Donnerstag:Meine erste ICE-Fahrt!

Ich hatte mir vorgenommen sie zu genießen. Wenigstens auf der der Hinfahrt hatte ich das Erlebnis von einstöpselsbaren Kopfhörern.

Bei den neuen ICEs wurde das Radio wegrationalisiert, was ich wirklich schade finde.
Aber dank dem mitgenommenen MP3-Player lauschte ich „7 Jahre in Tibet“ was ich superinteressant fand.
Aber auch „Erika“ die Geschichte eines überdimensionalen rosa Plüschschweins

auf Reisen von Frau Heidenreich wurde binnen 30 Minuten gelesen.

Die Tubberdosen enthielten legga Brote – im folgenden „Bemmen“ genannt. Und so mangelte es eigentlich an nichts.
Nachmittags kam ich dann in Dresden an und wurde von Gringel und TRH abgeholt.

Beide waren schon am ersten Feiertag zu TRH`s Eltern aufgebrochen.
Die Wohnung liegt direkt 5 Fußweg vom Bahnhof entfernt, also richtig schön zentral.
Beim Betreten des Wohnhauses konnte es TRH nicht lassen, mir zu zeigen bis wohin das Wasser der Flut gestanden hatte.....
In der Wohnung der Eltern nahm ich das Bett von seiner Schwester in Beschlag. Eigentlich wurde ich mehr dazu genötigt. Die arme musste die nächsten Nächte auf einer Klappliege schlummern. Und sie hatte extra ihr Zimmer für mich aufräumen müssen.
Nach einem kurzen Einkauf legte ich mich erst mal kurz aufs Ohr.
So war ich frisch ausgeruht um nun die Sehenswürdigkeiten von DD gezeigt zu bekommen. TRH machte sich Prima als Reiseführer und hatte viel zu erzählen zu den eigentlichen Gebäuden.

Leider war es ja schon ziemlich dunkel. Aber trotzdem nahm ich die wunderschönen Gebäude und Kulissen der „Elbflorenz-Stadt“ in meine Gehirnwindungen auf.
So zeigte uns TRH das Schloss, die Semperoper, den Zwinger, Die Kreuzkirche, den Fürstenzug und ich bemitleidete mich immer mehr das ich nicht doch meine Kamera mitgenommen hatte. So wurde also mein neues Handy dazu zweckentfremdet ein paar Bilder festzuhalten.

(„Jaja, ich will doch nur Telefonieren mit dem Ding“)
So liefen wir also bis zur Neustadt. Gringel wollte mir unbedingt einen „Dürum-Laden“ zeigen. Es würde ein Erlebnis werden. Dürüms sind so ein Zwischending von Pita und Döner. Sehr legga!!!! Und zu einem Spottpreis im Vergleich zu den hessischen Hauptstadtpreisen. Die Imbissbude war ja wirklich recht nett, aber einer der Bedienungen hatte wohl irgendwelche aufputschenden Drogen konsumiert und war nur nervig.

Er klatschte neben irgendwelchen essenden Trommelfellbesitzern und hüpfte durch die Bänke. Bei der Aufnahme der Speisen sagte er aber immer nur „der Nächste“ anstatt höflich die Gäste anzuschauen.

So wunderte es uns auch nicht das 3 nach uns gekommene Girlis vor uns ihre Bestellung bekamen.
Der kostenlos gereichte Apfeltee war auch lecker, aber in so einem aufdringlichen Neongrün, das ich mich nicht gewundert hätte , wenn eine Urinprobe nachtleuchtend gewesen wäre.....
Mit der Straßenbahn fuhren wir dann zurück. Die Tickets gelten in DD nicht pro Fahrt, sondern pro h. Man kann also mit einem Fahrschein beliebig oft innerhalb einer Stunde fahren. Für eine 4erKarte zahlte ich 6 Euro.
Freitag:Der nächste Tag startete ein bisschen später. Wir bereiteten die „Massecreme“ zu und TRH`s Mutter schaute aufmerksam zu, um sich gleich das Rezept zu merken.
Mit der Straßenbahn und dem Bus fuhren wir Richtung Fernsehturm außerhalb von DD. Dort wohnte eine gute Freundin von TRH und Gringel. Hier sollte auch die Party stattfinden.
Ein Cousin brachte noch ein paar Freunde mit und naja, so irgendwie war ich mit Gringel die älteste.
Das Buffet war wirklich reichhaltig! Selbstgemachte Pizza, meine Käsecreme, Salate, ein sehr leckerer Schokokuchen und Torte...... diverse Getränke. Die Freundin hatte sich wirklich Mühe gemacht.
Irgendwann spielten wir Schrottwichteln, was recht witzig war. Ich bekam unter anderem einen Taschenwärmer, was ich superklasse fand. TRH konnte sich über die Damenbindenprobe nicht so wirklich freuen, aber die Sidolin- und Waschmittelproben waren auch ok.
Eine Freundin hatte 2 Rätsel mitgebracht die eigentlich durch alle Hände gingen und rauchende Köpfe fabrizierten.

