigt. Den Tag waren wir um 6 Uhr aufgestanden, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Hätte man das geahnt, hätte man ausschlafen können ... Verzehrgutscheine gab es diesmal auch nicht. Vielleicht hätten wir danach fragen können aber im Laufe so eines Tages zermürbt man echt ziemlich und kommt an den Rande von „mir alles egal". Also versorgten wir uns selbst und trabten um 21:30 Uhr zu I*beria, die uns nun angeblich sagen konnten, ob noch Plätze frei seien oder nicht. Die Frau, die uns begleitete, hatte sich freundlicherweise bereit erklärt in dem Fall, wenn zwei Plätze frei seien, uns diese zu überlassen. Wäre es nur einer, dann würden wir ihr den überlassen.
 
Am Schalter von I*beria redete man perfekt Spanisch, unverständlich Englisch und kein Deutsch. Also radebrachen wir alle. Die Frau hatte ganz offensichtlich keinerlei Informationen erhalten, denn sie wusste von nichts! Wir setzen sie über die Problematik in Kenntnis und sie nahm unser Warteschleifenticket. Sie meinte, dass der Flieger voll sei, wir aber am Gate warten können, ob vielleicht trotzdem jemand nicht mitfliegt. ????? Mal am Rande: Die Flieger von I*beria, die zwischen Mallorca und Ibiza fliegen, das sind kleine Popelflieger - quasi Flugbusse. Bei eh schon wenigen Menschen in dem Flieger, wie wahrscheinlich ist es da, dass vier (!!!) nicht mitfliegen?! Denn so viele waren wir ja ... Ganz genau: das ist völlig unwahrscheinlich, zumal ja bereits alle eingecheckt waren! Die Dame sprühte jedoch vor Optimismus. Sie stellte uns Wartelistenboardingtickets aus (ja, so etwas gibt es offensichtlich auch) und drückte uns die in die Hand. Wir: völlig ratlos. Und nun?? Ja also, wir könnten dann ja unser Gepäck schon mal abgeben. Waaaasss? UND DANN???? Wo bleibt denn dieses dann bitte, wenn wir nicht einsteigen??? Auf Ibiza??? Nein, nein, also das würden wir dann zurück bekommen. Ach ja?? Wie? Wo? Wann?? Das käme dann normal über die Gepäckausgabe. Klar - Gepäckausgabe. Nur: Wie befanden uns am Check-In! Wie sollten wir von dort zu den Flugankünften kommen, um unser Gepäck zu holen?? Davon mal ganz ab. Selbst in der Hoffnung, dass dies klappen würde: wollten wir noch bis 23 Uhr am Flughafen rumsitzen, um zu hoffen, dass auf einem ausgebuchten Flug Plätze frei sind, nach einem Tag, der um 6 Uhr begann und eh schon ultra anstrengend war? Nein, wollten wir nicht! Wie behielten also unser Gepäck und schlurften entmutigt und müde wieder zum AB-Schalter.
 
Dort beschwerten wir uns zunächst darüber, dass I*beria offensichtlich informiert war, noch - wie versprochen - uns nun klar sagen könne, ob es noch Plätze gäbe oder nicht. Man wiegelte ab und gab sich genervt. Damit konnten wir locker mithalten. Man telefonierte und musste schließlich eingestehen, dass der Flug wohl doch irgendwie voll sei. Ach also doch, na sowas ... Wieder verschwanden Mitarbeiter und andere kamen stattdessen. Verwirrend! Wie ginge es denn nun weiter? Tja, also da sei ja noch der Flug am nächsten Tag um 19:40 Uhr. Wir fragten, flehten, fluchten und baten um einen früheren Flug. Nein, nichts zu machen. Wir boten sogar an die Fähre zu nehmen, die am nächsten Tag um 8 fuhr und nach 6 Stunden sogar an unserer Zielinsel Halt machte. Nö, denn mit denen habe man keinen Kooperationsvertrag. DANKE, Mr. A********! Man stellte uns aber frei die Fähre dennoch zu nehmen und über den Kundenservice zu versuchen - „ZU VERSUCHEN"!! das Geld wiederzubekommen. Klar, das klang echt schon toll erfolgsversprechend! Das Geld hätten wir niemals wiederbekommen - nicht, wenn das schon so formuliert wird und es ging immerhin um rund 80€. Ergo: voll gearscht. Keine Möglichkeit. Wir fügten uns in unser Schicksal - was soll man auch anderes machen ... Hofften nur noch bald in ein Hotel zu kommen, um zu duschen, und zu schlafen. Man telefonierte mit dem Hotel - reservierte uns Zimmer. Wir sollten nun zu einem bestimmten Platz auf dem Parkplatz gehen. Um 22:30 Uhr käme dann der Bus und würde uns mitnehmen. „Die Anderen" seien bereits dort.
 
