ewige Baustelle im Kopf

21.10.2005 um 13:50 Uhr

Platt

von: Ynnette

Wieviel ich heute Nacht geschlafen habe, weiß ich nicht genau. 2h oder so werden es schon gewesen sein. Im Raum mit 10 Kindern zu Schlafen geht einfach nicht. Man hört automatisch ob irgendjemand schlecht träumt, richtig schnauft (Asthma) oder vielliecht doch wach ist. Man beleutet Kindern ein wneig den Weg, wenn sie auf Toilette müßen, oder kann einfach nicht abschalten. Also zumindestens mir geht es so, und meiner Kollegin nicht viel anders.

Die Wellnessübernachtung war wirklich prima und die Kinder waren  lieb, aber es ist eben doch anstrengend.
Erst mal schlafen, mag gerne später noch über was schreiben.

Ich hoffe de rNachbar ist nun fertig mit Bohren *narf

20.10.2005 um 00:04 Uhr

Eine Erdspalte bitte!

von: Ynnette

Ist das peinlich, wenn man im Halbdunkel im Theater jemanden zu erkennen glaubt. Die Augen ein wenig im Sacheinwerferlicht zukneift, um besser zu sehen. Einem ein „Ich glaubs nicht!“ ein Atömchen zu laut aus der Luftröhre und dem Kehlkopf rinnt. Ein ganzer Film von Erinnerungen sich in einem Abspult. Man dem Nebenmann - der seit Jahren nicht mehr gesehenen Frau mit einmal auch noch zu erkennen glaubt-.  Ein weiterer Film sich abspult, noch mehr Bilder. Noch mehr Erinnerungen, die Knie bereits anfangen zu zittern, weil man den anderen Menschen doch so gerne noch mal gesehen hätte. Ungläubig auf beide zutritt.

Und man dann beim näher herantreten in ungläubige Gesichter schaut, die man definitiv NICHT kennt. Höflicherweise nach dem Namen fragt. Sich dann entschuldigt für die Verwechslung, ein „Noch nen schönen Abend" sagt, sich puderrot herumdreht und ein Kichern der beiden noch hört, wenn man den Raum längst verlassen hat.

Nicht die Verwechslung war mir peinlich, sondern meine Reaktion auf den Wunsch, wenn sie es gewesen wären….

19.10.2005 um 23:28 Uhr

Murphys Gesetze?

von: Ynnette

War im Improtheater, war klasse! Erste Halbzeit, war nicht so dolle. Gruppe hatte sich bisserl verzettelt. Aber in der  Zweiten Halbzeit haben sie echt Stimmung im Publikum gemacht. Meine Mutter kann es kaum glauben, wie gut ich ausschaue und schaut mich die ganze Zeit an. (Kann doch nicht nur am neuen Lippenstift liegen)

Wollte eben noch Wäsche, - die ich dringend für die Übernachtung benötige – aus dem Trockner holen. Trockner aus, Waschmaschine aus. Licht aus, kein Strom. Sowohl die zu Trocknende Wäsche nass, als auch die zu Waschende.

Wäre ja auch zu schön gewesen!

19.10.2005 um 23:27 Uhr

Öl für die Kehle

von: Ynnette

„Dann musst du aber morgen die Traumreise vorlesen. Ich höre dich so gerne, wenn du vorliest.“ Ich glaube meine Kollegin weiß gar nicht, was mir dieses Kompliment bedeutet!

19.10.2005 um 17:50 Uhr

Kopfkraulen

von: Ynnette

Die Kinder kamen heute pitschnass vom Sportplatz. Ich hatte das Training abgesagt, weil ich mich nicht in den Regen stellen wollte. Doch der größte Teil der anwesenden Mannschafts-Kinder trainierte selber auf dem Sportplatz.

Da war ich auch gerne bereit, beim Haareföhnen zu helfen. Ich fragte die Kinder, ob sie sich alleine föhnen wollten, oder von mir geföhnt werden möchten.
Zu meinem Erstaunen setzten sich alle wortlos auf einen Stuhl vor mir und schlossen schon genießerisch und hingebungsvoll die Augen.

