Zettel An Meiner Wand

31.05.2009 um 18:35 Uhr

Leiden?

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Du hast deine Kindheit vergessen, aus den Tiefen deiner Seele wirbt sie um dich. Sie wird dich so lange leiden machen, bis du sie erhörst.

Hermann Hesse

30.05.2009 um 20:02 Uhr

Ich hab jetzt auch...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

.... endlich wieder eine Homepage über meine Tiere. Es fehlt noch der Feinschliff, aber es steht schon einiges drauf.

Also wer sich das mal ansehen möchte - bitte schön. :)

http://piggishstories.chapso.de

26.05.2009 um 22:08 Uhr

Sehnsucht

Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern, in alle Formen mich kleiden, in alle Sprachen des Lebens, um dir einmal wieder zu begegnen. Aber ich denke, was sich gleich ist, findet sich bald.

Friedrlch Hölderlin

 

Ich sage nur: Wow! Sowas habe ich noch nie zuvor gehört oder gelesen, noch nicht einmal gedacht. Gerade ist wieder einmal ein Moment, in dem ich mir wünsche, auch mal so etwas zu hören, wenn auch nur ansatzweise. Oft denke ich, dass es solche Männer wie im Film - ihr wisst schon romantische, einfühlsame und zugleich intelligente Männer - nur sehr selten in der wirklichen Welt gibt. Man darf nicht zu wählerisch sein, sonst steht man irgendwann allein da. Meine Omi sagt immer: "Ein Mann muss verlässlich sein, das ist das wichttigste!" Nun ja... falsch ist das sicherlich nicht. Aber es ist auch nicht das einzige, was zählt.

Sollte man nicht auch Spaß zusammen haben? Die Zeit miteinander genießen können? Gemeinsam lachen und weinen? Endlose Diskussionen führen? Mal etwas außergewöhnliches machen? Sich mal gehen lassen, ohne nachzudenken?

Und das alles, ohne sich vorwerfen zu müssen kindisch/albern/nervig/anstrengend/ zu sein?

Ich finde: Ja.

Aber muss man sich dafür gleich sein? Was soll das bedeuten, gleich Sein? Die gleichen Interessen haben, die gleichen Vorstellungen von der Zukunft? Ich habe mal so einen Menschen gehabt. Er entsprach all meinen Wünschen und Träumen, wir hatten soviel gemeinsam. Er fiel vom Himmel, als wäre er eigens für mich gemacht. Und was war? Nichts. Nach wenigen Monaten wurde mir bewusst, dass er zwar ein toller Mensch ist, aber nicht der Richtige für mich.

Also muss mehr dahinterstecken. Gleich und gleich gesellt sich gern? Gegensätze ziehen sich an? Ja was denn nun?!

Sternenschein schrieb einmal etwas, was ich wohl nie nie vergessen werde (ich kann es nicht mehr Wort für Wort wiedergeben, aber es war ungefähr so): Werden Raum und Zeit nicht bedeutungslos, wenn sich zwei Seelen begegnen?

Muss es nicht so etwas sein? Sollte es nicht so sein, dass sich zwei begegnen und entgegen aller Umstände zueinanderfinden? Wird dann nicht einfach alles andere bedeutungslos? Hätte ich das vor einiger Zeit gehört, hätte ich es für naiv gehalten. Das klingt alles sehr nach den Fantastereien einer Prinzessin, die vergeblich wartet gerettet zu werden. Wehe demjenigen, der glaub ich sei so. ;)

Egal ob es so etwas gibt oder nicht... ist nicht allein die Chance genug darauf zu warten? Nicht Warten im Sinne von sein Leben Vertrödeln. Sondern einfach warten im Herzen, für sich ganz allein einfach nicht die Hoffnung aufgeben, niemals?

23.05.2009 um 21:17 Uhr

Magie und Weisheit

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Gerade las ich in Sternenscheins Blog über Magie. Und mir fiel wie so oft eine Geschichte ein. Über Magie, über den Glauben an etwas.