Die Anderen, die Anderen ... die beiden Wörter begriff ich nicht. Welche anderen?? Wir suchten also die richtige Stelle des Parkplatzes und als wir dort waren, dachten wir, dass es die falsche Stelle sein müsse. Uns traf der Schlag: dort standen 4 Reisebusse, unzählige Menschen. Kinder, die auf Koffern schliefen. Ein heilloses Durcheinander! Kein Busfahrer wusste etwas. Alle Busse waren bald voll und fuhren davon. Wir noch immer mit einem Pulk an Menschen auf dem Parkplatz. Wieder einmal: ratlos und verzweifelt. Dann endlich erspähten wir jemanden von AB. Fragten, wo denn nun unser Bus sei. Ja, ja, da käme bald noch einer. Man versuche grad noch aufzunehmen, wie viele Zimmer benötigt würden. Fragte, ob wir eine Familie seien (wir beide und die Frau, die auch nach Ibiza wollte). Nein, wir waren KEINE Familie und wollten deshalb auch kein Familienzimmer! So gegen 23:30 Uhr kamen zwei neue Busse. Wir stiegen ein und wurden zum Hotel gefahren. Dort wieder Chaos, weil alle einfach nur noch in ihre Zimmer wollten. Ich erfuhr dabei, dass es sich bei dieser Menschengruppe um einen kompletten Flieger handelte, der gegen 20:30 Uhr Richtung Deutschland fliegen sollte, jedoch ausfiel. Die Menschen hatten seit Stunden am Flughafen gesessen ohne zu wissen ob und wann sie fliegen würden. Auch nun wussten sie nicht, wann es weitergehen sollte. Wir bekamen einen Schlüssel und verschwanden im 3. Stock. Die Zimmer waren runtergekommen und renovierungsbedürftig aber immerhin sauber. Nun nur noch Duschen ab ins Bett ...
 
Fortsetzung folgt ...

23.10.2013 um 11:00 Uhr

Warum ich dies Jahr am Ballermann Urlaub machte - Teil 1

Geplant war ein Flug über Mallorca nach Ibiza, um von dort die Fähre nach Formentera zu nehmen. Der Flug sollte regulär um 11:30 Uhr starten und wir wären um 17:30 Uhr auf Formentera gewesen. Soweit der Plan aber es sollte ganz anders kommen ... Freitag 11:30 Uhr: alle Passagiere sitzen auf ihren Plätzen und es kann pünktlich los gehen. *juhu* Doch dann meldet sich der Flugkapitän. Als er seine Ansprache mit einem unsicheren Lachen begann, war mir sofort klar, dass nun etwas Unangenehmes folgen würde. Dem war auch so: „Hehe ... Sehr verehrte Fluggäste ... haha ... ja also, mich hat der Techniker gerade darauf hingewiesen, dass es wohl so aussieht, als ob ein Rad Luft verlieren würde. Tja, also so können wir natürlich nicht starten und auch nicht landen, das wird jetzt nochmal überprüft." Im Flieger: geschockte Stille. Dann erste aufgebrachte Gespräche. Bei uns die bange Frage, was dann aus unserem Anschlussflug um 15:30 Uhr auf Mallorca würde. Noch hatten wir Zeit. Doch dann meldete sich der Flugkapitän erneut uns machte alle Hoffnungen zunichte: „Sehr verehrte Fluggäste ... tja, der Verdacht hat sich bestätigt: der Reifen verliert Luft und muss gewechselt werden. Wir haben leider keinen Ersatzreifen hier und werden jetzt mal bei Condor anfragen, ob die noch einen für uns haben. Ich bitte Sie nun alle auszusteigen und wir werden Sie auf dem Laufenden halten." Mist, Mist, Mist ...

