Zettel An Meiner Wand

24.04.2009 um 15:09 Uhr

Freundschaft

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Freundschaft - das ist eine Seele in zwei Körpern.

Aristoteles

23.04.2009 um 10:36 Uhr

Ganz selten...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Stimmung: verzweifelt

... geschieht es, dass ich ein Zitat zweimal hier schreibe. Da dieses aber zu dem Teil meines Blogs gehört, den ich damals gelöscht hatte, will ich es nochmal aufgreifen.

Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas. Wenn man einen Entschluß gefaßt hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riß, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen.

Paulo Coelho (in: Der Alchemist)

 

Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich eine wichtige Entscheidung treffen muss. Eigentlich hätte ich es schon lange tun müssen, aber ich schiebe so etwas gern vor mir her. Ein paar Beiträge weiter unten hatte ich geschrieben, dass man sich immer für die Liebe entscheiden soll. Nur wo ist die Liebe? Verwirrenderweise schrieb ich damals, dass ich mich gegen die Liebe entscheide, die ich jetzt gebe und für die Liebe, die ich vielleicht irgendwann einmal bekommen werde. Es war kein Fehler in dieser Aussage, ich meinte es genau so.

Denn jetzt lebe ich in einer Beziehung, die mich nicht glücklich macht. Noch mehr, die mich immer wieder verletzt und das seit 2 Jahren. Ich habe es so oft versucht, immer wieder verziehen, die Fehler bei mir gesucht und schließlich auch gefunden. Ob zu Recht, weiß ich gar nicht. Ich kann es überhaupt nicht mehr einschätzen. Es ist, als seien meine Gedanken vernebelt. Mal durch die rosarote Brille und mal durch Schmerz.

Ich fühle Liebe, ich fühle Sehnsucht und fange schon an, dies bei anderen zu suchen. Nur in Gedanken und auch nicht konkret. Ich fange an, mein Herz in zwei Hälften zu teilen. Die eine gehört immer noch ihm, die andere wartet auf jemanden, der mich hier rausholt. Ich habe letztens zu einem guten Freund gesagt: Ich würde mir fast wünschen, es käme ein Mann, in den ich mich unsterblich verliebe, so wie noch nie zuvor. Und der sich in mich verliebt und mir zeigt, was ich eigentlich alles haben könnte und was ich verdiene. Ich würde mit diesem Mann wohl keine Beziehung eingehen, denn davon hätte ich erstmal die Nase voll. Aber ich hätte endlich den Mut mich von dieser Beziehung jetzt zu lösen.

Ich kann so etwas nämlich nicht. Nicht weil ich Angst habe, sondern weil ich einfach zu schwach bin. Weil ich an einem Tag völlig entschlossen bin mich zu trennen und am nächsten Tag davon überzeugt bin, dass die Beziehung noch eine Chance hat. Das geht schon sehr sehr lange Zeit so. Sternenschein weiß es sicher noch.... sogar am Anfang der Beziehung war es genau so.

Ich will einerseits endlich meine Freiheit haben, endlich nicht mehr kontrolliert werden, endlich das tun wozu ich Lust habe, Spaß haben, nicht erwachsen sein müssen. Ich will endlich mal wieder richtig loslassen können, leben.

Andererseits bin ich auch ein Steinbockmädchen. ;) Ich brauche Sicherheit, ich brauche Vorhersehbarkeit, ich brauche einen Plan für mein Leben. Das kann ER mir bieten. Aber reicht mir das?

Seit Tagen denke ich darüber nach, einfach wegzugehen. Einfach alle Sachen hier lassen, nur einen Brief schreiben, meine Eltern informieren und dann weg. Einfach weg, egal wohin. Es ist ja schönes Wetter, ich hab ein Bahnticket. Nur ab und zu ne Postkarte schicken. Aber dazu bin ich nicht mutig genug. Ich fühle mich verantwortlich für ihn, für meine Familie und für meine Tiere. Ich will niemandem Kummer machen.

 

Isn't anybody tryin' to find me?

Won't somebody come take me home?

aus: I'm with you - Avril Lavigne

23.04.2009 um 08:51 Uhr

Mein Stöckchen

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Dann werde ich hier auch mal mein erstes Stöckchen posten. Das ist wirklich eine sehr schöne Idee. Hier nochmal die Anweisungen:

1. Greife das erste Buch das in der Nähe liegt.
2. Öffne Seite 123 und gehe fünf Sätze nach unten.
3. Schreibe den Text der drei folgenden Sätze in deinen Blog.
4. Nenne das Buch und den Autor.
5. Reiche es an drei Leute weiter.