Vielleicht ist die Kerze nicht erloschen, weil ich magische Kräfte habe. Aber keiner kann mir das Gegenteil beweisen und ich glaube auch jetzt noch daran, dass es Zauberei gibt. In uns, um uns. Und vor allem zwischen uns.

Dem möchte ich jetzt noch schnell ein Zitat von Blaise Pascal anfügen, der mehr und mehr zu meinem Lieblingsphilosophen wird. Und das nicht nur, weil er all seine Gedanken auf Papierzetteln verewigte und wild in seiner Wohnung verteilte. ;)

Die Weisheit führt uns zur Kindheit zurück....

Blaise Pascal

 

Ja, das ist schon alles. Kein Wort zuviel. Und es ist ja auch so. Kinder fragen unheimlich viel, wollen alles wissen, betrachten Vieles unvoreingenommen und bestaunen die einfachsten Dinge.

Na wenn das nicht Philosophieren ist, dann weiß ich auch nicht.

Habt ihr auch solche Erinnerungen an eure Kindheit? Ich habe sehr viele davon und hoffe einfach, sie nie nie wieder zu vergessen. Denn ich bin überzeugt, dass sie die schönsten sind.

Euch allen ein schönes Rest-Wochenende. :)

 

 

14.05.2009 um 13:25 Uhr

Heute...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

... ein bisschen Mut brauche ich. Um den Blick nicht wieder abzuwenden. Um ans Wesentliche zu denken. Ein bisschen Kraft um es zu ertragen. Mein Herz muss ich verschließen.

... ein bisschen Vertrauen brauche ich. Dass alles am Ende gut wird, dass meine Entscheidung richtig ist.

... ein bisschen Liebe brauche ich. Zu mir. Um es durchzuziehen.

Ich habe Angst, ich fühle mich schlecht. Mir ist schlecht. Ich muss an übergeordnete Ziele denken, an wichtigere Ziele.

Ich darf es nicht wieder vermasseln, ich muss es dieses Mal ernst meinen und es auch tun. Nicht wieder die rosarote Brille aufziehen.

Ich habe es einigen Menschen erzählt. Damit ich es auch wirklich tue. Heute. Nicht irgendwann.

Es ist wie ein Fallschirmsprung. Zuerst hat man unheimlich Angst, aber wenn man den ersten Schritt getan hat, ist man erleichtert.

Dann muss sich nur noch der sichere Fallschirm öffnen.

Verdammt, habe ich eigentlich einen Fallschirm?!

Edit: Ich habs wieder nicht geschafft....

12.05.2009 um 09:25 Uhr

Zitate

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Von der Mehrzahl der Werke bleiben nur die Zitate übrig. Ist es dann nicht besser, von Anfang an nur die Zitate aufzuschreiben?

Stanislaw Jerzy Lec


 Ich sage: Auf keinen Fall!!!!!! ;) 

11.05.2009 um 08:43 Uhr

Montag morgen...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Die Tugend eines Menschens sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinem alltäglichen Handeln...

Blaise Pascal

03.05.2009 um 19:13 Uhr

Das Stoppschild...

... konnte mich nun endlich nicht mehr aufhalten, dank eurer Hilfe. Vielen Dank nochmal an euch, ich wäre sonst wirklich verzweifelt. ;) Also dann mal los zum neuen Eintrag....

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Ich hasse diese öffentlichen Internetseiten auf denen Leute ihre eigenen Videos einstellen.

Sie tanzen, singen, machen irgendwelchen tollen Sport, sie sind einfach wunderbar. Ich sehe sie immer wieder, wenn ich mal wieder nach einem Originalvideo einer Band suche. Jedes Mal bleibe ich an ihnen hängen. Verschiedene Mädchen, 15 Jahre und älter. Sie können einfach alles. Eines tanzt so wunderschön Ballett, in ihrem nächsten Video singt sie gefühlvolle Balladen. Allesamt bekommen sie tolle Kommentare.

