ewige Baustelle im Kopf

29.11.2004 um 18:13 Uhr

Erfahrungen eines B00n auf der MTA20

von: Ynnette

Erfahrungen eines Noob auf der MTA 20

Im Internetcafe hatte ich zwar schon 2 mal in CS reingeschnuppert, musste beide Mal aber wegen Übelkeit nach spätestens einer halben h abrechen. Wirklich schade, so kam es also nicht wirklich zum üben vor der MTA.
So richtig schwer fiel es mir nicht meinen Rechner an Fishy abzutreten, da während der Wars sich zeitweise die explosive Stimmung auf die gesammte Crew übertrug und im Raum teilweise echt ne „Bombenstimmung „ war.
Doch am Samstagabend entspannte sich die Situation nach der Trösterunde und Tom machte einen internen Server auf. Eigentlich war ich ja noch am spielen mit DC++, aber die Versuchung war groß.
So loggte ich mich mit Vullis Hilfe in den „Huettenkrieg“ ein und knobelte erst mal, ob ich Terror oder Counter sein sollte. Die Farbwahl wurde nach einigen Wechseln irgendwie immer schwerer. Denkprozesse wie: „Also wenn ich nun Rot bin, dann is mein Feind blau = Blau totmachen , rot lebenlassen….“ durchströmten mein Gehirn.
Im Realen Leben kam [3dg]DarkDevil in die Hütte mit einem Glas TouchDown in der Hand. „Wie für mich?-Das is aber lieb!“ Der Cocktailmeister ging auch schon wieder mit Gläsern und Bestellungen der anderen in der Hand.

Doch zurück auf die Map: Geradeauslaufen klappte ja schon mal toll, nachdem ich mit der rechten und linken Cursertaste auch spielen kann knalle ich auch nicht mehr die ganze Zeit gegen die Wand bzw. die Holztore. Herrje ist das aufregend. Wer is` denn nun alles in meinem Team? (Und schon lerne ich wieder eine neue Taste kennen, nämlich die unter der ESC-Taste) Wen darf ich denn nun killen? Das kaufen klappt ja schon mal echt gut und zügig, doch während ich eine Person erblicke und noch überlege, ob nun Freund oder Feind macht es bumm und die Frage wäre für diesen Moment schon mal geklärt, ich bin nämlich Tod.
So nutze ich die Gelegenheit als Spectator um meine Teamer zu warnen, wenn ich jmd. hinter ihnen sehe. Kommt selten vor, aber ich komme mir nicht ganz nutzlos vor.

Oh neue Runde, ich also brav einkaufen und die Tastenkombinationen b,3,2,b,8,2, runterspulen, da ich natürlich noch kein Skript habe. Ha! bin ich doch glatt schon fast so schnell wie die anderen, tolles Gefühl. Nun den anderen mal hinterherrennen. Nur blöd, das die anderen hüpfen können und ich dabei nur gegen die Holzkisten donnere und nen Brett vorm Kopf habe. Schon beim zweiten oder dritten Versuch hüpfen zu lernen macht es schon wieder ratterratter, rote Streifen auf dem Monitor und ich schaue mir meinen Mörder aus der waagerechten an…..
Blöd! [also notieren: hüpfen üben), Irgendwann gebe ich auf, weil bis ich oben bin, bin ich gekillt, oder wenn ich es dann mal geschafft habe und oben auf der Kiste stehe sehe ich nicht viel , komme nicht auf die 2te noch höhere Kiste oder werde direkt von unten abgeknallt.

Zwischenzeitlich Mapwechsel und ich höre irgendwas von Diskussionen mit stonemap oder so. Steine? Da ich die noch so oft nicht die Kurve bekomme und gegen die Wände knalle ändere ich kurzum meinen Nick und laufe nun als [Tom^3]Steinbeißer durch die Landschaft. Namen ändern kann ich also auch schon mal.
Da! ein Anderer……, draufzielen….., wie blaue Schrift? Dann is der ja böse…., wildes drauflosballern.., und rumms lieg ich auch schon wieder und schaue mir das Spiel als Spectator an.

fy_poolday sagt mir nicht so zu. Für den Anfang ganz nett, auch die Waffen sehen ja schick aus. Zuerst kaufe ich mir ganz brav meine Weste und nen Helm, aber dann bin ich auch schon Tod, oder laufe orientierungslos in eine Umkleidekabine rein. Dauernd bin ich nach 30 Sekunden Tod, ohne auch nur die Richtung meines Mörders erahnen zu können, und manche finden es ganz toll und demütigen mich mit einem Messer. Das soll Spaß machen?
Mein persönlicher „Beistand-Vulli“ tröstet mich und ich darf auch mal auf ihn schießen und er wehrt sich nur ein klitzekleines bisschen, so das ich mich gleich ganz toll fühle und denke ich kann das doch irgendwann.