Murrend begaben wir uns alle in die Abflughalle. Keine Informationen, keiner wusste was, alle ratlos - vor allem die, die wie wir einen Anschlussflug hatten. Dann eine Durchsage: „Neuigkeiten zum Flug xy. Die neue voraussichtliche Abflugzeit ist um 15:30 Uhr. Alle Fluggäste, die in Besitz eines gültigen Boardingpasses sind, können sich einen Verzehrgutschein abholen." Toll, der Anschlussflug war also schon mal verpasst. Der Verzehrgutschein betrug 5€, die gerade mal reichten, um sich ein kleines Getränk und etwas Kleines zu Essen zu besorgen. Keiner konnte uns sagen, wie es weitergehen würde. Keiner hatte Informationen. Das war echt zermürbend. Man würde uns aufrufen, wenn Informationen vorlägen. Ja, danke ... Gegen 15 Uhr war der aktuelle Stand am Flieger: der kaputte Reifen ist abmontiert. Mir war gleich klar, dass wir also niemals gegen 15:30 Uhr weiterfliegen würden. Prompt kam eine neue Durchsage:  „Neuigkeiten zum Flug xy. Der neue Reifen wird aktuell aus Berlin hergebracht und muss dann noch montiert werden. Die voraussichtliche neue Abflugzeit ist um 17 Uhr. Sie bekommen übrigens wieder Verzehrgutscheine!" *juuhuu* Die Stimmung sank in den Keller.

Noch immer konnte niemand sagen, wann wir einen neuen Anschlussflug bekommen würden. Ich begann herumzutelefonieren, um unsere Vermieterin und die Mietwagenfirma zu informieren, dass wir noch immer in Deutschland sind und absolut keine Ahnung haben, wann wir auf Formentera ankommen werden. Um 17 Uhr ging es tatsächlich weiter. Mittlerweile hatten wir uns schlau gelesen über unsere Rechte bezüglich einer Ausgleichszahlung der Fluggesellschaft, denn die steht einem ab 3 Stunden Verspätung zu! Ankunft Mallorca: 19:30 Uhr. Es ist schwül und brütend heiß. Da wir eh schon völlig erschöpft sind, ist das nicht gerade förderlich. Niemand nahm uns im Empfang, niemand kümmerte sich. Es gab nur die vage Aussage doch mal den Infoschalter aufzusuchen. Wir suchten also zunächst den Infoschalter von Air*Berlin (in Folge nur noch AB genannt). Den fanden wir auch aber der schickte uns weiter zum eigentlichen Infoschalter in der Abflughalle. Also erst einmal Gepäck holen und dann weiter. Bei uns war mittlerweile eine Frau, die ebenso wie wir nach Ibiza weiterfliegen wollte.

Am Infoschalter angekommen hofften wir auf eine baldige Lösung. Die Dame schaute im System nach und eröffnete uns den Horror schlechthin: „Ganz eventuell können zwei Personen gegen 22:55 Uhr noch mit I*beria nach Ibiza - vielleicht ist der Flieger aber auch voll. Ansonsten gäbe es morgen um 19:40 Uhr noch einen Flug. Wir: erst sprachlos, dann entsetzt, dann verzweifelt. Keine anderen Möglichkeiten?! Nein! Toll ... Eventuell also zwei Personen, die nach Ibiza könnten - wir waren allerdings drei und es gab noch einen vierten Fluggast, wie wir später mitbekamen. Trotz der zwei Eventuellplätze stellte man uns allen vieren ein Wartelistenticket aus. Mir war bis dato unklar, dass es so etwas überhaupt gibt! Man wies darauf hin, dass man am Schalter von I*beria so gegen 21:30 Uhr wüsste, ob noch Plätze seien. Wir hatten allerdings noch ein anderes Problem: selbst wenn wir den Flieger bekämen, dann war es so spät, dass keine Fähre mehr fahren würde - wir würden also auf Ibiza stranden. Wir fragten, ob man uns dort dann ein Hotel buchen würde. Nö! Häh?! Nö, weil AB sei ja nur verpflichtet und bis nach Ibiza zu bringen. Ich verwies darauf, dass man uns ja bei einer Übernachtung auf Mallorca auch ein Hotel bezahlen würde - es also für AB wurscht sei, wo sie dieses bezahlen würden. Hin und Her ging es. Alle müde und entnervt. Auch nervig: ständig ging eine zuständige Tante nach hinten und eine andere kam und führte das Gespräch weiter. Irgendwann sagte man uns endlich zu und im Falle des Weiterfluges das Hotel zu zahlen. Na bitte ... Nun also: wieder warten, bis I*beria weiß, ob wir mitfliegen können ...