Das eine waren 2 Hufeisen mit 2 Ketten verbunden. In der Mitte ein Ring, der herausgenommen werden soll. Das andere 2 verschlungen Metallstücke die durch eine bestimmte Drehung auseinandergefriemelt werden sollen. Tolle Sache das!
Natürlich musste „Diner for One“ geschaut werden und dann war es auch schon soweit. Mit nicht gerade wenigen Böllern im Gepäck zogen wir los Richtung Fernsehturm. Hier hatte man – mal abgesehen von ein paar Bäumen im Blickwinkel- eine wirklich schöne Sicht über DD.
Nicht erst um 0:00 Uhr rumste es hinter, neben und vor uns. Die Böller aus der Tschechei fand ich nicht so witzig. Mir piepsten ziemlich die Ohren!
Um kurz nach Mitternacht, nach dem standesgemäßen Sektanstößen griffen die meisten zu den Handys und sms`ten wild in der Weltgeschichte herum.
Samstag:Da ich früh ins Bett gegangne war, war ich dementsprechend früh wach und ging auf die Suche nach „Gustav“ dem schnuckeligen Hauskater. Wir verstanden uns auch gleich und so legte er sich auf meinen Bauch lies sich den Wanst kraulen und tröstete mich über mein „Merlin“ vermissen hinweg.
Gegen 11 Uhr zogen wir ein Haus weiter zu Freunden um dort sehr lecker zu frühstücken. Wir verabredeten uns für den Abend zum Kino und fuhren wieder mit Bus und Straßenbahn heim.
Auf dem Rückweg erzählte mir TRK noch von zwei kulturelle Sehenswürdigkeiten. Das eine ist „das blaue Wunder“ eine blau angestrichene Brücke, die auf Grund der Statik eigentlich gar nicht stehen dürfte. (So von wegen laut physikalischer Gesetzmäßigkeit dürfte die Hummel ja auch nicht fliegen können, bla bla) Sie wurde in etwa zeitgleich mit dem Eifelturm erbaut und darf heute nur noch von Autos unter 3,5 t befahren werden. Vielleicht ist man sich der Statik doch nicht so ganz sicher....
Das andere ist der „Kartoffelpest-Brunnen“. Als Christoph Kolumbus aus Amerika die Kartoffelpflanze importierte aß man zunächst aus Unwissenheit den grünen Teil oberhalb der Knolle. Da dieser giftig ist, raffte dieser viele Menschen hin.
Abend trafen wir uns dann zu neunt vor dem Metropolis um in den Film „der Weg zur sexuellen Unzufriedenheit“.
(
http://www.metropolis-dresden.de/framegr.htm ganz unten)
Der Film ist eine Mischung aus Kabarett und Therapie.

Der absolute Hammer und ich kann ihn nur jedem Menschen, der ein bisschen beziehungserfahren ist empfehlen ihn sich anzuschauen!

. Leider läuft er nur noch in Dresden, aber dort seit 2 Jahren. Eine genauere Kritik habe ich im „Filme, die ich mag-Thread“ gepostet. Wir waren absolut begeistert und sprachen noch viel über den Film!
Anschließend gingen TRH, Gringel ein Freund und ich noch in einen der besten Dönerläden von DD in der Neustadt. TRH hatte es ja schon in Wiesbaden versucht mir begreiflich zu machen, das die Döner in DD viiiel besser seien. OK er hat gewonnen! Doppelt so groß und für ganz wenig Geld. Und gleich 2 Soßen auf der leckeren Speise- ganz klasse! Und die Bedienung absolut Top! Super freundlich, höflich und zuvorkommend
Sonntag:Nachdem wir gepackt, Kaninchen und Ente gegessen und über das Wetter diskutiert hatten, beschlossen wir doch noch mal einen Spaziergang im „großen Garten“ zu machen. Eine wirklich schöne riesige Parkanlage durch die im Sommer eine Bahn fährt. Leider musste der alte Bahnhof dieser Bahn einem VW-Fabrikgelände weichen. Eine Autofabrik mitten in der Stadt. Die Dresdner freuten sich wohl sehr über diesen Bau...
Wieder in der Wohnung schmierten wir uns noch nicht gerade wenige „Bemmen“ und mussten dann schon zum Bahnhof hetzen.
Bis Leipzig fuhren noch 2 Freunde mit und wir sprachen noch mal über den Film und planten neue Treffen und gemeinsame Urlaubsmöglichkeiten.
Leider fuhren wir diesmal in einem neuen ICE mit etwas eingeschränktem Service und dann auch noch die komplette Fahrt Rückwärts.....