„Beistand-Vulli“ und ich spielen auf der nächsten Map zusammen. Ich schaue fasziniert Tom zu, der sich hinter einem Bürostuhl verschanzt und dort campt bis StifflersMum auftaucht. Vulli laufe ich auch wieder hinterher, schaue vorsichtig nach rechts und links, und da! D! ein Gegner, Er sieht mich nicht, ich stehe in seinem Nacken und scheiße ihm genussvoll und zielsicher in den Hintern. Noch während ich in der Schrift irgendwas mit Vulture lese, spüre ich schon einen entsetzten Blick von links. Shit das war ja Vulli – mein Beistand-Vulli und Teamer. Oh ist das peinlich- daran kann nur der Touchdown schuld sein, Ich habe selten solange an einem Cocktail genippt, weil pro Schluck mich 10 neue Umdrehungen schwindeln lassen.-
Vulli nimmt es mir nicht weiter krumm, und es geht weiter – mit – ähm ja erschrocken über meinen Killerinstinkt merke ich nicht , dass sich Hunger heranschleicht und mich genüsslich umnietet.

Auf der nächsten Map ist dann das Br0ther-Sist0r-Team gefragt. Tom und ich gegen den Rest der Welt – nunja oder zumindestens einem Teil davon. Irgendwann beginne auch ich mir die Wege zu merken und laufe nicht nur planlos hinterher. Und so lege ich meine erste Bombe. Nicht erfolgreich, aber immerhin , die ersten Ziele sind erreicht und es beginnt Spaß zu machen. Wir sind herzlich am lachen und dass gekillt werden stört mich gar nicht mehr so doll. Und ja! Auch ich treffe mal und befördere Knalltrauma ins Jenseins.

Auf einer Funmap – keine Ahnung, alle Namen weiß ich noch nicht – stoßen Firehawk und Adeptus hinzu. Und ich spiele das erste Mal gegen andere außerhalb des Clans.
Der Funke ist nun wohl gezündet, es macht Spaß. Auch wenn ich noch nicht wirklich die Taktik verstehe, oftmals die falschen Tasten drücke, das Nachladen noch komplett verpeile, mein Schießen nicht wirklich was mit Zielen zu tun hat und ich mehr Spectator bin als Gamer so habe ich CS-Luft geschnappt, habe ein wenig von der pulspeitschenden Atmospäre gespürt und etwas Lan-Luft geatmet! Und dafür trage ich auch meinen 21 Zoll selber! Bis zum nächsten Mal!

27.11.2004 um 18:12 Uhr

Lagemeldung auf meiner ersten Lan (MTA20)

von: Ynnette

Lagemeldung:
27.11.04, 17:46 Uhr, Nieheim, Haus 13, der Wind ist kalt, das Haus ist warm, Friseur am Arsch, MTA 20

Um mich herum dringen Wortfetzen wie „Die Bombe liegt auf B“, “ „Bombe wird entschärft“, „nicht aus dem Fenster schauen, bleib vom Fenster weg!“, „Wer deckt mich am Großen! , „durch die Mitte 3“, „auf 2, lauf lauf“, „Der sitzt am Container“, „A ist sicher“, oder auch Fäkalworte , wie „Scheiße“ „Fuck“ oder gar schlimmeres dringen mehr oder weniger laut an meine Ohren.
Ich oute mich als weiblicher Noob unter lauter CS-Zockern des Gemeinschaftsclan „Tom^A4“. Auch wenn ich hier und da auf die Monitore schaue, verstehe ich doch nur einen minimalen Teil dieses taktischen Spieles. Mal abgesehen von Worten wie „Ping“ und „lecken“ – ich deute diese Worte in meinem aktiven Wortschatz ein wenig anders als die hiesige Bedeutung- so betrachte ich mal mit der Zeitfesthaltemaschine (Videocam) mal ohne die Spielzüge des Clans und staune über die Orientierungskenntisse der Spieler in den jeweiligen Maps.

