Still Words

20.05.2010 um 11:26 Uhr

Liebe

von: Yaryara   Kategorie: Schatz

Stimmung: Melancholisch
Musik: L'ame Immortelle - Fallen Angel

Die Liebe ist so ein Ding für sich.... Man liebt auf verschiedene Art und Weisen und manchmal stellt man sich die Frage welche den nun die Richtige fürs Leben ist?!? ..vielleicht glaubt man aber auch tief in seinem Herzen die Antwort bereits zu kennen, die Antwort die man wissen und doch nicht wissen will. Sie tut weh, zerreisst, schmerzt, reisst zu tiefe Wunden ein.... Tränen benetzen ihr Gesicht.

Von Zeit zu Zeit überkam sie dieses Gefühl weglaufen zu wollen, weit weg....

Sie träumt sich in die Arme eines anderen, jenem dem sie nie Ihre Liebe gestand. Zu groß war damals die Angst, zu stark die dunkle Seite jener Liebe die sie empfand. Unausgesprochen, unausgelebt... den sie wusste, auf diese Art erstickte sie den Haß und die Liebe durfte bleiben. Eine Liebe mit einem Menschen mit dem sie eine derart tiefgehende Beziehung pflegte konnte sie nicht leben. Sie war sich dessen immer bewusst. Dennoch von Zeit zu Zeit holte es sie ein, dieses Gefühl, jenes das sie vermisste. Dieses tiefgehende schmerzliche, aber auch so einzigartig schöne. Und manchmal fragt sie sich, was gewesen wäre wenn sie dem ganzen eine Chance gegeben hätte, obwohl sie sich sicher ist, dass der Haß es zerfressen hätte.

Keiner würde es verstehen, wenn sie dies erklären würde und sagen würde, dass sie ihren jetzigen Partner auch liebt. Aber eben auf einer anderen Ebene, auf einer Möglichen. Auf einer in der Haß nicht existiert. Und jeder würde sie fragen, ob das den dann wirklich Liebe ist... Diese Frage stellt sie sich auch von Zeit zu Zeit. Und dann erinnert sie sich an die Anfänge dieser Beziehung und ein Lächeln ziert ihre Lippen. Lange Zeit hatte sie um diesen Menschen, um ihrer Liebe willen gekämpft, weil sie ihrem Herzen vertraute und folgte. Hätte sie das getan, wäre es nicht Liebe? ...nein...

Man kann nicht alles haben im Leben, irgendwann muss man sich entscheiden. Sie hatte sich entschieden und ja manchmal stellte sie diese Entscheidung in Frage - weil sie etwas bereute, was sie nicht getan hatte und es ist immer besser etwas zu bereuen was man getan hat. Und vielleicht war es das was sie von Zeit zu Zeit auch so quälte. Das sie nicht wusste, was gewesen wäre wenn... auch wenn sie sich der Antwort so sicher war, so hätte es doch auch anders sein können. Sie wird es nie erfahren....

Und wahrscheinlich wenn sie die Möglichkeit hätte, würde sie es heute auch nicht anders machen, als damals... auch nicht mit dem Wissen von heute. Nochmal einen Menschen zu hassen, den sie so sehr liebt - das könnte sie nicht ertragen und wäre schlimmer, als jeglicher Schmerz über diese Liebe der sie keine Chance gab.

Manchmal... manchmal würde sie es ihm gerne sagen, aber das darf sie nicht. Sie würde seine Welt durcheinander bringen, ihm wahrscheinlich weh tun und das hat er nicht verdient. Irgendwann wird sie ihn verlieren... Eine andere wird kommen die ihn liebt, die er liebt und sie wird nicht mehr die für ihn sein, die sie jetzt ist. Es wird dunkel werden in ihrem Herzen, aber auch diese Dunkelheit wird vergehen und die Sonne wieder scheinen. Sie hat Angst vor diesem Moment und so egoistisch es auch sein mag, sie wünschte sich es würde nie so kommen - aber andererseits möchte sie das er so geliebt wird wie er es verdient hat, dass er glücklich wird mit jemandem der zu ihm steht. Sie hat es nicht getan, zumindest nicht was die Liebe angeht. Und sie ist sich ihrer eigenen Schuld durchaus bewusst.

06.05.2010 um 19:39 Uhr

...

von: Yaryara

Stimmung: traurig/enttäuscht/wütend
Musik: Sarah McLachlan - Angel

...nachdem er ihr gesimst hatte, dass er heute Abend keine Zeit hätte, weil er besuch bekommen würde und morgen auch besuch und überhaupt erst nächste Woche brach erstmal eine kleine Welt zusammen. Sie nahm tief Luft und schrieb ihm eine Mail... sie schrieb ihm von ihrer plötzlichen sehnsucht, sie schrieb ihm das sie ihn jetzt brauchen würde, das sie seit gestern abend nur noch bei ihm sein will.... das sie weinte als er sagte er könne nicht und so vieles mehr... sie schrieb und schrieb und schickte es ab. Dann wartete sie lange lange und es kam nichts... Sie hoffte so sehr darauf, dass er sich wenigstens kurz Zeit nehmen würde - eigentlich ging sie wohl eher davon aus, den sie konnte sich immer auf ihn verlassen - sonst hätte sie ihm das alles auch nicht offenbart. Es gab wohl niemanden zu dem sie je so offen war und ist. 

