ewige Baustelle im Kopf

15.02.2006 um 20:42 Uhr

Valentinsromantik

von: Ynnette

Auf der Fahrt zu Arbeit hörte ich gestern morgen wie immer Radio FFH. Passend zum Valentinstag wurden dort die schönsten Hochzeitsanträge vorgestellt. Für den besten konnte wohl abgestimmt werden, das Ehepaar darf dann in nachträgliche Flitterwochen nach irgendwo fahren.

Und so erzählte eine Frau von einem Heiratsantrag, der mir doch tatsächlich die Tränen in die Augen trieb. Wieso ich auf so was so sentimental reagiere weiß ich gar nicht. Aber es war urroomantisch und herzerweichend. Gänsehautfeeling pur.

Ha! Gerade lese ich, das genau das Paar die reise gewonnen hat. Ich kenne das Paar nicht, aber die Geschichte ist toll:

http://www.ffh.de/programm/3918.php

15.02.2006 um 20:41 Uhr

Momentane Buchinteressen

von: Ynnette

„Die Erben des Medicuss“ sind schneller ausgelesen, als mir lieb ist. Und ich möchte weiter versinken in andere Welten. So freue ich mich über weitere Literatur über Menschen, die ihre Zelte abgebrochen haben, um woanders einen Neuanfang zu machen. Nein ich persönlich würde dies zu diesem Zeitpunkt nicht tun. Aber mich in solche Geschichten entführen zu lassen, finde ich sehr reizvoll.

13.02.2006 um 08:20 Uhr

Erfolgreiche Motivation und der Abend

von: Ynnette

Vielleicht lag an meinen gut gelaunten Kollegen, vielleicht lies ich mich von ihnen gut anstecken. Vielleicht lag es auch daran, dass ich bis 17 Uhr nicht alleine war. Auf alle Fälle hatte das Arbeiten gestern richtig Spaß gemacht. Von E. lies ich mich kurz einführen, wie Walk-Ins zu betreuen sind (Interessierte Gäste). So kann ich eventuell einen Dienst von ihm an Fasching haben.

 

Nach einem kurzen Besuch bei Oma, die überraschend gut drauf war, plumpste ich müde aufs Sofa. Nach „schwer verliebt“ wollte ich eigentlich ins Bett und noch lesen. Doch Merlin hatte es sich so herzzerreißend süß auf meinem Schoß bequem gemacht, dass ich mich fragte „Wieso eigentlich nicht hier“. So las ich noch auf dem Sofa, torkelte später ins bett und war ratz fatz eingeschlafen.

12.02.2006 um 13:28 Uhr

Gemütlichkeit und Motivation

von: Ynnette

Habe vorhin sehr gemütlich auf dem Sofa gelegen und „die Erben des Medicus“ gelesen.
Nebenbei kraulte und streichelte ich Merlin, der es sich auf meinem Schoß bequem gemacht hatte. Diese hingebungsvolle Art ist einfach nur schön erleben zu dürfen. Ein Tee der Sorte „Melone & AloeVera“ machte die Gemütlichkeit perfekt.

 Nun habe ich gegessen und trinke gerade einen Tee. Versuche die letzten Minuten bevor ich zum Jobben muß mich zu motivieren und inhaliere die Beats von „The first Rebirth“ *schakka

11.02.2006 um 23:14 Uhr

Mondknoten

von: Ynnette

Mit einer Arbeitskollegin unterhielt ich mich beim Neuhjahrsessen angeregt über Astrologie. Sie erzählte mir etwas von den Mondknoten. Ja ich glaube an Astrologie. Nein, nicht an die aus der Brigitte oder der Tageszeitung, sondern an die richtige persönliche, die ausgelegt ist auf Geburtsort, Tag und Uhrzeit.

So erwähnte sie irgendwann die Mondknoten. Der absteigende würde etwas über meine Vergangenheit erzählen. Der aufsteigende über meine Zukunft. Das interessierte mich dann doch und bat meine Tante etwas darüber herauszufinden. Sie ist was Astrologie betrifft sehr versiert und hat mir schon mal mein Horoskop erstellt.

So dauerte es nicht lange das folgende Email, bzw Infos bei mir eintrudelten, die ich doch sehr interessant fand:

 

nördlicher MK im 10. Haus :

Konstellation Mahatma Ghandi, dessen Leben der Achse zehntes / viertes Haus entspricht. Es geht hier um einen Menschen, der im frührern Leben die Hände, die ihn nährten, verachtete. In diesem Leben versucht er sich an die Stelle der Menschen zu versetzen, die er früher missverstand.