Heute Morgen gegen 10 Uhr war es hier im Raum ein wenig anders. Ich hatte mit Abstand als erster ins Bett gefunden und war nach einer Mütze Schlaf schon relativ ausgeruht und ging nach unten. Stiftlers Mom verkrümelte sich gerade ins Bett, Vulli schlummerte auf der Couch, die Rechner brummten und verschafften wohlige Wärme. Während die anderen ihren wohlverdienten Schlaf nachholten erschlug mich ein wenig die Reizüberflutung, noch nicht wirklich ahnend welch ungeahnte Möglichkeiten sich hier im Netzwerk zum downloaden auftaten. Und so begann ich zu downloaden, während 9 andere Rechner selbstständig fleißig vor sich hin brummten und das gleiche taten. Jeder nach belieben und nach Vorlieben des jeweiligen Eigentümers. Während ich ein wenig mit irgendwelchen Teilnehmern im Netz chattete klingelte auch schon das Telefon und die Orgas meldeten den nächsten War. Und so krochen alle langsam wieder aus den Betten.



Freitagnachmittag bis Frühabend waren wir alle losgefahren aus teilweise verschiedenen Richtungen, um uns alle nach kleineren Staus hier im Haus, bzw. auf dem Parkplatz zu treffen. Schon irgendwie faszinierend für mich als Neuling das alles mitzubekommen. 22 kleine Doppel- Backsteinhäuser und jeder Blick in die Fenster trifft auf zig CS geladene Monitore. Kabel werden verlegt, festgeklebt, an die Decke gebunden oder an die Wand geklebt. Rechner werden repariert, Hardware sowie Software aufgerüstet. Der eine hibbelig und aufgedreht den Start des Wars nicht abwartend könnend, sitzt ein anderer die Ruhe selbst in einer Ecke und ist noch am Schrauben und Installieren. Ein wiederum anderer pfeift sich eine Lasangne rein, oder macht Cappu für alle. Alles wird letztendlich gut und alle die gerne Spielen starten auch mit dem Spiel, bzw. der Netzwerkverbindung. Erst nach Mitternacht klingelt das Telefon zum ersten Clanwar. Schon mehr oder weniger platt vom Tag starteten doch alle ziemlich motiviert den ersten War.


Während hier in der „13“ gezockt wird, streife ich mal zu der ein oder andere Hütte schnappe die Atmosphäre und Gangarten der anderen Clans auf. Superinteressant das ganze! Die Legga- Landwürschte spielen für mich noch am entspanntesten. Allein die Sitzhaltung deutet darauf hin *g. Doch auch bei den anderen schaue ich mal rein. Die einen haben sich in der Mitte des Raumes trapiert, die anderen mit ihren Flachbildschirmen „immer an der Wand lang“ postiert. Bei den Keksen wird in der Küche schon der Herd angeschmissen für das Schoko/Vanilla-Haus, die anderen versorgen sich mit Pizza aus dem Rewe. Bier in der einen Hütte, Cuba Libre, oder Cocktails –Geschmacksrichtung für äußerliche körperliche gesundheitliche Anwendungen- in der anderen. Auch die Spielmotivation ist unterschiedlich. ProGamer in der einen Ecke, lässige Spieler in der anderen….

das zur ersten Lagemeldung, meine rErfahrungen mit CS am Samstagabend kommen noch......

24.11.2004 um 17:19 Uhr

Gedicht

von: Ynnette

Wir wollten doch nur Spielen

wollten uns die Zeit vertreiben

gemeinsam Single sein

ohne Verbindlichkeiten,

nur den Moment genießen,

ohne nachzudenken sich treiben lassen.

Wir waren uns so nah und so vertraut

erlebten Momente so intensiv und schön.

 

Nun stehen wir vor den Scherben unserer Freundschaft

Jeder ganz für sich allein

wissen nicht wie es weitergeht

Ich vermisse Dich!

