Jegliches braucht seine Zeit

29.04.2014 um 12:37 Uhr

Angespanntheit

Ich glaube der Tod meiner Tante und der Anblick dessen, was die Krankheit aus ihr gemacht hatte, hat mich weit mehr traumatisiert, als mir das bisher klar war. Damals, als ich sie kurz vor ihrem Tod besuchte, entsetze mich der Anblick, der sich mir bot. Mir brach das Herz, sie so zu sehen und nichts tun zu können. Gleichzeitig manifestierte sich tief in mir eine panische Angst. Die Angst davor ebenso enden zu müssen und nichts dagegen tun zu können.

Die Krebserkrankung, die meine Tante hatte, ist erblich bzw. kann das Risiko bei Verwandten deutlich erhöht sein. Da nicht nur sie an diesem Krebs verstarb, sondern auch meine Oma und zwei Großtanten, ist meine Angst nur umso größer. Ich fühle mich völlig schutzlos. Ich gehe zwar nach wie vor jedes Jahr zur Krebsvorsorge, doch leider weiß ich, dass dieser Krebs dennoch meistens erst erkannt wird, wenn es zu spät ist. Im Ultraschall zeigt er sich im Frühstadium nicht. So war es bei ihr auch. Wie also soll ich Vertrauen darauf haben, dass er doch rechtzeitig erkannt wird?

Ich weiß, dass es nichts bringt sich verrückt zu machen, dennoch merke ich grade eben, wie ich mich dennoch verrückt mache. Es heißt überall, wo ich über diese Erkrankung lese, dass Frau in sich hinein horchen soll, um Veränderungen zu bemerken. Ja und so horche ich in mich hinein und es passiert genau das, was passieren muss: je genauer man horcht, umso mehr bemerkt man auch. Jedes Ziepen und Drücken erscheinen mir verdächtig. Seit Monaten habe ich einen aufgeblähten Bauch. Ich sehe aus wie schwanger! Meine Hausärztin sagte, das sei nicht wild, da der Bauch weich sei. Mir spukt dennoch im Kopf rum, dass das doch eines der Symptome sein kann … Dazu ständig Druck im Unterbauch, der Blase etc. etc. Busco*pan hilft zwar – es scheinen also Verspannungen zu sein aber was wenn da mehr hinter steht?!

Ich frage mich aktuell permanent, ob ich diese Symptome selbst verursache oder aber, ob da wirklich etwas ist. Wenn ich zum Arzt gehen würde, käme ich mir wieder einmal vor wie ein Hypochonder – dennoch frage ich mich die ganze Zeit was wäre, wenn da doch was wäre ich aber nicht hingegangen wäre?! Ja und selbst wenn ich gehe. Wie gesagt: der Ultraschall sagt gar nichts aus! An manchen Tagen kreisen meine Gedanken so sehr um diese Thematiken, dass ich wie gelähmt und paralysiert bin. Ich bin momentan das reinste Nervenbündel. Urlaub ist nötig aber wenigstes auch in Sicht. Ich muss endlich mal wieder abschalten und runter kommen. Mir fällt das grad so schwer. Ich will nicht so enden. Ich will eigentlich gar nicht enden aber das ist wieder ein anderes Problem. Ich wünschte, ich würde meine Unbeschwertheit wieder finden. Naja, zumindest das Maß daran, dass mir möglich ist. Gerade eben bin ich das Gegenteil von Unbeschwert. Ich bin innerlich angespannt und völlig verkrampft …

23.04.2014 um 16:34 Uhr

Wetterumschwung

Toll, kaum schwingt das Wetter in Richtung besser und wärmer - sprich: Hochdruck - bekomme ich Migräne. Noch ist sie nicht da aber es pocht bereits verdächtig hinter und über dem rechten Auge. Wird man immer nur empfindlicher, je älter man wird?! : (