ewige Baustelle im Kopf

28.02.2006 um 17:19 Uhr

Merke:

von: Ynnette

Wenn man in seinen Fensterscheiben Tic Tac To spielen kann, ist es eindeutig Zeit, die Scheiben mal wieder zu putzen.
Aber bei dem Wetter......

27.02.2006 um 10:08 Uhr

Fasching im Robin Hood

von: Ynnette

„Biste schon angebaggert worden? “ fragte mein Paps – „Nö, ich warte noch drauf“, lachte ich.  Kam aber nix, war auch nicht schlimm. Vielmehr genoss ich die vielen knutschenden Pärchen um mich herum, die ausgelassen, fröhlichen Menschen, die Musik und das Tanzen. Es war einfach klasse. Meine Augen brennen noch ein wenig, nach nur 6 h Schlaf, aber nächstes Jahr will ich wieder mit.

Paps und M hatten mich gefragt, ob ich abends mitkommen will ins „Robin Hood“- eine Schwulenkneipe in der Wiesbadener Innenstadt. Wieso auch nicht, und in Anbetracht, an dem Spaß, den wir am Freitag hatten, war ich sofort dabei.

Nach dem Jobben war ich mehr als angefressen, da ich als Puffer für diverse Unzufriedenheiten herhalten musste. Da war es nur gut, noch mal wegzugehen und auf andere Gedanken zu kommen.

Beim eintreffen war schon einen prima Stimmung. Ich erkannte direkt einen Tanzlehrer, der mal bei uns auf der Arbeit einen Konzeptionstag gemacht hatte. Ich sprach ihn an und gab ihm die Rückmeldung, das er damals einen Knoten zum platzen gebracht hatte. „Na dann wollen wir das doch noch mal wiederholen“ sprachs und führte mich professionell mit einem DiscoFox über die Tanzfläche.

Später fragte mich M. ob ich nicht auch so richtig zu 2 tanzen könne und ich verneinte. Er wollte es einfach ausprobieren du meinte ein „Verlegenheitsschritt“ würde schon klappen. Und es klappte prima, machte riesigen Spaß. Nächstes Jahr will ich wieder mit!


Hier gehts übrigens zur Seite der Kneipe

25.02.2006 um 18:49 Uhr

Fasching im KUZ

von: Ynnette

„Lauf hinter den Beiden, du musst die die Blicke der Leute angucken!“ Gringel befolgte meinen Rat und grinste nicht schlecht. Auf dem weg zur Tanzfläche schaute sie in lauter schmunzelte Gesichter, die sich belustigt nach meinem Paps und M umschauten. Beide fern der Ü30, beide im Selbstgezimmerten Teufelskostüm. Die beiden schauten gigantisch klasse aus. Wir stürmten direkt auf die Tanzfläche und die Show konnte beginnen.

Wir waren tatsächlich nicht die einzigen die Verkleidet waren. O. war recht harmlos von mir im Gesicht beschrieben worden, Gringel trug eine „schicke“ Brille, Bluse und Schlips, ich war ganz Ahojbrause angezogen, inklusive Brausesteinchen als Ohrringe.

Endlich war es soweit, ich bin mit meinem Paps tanzen in einer Disco. Vor knapp 10 Jahren geplant wurde es gestern Abend umgesetzt. Die Teufel trugen schwarze Jeans, schwarzes T-Shirt, einen Kindergroßen roten Umhang, die Brillen waren mit schwarzer Schablone umrandet, an den Händen trugen sie jeweils weiße, bzw schwarze Handschuhe mit roten Nägeln dran. M. hatte zusätzlich Pflasterstreifen schwarz bemalt und in Form von Augenbrauen und Spitzbart ins Gesicht geklebt. O. wurde direkt neidisch im Anblick meines verrückten Paps.

Fasching in Mainz scheint tatsächlich etwas ganz anderes zu sein. Die Ü30 war gar nicht als Faschingsveranstaltung ausgeschrieben und dennoch war der Großteil verkleidet. Der DJ war diesmal ein anderer und ich konnte ihn nur loben. Die Stimmung war von Anfang an gigantisch. Hier und da machten die anderen eine klitzekleine Trinkpause. Ich tanzte mal wieder durch.