 

Denn miteinmal  war es anders,

Verbranntest dir die Finger an meiner Haut

 „Hast du die nächsten Jahre schon was vor?“

„Ich möchte ein Kind mit dir“

Sätze so schön, doch nicht für meine Spielregeln gebaut.

 

Nun stehn wir vor den Scherben unserer Freundschaft.

Jeder ganz für sich allein.

Du wolltest mehr Gefühl , ich sagte nein.

Wissen nicht, wie es weitergeht

Ich vermisse dich.

 

Kerzen leuchten in meinem Fenster und du glaubst ich habe Besuch,

dabei mache ich mir doch nur meinen Moment schön,

meinen Moment ganz allein.

Habe Angst dich zu treffen und dir in die Augen zu schaun

Ich habe dich verletzt und das tut mir leid.

Ich habe Respekt vor deinen Gefühlen und möchte warten.

Möchte warten auf dich um  eine neue Freundschaft zu beginnen.

 

Und so stehn wir vor den Scherben unserer Freundschaft,

jeder ganz für sich allein,

ich möchte dass es weitergeht

auf einem neuen Weg

Ich vermisse Dich.

  

 

inspiert durch das Lied „Das Spiel“ von Annett Luisan

 

 

 

09.11.2004 um 18:11 Uhr

Workshop voni Happay-Size in Bad Brückenau

von: Ynnette

Traut ihr Euch wirklich in die Welt von einer Frau in einem Wellnesshotel zu schauen?
Hier geht es um Mode!
Ich habe Euch gewarnt!


Bedingung für das Teilnehmen an diesem jährlichen Workshop war das Favorisieren eines von dreien Abendkleidern mit Begründung und warum man , äh Frau an den Workshop teilnehmen möchte....

Samstagmorgen, um 4.30 Uhr ging der Wecker, nein kein Druckfehler. 5:30 Uhr sollte ja schon der Zug Richtung Jossa fahren.
Das Umsteigen war meist ein bisserl hetzig; so richtig Zeit den neuen Wiesbadener Bahnhof anschauen, oder kurz noch was einzukaufen ging gar nicht.
Trotz das es sehr romantisch war in den Sonnenaufgang zu fahren ist es doch recht dunkel in Jossa. Sprich : Es ist nicht wirklich der Arsch der Welt, aber zumindest ist es nicht weit davon entfernt.
Ein Bus, deren Fahrscheinautomat defekt war brachte mich dann umsonst nach Bad Brückenau, wo auch gleich eine nette Taxifahrerin mich namentlich begrüßte und mich zum Dorinthotel brachte.

Nach dem Einchecken war es gar nicht so einfach mein Zimmer zu finden, ein bisserl verwinkelt, die Geschichte. Als ich meine Zimmertür aufschloss hörte ich Geräusche? Geräusche in meinem Zimmer? Fernsehgeräusche? Nein, die haben uns nun doch kein Doppelzimmer mit jemand Fremdem gegeben? Vorsichtig klopfte ich an und machte alles erwartend die Tür auf. Fast alles. Der TV war tatsächlich an, im Videotextmodus, und darauf abgebildet ein „Herzlich willkommen Frau Martin“
Ui da war ich baff
Bis 10 Uhr hatte ich noch ein bisschen Zeit und so trank ich beim Büfett noch einen Cafe, ständig auf der Schau nach dicken Frauen, die wohl auch Workshopteilnehmer sein könnten......
Die Bedienung fragte mich nach meiner Zimmernummer und ich platzte ohne zu frage 256 raus. Sie war schon im gehen, da hielt ich einen Moment inne, überlegte noch mal und korrigierte mich. 235 war ja nun meine neue Schlafstätte. Die Bedienung stützte und hatte ein merkwürdiges Lächeln auf den Lippen.
Ja irgendwie kann man leicht günstig viel spaß in einem Hotel haben *rotwerd

Kurz vor 10 Uhr schritt ich in die Eingangshalle, Erkennungszeichen: der Katalog„Happy Size – Mode für Frauen, die mehr drauf haben“ unter dem Arm. Gleich kam auch eine nette Frau auf mich zu, meinte „Sie müssen "Ynnette" Martin sein.“ Hätte nur noch gefehlt das sie mir mit ihrer Hand meinen Heruntergefallenen Kiefer wieder hochklappte. Da hatte die nette Kundenbetreuerin – im weiteren Andrea – doch tatsächlich alle Namen von allen 8 Frauen direkt mal auswendig gelernt und konnte uns direkt vom Foto zuordnen! Eindeutiger Bonuspunkt!