"Du machst das wie meine Mama" sagte einer der Jungs.

Ich fands ja klasse.
Morgen ist ja die "Wellnessübernachtung der Mädels" und da meinte einer der älteren Jungs: "Naja morgen sind die Mädels dran, da will ich jetzt auch mal genießen können."

19.10.2005 um 17:45 Uhr

Danke Thara!

von: Ynnette

Aufmerksame Leser wissen um meine Adventure und Spielleidenschaft. Thara gab mir den Link gleich zu 2 neuen Sachen. Das eine ist ein Rätsel, das andere ist ein Adventure.
Hoffe, dass ich bald Zeit haben werde beide durchzuspielen.

Vulli? Wie schaut es bei dir aus?

http://www.weltmumientag.de./

http://www.ankh-game.de/

18.10.2005 um 20:20 Uhr

Blöder Traum

von: Ynnette

Nur weil Nachts im Haus ne Tür zuschlägt, muß ich doch nicht träumen, das das Haus zusammenstürzt und ich die Katzen retten muß.

Die Katzen sprangen mir abert gottseidank vor lauter Panik mitten in die Arme. ich hielt sie fest - vielleicht ein bisschen zu dolle und steckte sie in ihre Transportkiste. Dann wachte ich auf und Merlin schaute mich verdutzt an, wieso ich denn um die Uhrzeit überhaupt wach bin.....

16.10.2005 um 15:17 Uhr

"Siedlerabend"???

von: Ynnette

Nein über den letzten Abend schreibe ich wohl besser nichts. Einerseits würde ich gerne, andererseits sollte man nicht damit feiern gehen. Zum Siedlern kamen wir auf alle Fälle nicht.


Ich werde heute auf alle Fälle kein Verkehrsmittel mehr selber führen und grinsend zuhause bleiben. Nachher ein bisserl Luft schnappen sollte auch helfen. Bis jetzt säubere ich erst mal die Wohnung von Katzenhaaren und Klamottenbergen.

15.10.2005 um 16:19 Uhr

Sandienst...

von: Ynnette

beim Kinderkaratetunier. Ich staunte nicht schlecht, als ich auf die Matte schaute und da ein Kind erblickte, was mir doch sehr bekannt vorkam. „Das ist ein Krippekind von mir“, sprach ich zu meinem Kollegen.

8 Jahre war es her, das ich es zuletzt gesehen hatte. Damals war sie ein Stöpke von unter einem Meter. Sprach ihre ersten Worte mit einer quitschigen Stimme und trug noch Windeln. Ich schaute bis ins unermüdliche Bilderbücher und sie entdeckte überall „Auto, Auto“ mit dieser quitischigen Stimme. Mir viel wieder ihr fragender Blick ein, wenn sie etwas Neues entdeckt hatte und sowohl ihr Lachen, als auch ihr Weinen. Nun stand sie , als 10 jährige, an der Matte, zeigte ihren Kampfablauf, trat, schlug und machte sogar einen recht guten Platz.

Ich finde es schön, wenn man die Kinder ein Stück begleitet und sie dann später hin und wieder mal sieht, sehen kann, was aus ihnen geworden ist, was sie tun, was sie machen, wie sie reden….

Ich suchte im Publikum die Mutter und fand sie auch. So lies ich es mir nicht nehmen, sie kurz zu begrüßen, sie konnte sich noch gut an mich erinnern. Hinterher kam das Mädchen auch noch auf uns zu und begrüßte uns. Die Mutter hatte sie wohl geschickt. Wir nutzten die Gelegenheit sie ein paar Sachen aus dem Karate zu erklären, was sie auch bereitwillig tat.

15.10.2005 um 09:04 Uhr

feste Schicht

von: Ynnette

Nach dem Herbstfest – was wirklich schön geworden war – fuhr in rein intuitiv noch mal zum Fitnesstudio, um nach freien Schichten zu schauen. S. blätterte gemeinsam mit mir den Dienstplan durch und gab mir sogar noch eine Schicht von sich ab.
„Da stehst du ja eh schon .“ – ich staunte nicht schlecht, meinen Namen direkt im Dienstplan geschrieben zu sehen, im Original, nicht mit korrigierender Handschrift. Die Woche drauf ebenfalls. „Ich habe eine feste Schicht!“ Ich freute mich riesig.