Der Bonbonmann war ganz glücklich über eine abgepflückte Ahojbrausetüte von meinem TShirt und tauschte mit einem Bonbon. Seinen Namen weiß ich immer noch nicht, aber das Tauschritual finde ich einfach nur witzig.

Die Luft schien zu kochen, als ein Pärchen einen sehr gelungen persönlichen Strip hinlegte. Er bekam die Arme an die Wand gelegt, durfte sie nicht anfassen und ihr langer schwarzer Rock verwandelte sich in das kleine Schwarze , das immer mehr Lichteinblicke bot. Irgendwann griff sie ihrem „Schotten“ unter den Rock, wie gut das eine kleine Umhängetasche das Geheimnis verbarg, ob er ein „richtiger“ Schotte war.. Den umstehenden Männern fielen die Augen fast aus dem Kopf. Zufällig gesellte sich ein paar Schritte entfernt ein kleines weibliches Engelchen mit Flügeln an die Wand. Sie schaute bedripst auf die Tanzfläche, keiner wollte mit ihr Tanzen. „Gute Mädchen kommen in den Himmel, Böse überallhin“ kommentierte ich diese Szene und lachte.

Völlig geschlaucht tanzte ich immer wieder mit geschlossenen Augen. Die tanzenden Schuhe hatten mich wieder gepackt und wollten nicht aufhören mich zu bewegen. Nur eine 1/2h nach den Teufeln verließen auch wir richtig platt aber zufrieden die Party. Ein mehr als gelungener Abend.

25.02.2006 um 18:32 Uhr

post Fasching auf der Arbeit

von: Ynnette

Das Fußbalsam nicht als Haarspray zu nu7tzen ist ist ja nun bekannt, aber Autoschlüssel gehören auch nciht in dne Kühlschrank.
Mein armer Schutzbärengel wurde heute gut gekühlt im Kühlschrank neben dem Salat gelagert :-)

24.02.2006 um 09:17 Uhr

Bloggerlesung

von: Ynnette   Kategorie: Bloglesung




http://bloglesungen.twoday.net/stories/1613114/

23.02.2006 um 23:07 Uhr

Fluchen zu später Stunde

von: Ynnette

Der kommende Monat wird eng, verdammt eng. Scheiße
Hatte meine Schadenrückzahlungen so gut geplant und aufgeschrieben. Aber irgendwas ist was schief gelaufen und nun bekam ich Post , dass ich doch höher gestuft werden sollte.
Da der komplette Schaden noch nicht "Zurückgekauft" wurde.
Nun habe ich eben nochmal 170 Euro überweisen müßen. Und das ist so ungeplant echt viel Geld für mich.

Meine feste Sonntagssschicht mußte ich heute auch abgeben. So werde ich im Studio nur ncoh als Springer eingesetzt, und hoffe 2 Schichten im Monat abzubekommen.

Ach doof mann + und Urlaub brauche ich auch.

23.02.2006 um 07:52 Uhr

Wunsch nach mehr Abstand

von: Ynnette

Hätte auch gleich gestern Abend im Hort bleiben können. Habe heute Nacht ein Gespräch nach dem anderen geführt. Habe mich nur rumgewälzt. Zig Kinder wanderten in meinem kopf umher und wollten nicht gehen. In den letzten Tagen waren es zu viele Konflikte, die mich beschäftigen. Zur Zeit wirkt noch das Adrenalin in mir, aber irgendwann wird heute Mittag der ganz tiefe Abfaller kommen.

22.02.2006 um 07:41 Uhr

Merke:

von: Ynnette

Auch im größten Tran der Müdigkeit: Pfefferminzbalsam als Spray ist für die Füße gedacht. Fönlotion – ebenfalls eine blaue Flasche – gehört auf den Kopf.
Dafür riecht mein Kopf nun herrlich frisch……..

21.02.2006 um 19:47 Uhr

Mit Worten bewußt verletzt

von: Ynnette

Ich musste einem Kind heute ziemlich weh tun. Es hatte eine andere Person verbal ziemlich verletzt, blockte aber ab, als ich es darauf ansprach. Das Kind wollte sich in die andere Person nicht hineindenken. So traf ich das Kind an seinem empfindlichsten Punkt. Es begann zu weinen, rannte weg. Durch eine Klotür hinweg sprachen wir darüber. Und anschließend entschuldigte ich mich bei dem Kind.  Konnte es sogar tröstend in dne Arm nehmen.


