Jegliches braucht seine Zeit

03.12.2013 um 12:56 Uhr

Verdammte Endlichkeit

Nun ist auch mein Onkel gestorben. Er erkrankte fast zeitgleich mit meiner Tante an Krebs. Obwohl sie 1400 Kilometer trennen, vereinte sie das selbe Schicksal. Verdammte Krankheit - wünscht man niemandem. Jemanden daran zugrunde gehen zu sehen, ist unerträglich. Das bricht einem das Herz. Das schmerzt im tiefsten Inneren und hinterlässt seine Spuren. Der Tod ist dann eine wirkliche Erlösung nach Monaten oder gar Jahren voller Qual.
Zwei nahe Angehörige, die innerhalb diesen Jahres verstorben sind. Insgesamt fünf innerhalb der letzten sieben Jahre und auch noch mein Kater, der so lange bei mir war. Mich hat dieser letzte Tod völlig umgehauen am Wochenende. Vielleicht war er mehr, als ich momentan noch verkraften kann. Das ist zu viel Tod in zu kurzer Zeit. Ich bin aus der Bahn, paralysiert. Ich verdamme die Endlichkeit. Ich kann sie nicht akzeptieren und nicht mit ihr leben. Ich weiß, dass ich es muss aber ich kann einfach nicht. Ich will nicht, dass noch mehr gehen und ich will auch nicht selbst gehen.
In den letzten Jahren habe ich mich verändert. Schleichend. Ich könnte nicht wirklich auf den Punkt bringen, in welcher Weise aber ich habe mich ganz deutlich verändert. Grad eben frage ich mich, ob es die Verluste waren, die ich erlitten habe, die mich langsam veränderten. Ich bin eine Andere geworden und weiß noch nicht einmal, ob auch eine Bessere. Anders aber in jedem Fall.