Es war ja alles noch ein wenig unsicher und nun bin ich tatsächlich drin. YES!

14.10.2005 um 08:11 Uhr

Adventure

von: Ynnette

Die ersten 3 Adventure habe ich nun gemeinsam mit Vulli durchgespielt und auf meiner HP vorgestellt.
Leider sind die Besucherzahlen dort noch recht mau, deshalb muß ich mal ein wenig Werbung machen.

13.10.2005 um 08:03 Uhr

Vulliabend

von: Ynnette

Das obligatorische Galileo hatte ich fast verpasst. Knapp 200 Kilometer voneineander getrennt schauen wir zusammen Galileo und kommentieren per ICQ. Doch Vulli und ich schmiedeten gestern spontan noch andere Pläne. Vulli wollte eigentlich noch ne Sitcom gucken, ich wollte weiter „Cupito“ hören. Doch durch Zufall entdeckte ich eine Adventure-Seite und probierte sie auch gleich aus. (Ich werde Euch demnächst auf meiner HP in den Genuss des Linkes kommen lassen) Ich musste Vulli nur am Link riechen lassen und schwupps war er ebenfalls angemeldet und knobelte schon mit. Und zu 2. knobelt es sich eben schneller. Doch irgendwann war Vulli ein wenig verzweifelt und ich gab ihm zwar Tipps hörte dann aber länger nichts mehr von ihm. Irgendwann fragte ich nach, ob er dies oder jenes (Spielstand direkt am Anfang) schon gemacht und eingesammelt hätte)

Da die antwort: Klar , aber hätte ich denn schon dies und jenes, wäre nach Lienz gefahren und hätte dort mit der Frau gesprochen. Bitte was???? Vulli hatte mich um Längen überholt.

Während Vulli dann aber doch hängen blieb erkundete ich die Sekundärliteratur und holte mir Tipps im angegliederten Forum und gab sie artig weiter. Und nach 2h oder so was waren wir dann beide durch und hatten wieder Blut geleckt im Adventure-Leben.

12.10.2005 um 18:35 Uhr

Oberlegga

von: Ynnette

DAS sind sie, die tollen leckeren Teile, wo ich gleich ne Riesenpackung aus Florida importiert hatte:


12.10.2005 um 18:02 Uhr

Apropo Oma

von: Ynnette

So ein richtig herzhaft lautes Lachen am Abend ist genau das richtige:

http://daemlich.net/11223


11.10.2005 um 21:43 Uhr

Der Vulli...

von: Ynnette

... kommt, der Vulli kommt, der Vulli kommt!
*froi *hüpf
*luftsprung mach
das wird ein Burzeltagswochenende!

hihi sind ja noch ein paar Wochen hin, aber die Vorfreude ist riiesig! Da wird ganz viel Tee getrunken und Siedler gespielt und und und

Und Vulli: Ich kenne noch 2 die sich da ganz ganz dolle freuen werden und nein! ich meine diesmal nicht die Katzen!

Finchen wird dich diesmal bestimmt nicht mehr zum kotzen finden ;-)




