Jegliches braucht seine Zeit

29.09.2014 um 19:06 Uhr

Wasserexperimente

Ich experimentiere beim Fotografieren gerne mit Perspektiven, Makrofunktion, Zeitautomatik und nun auch Blendautomatik. Ein immer wieder beliebtes Objekt ist dabei das Meer. Ich liebe es einfach das Wasser aus neuen Perspektiven einzufangen oder aber die Wellen gefrieren zu lassen. Dabei schieße ich wirklich unzählige Fotos, von denen dann nur wenige das eingefangen haben, was ich mir erhoffte und vorstellte. (Wie zur Hölle ging das früher mit nur 36 Fotos auf einem Film?!) Hier eine Auswahl meiner Ausbeute:

















25.09.2014 um 17:14 Uhr

Wattenmeer am Atlantik

Meine kleinen Ausflug ans Meer beginne ich mit einer Reihe, die das "Watt" im Südosten von Fuerteventura zeigt. Dort werden bei Flut große Flächen überschwemmt. Breite Priele ziehen sich durch die Dünen, in denen spezialisierte Pflanzen leben, die das salzige Wasser gut vertragen. Bei Ebbe trocknen diese Flüchen komplett aus und werden in der sengenden Hitze knochentrocken.

















24.09.2014 um 17:57 Uhr

Gesichter einer Insel

Als ich aus dem Urlaub wieder hier war, begrüßte mich meine Nachbarin mit den Worten: "Na, wie war die schwarze Insel?!" Schwarz?! Hmm ... ich überlegte kurz. Doch, da gab es einige schwarze Felsen, erloschene Vulkane, Lavaströme und Klippen. Aber sonst?! Fuerteventura ist ganz sicher karg und kahl aber nicht schwarz, sondern wunderschön bunt. Seht sebst! Aber in echt sieht natürlich alles immer viel, viel eindrucksvoller und bombastischer aus ...
















22.09.2014 um 12:13 Uhr

Blinde/r Passagier/in

Ich lag am zweiten Abend nach meinem Urlaub im Bett und las nichts ahnend vor mich hin. Da nahm ich eine Bewegung an der Wand direkt vor mir wahr. Als ich den Blick hob, erstarrte ich. Jeder Arachnophobiker hätte sofort hysterischst kreischend das Haus verlassen und wäre niemals und wirklich NIEMALS wiedergekommen. Ich selbst habe normalerweise keine Angst vor Spinnen aber dieser Anblick ließ selbst mich schaudernd zurück weichen. (Ich wusste bisher gar nicht, welche Geräusche einem entweichen, wenn es einen schaudert ...) An der Wand saß das größte Prachtexemplar einer Jagdspinne, wie ich sie noch nie im Leben gesehen habe und auch niemals mehr sehen möchte. Schon gar nicht direkt neben MEINEM BETT quasi auf Augenhöhe! Mit Beinen! Handtellergroß! Wirklich ein Prachexemplar. Ich raste los ein Glas besorgen - ein verdammt großes Glas, damit sie überhaupt hinein passt. Ich rannte schnell, denn der Gedanke, dass die Spinne sich vielleicht verstecken könnte, ließ mich erneut erschaudern. Mit einem Cocktailglas bewaffnet kehrte ich zurück. Ich erschauderte erneut bei dem Anblick und musste mich zusammenreißen mich der Spinne zu nähern. Langsam senkte ich das Glas halbwegs über sie, denn komplett ging nicht wegen der Beinlänge. Ich riss mich auch da noch zusammen, als sie das Glas bemerkte und sich plötzlich blitzschnell bewegte, um einen Ausweg zu finden. Unter dem Glas durch war zum Glück zu wenig Platz, so dass sie ins Glas flüchtete. An dessen Boden musste sie die Beine anziehen, weil sonst nicht genug Platz gewesen wäre. Ich war noch nicht einmal in der Lage von diesem riesen Vieh ein Foto zu machen. Ich wollte sie nur noch weg haben und setzte sie schließlich kurzerhand auf die Straße, wo ich ihr noch schaudernd hinterher schaute, um sicher zu gehen, dass sie sich wirklich entfernte. HORROR! Als ich am nächsten Tag deutsche Jagdspinnen ergoogelte, wurde sehr schnell klar, dass es diese Art Spinne - in dieser Größe - hier gar nicht geben dürfte! Sie muss sich irgendwie, irgendwo im Koffer verborgen haben und als Blinder Passagier (oder Passagierin) von Fuerteventura mitgereist sein. Nun irrt sie herum und sucht ohne Aussicht auf Erfolg einen Artgenossen. Der Gedanke lässt mich fast Mitleid mit der Spinne empfinden. Der Gedanke, dass es sich um ein Weibchen handelte, dass vielleicht Eier unter meinem Bett abgelegt hat, erzeugt hingegen erneuten Horror. *brrrr*