Fortsetzung folgt ...

22.10.2013 um 08:53 Uhr

20 Fakten

Das erste Stöckchen, das ich übernehme:

1. Ich habe panische Angst vor tiefem Wasser (danke Frau Schwimmlehrerin in der Grundschule). Diese Angst verfliegt aber völlig, wenn ich Taucherflossen und Taucherbrille an habe. Dann hält mich nichts mehr, denn eigentlich liebe ich Wasser. So kommt es, dass ich eigentlich nie ohne Schnorchelausrüstung baden gehe

2. Ich bin und war schon immer extrem empathisch. Als Kind bereits tat mir alles und jedes leid, weil ich immer sofort in die Rolle des anderen schlüpfte und mitfühlte. Andere Kinder rissen Fliegen die Flügel aus - ich nahm geschockt Reißaus. Bei Filmen heulte ich schon damals wie ein Schloßhund, weil mich alles so tief berührte.

3. Ich habe auch vor dem Fliegen panische Angst. Das hält mich aber nicht vom Fliegen ab, denn sonst komme ich einfach nicht in die Urlaubsländer, die ich liebe. Dennoch fallen mir regelmäßig beim Fliegen sämtliche Abstürze der vergangenen Jahre ein und ich achte klammheimlich auf „Unregelmäßigkeiten" beim Flugverhalten. Dabei beobachte ich immer die Stewardessen, denn solange die gelassen wirken ist auch alles ok.

4. Früher war ich eine Langschläferin und eine Nachteule. Mit Mitte 30 änderte sich das völlig und ich wurde zur Frühaufsteherin und gehe gerne früh schlafen. Bis heute grübele ich, ob das an meiner damals einsetzenden Schilddrüsenunterfunktion lag.

5. Ich brauche sau viel Schlaf. Schon als Baby war das so. Meine Mutter musste mich sogar wecken, damit ich etwas esse. Heute brauche ich eigentlich 9 Stunden, um mich gut zu fühlen - unter 8 geht gar nichts! Im Urlaub sind es auch gern mal 10 Stunden.

6. Ich mache am liebsten Urlaub auf Inseln. Je kleiner, desto besser. Die Beschränktheit der Umgebung hat für mich irgendwie etwas Beruhigendes. Dort leben würde ich aber niemals wollen.

7. Obwohl Halbsüdländerin vertrage ich die Sonne absolut nicht. Werde langsam braun und bekomme Sonnenallergie. Der Kopf muss immer bedeckt sein, sonst wird die Birne weich. Trotzdem liebe ich die Sonne und genieße sie immer, wann es geht. Auch im Urlaub zieht es mich in den sonnigen Süden.

8. Ich habe schon immer einen besonderen Draht zu Tieren gehabt. Irgendwie verstehe ich sie immer auf Anhieb und kann ihr Verhalten deuten. Ich war immer die, zu der Katzen kuscheln kamen, obwohl sie eigentlich keine Fremden mochten.

9. Ich liebe es zu essen, kann dieser Leidenschaft aber nur gebremst nachgehen, sonst würde ich ruck zuck zum Michelin-Männchen werden.

10. Ich bin untypisch Frau. Habe nur wenig Schuhe, schminke mich nicht und telefoniere ungern (auch das war früher mal anders).

11. Ich liebe Filme und gucke diese seit ich denken kann leidenschaftlich gern. Ins Kino zu gehen ist für mich auch heute noch ein absoluter Höhepunkt.

12. Je älter ich werde, desto empfindlicher wird mein Körper. Er reagiert auf alles wie in zu fein gestimmtes Instrument. Heftige Kopfschmerzen und Migräne sind dabei die häufigsten Folgen von etwas, was zu viel oder zu wenig war.

13. Ich war mal einige Jahre Vegetarierin. Dabei war ich so überzeugend, dass mir einige folgten. Diese essen bis heute kein Fleisch mehr - ich jedoch schon.

