Soulsick & Skindeep

27.06.2009 um 00:46 Uhr

Lieder zum Zerreissen II

von: skindeep   Kategorie: Where the gods go

~
She never took the train alone
she hated being on her own
She always took me by the hands
and say she needs me
She never wanted in love to fail
she always hoped that it was real
~

Lieder zum in Stücke zerfallen, sich in Tränen auflösen, in Sommerschnee und Unmöglichkeit verlieren.

Ich muss nicht mehr weinen bei diesen Zeilen. Aber wenn ich die Augen schließe, sehe ich Bilder von meinem Lächeln in deinen Augen. Bilder von einem Auto und regennassen Straßen, von meiner Unzulänglichkeit und deinem großen kleinen Herzen. Deiner leisen, liebenden Stimme. Ich bin so. Nowhere girl. Verstecke mich manchmal lieber und warte auf irgendeine Hand, die ich dann doch nicht halten kann. Kleine Hand greift nach großen Idealen, nach Ewigkeit und unerreichbarer Sternennacht. Ich wünschte, ich hätte es gekonnt.

...you killed me with your smile
(Reamonn - Tonight)
 

22.06.2009 um 00:26 Uhr

Zuhören

von: skindeep   Kategorie: unsent letters

I'll tell the truth: All of my songs
are pretty much the fucking same
I'm not a faerie but I need
more than this life so I became
this creature representing more to you
than just another girl

Ich bräuchte dich jetzt mal. Nur dich und nur einen Augenblick oder zwei. Deine Ohren und Augen für ein paar Minuten. Es gibt da einige Dinge, die ich loswerden muss, immer mal wieder und dann ist da einfach niemand. Niemand, der so lacht oder schweigt wie du. Niemand, der so wenig sagen muss, damit ich mehr höre, als jemals jemand sagen könnte.                                                                                                                 Ich möchte, dass das Sprudeln und Schlagen gegen meine Mauern aufhört und ein wenig davon nach außen gelangt, damit ich weniger überströme. An die richtigen Ohren. Ich weiss, es ist schwer. Und doch so einfach. Ein paar Sekunden nutzloser Zeit, denn was ist schon Zeit, wenn sie eigentlich längst abgelaufen ist. Es kümmert mich nicht mehr.

Gestern las ich das kleine Buch zuende, schön geformte Worte, die zwischen deinen Lippen lagen. Gestern fiel ich auch in den Fluss, der Schlüssel blieb auf der Tür stecken, sie steht noch immer einen Spalt breit offen. Nur ich bin zu weit fortge-rissen um sie zu schließen. Worte sind viel leerer als Taten. Und ich bin zu rand.voll von ihnen. Von Dinge die keine sind, nur Gespinste, und von Dingen, die viel zu sehr sind und die ich klein erscheinen lasse, damit sie nicht Überhand gewinnen. Von Herbst und Seide und Nichts. Zerreissend, in mir berstend.

Ich hoffe die Gedanken in dir ergeben mehr Sinn und Bild und Tat, wenn du sie laut ausspricht. Wenn.

I don't want to be a legend
Oh well that's a god damned lie - I do

(Emilie Autumn - Swallow) 

15.06.2009 um 00:27 Uhr

Und wenn ich gehe...

von: skindeep   Kategorie: the desperate

You are a cheap and nasty fake
And I am the bones you couldn't break

Wie schaffst du es nur so echt zu sein, so überreal, so du selbst und scheißegal. Du warst die Farbe dort um mich herum. Das letzte Mal, als ich dich sah, warst du betrunken und grob. Dich kümmerte so ungefähr nichts, ausser diesem Moment und vielleicht dem Glas in deiner Hand. Du kanntest mich nicht, und auch das war eigentlich egal. Du hast mich angesprochen und aus irgendeinem unerfindlichen Grund mochte ich dich oder zumindest irgendetwas an dir. Du warst nicht freundlich aus Höflichkeit und hast nichts gesagt, was überflüssig gewesen wäre. Du warst einfach nur. Mit ausgeblichenem rotgefärbtem Haar und den Piercings, die im Dunkel bunt leuchteten.
Als ich dich gestern wiedersah, wusste ich, dass es die Echtheit war, die ich mochte. Konventionslos und wen interessiert schon Smalltalk. Aber dieses Mal waren deine Konturen weicher, der Ausdruck in deinen Augen war weniger roh, dafür liebevoller, was auf den ersten Blick so gar nicht zu deiner Erscheinung passt. Ich glaube, du hattest noch viel weniger geschlafen als ich und wirktest trotzdem wacher. Du bist nicht so dumm, wie es auf den ersten Blick vermuten lässt und dein Blut schreit Anarchie. Du tust trotzdem pflichtbewusst deine Arbeit und abends stampfst du Freiheit in die Böden einer Nation. Dann gibt es eben keinen Schlaf. Ich glaube, der Welt würde es besser gehen, wenn ein paar Menschen mehr von sich selbst zulassen und mehr Luft zwischen ihren Gedankengängen erlauben würden.
Du hast mir einen Kuss auf die Nase gegeben und schautest mich traurig an, als ich ging, aber gesagt hast du nichts.
Es gibt keinen Kampf, nicht gegen mich, das wusstest du.