Hätte ich in dieses Wespennest nicht gestochen, hätte ich das Kind nicht erreicht. Es tat mir dennoch auch ziemlich weh, so etwas tun zu müssen. Morgen werde ich mit dem Kind noch mal sprechen und ich hoffe wir können Vertraut miteinander reden.

21.02.2006 um 08:04 Uhr

Ja, ja nur kurz....

von: Ynnette

..... noch in dem Buch lesen.

2h später mußte ich mich zwingen aufzuhören. Die andere Hälfte lese ich dann wohl heute abend.

20.02.2006 um 20:27 Uhr

Entspannung gestern Abend

von: Ynnette

Ich ahne, dass ich nicht gut abschalten kann und lege die CD mit einer Geführten Tiefenentspannung ein. Lange und oft habe ich sie gesucht. An diesem Abend steht sie im Regal, als hätte sie auf mich gewartet.

Der Text ist extra für den Abend gesprochen. Man wird nicht mehr aus der Meditation herausgeleitet, sondern in den Schlaf gebracht. Ich lege mich ins Bett und bin bereit. Die sehr vertrauensselige weibliche Stimme fragt mich nach dem schönsten Moment des Tages und ich denke an die Rehe im Wald. Sehe sie vor mir und spüre erneut die kraftgebende beruhigende Stimmung des Waldes.

Was ich nicht so schön gefundne hätte heute, fragt sie mich und ich denke an Oma. Erinnere mich an die möglichen Zukunftsbilder einer sterbenden alten Oma im Bett. Ich werde auch daraus lernen können und die Stimme verströmt Zuversicht. Der tag liegt nun hinter mir, ich solle ihn ziehen lassen und ich tue es, ermattet, traurig und dennoch getröstet.

Goldenes Licht strömt in meinen Körper und heilt, wo es hinkommt. Ich genieße den Klang des symbolischen Lichtes auf der CD. Es kribbelt leicht in meinen Händen und ich lasse das Licht fließen. Ich spüre mich fallen und aufgefangne werden. Wie ich Schichten falle ich tiefer, spüre eine angenehme Schwere.  Das Licht hüllt mich ein, ummantelt mich, beschützt mich und gibt mir Geborgenheit. Der Körper und seine Masse sind egal. Ich lasse mich auf den Gedanken ein und spüre prompt den Lichtmantel der mich einlullt. Es erinnert mich ein wenig, an eine Hypnose vor knapp 5 Jahren. Dort hatte ich bis Jetzt die Intensivste Erfahrung gemacht, als ich meinen Körper nicht mehr spürte und mich nur als schwammige Kugel wahrnahm. An diesem Abend ist es nicht gleich aber ähnlich. Meine Ureigenen Kräfte werden mobilisiert. Es scheint merkwürdig zu klingen für jemanden, der so etwas noch nicht erfahren hat, aber ich lasse mich drauf ein.

 

Bald schlafe ich ein und scheine doch die Nacht zu arbeiten. Völlig platt wache ich auf. Wünschte ich könnte mich noch einen Stunde herumdrehen. Freue mich zwar auf die Arbeit, aber bin ko von dem geleisteten der Nacht.

20.02.2006 um 17:42 Uhr

Oma

von: Ynnette   Kategorie: Oma

„Ich muß hier raus“ schoß es durch meinen Kopf. In meinen Augen sammelten sich die Tränen und ich wollte nur noch weg, raus in den Wald alleine sein, weinen. Bei Oma durfte ich noch nie Gefühle zeigen, da sie damit nicht umgehen kann. Und so fühle ich mich reichlich deplaziert, wenn mir die Tränen in die Augen kommen. Ihr Hände zitterten, die Stimme auch.

Es war ein reiner Pflichtbesuch und ich musste mich zwingen hin zu fahren. Hatte eine Tüte Cappuchinopudding für uns beide mitgenommen. Sie scheint hin und her gerissen zu sein, von nicht mehr wollen und noch mal ins Leben zu kommen. Und trotzdem baut sie ab.
Immerhin hat sie die Begrüßungsumarmung erwiedert, nciht die Arme baumeln lassen.

