Nu isser wieder weg der Mr. bush. Schröder und weitere hohe Herren lies er mehr als 10 Minuten in der Kälte vor seinem Flugzeug stehen. Mal abgesehn von dem Polizeiaufgebot, den Reportern und Rettungskräften die keinen warmen Motor unter dem Po hatten und ebenfalls Stundenlang in der Kälte standen. Mit einem angetackerten Lächeln - nennen wir es Nummer 3 - stieg er aus dem Flugzeug und schritt die Treppe herab. Die Frau am Steuer seines Wagen wirkte mehr als verunsichert und sorgte für Gelächter.
Zurück bleiben mehr als 7 stellige Beträge dessen Übernahme noch nicht geklärt sind. Bund, Stadt, Länder, Bürger, Steuerzahler ? Mal ganz abgesehn von den Beträgen, die einzellne Bürger selber tragen dürfen. (Der Eisenwarenhändler, der auf eigene Rechnung Altmüllkontainer von seinem Hof entfernen mußte , und wußte nicht wohin, der Steinmetz, der die Grabsteine für ein paar Stunden wegräumen mußte, die Zeit der Bürger, die ihre Garagen ausräumen müßten...... Naiv wer glaubt, das diese Menschen in irgendeiner Art finanziell unterstützt werden, oder eine Entschädigung erhalten) Die Diskussion um Geld kann eröffnet werden.
Laut Radio erzählte Bush etwas von Frieden und Freiheit. Doch wieviele Menschen waren heute durch den Besuch einer Person in ihrer Freiheit und ihrem Persönlichkeitsrecht eingeschränkt?! Die Sicherheitsmaßnamen waren noch stärker als Angekündigt. Die Straßensperren begannen viel früher, als einige Pendler eingeplant hatten...... Überdimensioniert? , Übermäßig? Vertretbar?
13 Stunden kann auch ich sagen, war ich dabei. Nicht mittendrin diesmal, aber dabei.
Mein Wecker klingelte um 5 Uhr und kurz vor 6 holte mich mein Bruder ab und wir fuhren in die DRK-Wache. Dort waren 3 Räume zu unsere Verfügung und wir wurden gebeten, die Wache nicht weiter zu verlassen.
Auch wurden wir aufgeklärt über das heutige Geschehen und die Sicherheitsvorkehrungen. Jeder war fest auf ein Auto eingeteilt, getauscht werden durfte ich, da die Personalien samt Personummer den Auto zugeordent der Polizeit vorlagen.
Sollte es zu einem Einsatz kommen und wir in die 1. oder 2. Sicherheitszone kommen, sei absolute Vorsicht, Sensibilität dem Sicherungspersonal gegenüber und Eigenschutz geboten. Der Luftraum war auch 60 km um Mainz gesperrt und wer sich dort aufhielt, werde nur einmal verwarnt und dann direkt abgeschossen!!
Wir würden also von einer Kollone begleitet in das Sicherheitgebiet ein und wieder ausfahren. Patienten sollten auch an sogenanntne Schleusen übergeben werden, wo diese seien würden wir über Funk erfahren. Unsere SEG betraf das Gott sei dank nicht, da wir den Tag einzig auf der Wache verbrachten. Soviel dazu.
Um 8 bekamen wir ein absolutes 4 Sterne Frühstück serviert. J. (Rettungsdienstkollege und gelernte Koch) hatte sich für den Tag bereit erklärt sich um unser leichliches Wohl zu Sorgen. Zu den normalen Brötchen mit verschiedenen Belägen gab es Schokopopps mit Milch, Rührei mit Lauch, Speck und Zwiebeln, Hackkloppse, und Pfannkuchen mit Ahornsirup! Geil, echt klasse!
Supersattgefuttert entschlossen wir uns das Mittagesssen um 2 h zu verschieben. Kurz verfolgten wir am TV das Ankommen in Frankfurt und Mainz des Herrn Bush und gingen dann an die Arbeit. Alle SEG-Autos wurden gereinigt und gecheckt. Da ich durch einen Kollegen dezent mit dem Wasserschlauch nassgespritz wurde verzog ich mich nach Arbeit drinnen suchend erst ins Haus , später in die Küche.
Im Haus wurden sämmtliche Rettungstaschen, Koffer und Kisten der SEG nach Vollständigkeit und Haltbarkeit gecheckt, Material ausgetauscht und wieder aufgefüllt. Das nahm Zeit bis weit über das Nachmittagessen in Anspruch.
In Der Küche fragte ich, ob meine Hilfe gebraucht werden würde und J. bejahte. So half ich ihm den Brotteig auszurollen und mit Sauerkraut gefüllt in den Ofen zu schieben. Das Fleisch , wie auch das Gemüse war dank morgendlicher Hilfe von einigen schon fertig und roch bereits lecker aus dem Ofen.
Am Mittagessen nahmen - wahrscheinlich weil die gute Küche sich rumgesprochen hatte - weitaus mehr Personen Teil, als eingeplant. So das einige noch ein bischen hungrig und mit Unmut sich wieder an die Arbeit verzogen. Interessierte bekamen eine kleine technische Einweisung von Stromerzeuger und Beleuchtung am Technikauto.
Ich bot J. wieder meine Hilfe an und wir gingen zum Minimal und überlegten, was wir den Hungrigen noch bieten könnten und kauften fürs Abendessen ein. Ein paar Minuten später bereiteten wir Speck mit Dattenfüllung, die leckere Käsemassecreme und eine Noutelleschokocreme zu. Zwischenduch bekamen wir noch Unterstützung um Berge von Schüsseln, Pfannen und ähnlichen Küchenutensiellen zu spülen und abzutrockenen. Die anderen waren wohl noch weiter mit Fahrzeug- und Taschencheck beschäftigt. Unsere SEG-Führer erledigten angelaufenen Papierkram und andere unangenheme Arbeiten.
In einer 3/4 h Pause schauten wir ein bisschen "In China Essen sie Hunde" über einen Beamer.
Beim Abendbrot fertigmachen wurden wir schon gedrängt uns zu beeilen, der Einsatz wäre wohl früher fertig als geplant. Das Essen war wirklich lecker und war gut berechnet. Nicht wirklich viel blieb übrig und alle lobten das Essen in den höchsten Tönen.
Anschließend beseitigten wir noch die Spuren von 20 Rettungsdienstlern und Tom fuhr mich - auch ziemlich platt- nachhause.
Der Tag war nett, wenn auch anstrengend. Gerne hätte ich mich mal hingesetzt um Siedler zu spielen, aber meine Entscheidung J. in der Küche zu helfen und über die Schulter zu schauen habe ich nicht bereuht!
Wichtig bleibt mir noch zu sagen, dass der überwiegende Großteil der Anwesenden EHRENAMTLICH 13 h Dienst gemacht haben. Alles für ein Dankeschön und kein Geld! eine nette Truppe, aber ich bin nun platt.