Der Horoskopeigner wird mehrere Kinder haben, für die er, wenn es sein muss, sein letztes Hemd gibt, ohne Dankbarkeit zu verlangen.

Das Karma liegt hier auf familiärer Ebene. Die Last der Verpflichtungen ist so gross, dass sie ihn daran hindert beruflich Karriere zu machen.

11.02.2006 um 18:25 Uhr

Wer hat an der Uhr gedreht?

von: Ynnette

Ist es wirklich schon so spät?

Den Vormittag mehr als gemütlich rumgegammelt
dann einkaufen mit Gringel
herrlich trivial

Letzte Nacht noch eine SMS:
"Du bist eben an mir vorbeigelaufen, wir sind beim DJ"

kurzes Grübel, dann meine Antwort:
"Cool, ich habe eine Doppelgängern. Habe schellend gemacht, bin zuhause, waren zu angeschlafen fürs KUZ, LG"

10.02.2006 um 20:58 Uhr

Statistikstaunen

von: Ynnette

Mein alter Hörbuchblog "was auf die Ohren" steht auf der Meisbesuchtenskala auf Platz 19!
Dieser Blog hier ist "nur" auf Platz 40.
Ich muß schmunzeln. Der eine Blog ist umgezogen, inaktiv, nur noch ein Link.

Und ich frage mich, ob alle die, die "was auf die Ohren" besuchen auch weiterklicken zum Lauscherblog auf twoday ?

10.02.2006 um 20:56 Uhr

Statistikstaunen

von: Ynnette

Mein alter Hörbuchblog "was auf die Ohren" steht auf der Meisbesuchtenskala auf Platz 19! Dieser Blog hier ist "nur" auf Platz 40.
Ich muß schmunzeln. Der eine Blog ist umgezogen, inaktiv, nur noch ein Link.

Und ich frage mich, ob alle die, die "was auf die Ohren" besuchen auch weiterklicken zum Lauscherblog auf twoday ?

10.02.2006 um 08:26 Uhr

Flohmarkt

von: Ynnette

Hatte ich denn noch nicht über den Flohmarktbesuch geschrieben? Hm, der Bericht spukte wohl so in meinem Kopf herum, das ich dachte, er ware schon in den Tasten, muß ich dann noch nachholen.

10.02.2006 um 08:24 Uhr

Lehrergespräche und Reflektionen

von: Ynnette

Gestern fuhr ich zum Anleitertreffen in meine alte Berufsschule. Ich kam in die Klasse und stellte mich der Klassenlehrerin vor. Ich kannte sie vom Namen, sie war damals Klassenlehrerin in einer Parallelklasse gewesen, hatte uns aber nie unterricht gegeben. Doch sie meinte zu wissen, wer ich sei.

Dann kam Frau Augustin in die Klasse. Ich freute mich sie zu sehen, gab ihr die Hand. Sie betrachtete mich, schaute mir sehr gezielt ins Gesicht. „Sie schauen ja wieder normal aus.“ „Bitte was?“ Ich musste lachen, erinnerte ich mich doch an ihre Direktheit. Damals haben sie bei der methodischen Prüfung einen Stirnbang getragen, da hab ich nur gedacht oje“. Das ist gute 5 Jahre her. An was wird die Frau sich noch alles erinnern. Ich rattere meine möglichen Kleiderkombinationen durch. „Aber Frau Augustin, das war bestimmt ein Haarband, was etwas zu niedrig in der Stirn hing.“ „Naja sie hatten das damals hier hängen.“ Sie deutet auf die Stirn und fährt mit den Fingern symbolisch das Stirnband nach. Sie setzt sich an unseren Tisch.

Die Vorstellung der Praktikanten ist ziemlich gelungen. Eine tolle Idee, das ganze spielerisch vorzustellen. Dazu gibt es Kuchen, Kaffee und Tee und wir sprechen über unsere gegenseitigen Wünsche, Ziele und Erwartungen.

Im Austausch erfahre ich auch, dass Her Bohlmann noch unten im Lehrerzimmer verweilt. Nachdem das Treffen fertig ist, eile ich hinunter. An der Tür des Lehrerzimmers klopfe ich du eine Lehrerin öffnet mir, die mir bekannt vorkommt. Ich erinnere mich in dem Moment, wo sie mich anschaut und meint:: „Ach Hallo, sie sind doch Ynnette, sie haben letztes Jahr die Anleitung für J-K-J gemacht.“ Ich bin perplex, mein Kiefer rutscht nach unten. Die Dame hat mich einmal gesehen, was für ein Gedächtnis!