Doch dann... sollte ihre Welt erneut zusammenbrechen. Er hielt tatsächlich daran fest, dass er keine Zeit hätte. Er ging nicht wirklich auf Ihre Zeilen ein, weil er keine Zeit hat. Aber er wollte ihr doch noch kurz schreiben, obwohl er keine Zeit hat. Er drückt und küsst sie und freut sich ganz doll auf nächste Woche. 

DAS konnte sie kaum fassen... DAS war wie ein schlechter Traum. Die Tränen liefen ihr unaufhaltsam übers Gesicht und sie konnte es nicht lassen Ihrer Enttäuschung/Verletztheit Ausdruck zu verleihen - indem sie nochmal antwortete. Sie schrieb ihm, dass es das noch nie gab und das es mal eine Zeit gab da hätte er sich die Zeit genommen, auch wenn es nur kurz gewesen wäre. Und das Sie sich doch so sehr bemüht hatte in Ihrer Mail klar zu machen, dass es ihr nicht gut geht und sie ihn braucht und das sie besser nicht gesagt hätte, dass sie wen bräuchte. Das sich die Dinge wohl immer ändern, aber das sie nicht mit allem könnte. Und zuguterletzt, dass sie evtl. gerade unfair sei, aber eben verletzt. 

Wie konnte er das tun? ...wie konnte er sie einfach so wegstossen, verschieben. ER... wo er sie doch so gut kannte, wie kaum wer anderer. Er der sich hätte denken müssen, dass nach dieser Offenheit ihre Grundmauern wackeln würden, wenn er sie von sich weist. ER...

Sie wusste es nicht, wollte auch nichts unterstellen - aber sie hatte derzeit nur eine Erklärung für dieses ihr von ihm nicht bekanntes und für sie gerade unerträgliches Verhalten. Eine Frau in seinem Leben. Vielleicht hatte sie Recht, vielleicht auch nicht... ganz gleich wie, dass würde es nicht besser machen. Doch sie hatte die Erfahrung gemacht, dass alles anders wird, wenn plötzlich eine Frau in das Leben eines Mannes tritt, der mit einer anderen sehr gut befreundet ist. 

Wahrscheinlich sind Mann und Frau nicht dazu gemacht befreundet zu sein, zumindest nicht so tief. Aber das tröstete sie gerade auch nicht. Nichts konnte das... 

06.05.2010 um 09:10 Uhr

DU

von: Yaryara   Kategorie: Schatz

Erst war es nur ein Anruf. Sie wollte nach langer Zeit mal wieder mit Ihm sprechen, seine Stimme hören, mit Ihm lachen. Er war nicht erreichbar und im Laufe des Abends wurde die Sehnsucht nach diesem Telefonat immer größer. Plötzlich fühlte Sie Dinge, die sie schon lange nicht mehr spürte. Sie spürte SICH, den Teil der in Vergessenheit geraten war, oder vielleicht sogar die Person die Sie auch war. Als Sie im Bett lag erschlug Sie der Gedanke "Ich vermisse mich" und die Sehnsucht nach diesem Telefonat. Den bei ihm konnte sie SEIN, durch ihn konnte sie SEIN. Sie erinnerte sich an die vielen gemeinsamen Stunden die sie miteinander am Telefon verbrachten und auch an jene wenige die sie zusammen verbrachten. Dieses Gefühl, einfach SEIN zu können, sich fallen lassen zu können, gesehen zu werden, sich verstanden und geborgen zu fühlen. Weinen, lachen, einfach nur SEIN. Und mit diesen Gedanken stieg die Sehnsucht in ihr empor, so sehr, dass es fast nicht mehr auszuhalten war.

Als sie am nächsten Morgen aufstand, war er gleich wieder da - dieser Gedanke und mit ihm diese kleine leise Traurigkeit die sie befallen hatte. Die Sehnsucht mit ihm zu sprechen und sie konnte den Abend kaum abwarten. Sie hoffte so sehr das sie ihn heute Abend erreichen würde. 

Er war für Sie nicht bloss ein Freund, er war einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben, besonderer als besonders und das schon so lange. Auch wenn Sie nicht verstand, warum gerade jetzt diese Sehnsucht in ihr hoch stieg - sie folgte einfach nur ihrem Gefühl. Wielange hatte Sie das schon nicht mehr getan?