Teil IV
„Wir müssen einfach hoffen, dass diese Reise bald vorbei ist und das Licht wieder angeht“ merkte Jimbo in einem leicht sarkastischen Ton an. Jedenfalls dauerte der Hyperraumsprung sicherlich seine 10 Stunden, was für uns 10 Stunden in absoluter Dunkelheit bedeutete. Und Dunkelheit kann einem im Weltall schon mal um den Verstand bringen, wir mussten uns also auch noch zusammenreißen, dass wir nicht durchdrehen würden. Doch zunächst wollte ich schlafen, da ich von einer bleiernen Müdigkeit erfasst hatte. „Bin ich blind, oder ist es immer noch dunkel?“ fragte ich als ich wieder aufwachte, und die ernüchternde Antwort kam auch recht schnell von Friedl. „Nein du bist nicht blind, es ist immer noch dunkel, wir fliegen schon seit 12 Stunden durch die Gegend, irgendwann muss das doch mal ein Ende haben, verdammt noch mal!“ „Du hast recht, es wird alles sein Ende haben, nur liegt das Ende noch weit entfernt, da ihr gerade erst am Anfang eurer Odyssee durch dieses Schwarze Loch seid.“ Der Sprecher hatte sich wieder eingeschaltet und mit seiner Stimme kam auch langsam das Licht zurück, vielleicht kam es auch schnell zurück, jedenfalls konnte ich wieder etwas sehen. „Ihr seid jetzt an der Stelle, wo alles beginnt. Seht ihr den Planeten dort vorne? Das ist Logare. Auf Logare müsst ihr nach XC-5 Suchen, sie wird euch helfen.“ Noch bevor Jimbo was sagen konnte, bremste das Schiff aus dem Hyperraum, so dass er seine Worte verschluckte und gebannt nach vorne schaute. „Was meint er wohl damit, dass jetzt erst alles beginnt, ich hoffe doch sehr wir kommen hier unbeschadet raus…“ murmelte Friedl in die Runde, während er zusammen mit mir das Schiff für die Landung vorbereitete. Jimbo kam nun auch nach vorne geschwebt und grinste vergnügt vor sich hin. „Was ist los Jimbo?“ wollte ich wissen. „Ach es ist nur, das Logare, wie ich aus unserem Archiv weiß, die größte Raumhandelsstation der bekannten Galaxie ist, und dass es unserem Freund Friedl sicher gut dort gefallen könnte.“ „Die größte Raumhandelsstation der Galaxie?? Das wäre unglaublich!“. Friedl versuchte sich zu fassen, doch seine Augen glänzten als würde er beim Drucken von Geld zusehen. Aber nichtsdestotrotz mussten wir erstmal landen, bevor Friedl uns wohl verlassen würde, da er schon seine Sachen packte. An seiner Stelle übernahm dann Jimbo das Schiff und wir landeten in der uns zugewiesenen Landearena. „So, meine lieben Freunde, es ist an der Zeit dass sich unsere Wege trennen, aber ihr werdet natürlich immer die besten Preise bekommen!“ sprach Friedl und sprang aus der Landeluke und rannte Richtung Innenstadt. Nun gut, da waren wir also nur noch zu zweit, aber wir waren ja nur gekommen um XC-5 zu finden. Als Jimbo und ich das Schiff verließen um auch in Richtung Innenstadt zu gehen, konnten wir uns schon ein Bild der einheimischen machen. Die meisten waren gut genährte ältere Personen, die sich Cocktailschlürfend unter irgendwelchen Palmen befanden, zum Teil lagen sie auch am Strand der Stadt herum und genossen ihr Leben. Da wir nicht wussten wo wir anfangen sollten XC-5 zu suchen, fragte Jimbo einen der Einheimischen auf gut Glück nach unserer Zielperson. „Entschuldigen sie mal bitte, aber kennen Sie XC-5?“, „Ob ich XC-5 kenne?? Soll das ein Witz sein, jeder auf Logare kennt XC-5!“ war die sehr erstaunte und gleichermaßen freundliche Antwort.
