ewige Baustelle im Kopf

08.02.2005 um 20:36 Uhr

Heute morgen verbrauchte der Straßenverkehr ....

von: Ynnette

 

..... meine sämtliche Konzentration, beim Heimfahren nach 10 Stunden Arbeit ohne Pause meine komplette Körperwärme. *brrrrrr *klapper


Der morgendliche Blick aus dem Fenster spaltete gegen 8 Uhr meine Wesensart. Das Kind in der Frau dachte „Cool, alles weiß!“, die fahrtüchtige Führerscheinbesitzende griff sich an die Stirn „Shit, wie soll ich auf 2 Rädern zur Arbeit kommen?!“

Mutig wie ich bin, packte ich mich in meinen Thermopulli und Thermooverall. (Superklasse, gpreiswerte Anschaffung der Marke POLO) Was mich komplett zu einem michelinmännchenaussehenden Wesen verpackt und stapfte Richtung Roller. „Oh, is das auch wirklich meiner?“ *Schneewegschaufel

Ich beschloß den Roller nicht in der vereisten Hofeinfahrt zu starten, sondern erst mal auf die Straße zu Rollen. Die Seitenstraße war aber ebenfalls so vereist, dass ich den Roller Richtung Hautpstraße schob - „I ám walking“ im Kopf pfeifend. Endlich dann auf dem Roller sitzend und fahrend und nicht mehr neben den Roller schiebend spürte ich unterwegs trotz viiiiel Salz auf der Straße lauter kleine vereiste Hubbel, die das Fahren nicht sonderlich erleichtern. Mit Mühe fuhr ich meine erlaubten 45 km/h.

So eine doofe Trulla meinte dann auch noch pedantisch ihre 50 km fahren zu müßen und mich zu überholen. Hab ich gar kein Problem mit. Kenne das Gefühl aus ihrer Position nur all zu gut. Nur das „WIE-Überholen“ war mein Problem. Sie fuhr taktisch so klug an mir vorbei, dass sie erfolgreich eine rieeeeesen Schlamm und Matschpfütze traf, die mich genau berechnend an der kompletten linken Seite inklusive Visier bespritzte. Volltreffer! Mit fast Nullsicht und bösen Worten im Hals zeigte ich der Dame nur einen Daumen, „das habe sie superspitze gemacht!“ Ein anderer Finger wäre mir lieber gewesen, könnte aber Geld kosten.


So machte ich einen kurzen erfolglosen Versuch mein Visier mit dem Handschuh zu säubern klappte dann aber auf Frischluftzzufuhr und klare Sicht ohne Visier um.

Das hatte zum Ziel, dass mein Gesicht herlich durch den Zugwind anschwoll.

Auf der Arbeit wurde ich erst besorgt, dann von Kollegen milde lächelnd angeschaut. „Na zu viel gefeiert?“ Mein Körpergefühl ins Gesicht richtend, spürte ich mein verquollenes Gesicht. Na super, was sollen denn nun die Kollegen von mir denken? Ja genau das, was manche ausprachen und manche eben nur dachten.

Zu meiner Rechtfertigung: „Nein, ich habe am Woe nicht gefeiert, ich fahre nur bei Minustemperaturen 25 Minuten nicht wie andere Menschen bei solchem Wetter mit 4 sondern mit 2 Rädern zur Arbeit!“


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