10.10.2005 um 22:21 Uhr

Engelchen und Teufelchen im Chat

von: Ynnette

...
Ynnette (09:32 PM) : sag mal
Leveller (09:32 PM) : ;-)
Ynnette (09:32 PM) : hättest du lust am 2.11 mit mir ins theater zu gehen?
Ynnette (09:32 PM):www.staatstheater-wiesbaden.de/html/stueckframe.asp?werkid=826
ist ein mittwoch
Leveller (09:33 PM) : Mist, da ist Fachschaftenkonferenz
Ynnette (09:33 PM) : und ähm mein burzeltag und ich glaube das stück könnte dich ansprechen
Ynnette (09:33 PM) : ach schade
Leveller (09:33 PM) : hm
Leveller (09:36 PM) : "Biiiihiiist Du des Wahnsinns, das Brezelchen wegen der blöden FSK zu versetzen? An ihrem Burzeltag?"
Ynnette (09:37 PM) : wer sagt das?
Leveller (09:37 PM) : "Aaarrrrrrgh, auch ich wärrrrre ja eigentlich dafürrrrr, mit dem Brezelchen den Tag zu verbringen (ist ja eigentlich immer teuflisch gut), doch musst du dem Schlendrian in der FSK Einhalt gebieten!"
Leveller (09:38 PM) : Sagen Engelchen und Teufelchen ;-)
Leveller (09:38 PM) :  "Blöder Teufel, die kommen auch mal ohne ihn aus!"
Ynnette (09:38 PM) : *sich genußlcih hinsetzt ud dem dialog folgt
Leveller (09:39 PM) : "Ohne ihn geht NICHTS! Nur Memmen und Versager allüberall!"
Leveller (09:40 PM) : "Aber Teufelchen, wenn du mal abends ausgehst, sorgen deine Diener in der Hölle doch auch für dein geliebtes Chaos, oder?"
Leveller (09:40 PM) : "*murr* Hmmmm, mag sein. *grummel*"
Ynnette (09:41 PM) : *von rechts nach links schaut
Leveller (09:41 PM) : "Na siehst du, also kann er doch mal andere mit den Aufgaben betrauen und sich ganz Ynnette widmen!"
Ynnette (09:41 PM) : *bemerkt das dem teufel solangsam die argumente ausgehen
Leveller (09:42 PM) : "Hey, moment mal, eigentlich bin ich doch derjenige, der immer zu wenig tugendhaftem Verhalten verführt!"
Leveller (09:42 PM) :  "*grübel* *haarerauf*"
Leveller (09:43 PM) :  "*zufriedenlächel*
Ynnette (09:43 PM) : haste dir das programm denn schon mal durchgelesen?
Leveller (09:44 PM) :  "Ach, er gehorcht mir doch sonst immer, da soll er diesmal einfach machen, wie es ihm beliebt! Ich gehe jetzt und lasse mir ein Lavabad ein."
Leveller (09:44 PM) :  "So sei es! Geh mit Ynnette ins Theater!"
Leveller (09:44 PM) : Äh, hab ich was verpasst? Hab gerade das Programm durchgelesen
Leveller (09:45 PM) : Also, ich würde da gerne mitkommen. Und bestimmt finde ich Vertretung für die Sitzung!

10.10.2005 um 20:27 Uhr

Oma

von: Ynnette   Kategorie: Oma

Besuche bei Oma sind energieraubend. Sie hängt seit dem Tod von Mane in einer fetten Depression drin. Sie sagt definitiv, das sie nicht mehr leben möchte und es Zeit ist für sie zu gehen. Es ist schwierig sich dann mit ihr zu unterhalten, da es einfach nur kraftzehrend ist. Sie war noch nie eine besonders einfache Frau. Sehr leistungsorientiert. Ich habe nach vielen vielen Jahren gelernt sie so einigermaßen zu nehmen. Und dennoch ist es mir am liebsten, wenn ich sie gemeinsam mit Paps besuche.

Ich kann mir erklären, warum sie ist, wie sie ist,. Das macht es aber nur manchmal und für Momente einfacher. Psychologisch war sie bis vor wenigen Jahren mein Freudsches Über-Ich. Diese Maske viel jedoch nach einigen Erlebnissen.

Wenn ich selber schlecht drauf bin, darf cih mich nicht bei ihr melden, das zieht mich nur umso mehr runter. Nach den besuchen bin ich platt, ausgezerrt, durste nach Leben und Aktivität oder einfach nur Ruhe. Freunde die sie nicht kennen, sagen „Ist halt ne Alte Frau. Akzeptier sie wie sie ist“. Freunde die die Ehre hatten die alte Dame kennen zu lernen können mich nur allzu gut verstehen und reden ganz anders.  