Zig mal von anderen gehört, zig mal alte Menschen mit dem Rettungswagen besucht und ins Krankenhaus gebracht. Nun ist es meine Oma, die noch gezählte Monate hat.

Nein ich werde sie im Leben nicht festhalten, aber das Loslassen tut weh. Scheißweh. Ich gehe ans Fenster, schaue hinaus, versuche mich zu sammeln. Sehe die Sonnenberger Burg, Bilder fliegen durch meinen Kopf, wo Opa noch da war. Wo ich hier im Wohnzimmer gespielt habe, mit Oma etwas gepuzzelt habe, oder im Garten die Puppen verpflegt habe. Negerlein war zum Beispiel dabei. In den 70er und 80ern konnte man seine Puppe noch so nennen, ohne rassistisch zu sein.

Oder als ein Maulwurf sich in den 3 Terrassen des Rasens ausgebreitet hatte. Ich hatte Löcher ins das Tunnelsystem gebaut und habe Gläser reingebastelt. Mit Oma saß ich dann in der Abenddämmerung vor dem Rasen. Wir erzählten uns Geschichten und warteten , dass der Maulwurf ins Glas laufen würde.

Er kam nicht, aber das draußen sitzen war schön.

 Nun stelle cih mir vor, wie sie im Krankenhaus liegt. sich noch ans Leben klammert, oder doch sterben will und nciht kann. Ich an ihrem bett sitze und nciht weinen kann. Ich will den Gedanken verdrängen, gehe zum Balkon und schaue dort hinaus.

Auf dem Balkon noch die Weihnachtkerzen, die Geburtsagspoststapel liegen immer noch auf dem Sofa. Und Oma start die Wand an. Erzählt von Mane und dass nun alle weg wären. Mir fällt es schwer damit umzugehen. Traurigkeit wurde früher von Oma nun zugelassen. Nun ist sie fast nur noch traurig. "was machst du da?" - "Ich schaue aus dem Fenster." Sie reißt mich in die Realität zurück, die ich kaum aushalten kann.

Ich kann nicht damit umgehen und will gehen. Will alleine sein.

Ich verabschiede mich und fahre in den Wald. Ein kleines Stückchen nur muß ich ins Gebüsch laufen, dann bin ich an einer meiner Lieblingsstellen. Ich habe noch nicht mal einen Platz zum sitzen gefundne, da holt mich der schmerz wieder ein. Die Tränen laufen nur so runter und ich weine stumm. Und nun tut es gut endlich weinen zu können. Als ich den Blick hebe sehe ich in knapp 50 Meter Entfernung 2 Rehe. Sie haben durch das Knacken der Äste wohl wahrgenommen, dass ich da bin, aber keine Witterung bekommen. Sie fressen gemütlich weiter und laufen langsam nach oben in den Wald. Ich schaue ihnen zu und das beruhigt. Die Friedlichkeit der beiden tröstet mich. Ich tanke Zuversicht und Trost. Fröstelnd in der Dämmerung genieße ich die Atmosphäre des Waldes. Ich spüre Dankbarkeit, dass ich mit der Situation von Oma nicht mehr alleine bin und schreibe Paps eine SMS.

Mehrere Jahre war ich die einzige der Familie die Kontakt hatten zu den Großeltern. Ich verstehe als Erwachsene erst warum. Bin dankbar, dass mein Vater versucht zu verzeihen und seine Ex-Schwiegermutter versucht gern zu haben. Und es ist nicht leicht.

18.02.2006 um 18:13 Uhr

Tae Bo

von: Ynnette

Na immerhin 15 Minuten, besser als nix

und trotzdem brauch ich nen Massage-, oder Einrenktermin. Habe immernoch Kopfweh und denke, dass das von Verspannungen kommt.

18.02.2006 um 12:59 Uhr

So klein ist die Welt

von: Ynnette

Auf Grund eines Singeles-Profils wurde ich an ein Buch erinnert, was ich dem Besitzer des Profils auch gleich empfahl. Durch einen Sticker, den man jmd öffentlich auf das Kennenlernprotal senden kann, schrieb ich die ISBNNummer.  Wir hatten einen kleinen Mailwechsel über das Buch und ich riet ihm, das Buch doch über Amazon gebraucht zu kaufen, oder in der Bücherei, da würde er gar nix für bezahlen.