Im Zimmer höre ich schon die Stimme von Herrn Bohlmann und Erinnerungen schießen in meinen Kopf. Er war und ist wohl immer noch ein teils verschriener Lehrer. Mit seinen Provokanten Sprüchen eckt er bei Lehrern, Schülern, aber auch in den Praxen mächtig an. Ich kam immer recht gut klar mit ihm. Bat ihn sogar einmal in einer Beziehungsfrage um Rat. Da lies er sämtlichen Sarkasmus fallen und war sehr hilfreich. Auch sonst kam ich mit seinen Sprüchen gut zurecht, auch wenn er oft zu weit ging.

Er freut mich zu sehen, fragt nach, erzählt von seinen Enkeln. Er erinnert sich noch an viele Details bezüglich meiner Person. Ich erzähle von Gringel und einer anderen Kollegin, betone die Freundschaft mit Gringel, die ja in der Fachschule begonnen hat. Er freut sich sehr darüber. Betont die Stellung von familie und Freunden im Leben. Gerne hätte ich mich länger mit ihm unterhalten. Doch er muß los. Da schneit auch schon Frau Brinker, voller Energie ins den Raum und ich schwätze auch kurz mit ihr. Gebe ihr eine Rückmeldung von ihren Unterrichtsinhalten und der Anwendbarkeit in der Praxis.

Sie breevt mich noch ein wenig für den Lehrertermin, den sie bei unserer Praktikantin wahrnehmen wird. Ich freu mich, wenn sie kommt. Sie verlangt sehr viel fachliche Kompetenz, vermittelt aber in einem guten Wechsel von Theorie und Praxis.

Der besuch war eine gute Rückmeldung. Hat mir richtig Spaß gemacht.

09.02.2006 um 20:36 Uhr

Polizeiruf Ynnette

von: Ynnette

Was ich in den letzten Wochen bei der Polizei anrufe, is echt merkwürdig. Ich weiß ja, wie im Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei Leute nerven können, die sich profilieren müssen und dort ständig anrufen, oder sich als Aufpasser darstellen müssen. Verkomme ich auch zu so was?

Angefangen hat es mit einem Auto auf dem Markplatz beim Supermarkt umme Ecke. Eingeschlagene Front, Chaos im Innenraum, Kennzeichen von nem Stück weiter weg. (geklaut? Unfallflucht)

Zweiter Anruf: Mitten im Fetten Schneegestöber, an einem Wochenendabend. Blick auf den Parkplatz. Da steht doch glatt ein Auto mit offener Autotür. Weit und breit keine Person, keine Fußspuren im Schnee. Auto ansonsten komplett eingeschneit.

Gestern: Zwischen Bölkestraße und Autobahn Darmstadt ziemlich großer Stein auf der Autobahnausfahrt. Mitten auf der Fahrbahn.

Davor, zwischendrin und auch heute mal wieder gleiche Stelle, Fahrzeug im Straßengraben. Meist ohne Personenschaden, aber zwecks Absicherung beim Herausholen des PKW`s, weil mitten in der Kurve, rufe ich doch die Polizei an, lasse mich schon direkt mit der Autobahnpolizei verbinden.

Die Kurve hat es wirklich in sich, alle erzählen sie, sie wären nicht schnell gefahren und alle landen nach mehr oder weniger Umdrehungen abseits der Straße. Kann ich rechtzeitig anhalten, ohne den Verkehr  oder mich zu gefährden spurte ich mit meiner Warnweste heraus, helfe beim Absichern, kläre Verletzungen ab, tröste , beruhige, setze den Noruf ab, fahre wieder weiter. Selten sind schon andere Helfer da.

Naja, werde  nun in Folge von meinen weiteren Anrufen berichten, ob es wenn interessiert, weiß ich nicht. Aber vielleicht brauch ich ja mal ne Dokumentation, wie oft in der ausfahrt schon was passiert ist. tztztztztzt

Somit wäre mein Blog neben der Rubrik "Oma" nun auch um "Polizeiruf" erweitert......