"Im folgenden Beispiel benutzen wir einige dieser Gesetze, um zu zeigen, dass der erste Satz in der folgenden Abteilung logisch äquivalent zum letzten ist. Wir benutzen, wie auch sonst im Folgenden, A, B und C für beliebige atomare Sätze von PL1. Das Resultat ist also in Negations-Normalform."

 aus: "Sprache, Beweis und Logik" von Jon Barwise und John Etchemendy

Ich hatte noch versucht, mir einzureden, dass die Consolatio von Boethius näher liegt, denn da stehen wirklich schöne Sachen drin. Aber das wäre wirklich zu sehr geschummelt gewesen.

 

22.04.2009 um 17:19 Uhr

Der Löwenzahn

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Manchmal vermag uns ein durch den Asphalt brechender Löwenzahn die tägliche Frage nach dem Sinn des Lebens eindrücklicher und überzeugender zu beantworten, als eine ganze Bibliothek philosophischer Schriften.

unbekannter Autor

21.04.2009 um 08:53 Uhr

Sonnenschein!!!

Stimmung: sonnig

Hier passend zum Wetter und zur Kategorie ein Liedtext von den Wise Guys, die oft mit recht einfachen Worten genau das Richtige sagen.  

Du bist 'n Sonnenschein!
Wo immer du bist, scheint die Sonne rein
Du bist 'n Sonnenschein!
Von dir geliebt zu werden, muss 'ne Wonne sein
Du bist 'n Sonnenschein!
Da kloppt man alle Sorgen in die Tonne rein, denn
Du bist 'n Sonnenschein, 'n Sonnenschein...

Die alten Griechen würden sagen: Du bist ein Sonnenkind
Dem die Götter offenbar komplett verfallen sind
Und das wär dann auch der Grund für all die wundervollen Gaben
Mit denen sie dich im Übermaße ausgestattet haben
So wie es aussieht, bist du immer gut drauf
Man schaut dich an, und ganz im Ernst: die Sonne geht auf
Du bist eine von den wirklich richtig Guten
Kannst die Welt erobern in unter fünf Minuten

aus: "Sonnenschein" - Wise Guys

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Apropos alte Griechen.... ich kann nun verkünden, dass ich mein Graecum bestanden habe! :)

Wünsche euch allen einen sonnigen Tag!

 

 

 

18.04.2009 um 11:46 Uhr

Schubladendenken

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde.
Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde.
Otto von Leixner

Das passt sehr gut zu meinem vorletzten Eintrag. Wenn man einem Menschen begegnet, zählt ja oft der erst Eindruck. Sofort stellt sich ein Bild ein, das Gegenüber wird in eine Schublade gesteckt und da wieder rauszukommen, ist ganz schön schwer.

Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ohne paranoid zu wirken... ich merke es vor allem Männern manchmal an, wenn sie mich in die Schiene "übergewichtig, undiszipliniert, uninteressant, unwichtig" schieben. Früher hat mich das sehr verletzt, einfach weil sie sich nicht die Mühe machen, mich als Mensch kennenzulernen. Mittlerweile kann ich darüber nur den Kopf schütteln. Umso mehr freue ich mich allerdings über diejenigen, die nicht von Äußerlichkeiten auf den Menschen schließen.

Ich habe gemerkt, dass die innere Haltung bei sowas sehr wichtig ist. Wenn ich selbst denke "Oh nein, die gucken bestimmt nur wo ich zuviel auf den Rippen habe.", dann wirke ich auch so. Deshalb versuche ich positiv über mich zu denken. Wenn ich will, dass Menschen sich für das interessieren was ich wirklich bin, muss ich auch zeigen, was ich bin.

Andererseits muss ich zugeben, dass ich auch in Schubladen denke. Wer macht das denn nicht? Unbewusst ordnet man Leute nach kurzer Zeit ein. Das an sich finde ich nicht so schlimm, wenn man bereit ist, den Menschen näher kennenzulernen und ihn gegebenenfalls aus der Schublade wieder rauszuholen. Ein Mädel zum Beispiel habe ich lange einfach nur für sehr streberhaft und wirklich unangenehm klugscheißerhaft gehalten (gibts das Wort? ;) ). Jetzt nach einem Jahr bemerke ich, dass sie auch wirklich sehr hilfsbereit und witzig sein kann.

Gibt es so etwas auch bei euch? Vielleicht gelingt es euch, an einem Menschen, den ihr schon länger kennt, eine neue überraschende Eigenschaft zu entdecken?

16.04.2009 um 19:12 Uhr

Kleines Zitat zwischendurch

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Stimmung: nachdenklich

Ich bin im Moment sehr im Stress und wenig zu Hause. Aber ein Zitat begegnete mir und das muss ich festhalten.

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,

sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat,

egal wie es ausgeht.

Vaclav Havel

 

Ich wünsche allen eine schöne Restwoche und ein erholsames Wochenende!