ewige Baustelle im Kopf

17.03.2005 um 21:06 Uhr

Parkour

von: Ynnette

 Durch den Beitrag im TV über die lebendigen Spinnenmenschen wurde ich Aufmerksam auf die Seite www.parkour.at

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Nach dem Film „Spiderman“ wurde in dem Beitrag Menschen vorgestellt die durch hartes Training versuchen das athletische Können ohne Spinnenseile real werden zu lassen. Eben sah ich mir komplett alle Videos der Page an und musste erst mal meinen Kiefer hochklappen.

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Die Techniken sehen später in der Ausführung derart kraftstrotzend aber so tänzerisch aus, das es Lust macht ähnliches zu tun. Sieht man einige Szenen aus dem Training schlägt man sich den Gedanken direkt wieder aus dem Kopf. Wie in einer artistischen Zirkusnummer nimmt man den Kraftakt der Traceure (Läufer) als Zuschauer nicht war , so leicht und anmutig schaut das ganze aus.

pksessionkiel1007.jpgDirekt musste ich an die Kampfsportart „Capoeira“ denken, die mich ebenfalls sehr fasziniert. Dort gehört ebenfalls absolut hartes Training und Beherrschung seines Körpers dazu.

pksessionkiel1019.jpgDie ganz normale Straßenumgebung wird zur Trainingshalle genutzt. Treppengeländer, Gitter, Zäune, Mauer, Wände, Hausvorsprünge, Stufen, Laternen, Fassaden - nichts ist sicher und wird erklommen, hochgerannt oder über sich gelassen. In einem anderen Bericht wird es „Extremjogging“ genannt. Ein Extremsport ist es allemal. Und es versprüht soviel FREIHEIT.

pisteurs02.jpgauf www.parkour.de findet man mehr zu den Hintergründen, der Geschichte und Entstehung und Erklärungen zu den einzellnen Tricks - wirklich sehr beeindruckend und interessant!

Noch mehr gefunden auf http://www.exterminated.org/et_parkour/parkour.php :

Was ist Parkour?

Le Parkour ist die freie und lebendige Kunst der Fortbewegung. Die Traceurs bewegen sich mit größtmöglicher Effizienz, mit Flow und Eleganz durch die natürliche und urbane Umgebung. Auf ihrem Weg überwinden sie alle Arten von Hindernissen und betreten neue, nie gesehene Wege. Ihr Lauf ist kreativ und ganz individuell zeichnet jeder seine Bahn in die Umwelt. In diesem Sinne wird nicht nur der Bewegung am Hindernis sondern auch der Bewegung zwischen den Hindernissen Bedeutung beigemessen. Parkour ist ein Ganzkörpertraining und eine Reise für den Geist…

…aber auch eine ernsthafte Kunst.

Neueinsteiger und Außenstehende berichten oftmals über die ungewöhnlich positive Grundeinstellung der Traceurs. Die gute Gesinnung und der Respekt gegenüber Außenstehenden und natürlich auch unter den Aktiven waren schon immer auffällig. Es geht an dieser Stelle nicht um Wettkampf sondern um die gegenseitige Hilfe. Jeder entwickelt sich nach seinem eigenen Tempo. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft werden Interessierte sicherlich besser empfangen als Egozentrik und Selbstdarstellung.

Von Haus zu Haus zu springen ist kein essenzielles Element von Parkour. Spektakuläre Sprünge die von Distanz und Höhe geprägt sind, muten sich nur austrainierte, erfahrene Traceurs zu und machen nur einen kleinen Teil von Parkour aus. Das eindrucksvollste Element von Parkour ist der Fluss (Englisch: „flow") mit dem man Hindernisse bewältigt und Wege zurücklegt, noch vor Geschwindigkeit, Geräuschlosigkeit und Stil. Einen guten Traceurs zeichnet außerdem sein geschultes Auge aus. Er erkennt und vermeidet Gefahren und kann seine Fähigkeiten gut einschätzen. Parkour ist Kontrolle.

Ebenso wie Sprünge von Haus zu Haus zählen auch Saltos und andere akrobatische Elemente nicht grundsätzlich zu Parkour. Prinzipiell sollte nur dann eine derartige Bewegung genutzt werden, wenn sie so gut beherrscht wird, dass sie den Fluss nicht stört. Auch wenn eine andere, einfachere, Bewegung schneller und günstiger wäre, ist Akrobatik artfremd.

Weiterhin wird kein Traceur seine Umgebung, sein Arbeitsfeld, zerstören wollen. Er ist viel verbundener mit der Natur und den Bauten, die ihn umgeben, als manch anderer Mensch. Die Freiheit, den direkten Weg zu einem bestimmten Ziel nutzen zu können, auch wenn er dem Normalbürger unzugänglich ist, beflügelt den „Traceur".


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