ewige Baustelle im Kopf

06.03.2005 um 07:46 Uhr

Staubsaugen morgens um 7 Uhr

von: Ynnette

   Ich glaub ich bin wirklich krank. Wach war ich zumindestens und das Katzenklo schrie auch schon danach geduscht, sauber gemacht und erneuert zu werden.  Gestern abend hatte ich beim Einschlafen doch erhöhte Temperatur und irgendwie scheint es für meinen Körper ungewohnt zu sein, am Woe keinen Sport zu machen. Trotz ekelhaftem Muskelkater, den ich schon ewige Zeiten nicht mehr hatte, bin ich im Tatendrang und innerlich unruig.


Der Sandienst war gestern witzig und mal wieder lehrreich. Auch nach 11 Jahren Dienste machen lerne ich jedesmal noch was dazu. Ein Kämpfer wurde von einem anderen in einen Würgegriff gezwungen. Beim Judo schlägt man mit der Hand oder mit dem Fuß ab, damit der Kampf beendet wird. Doch das tat er nicht. Auch dürfen wir erst auf die Matte gehen, wenn der Schiedrichter uns ruft, sonst wird der Kampf für ungültig erklärt.

So schaute ich verwundert ins Gesicht und beobachtete die Zunge, da die eine merkwürdige Haltung eingenommen hatte. Und schwups war nur noch das Weiß der Augen zu sehen. Die Schieris reagierten, ein paar riefen „Beine hoch“ und „Sani“ und wir konnten auf die Matte. Als der Kämpfer anfing kurz zu zucken spulte sich in mir das komplette Programm des folgenden Ablaufs ab. Doch er kam zu sich und schaute total verwirrt in die Gesichter der übe rihn gebeugten.  Er wollte aufstehen und weiter kämpfen, doch wir rieten ihm noch kurze Zeit liegen zu bleiben. Seine Bewusstlosigkeit kommentierte er : „Ich war kurz weg, cooler Traum“ Stand auf und war wieder fit wie eh und je.

Diese schnelle Klarheit habe ich noch nie erleben können und ich glaube die hatte er wirklich seine Sportlichkeit und Fitness zu verdanken.

Ansonsten blieb der Dienst ruhig bis auf ein paar Kühlpacks und Pflaster kleben und so konnte ich gebannt die Kämpfe verfolgen.


Nach dem Dienst lief ich zu Gringel und TRH wo wir zu sechst bei selbstgemachten Pitas und Salat die WOK-WM verfolgten.   Gringel und TRH sind so zuvorkommende Gastgeber. Sie hatten echt ein leckeres Programm aufgefahren und auch an Getränken mangelte es nicht. Gringel machte mir sogar liebevoll ein Dinkelkissen warm und legte es mir auf meinen Muskelzerschundenen Rücken. (Am Montag werde ich meinen Spaß haben bei der Massage)

Gegen halb 12 Uhr baute ich aber dermaßen ab, das ich beschloss in mein Bett zu gehen. Und so lief ich Heim und plumpste in die Falle. Merlin und Finchen freuten sich über ihr Futter und belagerten mich zum Dank die Nacht auf der Bettdecke.


Um halb 10 Uhr holen mich mein Bruder, seine Freundin und Trapsel – der Hund – ab und dann fahren wir nach Kastel ins Brauhaus zum Brunchen. Das ist ein Fressgelage an diesem Wochenende.


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