09.02.2006 um 07:59 Uhr

Frage aus dem Kängeruhtest 3 / 4 Klassen:

von: Ynnette

In der Buntstraße gibt es 5 Häuser von Nr. 1 – 5, alle in einer Reihe, aber jedes in einer anderen Farbe. Es gibt ein blaues, ein rotes, ein gelbes, ein hellbraunes und ein grünes Haus. Das rote Haus ist nur mit dem blauen benachbart. Das blaue Haus steht zwischen dem grünen und dem roten. Welche Farbe hat das Haus N. 3 ?

A) Blau,
B) rot,
C) gelb,
D) hellbraun,
E) grün


08.02.2006 um 19:22 Uhr

Oma

von: Ynnette   Kategorie: Oma

Von 0 auf 100 in Millisekunden. Gerade eben bin ich geplatzt. Eigentlich bin erst seit 5 Minuten in der Tür. (War heute den ersten Tag wieder arbeiten. )

Dachte mir schon gleich , wenn ich zuhause bin Oma anzurufen, da ich mich die letzten Tage nicht gemeldet hatte, da ews mir ja selbst nicht so prickelnd ging.

Zusatz: Mein Anrufbeantworter ist zur Zeit besprochen mit: „Hallo Hit Radio FFH! Ich bedanke mich ganz herzlich für die 10 Tausend Euro aber auch sonst freue mich über eine Nachricht.

Das rote Licht blinkte und ich drückte die Abspieltaste. Eine klägliche Stimme meiner Oma tönte: „Na dann bist du ja vielleicht auch froh, dass deine Oma morgen ins Krankenhaus kommt. „

Der Puls begann sofort zu rasen, ich war kurz vorm Platzen. Ich rief Oma an und blökte (allem Verständnis des Alters und aller Krankheiten zum Trotz) in den Hörer, was denn der Mist solle, dass ich froh wäre, wenn sie ins Krankenhaus solle.
„Naja du freust dich
 da ja auch über irgendwelche 10.000 Euro, was ja auch nicht stimmt.“
– Luft holen bis 3 zählen. „das ist eine Sendung im Radio und die machen ein Gewinnspiel, wo man Geld gewinnen kann.“
„Von so was habe ich ja noch nie gehört“ (Unterton: dann gibt es so was auch nicht)
Ich pampig zurück (hätte bis 10 zählen sollen): „Du hörst ja auch kein Radio. Aber mal abgesehen davon, möchte ich so einen Humbug nicht, dass du dann so einen Spruch ablässt, wie ich würde mich freuen, wenn du ins Krankenhaus kommst.“
Eingeschnappter Ton mit Handbewegung zum Auflegen: „Na, is gut Ynnette.“

Kurze Überlegung, ob ich auf das „klack“ in der Leitung warten soll, dann besinne ich mich eines besseren.
Ich ändere meinen Tonfall und frage nach, was denn los sein. Wieso sie denn ins KH muß. Sie erzählt den Grund und ein bisschen mehr, bis ich dann nach 2 Minuten in abgekühlter Atmosphäre mich verabschiede und ich verspreche mich wieder zu melden.
Damit Paps vorgewarnt ist, was seiner Tochter denn einfallen würde, so mit ihrer Oma zu sprechen, rufe ich ihn an und erzähle ich davon.

In allem Respekt und sämtliche Reaktionen einer alternden Frau, das ging zu weit!

06.02.2006 um 13:13 Uhr

Bloggst du oder könnten wir weggehen?

von: Ynnette

Was hab ich gelacht, was für eine klasse Provokation.
Und: Blogger würden meist rummaulen und pienzen.

(Schade er scheint nur sie Seite der Blogger zu kenne, die sich nicht lange halten und keine großen Besucherzahlen haben *fg)

Pienze ich? Derjenige der das sagte brachte mich damit zu lachen, da er mich foppen wollte. Aber wir kamen auch in eine interessante Unterhaltung.
Und meine seiten hier, will er sich auhc mal näher anschauen. Na dann herzlich Willkommen

04.02.2006 um 18:03 Uhr

"Silas"

von: Ynnette

Schwelge in Erinnerungen und schaue "pö a pö" "Silas" Kennt ihr die Serie noch ? Das war die damalige Weihnachtsserie mit Patrick Bach, der danach seinem Durchbruch hatte. Schon komisch, ich war gerade mal 4 Jahre alt, als das ausgestrahlt wurde und kann mich noch so gut an einzelne Szenen erinnern.
Die Jahre darauf folgten  "Jack Holborn", "Patrick Pakar", und "Anna". Leider wurden die Weihnachtsserien dann eingestellt.