Ich habe Respekt vor ihr. Respekt, das sie – immerhin geht sie auf die 90 zu- noch Auto fährt, ihren Haushalt fast noch alleine schafft und in der Weltgeschichte herumreist. Das meine ich wörtlich. Türkei, Barcelona, Florida und ganz zu schweigen von diversen Besuchen in ganz Deutschland. Ich habe Respekt, das sie bis zum 66 Lebensjahr noch als Ärztin praktiziert hat. Ich habe Respekt vor ihrer Person, die – wenn man sie nicht näher kennt – sehr viel Selbstbewusstsein ausstrahlt und ein gewisses stilvolles Auftreten hat. Sie ist keine einfache Frau – in allen Lebenslagen.

Und dennoch muß ich mich immer wieder motivieren sie zu besuchen und anzurufen. Und ich ahne ihr Sterbeweg wird nicht leicht sein. Für sie nicht und für uns als Angehörige auch nicht. Sie verabschiedet sich so langsam. Und ich setzte mich seit langen damit auseinander.

Mußte das mal loswerden.

10.10.2005 um 07:29 Uhr

Spruch von Albert Schweitzer

von: Ynnette

Ich bin ein freier Mensch. 
Ich will unter keinen Umständen ein
Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf,
aus dem Rahmen zu fallen.
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.
Ich will kein ausgehaltener Bürger sein,
gedemütigt und abgestumpft,
weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen,
mich nach etwas sehnen und es verwirklichen,
Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.
Ich lehne es ab, mir den eigenen
Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens
entgegentreten, als ein gesichertes Dasein
zu führen; lieber die gespannte Erregung des
eigenen Erfolges, statt die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten
hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.
Ich habe gelernt, selbst für mich zu handeln,
der Welt gerade ins Gesicht zu sehen
und zu bekennen: dies ist mein Werk.

(Albert Schweitzer)

09.10.2005 um 19:02 Uhr

Auto wieder heile

von: Ynnette

Ich musste mich schon ziemlich motivieren noch mal in mein Auto zu steigen. Gestern, als ich zum Fitnessstudio wollte tat sich gar nix und ich vermutete eine leere Batterie. Bzw.  ich hoffte auf eine leere Batterie, da mir der Ausblick einer  Reparaturrechnung nur Tränen in die Augen getrieben hätte.

Tom hatte also ein Überbrückungskabel dabei und werkelte Fachmännisch am Motor herum. Irgendwann heulte tatsächlich der Motor auf. Zur Sicherheit folgten mir Tanja , Tom und Gizmo noch mit dem Auto zur Tankstelle, von wo ich dann eine Auflad-Spritz-Tour in den Rheingau unternahm. Unterwegs hielt ich kurz mit laufendem Motor um das Radio zu entsperren . Auto geht wieder, alles wird gut. Nur die Katze am Straßenrand mit zerschlagenem Schädel, den Anblick hätte ich mir lieber erspart L

09.10.2005 um 19:01 Uhr

Live, umsonst und draußen: Am Felsenmeer

von: Ynnette

oder: "How to kill an Jeans"

Ich fand es ja superlieb, das Tanja und Tom ihren Ausflug gestern auf heute verlegten, um mich mitnehmen zu können, da ich ja gestern arbeiten musste. Um so schwerer fiel mir dann die Klamottenfrage heute morgen. Praktisch, Zwiebelprinzip, alt, aber die neue 10-euro-Jeansjacke musste doch auch mit.

So entschied ich mich für meine heißgeliebte, zigfünfudneunzigmal geflickte Jeans und ein Shirt. Unter den Arm klemmte ich noch meine etwas wärmere Jacke. Doch Tanja meinte die würde ich nicht brauchen, es würde heute noch 20 Grad warm werden.

Und los ging es. Gizmo freute sich auf der Rückbank einen blöden zum Kraulen gefundne zu haben und kuschelte sich an mich. Routentechnisch wusste ich irgendwas von Odenwald und Darmstadt. Der Weg zur Schaustätte der Niebelungensage führte uns nach Seeheim-Jugenheim, was mir ja auch noch bekannt vorkam. Von da ab war ich aber völlig Plan- und orientierungslos. „Wurzelbach“ hat das schon mal wer gehört? Egal. Irgendwann kamen wir an, erkämpften uns zwischen all den Familien einen Parkplatz. So gleich der Blick zu den tausenden von Steinbrocken. So steil hatte ich das irgendwie nicht mehr in Erinnerung, aber wir waren hoch motiviert und begannen mit dem Aufstieg.

