nauseation
I said to Anterrabae: Is that my fire you are burning in? And he said: Was it not worth the fuel? I said: Does it do for light or heat? And he said: For years of your life. I said: For all the years? Forever? A disputed land, your land.
(Aus: I never promised you a rosegarden von Joanne Greenberg)
Lippen. Hassübersät weit aufgerissen. Mir wachsen kleine Federn statt der Wimpern und der Wind verfängt sich sacht in ihnen. Mein Haar ist weißgebleicht. Bleib an mir hängen, mein Körper ist mit Pech überzogen; ich wäre gern ein Vogelwesen, doch deine Hand über meinem Mund. Macht mich stumm.
Ich bin undefiniert. Du warst nicht da. Wo warst du nur? Und wo hast du den Rest meines Lebens hin mitgenommen? Ein umstrittenes Land, in dem wir beide hausen und wir können nicht entrinnen. Riesige Blumen blühen ekelerregend süßlich duftend. Ich will schreien, irgendwo zwei Schritte tiefer beginnen die Sterne zu brennen und lösen sich vom schaudergrauen Himmelszelt.
Deine Hand drückt fester zu, Muskeln spannen sich überall, dein Kiefer knackt. Du bist wunderschön; meine Zähne schon in der Zunge, zerfleische ich mich ein wenig. Schau nicht weg, die Mundwinkel angeekelt erregt verzogen. Vernichte die Beweise meiner Träume, sie waren doch zu bunt. Zuviel Farbe schadet nur, heute ist alles wieder schwarzweiß. Schwarzrot, wenn du den Pinsel hältst. Versuchst mich neu zu malen, ich bin dein Wille, dein unstillbares Verlangen. Halbtonmensch.
Ich sitze im Schrank, die Fenster sind klein und die Luft stickig warm. Wenn du die Tür öffnest, ist es vorüber. Du klebst an mir, wie das Pech in meinem Haar, schleppst mich mit, wir sind verhakt, ineinander verschwommen. Ich bin ganz ohne Worte, die Federn vor den Augen rauben mir die Sicht. Sanft schließt sich alles. Sterne fallen uns taumelnd in die gedankenlosen Gesichter. Du willst sie küssen, meine zerfetzte Zunge, meine rauen Lippen.