04.02.2006 um 11:42 Uhr

Oma: Bröckeln der Fassade und Faszination

von: Ynnette   Kategorie: Oma

Oma wurde typisch preußisch erzogen, verlor früh ihren Vater und bekam einen Stiefvater. Ich tippe mal darauf , dass einer der beiden sie missbraucht hat. Wissen tue ich es nicht, ich ahne es. Die musste auf Grund von Berufswechseln des Stiefvaters 6 mal die Schule und Wohnorte wechseln, woran sie viel zu knabbern hatte. Da natürlich jedes Mal auch die Freunde weg waren.

Recht bildhaft kann sie mir vom Krieg erzählen und ich muß sagen - ich höre ihr gerne zu- Mein Opa durfte nie erzählen und ich glaube er hat schlimmes erlebt. Kaum war er Tod, kam sie dran und begann zu erzählen. Sehr bildhaft und nah.
Ihre Mutter lebte lange Jahre mit in der Familie, was meinen Opa wohl manchmal zu Verzweiflung gebracht hat. Sie wird eine ähnliche Glucke gewesen sein, wie meine Oma dann später. Nie Verantwortung abgeben können und den anderen Menschen, als erwachsenen Anerkennen und Akzeptieren. Noch heute erzählt sie mir, was ich zu tun habe und wie ich auf mich aufzupassen habe. Ich denke mir dann nur: "Mein Gott, wie bin ich überhaupt fähig dazu mit meinen Kollegen auf 42 Kinder aufzupassen und Verantwortung für sie zu tragen?"


Lange Zeit waren Oma und Opa für mich die Verkörperung des psychologisch-Freudschen "Über-Ichs". Sie schlugen alles und immer in dicken Büchern nach, schauten auf Karten wo Länder und Städte sind. Vermittelten mir eine Menge Grundwissen.
Mein Opa hatte wohl immer ein doofes Gefühl, dass er kein Abitur machen durfte und eine Ausbildung machen durfte. So war er sehr belesen, gab Führungen hier von Wiesbaden und hielt Vorträge. Leider war ich damals noch zu klein, um das zu verstehen und mitzumachen.

Ich glaube, bei meinem Opa steckte wirklich was dahinter.
Doch bei meiner Oma bröckelte diese Fassade in ein paar Situationen ganz heftig. Sie ist ja Ärztin, hatte nie eine eigene Praxis sondern arbeitete zur Vertretung bei Kollegen. Irgendwann war ich medizinisch so versiert, dass ich mit ihr Fachsimpeln wollte.
Ich hatte unter anderem eine Lehrgangseinführung in die Interpretation eines EKG`s gelernt. 8 Stunden intensive Einarbeitung in die Materie. Ich wollte mit ihr darüber reden. Doch es kam nichts von ihr. Ihr war das alles unbekannt.
Ich erschrak. Fragte sie, was sie denn machen würde, wenn jmd in der Praxis, wohl einen Herzinfarkt hätte. Sie meinte, "Na dann hole ich die Jungs vom DRK, oder ASB. Die haben doch dann immer so ein EKG dabei und wissen , was zu tun sei.


Sie war x-mal in Barcelona bei ihrem heiß geliebten Cousin. Ich fragte sie , ob sie dies und jenes Gebäude kennen würde. Nein, Mane hätte es ihr nicht gezeigt. Ich fragte Mane, wieso er Oma denn das alles vorenthalten würde. Er antwortete, Oma wolle das alles gar nicht sehen, sie interessiere sich nicht dafür. Mane hatte meinem damaligen Freund und mir die Stadt von einer Seite gezeigt die man in keinem Reiseführer findet. So interessant und liebevoll macht er das alles.
Eine soo schöne Stadt, zu allen Jahreszeiten bereist und sie kannte nur die Kathedrale, die Rambla, den Einkaufladen vor der Tür und den Hafen. Traurig, einfach traurig.
Und mir betete sie immer vor, ich solle reisen, das Bildet!

Diese Fassade bröckeln zu sehen tat mir weh, da ich sie immer für etwas anderes gehalten hatte. Auch beobachtete ich sie in Gesprächen mit anderen Leuten. Ging es um ein Thema das Wetter oder andere Oberflächigkeiten hinter sich lies, blieb sie oberflächig und vertrat keine eigenen Meinung.