Besonders berührt hat mich ein anderes Video. Ein Mädel, sitzt nur da mit ihrer Gitarre, so natürlich mit ihren kurzen blonden Haaren, so normal sieht sie aus, auf der Straße würde man sie übersehen. Aber hier nicht, sie singt mehr oder weniger bekannte Lieder von Rockbands und sie singt sie so gut. So natürlich, also würde sie in ihrem Leben nichts anderes tun, mit weicher und eher leiser, aber doch außergewöhnlichen Stimme. Ich sehe es und es gefällt mir.

Doch dann spüre ich diesen Schmerz in mir, wie immer. Ich freue mich für sie, aber gleichzeitig wird mir wieder mein eigenes Versagen bewusst. Ich liebe Musik, ich bin auch musikalisch. Aber so etwas kann ich nicht. Ich bin einfach zu durchschnittlich in allem. Ich muss nirgendwo die Beste sein, den Anspruch habe ich nicht. Aber ich will endlich mal etwas haben, das ich in einem Freundebuch in die Zeile „Das kann ich besonders gut“ schreiben kann. Als Kind konnte ich das schon nicht. Ich saß mit meinem Stift sehr lange davor und habe überlegt. Ich weiß noch, ich habe sogar meine Mutter um Rat gefragt. Sie schlug mir einiges vor.

Singen? Mache ich gern, aber ist eher mittelmäßig.

Instrumente spielen? Joa eins, aber schon lange nicht mehr richtig.

Jonglieren? Geht über Grundkenntnisse nicht hinaus.

Schreiben? Nichts wirklich Brauchbares dabei.

Tanzen? Ich bin ein Trampeltier.

Anderer Sport? Soll ich jetzt lachen?!

So, der Stand zu heute hat sich kaum geändert. Es gibt zwar viele Sachen, in denen ich nicht schlecht bin, aber nichts, wirklich nichts, von dem vielleicht jemand sagen könnte: „Das Sterntalermädchen, das kann besonders gut….“

Das macht mich fertig. Egal wen ich in meiner Nähe ansehe… alle können irgendwas zumindest besser als mittelmäßig.

Ich weiß noch, vor einiger Zeit habe ich in einer Art Band bzw. Chor gesungen mit vielen anderen Jugendlichen zusammen. Ich habe auch Soli gesungen. Allerdings nicht gut, ich wurde teilweise sogar ausgelacht. Dann kamen zwei neue Mädchen hinzu, sie wurden von der Gruppe gut aufgenommen. Schon beim ersten Konzert sangen sie ein Duett, die eine spielte dazu Klavier, obwohl sie sich erst nicht trauten. Sie waren so gut, obwohl sie keine Erfahrung hatten. Sie stellten das da, was ich immer sein wollte: Unauffällige Mädchen mit Potenzial, das sich erst mit der Zeit entwickelt. Mit jedem Auftritt wurden die beiden schüchternen Mädels mutiger, sicherer und immer besser. Ich gönne ihnen das, klar. Darum geht es auch nicht. Ich beneide sie, aber ich denke nicht schlecht über sie. Sie können schließlich nichts für mein Unvermögen. Bei mir entwickelt sich nichts, außer der Erkenntnis, dass es bei mir hoffnungslos ist.

So geht es mir bei so vielen Dingen. Eben habe ich nach langer Zeit wieder mal jongliert, verlernt hatte ich nichts. Aber schon nach kurzer Zeit machte es mir keinen Spaß mehr, ich musste immer daran denken, dass ich eh nie so gut werden würde, dass es sich ein wenig aus der Masse abhebt.

Ich versage nicht in allen Dingen, nein, ich kann was.

Mittelmäßig singen, mittelmäßig tanzen, mittelmäßig aussehen.

Mittelmäßig, mittelmäßig, mittelmäßig.

Mittelmäßig.

Mittelmäßig schreiben ja auch, das erwähnte ich oben schon, aber das habt ihr sicherlich schon gemerkt.