Almost nothing
Ich habe. Ich habe doch nichts getan. Oder? Das dumme Radio betäubt die Gedanken fast noch mehr als der Baldrian. Kleine weiße Pillen. Betäuben sanft, aber nicht ausreichend. Ich verteufle meine Anlage. Ich will eine neue, eine die meine CDs nicht verschluckt statt sie abzuspielen. Ich will wieder "normale" Musik hören, laute Musik, kein nervtötendes Gedudel. Ausserdem will ich wieder schreiben können, ohne von Menschen bespannt zu werden, die vorgeben nie dagewesen zu sein. Ich hasse den Abgrund. So sehr wie ich ihn liebe. Ich habe große Lust sie zu zerstören. Die Anlage, denn Abgründe lassen sich nur schwer zerstören. Aus dem Fenster werfen vielleicht. Aber die Stille ist nur schlimmer. So verdammt leise. Mal sehen was der Laptop hergibt. Besser, trotz Rauschen. Laut, vor allem laut.
Ich könnte rausgehen, frische Luft und so. Ich könnte...dies und das und jenes. Keine Lust. Draußen ist es kalt. Ich hätte eher große Lust mich zu betrinken. Oder irgendein Fenster einzuschlagen. Eigentlich habe ich keine Ahnung was ich will. Irgendetwas, hauptsache anders. Hauptsache keine Erinnerung.
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Alles oder alles. Ich möchte weniger denken. Einfach Weniger. Ich hoffe der Sommer ist bald da.
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"Alles oder alles!
Wie schnell kann ein Herz pulsieren
das nur, die Maxime aufgestellt
feixend durch Extreme fällt?"
(Samsas Traum)
