Zettel An Meiner Wand

25.02.2008 um 10:59 Uhr

Morgensonne

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt   Stichwörter: Engel, Sonne

Stimmung: etwas müde

Eintrag wiederhergestellt am 27.09.2010

Danke für eure Antworten auf meinen ersten Eintrag.

Sternenschein, du meinst einen ganz bestimmten Zettel, auf den die Morgensonne fällt. Ein großes blaues Stück Pappe, mit Silberschrift.

Wer glaubt, Engel brauchen Flügel um fliegen zu können, ist eben kein Realist.

Das sah ich jeden Morgen beim Aufwachen gegenüber an der Wand, von der Sonne angestrahlt. In dieser Weisheit hält sich soviel versteckt, dass ich sehr oft morgens im Bett gelegen und gegrübelt habe.

Einerseits ist es dieses... Engel sind überall und treten in unterschiedlichen Gestalten auf. Doch diese Interpretation allein ist mir zu wenig. Und vielleicht auch etwas zu langweilig. Mich fasziniert dieser Gegensatz. Normalerweise verbindet man den Glauben an Engel und Übernatürliches nicht mit realistischem Denken.

Wer glaubt, Engel brauchen Flügel um fliegen zu können...

Das klingt wieder sehr nach einem schönen Poesiealbenspruch oder nach einer SMS, die man verschicken kann. Man denkt nicht mehr so an den Sinn, es klingt einfach nur gut. Man hat es wahrscheinlich schon zu oft gehört.

... ist eben kein Realist.

Das hebt dieses poesievolle auf. Es klingt nicht schön und es kommt unerwartet. Und gleichzeitig legt es den Augenmerk nicht auf die Frage nach der Existenz von Engeln, sondern auf die vorhandenen oder nicht vorhandenen Flügel und setzt damit schon voraus, dass es Engel geben muss. Das ist fast schon etwas frech, weil es alles auf den Kopf stellt. Ich liebe diesen Spruch einfach. ;)

Ich wünsche euch einen schönen Wochenanfang.

22.02.2008 um 12:19 Uhr

Nicht vergessen

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt   Stichwörter: Philosophie, Weisheiten, Zitate, Bettpfosten

Stimmung: gut

Eintrag wiederhergestellt am 27.09.2010 

Das Sterntalermädchen gibts immer noch. ;)

Nachdem ich eine lange Zeit nur gelesen und nicht selbst geschrieben habe, möchte ich damit wieder anfangen.

Als ich noch zu Hause gewohnt habe, habe ich jahrelang Zitate und Sprüche gesammelt. Ich habe sie aber nie in ein Buch geschrieben, sondern auf Zettel. Große, kleine, weiße, bunte, karierte oder bedruckte... ich wählte stets spontan die persönliche Farbe und Form des Papiers, den Stift und schließlich den Platz in meinem Zimmer für dieses bestimmte Zitat aus. Das hatte nach einer Zeit zur Folge, dass ich nach dem Aufwachen nur eine Runde durch mein Zimmer gehen musste und sofort sämtliche Lebensweisheiten aufgenommen hatte, die ich zu der Zeit für mich vorsah. Egal ob lustig, traurig, nachdenklich oder einfach nur schwachsinnig - zu jedem Thema gabs einen Zettel. Man muss ganz einfach nur umherschauen und schon hat man einige Anregungen zum philosophieren.

Bei meinem Umzug dann, gingen einige Zettel verloren, manche nahm ich mit. Sie liegen immer noch in einem Karton. Zusammen mit einigen anderen Sachen, die ich nicht zurücklassen wollte, für die es aber in dieser Wohnung hier keinen Platz gibt.

So langsam beginne ich meine Zitate zu vermissen, sie sind mir doch mehr ans Herz gewachsen als ich dachte. Wenn ich irgendwo eines lese, dann will ich es immer sofort aufschreiben und ihm einen Platz zuweisen. Das werde ich ab jetzt hier tun und würde mich freuen, wenn hier andere Blogigo-User auch ab und zu ihre Gedanken aufschreiben würden.

Ich fange heute mit einem an, das schon in meinem Zimmer hing.

Mit Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Treppen zum Himmel bauen.

Das stand auf einem kleinen roten Zettel unten an meinem Bettpfosten, von oben her kaum zu erkennen. Ich habe immer noch die Angewohnheit, wenn ich traurig, wütend oder verzweifelt bin, mich auf den Boden zu legen. Liegt wohl daran, dass ich sonst zu Wutausbrüchen neige, die mich Gegenstände herumwerfen lassen. ;) Wenn ich dann da auf dem Boden lag, den Kopf hochrot vor Wut, sprang mir immer diese Weisheit ins Auge und ich fühlte mich besser. Einerseits gab es mir wirklich wieder Hoffnung und Kraft, nicht aufzugeben. Andererseits musste ich ab und zu wirklich lachen, weil es mir immer wieder gelingt mich so selbst auszutricksen.