Mutmachen im Schwimmbad
Stimmung: Ynnette erzählt von der Arbeit
Ein Mädchen war mit dabei, davon möchte ich gerne erzählen. Sie ist in der 3 Klasse und mehr als Übergewichtig. Dass sie mit uns ins Schwimmbad kam, fand ich deshalb schon klasse von ihr. Mit Jungs hätte sie sich wohl nicht getraut mitzukommen. Sie erzählte mir schon vorher, dass sie noch nicht schwimmen kann, und ich meinte das wäre überhaupt kein Problem, sie würde trotzdem ihren Spaß haben.
Anfangs war sie wahnsinnig gehemmt und befangen, hatte Angst sich im taillenhohen Wasser zu bewegen. Lief steif und ängstlich durch Wasser. Ich ginb mit rein um ihr ein positives Vorbild zu sein. Sie schielte nach der „Babyrutsche“ , man sah ihr jedoch die Angst an. Ich bot ihr an ihr zu helfen und sie nahm vertrauensvoll an. Erst mit beiden Händen, die ich ihr von unten reichte, dann nur eine Hand, einen Finger, einen Notfallfinger, schließlich nur in meinem Beisein erkämpfte sie sich Stufenweise ihre Freiheit i Wasser. Später rutschte sie sogar ohne meine Näher voller Spaß ins Wasser.
Ich weiß nicht, ob sie das erste Mal im Schwimmbad war. Aber ich fand es auch traurig, das sie in ihren familiären Verhältnissen nicht die Möglchkeit haben wird, ins Wasser zu kommen.
Irgendwann meinte, sie „Ynnette, was kann ich noch machen?“ und ich fragte, sie , ob ich ihr ein bisschen schwimmen beibringen solle. Aus einem Strahlenden Gesicht kam ein promptes „JA!“. Es war schön zu erleben, wie sie sich alle Mühe gab meine Spielerischen Erklärungen umzusetzen. Sie gab mir ihr 100 % Vertrauen, legte sich mit ihrem Bauch auf meine Hand und versuchte das Gehörte umzusetzen. Sie wird es sich erkämpfen müssen, das weiß ich, aber sie hat die Motivation dazu und ich wünsche ihr , das sie es durchzieht.
Später tanzte sie so locker und unbefangen im brusttiefen Wasser herum, als hätte sie nie etwas anderes getan.