15.09.2014 um 19:55 Uhr

Der gemeine Futterklau

Hier nun die ganze Geschichte:

Ein Rabe, der in Ruhe sein Futter verspeist.




Zwischendrin ab und zu mal das Schnäbelchen putzen.



Doch dann: ein dreister Dieb kommt vorbei ...



... schnappt sich einfach den Futterbrocken ...



... und lässt ihn sich schmecken!


13.09.2014 um 13:28 Uhr

Corvus Corax

Vor allem in den Bergen Fuerteventuras leben Raben. Ich glaube ich habe bisher in meinem Leben nur Krähen gesehen. Raben sind tolle Vögel! An den Aussichtspunkten schweben sie - die Aufwinde nutzend - heran und warten darauf, dass irgendwer etwas zu essen auspackt. Sobald dies geschieht lassen sie sich nieder und beäugen alles neugierig und aufmerksam, in der Hoffnung, dass etwas für sie abfällt. Von ihnen habe ich leider nicht so viele Fotos, wie von den Hörnchen, da die Gelegenheiten weitaus geringer waren, sie abzulichten. Ich vermute dennoch, die Lady möchte nun nicht nur ein Hörnchenzierkissen! ; )

12.09.2014 um 23:26 Uhr

Ich habe mich entschieden

Da ich die Hörnchen nicht mitnehmen kann, habe ich mich entschieden: ich bleibe hier! Geselle mich zu ihnen auf die schroffen Felsen. Wenn Touristen kommen werde ich sie mit ihnen umlagern und auf Futter hoffen. Ich werde mir angewöhnen zart zu fiepen und mich bemühen etwas pelziger zu wirken, um nicht so aufzufallen. Zur Feier des Tages nochmal ein paar aktuelle Fotos. Diesmal ohne Makro - dadurch ist der Kopf nicht so betont und man sieht sie kompletter. Ich gebe zu, ich bin momentan etwas besessen von den Kleinen. Dann muss es aber auch gut sein mit den Hörnchen ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

12.09.2014 um 11:22 Uhr

Ich hab mein Herz verloren

Andere Seite der Insel bei Jandia, anderer Felsen am Meer, andere Hörnchen - sonst alles gleich. Die kleinen kommen angesprungen und hüpfen einem um die Füße. Stellen sich auf die Hinterbeine und fiepen sanft. Hält man ihnen den Finger entgegen beißen sie nicht etwa rein, sondern greifen ihn vorsichtig mit den Krällchen, schnuppern kurz und lassen wieder los. Mein Herz ist ganz entzückt von diesen kleinen Wesen.

09.09.2014 um 12:55 Uhr

Possierliche Tierchen

Auf Fuerteventura gibt es Streifenhörnchen, die vor allem die Berge besiedeln. Teilweise findet man sie jedoch auch in der Nähe des Meeres. In La Pared haben sie einen Felsen am Meer zu ihrer Heimat auserkoren. Dort sind sie so zahm, dass man sofort von ihnen umzingelt wird, wenn man den Felsen betritt. Meine Kamera fanden sie äußerst interessant. Für mich das pure Glück, konnte ich doch so diese Aufnahmen machen.