Für ein Lied
Transforming words to tears
As vibrations of a string become a sound
I realize we're frail
Burned out and pale
Ich wollte niemals wieder schreiben. Wollte mich
mit leeren Augenhöhlen in eine Ecke kauern und mit den Zähnen knirschen. Laut
und unangenehm. Verrückt spielen, ver-rückt sein.
Doch die Worte sind größer und ich kann nichts dagegen tun. Sie bedecken alles, was ich war und formen sich zu einem einzigen lautlosen Schrei. Allgegenwärtig. Es schwirrt in meinem Kopf. Urban overload deluxe. Kleine bunte Männchen fahren Achterbahn zwischen Gedankensynapsen und Nervensträngen. Es blitzt schmerzhaft grell, viel zu viel, viel zu eng. It's gettin‘ hard to concentrate.
Ein Schwarm großflügliger Fliegen. Wortfetzen. Ein Lied, dass du einst sangst. Vorbeirauschende Gesichter ohne Identität. Jemand springt hysterisch lachend vor einen Zug. In mir tanzen sechs Milliarden Menschen einen wirren Reigen, sie haben tollwütigen Schaum vor dem Mund. Laufen durch enge Gassen zwischen grauen Betonriesen. Ich schlage den Kopf gegen die Wand, oder vielleicht die Wand gegen den Kopf. I can't get no sleep. Ich wäre gern ab- und aufgedrehter, wenn das nötig ist, um zu bestehen. Das Pulsieren hört nicht auf.
Nimm mir die Worte, wenn du gehst, nimm sie mit. Ich habe schon zu viel gesagt.
Vielleicht wird es ja ein gutes Lied.
