Wolfsgeheul

01.01.2018 um 09:51 Uhr

Was sich ändern muß ...

von: Wolfsgeheul   Stichwörter: neuesJahr, Gedanken

Stimmung: trostlos
Musik: Nachrichten


Gerne erinnere ich mich zurück an Zeiten, die längst vergangen sind, jedoch mehr Wert besaßen in meinem Leben, da darin mein Herz noch gerne zu Hause war und die Freude, nicht die Trauer zu Hause war. Es gab Menschen in meinem Umfeld, die mich noch mitreißen und begeistern konnten - heute gibt es in der Heimat nur noch erhobene Zeigefinger und keine mitreißende Begeisterung - vom parteipolitischen, kameradschaftlichen Miteinander und Kneipenbesuchen einmal abgesehen.

Es gab einmal Mieter, mit denen man jedes Wochenende auf ein paar Bier saß oder auch ohne Bier einmal häufiger Gespräche führte. Hmm - das lag daran, daß es keine Besser-Wessies sondern aufrichtige Mitteldeutsche waren - Menschen mit Charakter, die noch deutsch dachten und fühlten. Im Hinblick auf die deutschen Wessie-Gutmenschen wünscht man sich zurück in diese Zeit. Hoffentlich färbt diese westliche Schulmeister-Manier nicht irgendwann auf die Mitteldeutschen ab - naja - die tägliche Dosis Propaganda im Fernsehen tut ja alles dafür, daß nicht Menschenrechte die Grundlage eines Miteinanders sind, sondern die Gebote der Political Correctness! Was würde Immanuel Kant zu diesen Bestrebungen sagen, die sein Werk zunichte machen - aufgeklärte Bürger, davon ginge er aus, würden die Menschenrechte und die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen achten, so lange letztere nicht zum Schaden der Gemeinschaft, sowohl in geistiger als auch in körperlicher Hinsicht, verstießen. Ich wünsche mir Mieter wie damals aus Sachsen, kurz nach Maueröffnung - es waren Menschen, die über Jahrzehnte darben mussten, was Persönlichkeitsrechte und allgemeine Freiheit betraf und deswegen waren auch sie diejenigen die unsere Haltung am besten verstanden und mit denen wir am besten harmoniert haben. Damals dachte man, durch die Euphorie der Wiedervereinigung würde ein positiver Ruck durch unsere Volksgemeinschaft gehen, die uns hin zur Freiheit trägt, so wie sie sich Immanuel Kant vorstellte. Zu einem respektvollen Umgang miteinander, zu gegenseitiger Akzeptanz und Gemeinschaft. Die Medien mit ihrem gebetsmühlenartigen Beschwören der Political Correctness, der Gutmenschen-Theorien, mit Guido Knopp´s Schuldkult durch einen immerwährenden Nürnberger Trichter in uns eingeflößt, wurden wir wieder um unsere Freiheit betrogen, weil nicht sein darf, was das herrschende System nicht will: wir sind nach der verflogenen Euphorie der Wiedervereinigung wieder zum Status Quo zurückgekehrt: ein Volk in geistigen Ketten, mit trauriger Seele, erkrankt an den Symptomen deutscher Selbsthaß und ewige Unterwerfung vor den Makeln der Vergangenheit. Das ein, in derartiger Weise malträtiertes Volk in den Tiefen seines Herzens und seiner Seele nicht frei und glücklich sein kann steht außer Zweifel. Es darf sich freuen, wenn die DFB-Elf Fußballweltmeister wird, wenn Özil seine Tore schießt, wenn man im Dorfe auf Feste geht, um für Erheiterung und Kurzweil zu sorgen. Aber darf man sich von Herzen freuen, an einer Gemeinschaft, an einer gemeinschaftlichen Tat, die der geistigen Freiheit unserer Gemeinschaft dient, darf man sich auch an positiven Gedenktagen freuen, wie dem, an dem im Jahre 1989 unsere mitteldeutschen Brüder und Schwestern unsere Einheit erkämpften! Oder sollen wir nur noch in den Staub gedrückt werden an Tagen der staatlich verordneten Kultur der deutschen Schuld, die die Euphorie vom Herbst ´89 erstickt hat. Wenn ein Volk keine Freude hat, so wird es keine gute Zukunft erleben. Was baut ein Volk besser auf - die Architektur eines Hermann Giesler, die Statuen von Breker und Thorak oder ein riesiges Mal der Unterwerfung vor dem Deutschen Reichstag in Berlin?!

Die Freiheit eines Volkes erkennt man in seiner Schaffenskraft und der Freude, die aus den Augen der Staatsbürger strahlt!

Der Bürger sollte wieder in den Mittelpunkt des politischen Interesses gerückt werden, seine Rechte zu 100 Prozent geachtet und gewährleistet werden - nach dem Vorbild des alten Hellas, in dem Demokratie noch Demokratie war und keine wortlose Hülse in einem System, in dem das Joch der Political Correctness die Unfreiheit des menschlichen Geistes begründet. Gut, Menschen, die geringere Ansprüche ans Leben stellen, mögen mit einer Hülsendemokratie und "Brot und Spielen" in vorübergehender oberflächlicher Zufriedenheit auskommen können, aber auf Dauer erkrankt das menschliche Gemüt, stirbt die Seele und weint das Herz!

Finden wir zu einer Gemeinschaft gegenseitiger Akzeptanz zurück, welche die verbürgten Menschenrechte und die geistige Vielfalt der Individuen achtet - dies führt zu Vertrauen und gegenseitigem Respekt - und lernen wir als Volksgemeinschaft wieder den aufrechten Gang in Relation zu unserer Nation, zu unserer Kultur und unserer Geschichte - nur so können wir ein gleichwertiger, geachteter Partner in der Weltgemeinschaft werden!

Werfen wir das selbstgewählte Joch ab - dieser Vorgang wird aus Gegnern Freunde machen, die sehen, diese Gemeinschaft hat das jahrzehntelange Selbstmitleid abgelegt und blickt wieder in Eintracht in eine erstrebenswerte Zukunft des Fortschritts und des Friedens, begründet in der Achtung gegenüber der Vielfalt auf unserer Welt, eine Vielfalt, die es zu bewahren gilt!

Ich wünsche allen Lesern, Bekannten, Freunden, Kameraden & Anverwandten ein gesundes, freies, friedvolles Neues Jahr 2018!

Alles fließt - der Geist ist universell und die Meinung bedarf keiner Verbote - im Gegenteil sie Bedarf des Schutzes gegenüber jenen, die sie verbieten wollen!

Wolfsgeheul