Als wir alle Komplett waren bekamen wir eine sehr leckeren Früchtebegrüßungscocktail und schritten in unseren Tagungsraum. Dort wurden wir von Andrea noch mal herzlich Begrüßt, als Vertreterinnen aller Katalog-Kundinnen. Wir seien aus 300-400 Bewerbungen gewählt wurden. Sie betonte, das nicht gelost worden war. Und tatsächlich irgendwie verstanden wir fremden Frauen uns auf Anhieb richtig gut!

Nach einer kleinen Vorstellungsrunge (Name, Alter, Beruf, Hobbys) schrieben wir unser Lebensmotto auf einen Zettel und pinnten in an eine Flipchartwand.
Anschließend bekamen wir Zettel, auf die wir „+“ und „-„-mäßig Happy-Size bewerteten. An einer Wand wurden die Zettel in die Kategorien „Versand, Telefonservice, Beratung, Auswahl, Qualität.......... angepinnt und von uns vorgetragen. Dabei nahmen wir alle nun wirklich kein Blatt vor den Mund.
Zwischenzeitlich wurde im Hintergrund von 2 Frauen mitgeschrieben und Dieter, der Fotograf machte Aufnahmen mit seiner Hightec-Digi-Cam.

Nachdem wir in 3 Gruppen eingeteilt wurden hatten wir die Aufgabe als Agenturen ein Woe für Frauen zu planen, den Preis anzugeben und anschließen den anderen das Woe zu präsentieren. Die Themen waren frei wählbar und bezogen sich meist auf Wellness, Typ und Stilberatung. Im Hintergrund wurde wieder fleißig mitgeschrieben und Dieter machte Bilder.
Eine kleine Pause bot uns die Gelegenheit sich mit Obst, Joghurt, belegten Broten, Kaffee oder chinesischen Kleinigkeiten zu stärken.

Schriftlich wurden wir vor dem Workshop gebeten, unsere Lieblingskleidungsstücke mitzubringen. Wer mochte konnte sich nun umziehen, um diese dann zu präsentieren. Ich machte dne Anfang und konnte es mir nicht verkneifen u.a. das „Clan-Shirt“ mitzupräsentieren und eine kleine Tom^3-Werbung zu machen.

In der Pause war Frau Freeze von der Firma Picard dazugekommen, die die Präsentation aufmerksam verfolgte und uns anschließend einen Vorgeschmack auf die kommende Taschen-Mode-Session im Frühjahr zu geben. Die „knackige“ Frau aus dem hohen Norden hätte einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen können, erzählte wozu man eine Tasche bräuchte, wie man sie trägt, und welche Farben man unbedingt haben sollte und was zu einem passt, oder eben nicht. Sie klärte uns auf über den Begriff der „Zickentasche“ und das Rucksäcke zwar von der Modebranche nur geduldet würde, weil die Kunden danach fragen.
Anschließend rollten sich mir die Fußnägel hoch und ich hatte meine liebe Mühe sie wieder runterzubekommen: Eine weitere nette Dame vom Happy-Size stellte uns die kommende Frühjahrs und Sommerkollektion vor. Mir klang der Satz von Fishy im Ohr, „Apricot, Mandarine und Brombeere sind keine Farben, das sind Lebensmittel!“
Ein Lästern mit meiner Sitznachbarin konnte ich mir nicht verkneifen, erinnerte mich der Leinenanzug mit riesen Stoffblüte mit einer gedanklichen roten Nase und großen Schuhen an einen netten Herrn aus der Zirkusbranche....
Andrea teilte uns mit, dass nun der spannende teil kommen würde. Wir sollten uns unsere Favoriten aussuchen, anziehen oder vorhalten und Dieter würde uns Fotografieren. Ich konnte meinen Mund nicht halten und meinte, dass ich mir dann wohl das geringste Übel aussuchen müsste.
Ich entschied mich für eine Jeans und einen maritimen Rot-weiß-gestreifeten Wollpulli und weißen Turnschuhen.
Im gut ausgeleuteten Fitnessraum posierten wir dann in 2er Teams vor Dieter. Echt klasse, was er so aus einem Rausholte! Wir sind alle supergespannt auf die Bilder, die a) teilweise im neuen Frühjahrkatalog abgebildet werden und b) sortiert an jeden von uns auf CD gebrannt werden!
Ich war nur heilfroh, dass der Herzschlag nicht durch den Pulli donnerte, is schon was anderes mit einmal so Richtig von nem Profi für einen Katalog in Millionenauflage abgelichtet zu werden.