I will brush off all the dirt
And I will pretend it didn't hurt
(Placebo - Battle for the sun)


14.06.2009 um 22:54 Uhr

Oh very young

von: skindeep   Kategorie: Daily

Musik: Yusuf Islam - Oh very young

Wie sind wir nur so groß geworden? Was ist passiert in dem riesigen Raum zwischen vorgestern und heute? Und wieso hält uns niemand auf? Wir spielten in kurzen Hosen, geblümten Kleidern und bunten Schuhen auf dem Schulhof, liefen und liefen und bauten uns eine Welt zwischen Betonmauern und grünen Bäumen. Heute müssen wir bei der Arbeit ordentliche Sachen tragen, und bald werden auch bunte Haare und Piercings um der Seriösität willen weichen müssen und wir werden im Einheitsgrau untergehen, sind es vielleicht Stückweise bereits. Es macht mir nichts aus; was ich mache, mache ich gern, auch wenn es noch so seriös und so wenig natürlich ist.

Es ging bloß zu schnell, viel zu schnell. Früher haben wir nebeneinander im Bus gesessen, gekichert und du hast in der Bravo geblättert. Ich musste fast jeden Morgen zur Haltestelle rennen, weil ich immer ein wenig zu sehr trödelte und auf meiner Schultasche waren große Seifenblasen. Heute sitze ich allein dort, halte die Welt durch Musik oder ein Buch von mir fern und schaue nur manchmal noch lächelnd aus dem Fenster. Die meiste Zeit aber bin ich die Menschen leid, sie sind zu laut und stinken oft und eigentlich will ich nur ankommen. Manchmal sehen wir uns auf dem Weg, aber es ist nicht wie früher. Das Lachen ist weniger authentisch und wir reden um nicht schweigen zu müssen. Wir teilen uns keine gemischte Tüte mehr auf dem Rückweg und ich mache meine Hausaufgaben nicht mehr im Bus. Ich weiß nichtmal mehr, welche Band ihr gern hört, während wir früher aus dem Schwärmen nicht herauskamen und die Poster über dem Bett Bände sprachen.

Was ist passiert auf dem Weg? Scheinbar nichts, so schleichend und dann bist du mit dem Schnipsen zweier Finger erwachsen. Große Dinge werden von dir erwartet, Verantwortung, Fleiß, Stärke und Leistung, während es früher völlig ausreichte, wenn du pünktlich zum Abendessen zuhause warst.
In meinem Bett liegt noch immer dasselbe Plüschtier wie zu Kindertagen und wenn ich nicht einschlafen kann, höre ich manchmal Hörspiele. Ich weiß noch, wie ihr damals ward, verletzlich und verträumt, verspielt und lebendig. Es ist nicht ganz verschwunden, natürlich nicht, aber es ist jetzt unter so vielen vermeindlich wichtigeren Dingen verborgen, dass man es nur sehr selten sieht. Wir sind jetzt groß, sorgen für uns selbst und sind die meiste Zeit egoistisch, konkurrierend und diszipliniert. Es gibt sie nicht mehr, die Ausraster, Lachanfälle, Heulkrämpfe, geballte Angst bei Prüfungen oder auch nur einem gruseligen Film, die zusammen durchgestanden werden. Es ist flach und eigentümlich grau und ich kann und will es nicht mehr sehen. Aber ich stecke genau dort drin, kann nicht weg und was mir am meisten Angst einjagt, ich finde es nicht einmal schlimm. Ich habe Pläne und ich bereue nicht. Etwas muss man immer aufgeben, und wenn es die eigene Jugend und Freiheit ist, ist das zwar schwer und auch ein wenig beschissen, aber nur normal. Leben ist so. Und ich bin mir sicher, wir werden etwas Gutes daraus machen.


And the goodbye makes the journey harder still.

02.06.2009 um 00:49 Uhr

rewind.

von: skindeep   Kategorie: Where the gods go

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Places to feel like home. Long since gone. But now and somehow eternal. Nohow on.

Du machst mich atemlos, wie du mich ansiehst und ins Leere springst. Ich kann dich nicht halten, will auch nicht, will nicht, will nicht, werde nicht. Du sprühst, deine Worte stolpern aus dir heraus, verfangen sich in sich selbst. Schweig', schweig' einfach nur, dann wird niemand verletzt und nichts zerstört. Ich habe doch schon immer nur kaputt gemacht. Wieder aufgebaut und erneut bröckeln sehen. Genieß' die Stille. Stille ist ewiger als wir uns je erträumen können, weil alles um uns so laut ist und ich kann nichts zurückholen.ungeschehen machen, will auch nicht, will vielleicht nicht.
Die Maßstäbe sind nun anders. Zeit hinterlässt nur sieben bodenlose Narben.

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01.06.2009 um 12:39 Uhr

play.

von: skindeep   Kategorie: Where the gods go

The morning breaks us up inside
Payback, execution, killing time
So watch as I start to smile

There's something that you think you need
Trying your best to sleep on coke and speed
So watch as I start to smile

...After every party I die...
(IAMX - After every party I die)

 

Du bist wie ein Lichtspiel, wie eine endlose Abfolge bunter Bilder vor meinen Augen, du bist wie Vergangenheit, dort und damals, und wie Zukunft, bald und vielleicht. Was mache ich nur, mit dem angefangenen Film, mit dem angebrochenen Leben? Es fühlt sich alles so falsch an. Ich verstecke mich in Nächten, in Tönen, Bewegung.berührung und kämpfe mit anderen Monstern während du tatenlos stumm zusiehst. Im Morgendämmern laufe ich barfuß nach Hause, es ist nicht kalt und ich zittere auch nur ein wenig. Ich kann nicht an dich denken, weil ich so voll von dir bin.                                   Forget me not, the poetry, the freak way.