14. Ich muss nicht immer etwas machen und fühle mich nicht schlecht dabei nichts zu tun.

15. Ich schneide mir seit Ewigkeiten meine Haare selber, da ich keinerlei Unterschied zum Ergebnis beim Friseur feststellen konnte und der einfach teurer ist als es selbst zu machen.

16. Ich ertrage keine Ungerechtigkeit. Dagegen habe ich bereits als Kind protestiert.

17. Ich lese für mein Leben gern, wobei sich die Art der Bücher im Laufe der Zeit wandelte. Aktuell habe ich eine absolute Krimi-Phase. Da ich früher niemals Krimis mochte, habe ich nun einen großen Pool an Büchern, aus dem ich schöpfen kann.

18. Ich bin leicht hypochondrisch veranlagt. Wenn ich etwas habe, dann ist es immer gleich bestimmt was ganz Schlimmes.

19. Ich bin schnell melancholisch und depressiv verstimmt. Auch oder weil ich viel grübel und mir wegem allem nen Kopp mache. Gelassener zu werden ist für mich quasi eine meiner Lebensaufgaben. Deshalb achte ich besonders auf mich, gehe regelmäßig Laufen, lasse es mir gut gehen, schlafe genug und esse (meistens) gesund.

20. Mit Oberflächlichkeit kann ich nichts anfangen und Menschen, die nur an der Oberfläche schwimmen langweilen mich schnell. Diese Art von Gesprächen strengen mich auch ungemein an. Am entspanntesten bin ich da, wo ich ich sein kann, ohne mich kontrollieren zu müssen.

21.10.2013 um 18:05 Uhr

Rätselhaft

Schle*cker ist ja bekanntlich schon länger pleite und die Fillialen geschlossen. Mich wundert es schon lange, dass ich aber immer noch den Schle*cker-Newsletter erhalte. (Den habe ich mal aktiviert, weil es da regelmäßig Katzenfutter im Angebot gab) Verstehe ich bis heute nicht: der Laden ist pleite, insolvent aber online kann man da immer noch bestellen?!

Noch wunderlicher wurde es neulich auf Mallorca. Da entdeckte ich plötzlich dies:

Im Ausland die sind dann also noch nicht pleite, oder wie?!

(Was ich auf Mallorca zu suchen hatte, das berichte ich hier demnächst ...)

20.10.2013 um 13:32 Uhr

Was gäbe ich drum noch immer an diesem Strand zu sein ...

*seufz*

01.10.2013 um 12:42 Uhr

Ein wahres Ernährungswunder

Ich gehe drei Mal die Woche Laufen. Jeweils eine Stunde. Jedes Mal studiere ich die Werte meiner Pulsuhr, die mir anzeigt, wie viel Kalorien ich soeben verbraucht habe. Klar, das ist nur ein grober Richtwert, weil ja von zig Faktoren abhängt, wie viel verbrannt wurde. Wenn aber der grobe Richtwert stimmt, dann verbrenne ich jedes Mal um die 500 Kalorien. Ich komme also vom Laufen und habe 500 Kalorien verbrannt. Anschließend esse ich in der Regel etwas, dass weniger Kalorien hat, als ich verbrannt habe. Ich gehe also quasi drei Mal die Woche ins Bett, ohne etwas gegessen zu haben bzw. habe sogar "negativ" gegessen (da Laufen = -500 Kalorien abzüglich Abendessen, sagen wir mal: 350 Kalorien = -150 Kalorien). So ganz naiv würde ich jetzt annehmen, dass meinem Körper eigentlich nichts anderes übrig bleibt, als abzunehmen. Ich meine: drei Mal die Woche ohne Essen bzw. mit negtaivem Essen ins Bett - da muss man doch abnehmen?! Aber: nix da! Mein Stoffwechsel lässt sich absolut nicht aus der Ruhe bringen durch solcherlei Milchmädchenrechnungen. Er pfeift darauf, dass er eigentlich nichts hat, um zu brennen. Das Fett wird für schlimmere Zeiten aufgehoben, soh! Echt erstaunlich. Ich weiß nicht, wie er das hinbekommt aber er bekommt es (leider) hin. Vielleicht kann man meinen Stoffwechsel irgendwie patentieren lassen, dann gäbe es keinen Hunger mehr auf der Welt.