Still Words

11.09.2006 um 08:33 Uhr

Leben, Liebe, Hoffnung, Schmerz....

von: Yaryara

Musik: Kettcar - Nacht

Man wacht morgens auf, hat dieses eklige Gefühl im Bauch, spürt die Sehnsucht nach etwas das nicht da ist und würde am liebsten die Augen wieder schliessen, weiterschlafen, nicht weiterfühlen...

Man fragt sich wieviele Male so ein kleines Herzchen verletzt sein kann, ohne gänzlich zu zerbrechen. Wie oft kann man ihm noch glaubhaft machen, dass alles wieder gut wird und jegliche Zweifel daran ausmerzen.

Man unterdrückt den Schmerz, die Gedanken, die Sehnsucht, die Wünsche, seine Träume.... immer wenn man spürt das sie hochkommen wollen, schiebt man sie ganz weit weg - doch wielange kann das gut gehen, bevor das alles einen überwältigt?!

Ständig sagt man sich, dass alles garnicht so schlimm ist und ruft sich die positiven Dinge auf um diesem ekligen Bauchgefühl so wenig Platz wie möglich zu verschaffen. Nur nicht drüber nachdenken, nur nicht weiterfühlen, schnell an was anderes denken, schnell ausblenden... alles, nur damit es nicht da ist - nicht so sehr fühlbar ist.

Man schafft es sogar die Tränen die man in solchen Situationen normalerweise geweint hätte, wegzuschieben. Immer und immer wieder wenn es in einem hochkommt, kämpft man dagegen an - den man weiss das es einen überrennt wenn man es zulässt und das es dann eine zeitlang unerträglich wird.

Und man hat Angst, Angst das man dieses wegschieben, unterdrücken, .... nicht aufrecht erhalten kann und es einen irgendwann doch überkommt. Ständig gedanklich schon auf der Suche nach Etwas das man tun kann, damit man abgelenkt ist...

Man schläft auf der Couch, statt in seinem Bett - den auf der Couch fühlt man sich nicht so sehr einsam/alleine/kommt nicht so sehr ins Grübeln wie in einem leeren grossen Bett. Und man denkt sich, oh nein jetzt fängt das auch wieder an, dass man nicht in seinem Bett schlafen kann... :(

Die traurigen Klänge der Musik erklingen - und zwischen Ihnen und einem selbst steht eine ganz grosse Wand, damit Sie dasein aber nicht durchdringen können.

Man weiss nicht ob man glücklich darüber sein soll, dass man seinen Träumen, seinen Sehnsüchten, seiner Hoffnung, .... gerade in diesem Jahr wieder soviel mehr Raum gegeben hat, als die Jahre davor. Das was man auf der einen Seite so positiv empfindet, ist auf der anderen auch ebenso negativ. Man fragt sich ob es nicht besser war, als man das alles noch soweit wie möglich von sich wies, eingesperrt hatte... und man kommt zu dem entschluss das es trotz jeglichem Schmerz besser ist seine Träume und Sehnsüchte, etc. nicht wieder dahin zu sperren, wo sie einst solange waren. Den ohne das alles ist man nicht die Person die man ist und man hat solange das Fehlen dieser Dinge die eigentlich zu einem gehören, bedauert.

Und man weiss, dass letztendlich sie es sind die die Hoffnung und den Glauben daran, dass es irgendwo irgendwen gibt den man lieben darf und der einen selbst liebt, aufrecht erhalten und niemals aufgeben werden!!!