Zettel An Meiner Wand

28.06.2009 um 22:37 Uhr

"Bis nächste Woche..."

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Aha! Wir haben eine Verabredung! ;)

Naja, nicht wirklich... aber er geht davon aus, dass wir uns kommende Woche wiedersehen, sonst hätte er das Freitag bestimmt nicht so gesagt. Und hat auch ganz genau gefragt, ob ich montags mit dem gleichen Zug fahre wie er. Das tue ich nicht, denn morgen gehe ich zu dem Vortrag von Richard David Precht, der Autor des Bestsellers "Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele?".

Er spricht morgen in meiner Uni ab 20 Uhr über Darwin und die Psychologie. Wird sicher ganz spannend. :)

Aber zurück zum Thema. ;) Da ich ja ein unheimlich ungeduldiger Mensch bin, hatte ich keine Lust auf "Bis nächste Woche..." und habe ihm einfach eine Nachricht geschickt und gefragt, ob wir uns Dienstag sehen. Dienstag - unser Tag sozusagen. Am ersten Dienstag haben wir uns zufällig kennengelernt, aber zweiten uns nicht ganz so zufällig wiedergetroffen... da ist es doch jetzt am dritten Dienstag mal Zeit für was festes, oder?

Und das führt uns zum vierten Dienstag... und damit zu meinem Plan... hihihi. Ich MUSS es jetzt einfach verraten!

An dem Dienstag findet auf der Domplatte in Köln DAS Ereignis statt: Eine Wasserschlacht! Allein 6000 Studenten haben sich schon dafür angemeldet und auch wenn gerade mal ein Viertel kommt, wirds eng auf der Domplatte. Dazu muss man noch die ganzen anderen Menschen zählen, die da freiwillig oder unfreiwillig mitmachen werden. Jeder bringt Wasserbomben, Wasserpistolen oder ähnliches mit und bis 16 Uhr wird alles noch versteckt. Punkt 16 Uhr ist der Startschuss und es geht los!

Mal davon abgesehen, dass ich sowas irre komisch finde und da einfach gern mitmachen will, fänd ichs natürlich optimal für "unser" erstes gemeinsames Erlebnis. So völlig nass in der Menschenmenge kommt man sich ja vielleicht etwas näher. Ja, ich will ihn aus der Reserve locken. Will sehen, ob man mit ihm Spaß haben kann.

Vorbereitet habe ich das schon letzten Dienstag. Habe ihm davon erzählt und wie toll es doch werden wird. Er zeigte sich auch sehr interessiert, fragte sogar ob man sich dafür anmelden müsste. Am Freitag habe ich das nochmal aufgefrischt ("Hoffentlich ist bei der Wasserschlacht auch so schönes Wetter wie jetzt...") und wenn wir uns übermorgen sehen, werde ich ihn offiziell fragen, ob er denn gern mitgehen möchte. Steinbockmädchen planen voraus, so ist das. Hoffen wir mal, dass er mitgeht. Wenn nicht, werde ich aber trotzdem Spaß haben. *g*

Ich wünsche allen einen schönen Wochenanfang! :)

28.06.2009 um 17:25 Uhr

Kritik an Tofu

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Gestern wurde bei der „Taz“ ein Artikel veröffentlicht, der gegen den Konsum von Tofu als Fleischersatz argumentiert.

Auf teilweise fast unverschämte Weise versucht der Autor dort den Vegetarismus als eine „Ernährungsform voller Widersprüche“ bloßzustellen. Die Argumente sind leider sehr schwammig, sprechen sie doch so gar nicht das an, was Vegetarismus ausmacht. Einerseits hangelt er sich mit seinen Thesen am Thema Geschmack entlang und vertritt die Ansicht, Vegetarier würden aus sozialen Aspekten und weil ihnen der Verzicht in Wirklichkeit doch schwer fällt, Tofu-Würstchen etc. essen: „Hier zeigt sich, dass der Drang wohl stärker ist als der Wille zum Verzicht (…)“

Andererseits weist er daraufhin, dass der Soja-Anbau in Südamerika die Armut negativ beeinflusst. Das alles jedoch wirklich sehr einseitig und ohne ehrliche Begründung oder Tiefgang – was auch bisher die knapp 200 Leserkommentare zeigen.

 

Hier könnt ihr euch selbst eine Meinung bilden:

http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/essen-ohne-schuld/

  Ich muss dazu sagen, ich esse weder Fleisch NOCH Tofu. Beides unter anderem auch aus geschmacklichen Gründen. Diese Möglichkeit wurde in dem Artikel sowieso außer Acht gelassen.

