Still Words

10.02.2007 um 09:15 Uhr

Das Fremde in Ihr

von: Yaryara

...und plötzlich stand Sie dort, den Tränen nahe, fühlend dieses unerklärliche fremde / befremdende Gefühl welches Sie schon seit einiger Zeit mal mehr, mal weniger heimsuchte. Es kam und ging, ohne jeglichen Hintergrund, ohne jeglichen Faktor - es kam aus dem Nichts und ging wieder ins Nichts. Es ist nichtmal wirklich definierbar in seinem Dasein. Jedes Mal stellte Sie sich die Frage, was es ist, wie sie es empfindet, wo es herkommt und versuchte es zu lokalisieren wenn es präsent war. Doch Sie konnte es nicht bestimmen, all Ihre Versuche, Fragen endeten dort wo sie angefangen hatte, im Nichts!

In den letzten Tagen war es mehr präsent als zuvor. Was wohl darin begründet liegt, dass es Ihr in den letzten Tagen zusehenst schlechter ging. Die Vermutung welche Sie hatte, woher es gekommen sein konnte, wollte Sie nicht beim Namen nennen. Es ängstigte Sie. Sie wusste in Ihr tickt eine Bombe, schon viele viele Jahre. Eine von der Sie fürchterliche Angst hatte, sie könnte eines Tages explodieren. Tief tief in Ihr drin verborgen. Das was Sie einst in Ihrer Kindheit so sehr verdrängt hatte, dass es eine zeitlang vergessen war. Das nur bruchstückhaft wieder hervortrat. Das Puzzle das Sie nie gänzlich zusammen setzen konnte. Sicherlich hatte Sie mehr als einmal versucht zurück zu gehen, sich zu erinnern, die fehlenden Puzzleteile zu finden um das Bild ein ganzes werden zu lassen. Sicherlich war es nicht so, als hätte Sie immerzu Ihre Augen davor verschlossen. Doch der Gedanke das irgendwann vielleicht mit einem Schlag all die Teile die Ihr fehlten plötzlich in Ihrem Gedächtnis vorhanden sein könnten, viel mehr noch diese Teile auch in Ihrer Gefühlswelt plötzlich alle vorhanden sein könnten, war ein beängstigender erschlagender Gedanke. Den auch wenn Sie nicht wusste was auf sie zukommen würde, so fühlte Sie immerzu das das was da fehlte keine Kleinigkeit sein würde.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Priyadevi schreibt am 14.02.2007 um 17:54 Uhr:Wie schreibst du mir aus der Seel, so rein, so klar. Ich suche nicht nach dem Verstehen in deinen Worten - es ist da im Hintergrund - sondern ich fühle sie, jedes Wort - ich trinke sie, es ist eine Erfrischung für mich!

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