Nun bekomme ich eben ne Mail von Amazon-Maketplace, ich hätte ein Buch verkauft und solle es versenden. Nun ratet mal welches Buch….

 

Werde die Käuferin mal fragen, wie sie auf das Buch aufmerksam geworden ist. *sichausschüttvorLachen

/edit:
die Käuferin hatte nichts mit single.de zu tun. Sie hatte nur eben mal Lust ein anderes Buch des Autoren zu lesen.
Zufälle gibt es.....

17.02.2006 um 09:13 Uhr

Traum

von: Ynnette

Ich wollte umziehen. In das Haus / die Wohnung meiner Mutter. Ich war schon am Einrichten, packen und Planen, als ich ins Zweifeln kam. Einerseits gefielen mir die Räume (Sehr viel anders als in der Wirklichkeit, dafür aber immer wieder die gleichen Räume in den Träumen) Andererseits fühlte ich mich in einigen Beengt, wusste nicht, wie ich sie zu meinem Gefallen und Wohlfühlen gestalten sollte. Dann zog meine Mutter gar nicht aus, und ich hätte mir etwas anderes suchen müssen.

Ich war hin und hergerissen.

Ich setzte mich zur Zeit stark mit dem Gedanken auseinander, wie ich mich in ein paar Jahren sehen könnte. Und vor allem an welchem Ort.
Mich zieht es immer mehr hinaus aus der Stadt in eine ruhigere oder abgeschiedene Wohnlage. Nur rein gedanklich, ob ich das wirklich aushalten könnte und mich bereichern würde, weiß ich nicht. Aber der Gedanke haftet in mir und treibt dort Wurzeln.

16.02.2006 um 19:32 Uhr

Purzelbaumtränen

von: Ynnette

Dass sie sich eingetragen hatte in die „Trampolinliste“ fand ich ja schon prima. Sie hat starkes Übergewicht und hat Angst vor einer negativen Bewertung der Kinder. Jeden Donnerstag versuche ich in der Turnhalle ein Bewegungsangebot zu machen. Als Alternativangebot, baute ich neben einem kleinen Trampolin zum Springen auf 2 dicke blaue Matten auch 3 andere Stationen auf: ein Boxsack mit 2 paar Handschuhe, 2 orangene Matten zum Rolle und Radschlagen üben und mehrere Rundhölzer zum Balancieren.

Ich sprach mit den Kindern die Regeln beim Trampolinspringen ab und sie stellten sich zu den jeweiligen Stationen auf die sie Lust hatten. Ich stand neben dem Trampolin und gab Hilfestellung und tipps, da die Kinder teilweise sehr gewagte Sprünge machten.

Sie wartete eine ganze Weile, schaute zu. Die anderen Kinder zeigten mir Purzelbäume, Flugrollen, dann auch Saltos. Sie saß und schaute zu, ging dann mit einer Freundin zum Boxsack.

Irgendwann saß sie mit Tränen in den Augen auf der Bank. Ich wusste welche Gedanken ihr durch den Kopf schossen. Ich rollte das Trampolin zur Seite, lies die Kinder Flugrollen machen und sprach mit ihr.

Ja, sie wollte mitmachen, habe aber Angst vor auslachen. Ich bot ihr an, im Anschluss der ersten Gruppe mit ihr alleine hier in der Turnhalle zu bleiben. Schon bei der Desensibilisierung im Oktober im Schwimmbad hatte sie sich voller Vertrauen auf mich eingelassen. Sie nahm das Angebot an. Die 40 Minuten waren um, die Kinder zogen ihre Socken an und ich bat sie noch dazu bleiben , um mir zu helfen. So war es für die Kinder nichts ungewöhnliches, dass sie noch bei mir blieb . Zuerst übten wir Purzelbaum und das Herz blutete mir. Wie sehr konnte ich ihre Gefühle und Gedanken erahnen. Ich zeigte ihr meinen Baum, sagte ihr, die anderen Kinder lachen, wenn ich mitmache, aber es geht doch auch um den Spaß und den solle sie auch haben. Ich machte den Purzelbaum vor.