26.06.2009 um 21:33 Uhr

"Danke, bin....

... gut angekommen. (...) Haste auch gehört, der Michael Jackson ist tot."

Deine erste Nachricht an mich. Hihi, wenn das nicht mal romantisch ist. ;)  Ja, ich denke du bist ein wenig schüchtern. Aber dann fragst du mich auch so Dinge.... z.B. wann ich immer nach Hause fahre.

Vielleicht erscheinen meine letzten Einträge über dich im Vergleich zu den ersten sehr sachlich. Nunja, in meine erste Euphorie mischt sich nun etwas Angst, dass ich etwas überinterpretiere. Aber mach dir keine Sorgen - ich finde dein Lächeln noch immer himmlisch.

Wir schweigen soviel. Du bist vielleicht genauso schüchtern wie ich. Gestern sind wir gemeinsam Zug gefahren. Wir haben wenig gesprochen, mir fiel einfach nichts Sinnvolles ein. Und in manchen Momenten, in denen du dachtest ich sähe es nicht, lächeltest du leise und schüchtern vor dich hin, schautest dann wieder ernst. Ganz genauso, als würdest du überlegen was du sagen könntest, nur um es dann wieder zu verwerfen.

Was mir auch auffällt... manche Dinge, z.B. über gemeinsame Bekannte, vergisst du oder merkst es dir falsch. Aber du weißt ganz genau was ich dir über mich sage. Du weißt wann ich am Bahnhof bin, weißt welche Verantsaltungen ich besuche und weißt sogar, dass ich Sonntag auf einem Geburtstag eingeladen bin, obwohl ich das nur ganz kurz erwähnt habe.

Du bist geheimnisvoll, trotz deiner Offenheit. Ich weiß immer noch nicht was für ein Mensch du bist, was für Wünsche und Sehnsüchte du hast, was dich ärgert oder was du gern hast. Aber wie finde ich so etwas auch heraus? Ich kann ja nicht einfach sagen: "Hey, also wo wir hier gerade so Zug fahren.... erzähl mir doch mal was über deine geheimen Sehnsüchte!" ;)

Du verrätst nichts von dir, das verunsichert mich. Wahrscheinlich komme ich dir genauso vor.

Hoppla, da ist doch direkt die nächste Nachricht von dir!!! :)

Dann muss ich mich hier verabschieden für heute.... Fortsetzung folgt ganz sicher!

25.06.2009 um 09:19 Uhr

Wo willst du hin?

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Es geht heute um ein anderes "Du" - nur damit keine Missverständnisse aufkommen. ;) Aber ich kann Vieles einfach so besser schreiben, wenn ich die Person anspreche. Dann finden sich die Worte besser.

Du.

Wir kennen uns jetzt seit über einem Jahr und in der Zeit bist du meine beste Freundin geworden. Wir haben auch immer viel zusammen gelernt, vor allem Griechisch. Du warst immer die strebsamere von uns beiden, warst immer vorbereitet, warst so fleißig. Und ich.... ich habe erst ab einem bestimmten Zeitpunkt angefangen wirklich zu für das Graecum zu arbeiten. Ich weiß nicht, ob ich es ohne dich geschafft hätte, aber ich bin mir sicher, es wäre mir zumindest viel schwerer gefallen. Wir konnten gut zusammen arbeiten, wir ergänzen uns einfach super. Wir haben beide große Fortschritte gemacht und waren eigentlich im Endeffekt beide genau gleich vorbereitet.

Ich muss es nun einfach mal so schreiben, wie es ist. Ich schrieb die schriftliche Prüfung mit einer 1, du mit einer 5. Das wussten wir nur noch nicht und unsere Vorbereitung auf die mündliche Prüfung war wieder gemeinsam und genau gleich. Ja, ich erzählte dir viel zu antiker Philosophie und du konntest mir alle geschichtlichen Ereignisse erklären. Auch die anderen Themengebiete konnten wir. Verdammt, wir haben wirklich viel gelernt.

In der mündlichen Prüfung bestand ich mit einer 2 minus. Ich hatte Glück, mein Thema war ein philosophisches. Du schafftest wieder nichts besseres als eine 5 und deshalb hast du das Graecum nicht bestanden.

Ich habe mich schon da sehr schlecht gefühlt. Vor allem aber konnte ich es nicht verstehen. Du leidest nicht unter Prüfungsangst, du hast einfach die falschen Antworten gegeben. Wie konnte das passieren?

Du hast jetzt noch eine Chance diese Prüfung zu bestehen und ich war mir sicher, dass du das schaffen würdest. Ich habe dir gesagt, wenn ich dir helfen soll, dann sollst du es sagen. Aber wie hilft man jemandem, der es eigentlich besser kann als man selbst?

