Still Words

19.02.2011 um 23:13 Uhr

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von: Yaryara

Sie saß wie schon so oft vor dem Monitor und fragte sich wie oft sie wohl schon mit den Worten "Ich weiss garnicht wie/wo ich anfangen soll" angefangen hatte. JA.... sie sass schon eine ganze Weile vor diesem blöden Monitor, obwohl Ihr Schädel vor Schmerzen zu platzen zerdrohte und dieses beschissene in den Monitor starren das alles andere als besser machte.

Aber hey... shit happens. Die Zigaretten die sie heute schon verkonsumiert hatte waren ebenso Migräneförderlich und trotz dessen das ihr jedesmal schwindelig und übel wurde beim rauchen, eine ging irgendwie immer noch.  

Das lag wohl an der gegenwärtigen "wenns mir ja eh schon so beschissen geht..." Einstellung.

Eigentlich hatte Sie sich fest vorgenommen nicht zu weinen. NEIN! Sie wollte tapfer und stark sein. JA! Das wollte Sie.... Aber letztendlich überkam sie dann doch dieser viele Schmerz der in ihr tobte... Der wie ein Orkan durch sie hindurchbliess... und ihr keine Ruhe ließ. Sie war doch sooooo.... müde.. die letzten Nächte waren so schlaflos und eigentlich würde Sie gerade nichts lieber tun, als die Augen schliessen, einschlafen und einfach nur schlafen... ja... Aber nichtmal das war ihr vergönnt. Jedesmal wenn sie den Anlauf startete fuhr ihr scheiss Gehirn nicht runter und nach mehrmaligem Hin- und Herwälzen stand sie verzweifelt wieder auf. Manchmal stand sie dann einfach nur da - in ihrer Wohnung - lauschte dem Klang der Musik und dem Takt Ihrer Tränen die auf den Boden plätscherten, oder sie ging währenddessen auf und ab oder lag zusammgekauert auf der Couch und knautschte ihr Stoffhündchen fest an sich. Das erinnerte Sie an Ihre Kindheit... Sie hatte ein sehr inniges Verhältnis zu Ihren Stofftieren als Kind... den sie waren immer da, sie hatten einen immer lieb, ganz egal ob man lieb oder böse war... sie ließen einen nie im stich, man konnte ihnen alles anvertrauen, wirklich alles - es waren die aaaaallerbesten Freunde auf der Welt.

Eigentlich hoffte Sie die ganze Zeit während Sie hier vor sich hinheulte, dass irgendwann die Tür aufgehen würde und ER reinkommen würde. Gleichzeitig fragte sie sich wie bescheuert es ist auf etwas zu hoffen von dem man weiss das es definitiv nicht eintreten wird und ja... dementsprechend noch enttäuschter zu sein mit jeder sekunde die vergeht. Naja wisst ihr, es ging ihr in letzter Zeit so oft schlecht - sie traute sich nichtmal ihm zu schreiben das es gerade ganz schlimm war und sie eigentlich gerade garnicht alleine sein kann/mag. Er würde sicherlich denken, das das mal wieder wie so oft ist... oder vielleicht sogar, dass sie das tut, weil er heute ausgegangen ist und sie das scheisse fand... und so oder so würde er es verständlicher weise nicht so ernst nehmen wie es gegenwärtig war und die tür würde sich so oder so nicht öffnen. Also warum sollte Sie ihm sagen, dass es so ist?! Warum?

Ausserdem war Sie noch so enttäuscht darüber das ihm andere Dinge anscheinend wichtiger waren. Obwohl Sie sich nicht sicher war ob sie mit diesem Gedanken nicht ungerecht sei. Den vielleicht kam das zwar in der Situation so rüber, aber sonst hatte Sie dieses Gefühl ja nicht.  Andererseits dachte sie sich natürlich, dass wenn sie bzw. die Beziehung ihm wichtiger sei dann wäre er heute nicht gegangen. Nicht heute! Nicht nach dieser Woche, nicht nach dem gestrigen Abend und dem heutigen Tag. Nein! Dann wäre er geblieben. Aber vielleicht denken ja auch nur Frauen so? ..vielleicht, ohne das böse zu meinen, denken Männer so nicht oder nicht soweit?

Und immernoch hoffte Sie das die Tür aufgehen würde... und innerlich schrie Sie "Bitte, bitte - auch wenn mein Verstand mir sagt, dass es nicht passieren wird - bitte, bitte komm her. Nimm mich in den Arm und halt mich... Bitte!" Und dann fragte Sie sich "Wie bescheuert bist du eigentlich? Warum findest du dich nicht damit ab das du alleine bist und hoffst auf etwas was nicht passieren wird? Warum quälst du dich selbst so?"

Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass es gerade ganz schlimm war das Ihr Handy nicht klingelte - was bedeutete das er sich auf ihre letzte SMS die naja ziemlich direkt war nicht mehr meldete und zudem hatte sie wahnsinnige Angst das diese Nacht endlos werden würde. So wie die letzte und die davor... vor allem die davor...

Sie war doch soooo müde.... sie war sooooo müde. Müde des ständigen ständigen Probleme wälzen, Probleme hier und da und müde des ständigen müde seins. Müde Ihrer Selbst! Müde, sooooo unendlich müde... sie würde so gerne schlafen, einfach nur schlafen. Die Augen schliessen, nichts mehr fühlen, nichts schlimmes träumen, nicht aufwachen... einschlafen und schlafen. Ein Gedanke der Ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte.. ja... !