So krackselten wir über die Felsgesteine , beglückwünschten unsere tollen Wanderschuhe die an den Felsen zu kleben schienen und begannen zu transpirieren. Tanja weniger, doch Tom und mir scheint es in die Wiege gelegt zu sein. Auch spürte ich hin und wieder ein leises „ritsch“ am Stoff meiner linken Pobacke.

Tom prahlte, er hätte ja klug wie er sei noch ein Ersatzsthirt eingepackt. Pluspunkt für ihn, lange Nase für mich. Manchmal stockten wir, weil wir uns für den rechten oder linken Felsbrocken entscheiden mussten, oder andere Besucherlemminge vor uns langsamer waren. . Gizmo hüpfte schwanzwedelnt zwischen uns herum. Mit seinem Allradantrieb auf 4 Pfoten sorgte er für allgemeines Aufsehen nicht nur bei all den Kindern. „Mama! So einen will ich auch haben! „Der is ja klasse, guck ma wie der schnell der da rauf kommt“ „Die Mama von dem war bestimmt Steinbock“

Nur selten stockte der Vogelsberger reinrassige Mischlingsrüde.  Tom dirigierte dann mit einem „rechts Gizmo“ oder „links“, was er direkt umsetzte und sich seinen hundetauglichen Weg erkämpfte. Toller Hund! Nur 2 mal mussten wir ihm am Brustgeschirr hochheben, den Rest lief er komplett alleine und hatte seine wahre Freude.

Immer wieder nahm ich ein kurzes Blitzen war. Tom nahm belustigend Anteil an meiner Vierfüßlerklettervariante und hielt sie auch gleich für die Nachwelt mit der Digi-Cam  fest. Mir schwant nix gutes, was demnächst für Bilder im Netz kursieren werden. Zwischendurch hörte ich wieder dieses leise „ritsch“. Vielleicht kann man es noch mal flicken motivierte ich mich und verdrängte die Möglichkeit oben mit nur noch mit einem Hosenbein zu stehen. (How to build a sexy Jeans? Na ich weiß ja nicht)

Nach 2/3 der Deo-Teststrecke pausierten wir auf einem großen Feldblock und ich packte den Picknickrucksack aus. Belegte Brote, Tomaten, Nürnberger Würstel und Landjäger erblickten das Tageslicht und bald unsere Mägen. Dazu noch lecker Eistee, Äpfel und eine prima Sicht auf die anderen Kletterer und die erklommenen Strecke.

Oben sahen wir dann einen besonders großen Felsbrocken, der in der Mitte gespalten war. Tom meinte, das wäre eben jener Felsen, der mit dem Schwert durch den Helden der Niebelungensage geteilt worden wäre.

Das Kiosk war mehr als gut besucht und verkaufte heute Steak und noch irgendwas gut riechendes. Wir verschnauften nur kurz , bestaunten kurz die riesige Steinsäule und liefen etwas abseits im Wald wieder runter. Unten angekommen erfreute sich Gizmo noch an der kleinen Quelle, in der Siegfried der Sage nach wohl sein Bad genommen hatte.

 

Der Rückweg verlief um einiges Ruhiger als der Hinweg. Klettern scheint doch anstrengend zu sein….

Morgen werde ich es wohl besonders in den Beinen merken. Meine Jeans werde ich morgen schluchzend in der Mülltonne beerdigen. 15 cm „ritsch“ auf geflicktem Stoff sind irgendwann doch irreparabel. Sie wird eine erneute Flickreanimation nur für kurze Zeit überleben und ich möchte sie nicht länger leiden lassen.

Aber schön wars! Live, umsonst und draußen war mal wieder Programm und hat sich richtig gelohnt. Dankeschön!


Nähere Info über das Felsenmeer gibt es hier: http://www.felsenmeer.org/