Der offizielle Workshopteil war nun beendet und bis zum Abendessen hatte ich noch genug Zeit mit Catharina in die Sauna zu hüpfen. Hammer, echt Hammer der Saunabereich. Handtücher und Bademantel wurden natürlich gestellt. 5 Saunen mit verschiedenen Themen und eine Solegrotte machten einem das Abschalten und Entspannen wirklich leicht. Zwischenzeitlich hatte ich so gut abgeschaltet, dass ich mich im Versuch einen gedanklichen Gang durch meine Wohnung zu machen nicht daran erinnern konnte wo, bzw. wie ich wohnte!
Die Saunen waren wunderschön stilvoll im chinesischen Ambiente eingerichtet, dufteten nach verschieden Gerüchen, waren teilweise voller Nebel, beleuchtet mit sanftem Sternenhimmellicht, oder sanft wechselnder Deckenbeleuchtung.

Das Abendessen war grandios und lud zum schlemmen ein. Ein Buffet bot eigentlich alles was das Herz und die verschiedenen Geschmäcker begehrten. Nach einem überaus interessanten Gespräch mit einer dazugekommenen Stylistin und einer Reiseleiterin verzog ich mich gegen 22 Uhr ins Bett. Das Gespräch und die Eindrücke hatten einige Steine ins Rollen gebracht und so schnell war dann doch nicht ans Schlafen zu denken. Zudem „Tina“ aus der Wohnraum-neu-mach–Sendung mir im Kopf rumschwirrte und meinen Schlaf behinderte.

Um 7:30 Uhr raffte ich mich recht gut ausgeschlafen aus dem Bett um am Chi-Gong-Kurs teilzunehmen. Neben einer Teamerin und Dieter war ich die einzige, die anderen Frauen schließen noch ihren Rausch aus, Es war früh geworden bei Ihnen und später im Workshop wurden die Aspirins ausgeteilt und rumgereicht.
Die Chi-Gong-Übungen machten mir ein molligwarmes Gefühl im Körper. Das Ziel Energie im Körper zum fließen zu bringen war wohl wirklich erfolgreich.
Schön erfrischt und durchgewärmt ging es zum durchaus paradiesischen Frühstücksbüfett und dem anschließenden 2ten Workshopteil. Hier füllten wir Fragebögen aus, die den neuen Slogan von Happy-Size und einige zu Bewertende Accessoires betrafen.
In der abschließenden Endrunde bedankten wir uns ganz herzlich für den Workshop und lobten die Teamer. Besonders Dieter – als Hahn im Korb – bekam dicke Lobeshymnen für seine unauffällige, freundliche Art!

Und rein ging es wieder in den Saunabereich. An diesem Tag war es um einiges leerer und so war man in einigen Saunen zeitweise alleine und genoss die Stille. So hatte ich Gelegenheit knapp eine halbe Stunde in der Solegrotte schwerelos auf dem Wasser zu treiben und fast einzuschlafen, oder endlich auch mal die Kräutersauna zu testen.
Er um 15 Uhr mussten wir die Zimmer verlassen. Almuth nahm mich mit dem Auto – meine erste Fahrt mit einem Navigationssystem - von Bad Brückenau zum Frankfurter Flughafen mit. Dadurch hatte ich keinen Stress den Zug nehmen zu müssen und konnte länger im Wellnessbereich bleiben.
Noch am Bahnhof in Wiesbaden angekommen kaufte ich mir eine Tönung und setzte den Vorschlag der Stylistin um und färbte mir zuhause die Haare ein wenig dunkler.
Was bleibt?
Eine wunderschöne Erinnerung an dieses Wochenende, viele Steine, die ins Rollen gekommen sind und die wahnsinnige Neugierde auf die Fotos und den Frühjahrskatalog!