Durch ihr Übergewicht bekommt sie die Beine nicht zusammen, muß sich tief Bücken, bekommt dabei Probleme mit der Luft. 2-3 schiefe Versuche, sie kam aber herum. Dann baute sich die Angst auf und sie weinte erneut. Um ihr ein positives Erlebnis zu geben übe ich mit ihr springen, ging dann mit ihr zum Trampolin. Sie hatte Spaß, kam aber schnell aus der Puste.

Ich betone, sie könne jeden Tag nach den Hausaufgaben in die Turnhalle, alleine oder mit Freundinnen, sie könne sich den Vorhang zuziehen und dort ganz alleine üben.

Noch mal Purzelbaum. Die Versagensangst ist zu groß, immer wieder kracht sie in sich zusammen, ohne herumgepurzelt zu sein. Es wäre das erste mal, dass sie das macht. Noch nie zuvor hat sie einen Purzelbaum gemacht! Mir blutet das Herz.
Noch mal aufs Trampolin, damit sie lachen kann. Purzelbaum muß sie alleine üben. Ich habe die Zeit und die 2. Gruppe im Nacken. Möchte ihr helfen und das sie mit einem schönen Erlebnis herausgeht.

Ich übe mit ihr Grundsätzliche Turnbewegungen, die in ihrer 3jährigen Grundschullaufbahn versäumt und verdrängt wurden. (so müssen sich wohl auch Analphabeten ums Outing drücken) Wieso tollte ihre Mutter nicht mit ihr herum und purzelte ganz selbstverständlich im Zimmer herum? Da wo sie noch schlank war. Nun muß sie sich alles erkämpfen. Und ich weiß, sie will dazu gehören! Sie möchte sich mit anstellen in der Reihe und ganz normal mitmachen.

16.02.2006 um 19:11 Uhr

Gedanken auf dem Parkplatz

von: Ynnette

„Verflixt, wieso passt der Schlüssel nicht. Ich will heim. Viel zu warm, um schon wieder eingefroren zu sein. Roter Schal auf dem Sitz? Ups – is gar nicht mein Auto“

16.02.2006 um 09:03 Uhr

Fun: You work so hard

von: Ynnette

lustiges Video


16.02.2006 um 08:48 Uhr

Traum

von: Ynnette

Was für ein doofer Traum. Ich kann kaum Bergauflaufen. Auch Treppensteigen tut saumäßig weh und meinen Beine sind wie Blei. Ich werde von Hortkindern und ehemaligen Mitschülern angesprochen. Dann kommen wir an einem Streit vorbei und ich möchte gerne helfen. Bin aber so mit mir selbst beschäftigt. Eine Klassenkameradin aus der Mittelstufe springt ein. Sie wehrt sich für das Mädchen. Ich bin überrascht, hätte so was ihr nie zugetraut. Freue mich für sie. Schleppe mich weiter den berg hinauf.

 

Nee nee interpretieren will ich das gar nicht, da kommt nix gutes bei raus.

15.02.2006 um 20:43 Uhr

Notbremse

von: Ynnette

5 Tage unterschwellige Kopfschmerzen. Meine Kollegin sah mich an und meinte: „Du siehst aber fiebrig aus.“ Ab da kam ich mir richtig krank vor. Dennoch hatte ich noch ein schwieriges Elterngespräch vor mir indem ich mich entschuldigen musste, da ich wirklich Mist gebaut hatte. Hinterher schwirrten mir so viele Infos im Kopf herum, dass ich  noch 1 ½ h länger blieb, um alles aufzuschreiben. Der druck im kopf blieb und ich zog die Notbreme. O. bremste mit und mir gingen in die Sauna. Die richtige Entspannung kam nur teilweise, da sowohl 2 Dummblubbernde Männer in der Sauna nervten, als auch 2 russischsprechende Mädels ihren unbändbaren Sprechschwall lautstark im Ruheraum nachkommen mussten.

Meine Tolleranzgrenze war niedrig und ich war weichgenervt.

Auch heute noch habe ich Kopfweh und mir kam der Gedanke, ob ich mir einfach einen Wirbel verrenkt habe, denn krank fühle ich mich nicht.