Fasziniert hatte sie mich in der Türkei. Wir hatten Freunde besucht, die für sie, wie eine Familie geworden war. Wir wohnten 2 Wochen dort , ich hatte Heimweh ohne Ende , und das mit 15. Aber die Bilder und Eindrücke, die ich dort erlebte waren sehr eindrucksvoll. Wir waren keine Touris sondern lebten mitten unter den Menschen auf dem Dorf.

Irgendwann machten wir eine kleine Schiffstour. Es waren 2 oder 3 kleine Yachten, die zu den griechischen Inseln fuhren. Die Fahrt dauerte wohl den ganzen Tag und wir grillten an einer Insel frischen Fisch und konnten schnorcheln. Es war traumhaft.
Das Wasser war kristallklar, metertief konnte man schaue. Es war eiskalt , aber türkisblau wie im Urlaubskatalog.

Oma sprach von der Yacht in das Wasser. Ich schätze mal die Höhe auf 3 Meter. Sämtliche Passagiere klatschten und staunten über meine mutige Oma. Ich fand es toll! Die war Mitte oder Ende 60 , als sie das machte.
Auf dem Rückweg verkrümelte ich mich nach ganz unten in den Schiffsrumpf und lies meine Oma holen. Ich bin nicht bootstauglich, hatte Angst und war froh, als wir wieder an Land waren.
Aber der Sprung hatte mir imponiert. Jahre später fragte ich sie, ob sie das noch mal machen würde. Sie bejahte spontan, meinte aber, sie würde es nicht mehr tun, da sie wohl die Schiffleiter nicht mehr hochkommen würde.

Mir fallen viele Geschichten zu ihr ein, die sie mir so Bildhaft erzählt hat, das ich sie in meinem Kopf habe. Ich werde sie wohl nach und nach aufschreiben müssen, um sie niemals zu vergessen.

04.02.2006 um 07:35 Uhr

Krankenlagermeldung

von: Ynnette

Mit meiner HNO-Ärztin verhandelte ich, bis einschließlich Dienstag zuhause zu bleiben, sie wollte mich noch länger krankschreiben.
Ich lief dann aus der Stadt Nachause und war hinterher fix und foxi. Lag auf dem Sofa, las kurz, pennte dann aber schnell ein und wurde erst wieder durch den Anruf von Gringel geweckt.
O. stattete mir auch noch einen kurzen Besuch ab, indem wir weitere Schokokollektionen planten.

Dort spürte ich schon einen Druck auf dem Kopf, dem ich keine große Beachtung schenkte. Würde wohl von der Erkältung kommen. Doch abends liefen  die Kopfschmerzen zur Perfektion auf und arteten in Migräne aus. Vom gesamten Kopf wanderte der Schmerz zielgerecht zur Stirn, wo er sitzen blieb und sich ins Hirn brannte. Übel war mir und die Augen wollten kein Licht mehr wahrnehmen.

Mit Tabletten bewaffnet verkrümelte ich mich kleinlaut ins bett und schloß die Augen.

Dafür war ich dann heute Nacht um halb 3 schon wieder recht munter, genauso wie jetzt.

Nix da. Ich fütterte gerade die Katzen und lege mich nun mit einer Hörcd wieder in meine Kuschelwiese.

02.02.2006 um 10:34 Uhr

Schuldenfrei

von: Ynnette

Ein tolles Wort!
Fristgerecht habe ich nun alles zurückgezahlt.
Ich war ja schon dankbar, dass die Direct Line mir den Betrag vorgelegt hat. (Muß ja ein ganz bisserl Werbung machen)

Der Monat wird noch mal eng werden, da ja auch die Versicherung für den Roller gezahlt werden muß.
Aber dafür bin ich Schuldenfrei.

01.02.2006 um 15:56 Uhr

Zuhause

von: Ynnette

Die Nacht hatte ich mihc ziemlich mit dem Gedanken gequält, arbeiten zu gehen, oder zuhause zu gehen.
So fuhr ich zum Arbeitskreis hin und war heilfroh, als meine Kollgen schon den was-wäre-wen-Fall planten. So konnte ich um einiges beruhigter Heimfahren.
Die Kinder waren zwar ziemlcih verdutzt, dass ich wieder fuhr und wünschten mir gute Besserung.
Morgen kann ich mir erst die Krankschreibung abholen, da die Praxen Mittwoch-Nachmittag ja zuhaben.