Schon seit 2 Wochen zweifelst du, ob dies der richtige Weg für dich ist. Du vergleichst dich immer mit mir. Du meinst, du hättest nicht das Sprachgefühl wie ich. Deine einzige Erklärung für dein "Versagen" ist, dass dieser Studiengang nicht für dich bestimmt ist. An eine Verkettung von unglücklichen Zufällen glaubst du nicht.

Und jetzt gehst du. Hast mir eben eine SMS geschrieben. Willst kurzfristig eine Ausbildung in einer Buchhandlung anfangen. Willst drei Semester wegwerfen. Ich finde eine Ausbildung ja auch nicht schlecht, aber nur eineinhalb Wochen sind einfach viel zu kurz um so eine Entscheidung zu treffen.

Vielleicht versuchst du die Prüfung vielleicht erst nochmal? Vielleicht wechselst du aber auch eines deiner Fächer, denn das andere gefällt dir sehr gut. Vielleicht versuchst du es ersteinmal ein halbes Jahr weiterzumachen, nimmst alles mit was du kriegen kannst und suchst parallel nach Ausbildungen? Deine Entscheidung ist eine Flucht, weil du dich überfordert fühlst. Hals über Kopf wirfst du etwas weg, von dem ich genau weiß, wieviel es dir eigentlich bedeutet. Du wolltest schon immer Lehrerin werden und willst es jetzt auch noch. Aber du meinst, du würdest sowieso scheitern.

Letzten Samstag warst du hier, wir haben uns einen schönen Abend gemacht. Wir haben darüber geredet und ich war mir sicher, dass du diese Entscheidung nicht überstürzt triffst. Aber nun hast du es doch getan.

Nostra nocens anima est. (Ovid)

Und meine Seele ist Schuld daran.

Hätte ich dir mehr helfen sollen vor der Prüfung? Hätte ich mehr tun können, damit du es auch schaffst? Ich habe nie damit gerechnet, dass du es nicht schaffst. Wir haben immer gesagt: Entweder schaffen wir beide es - oder gar keiner von uns.

Ich bin die erste, der du gesagt hast, dass du gehen wirst. Ich soll den anderen heute nichts sagen. Das wird mir schwer fallen, aber ich respektiere, dass du es ihnen selbst sagen willst.

Ich wünschte nur, es wäre anders gekommen. Du bist doch eigentlich eine Kämpferin. Warum gibst du jetzt auf? Wir anderen glauben doch alle an dich. :(

23.06.2009 um 22:05 Uhr

Die Fortsetzung

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Ich habe es gehofft, doch nicht geglaubt. Aber kaum war ich im Gebäude, sah ich dich auch schon. Aber du gingst nicht in meine Richtung, sahst mich nicht. Ich habe mich nicht getraut zu rufen.

Aber ich bin dir hinterhergegangen zum Computerraum und habe mich davor hingesetzt und "gelesen". ;) Und als du dann rauskamst...

"Hallo.... ich habe gerade deine Nachricht gelesen."

Wieder dieses Lächeln und dann...

"Ich setz mich dann einfach mal dazu..."

Wir haben beide beschlossen, nicht mehr zu lernen und sind dann bald rausgegangen in die Sonne. Wir haben über viele verschiedene Dinge geredet, über das Studium, Urlaub und so weiter. Eineinhalb Stunden später mussten wir beide in unsere Veranstaltungen.

Kurz bevor wir uns trennten, habe ich dir von meinem Bruder erzählt und du bist sehr darauf eingegangen, warst sehr verständnisvoll.

Ich habe mich endlich getraut, dich zu fragen, ob wir gemeinsam mit dem Zug fahren und dir gesagt wo ich warten würde.

"Ja gerne, aber ich weiß nicht genau wann ich da bin... manchmal verpasse ich den Zug auch leider."

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"Hey.... du bist schon da?"

"Ja, ich habe mich beeilt..."

Zur Erklärung: Für den Weg braucht man mindestens 10 Minuten, wenn man schnell ist. Er war 5 Minuten nach Ende seiner Veranstaltung da.

Ich merke gerade, dass sich mein Blogeintrag liest als wäre ich 12 Jahre alt und hätte einen Schwarm in meiner Schulklassen. Ohje.... :(

Im Zug dann...

"Sollen wir uns hierhin setzen?"

Dieses Mal waren da keine Sitze zwischen uns. Dein Arm an meinem und ich hatte das Gefühl, dass es Absicht gewesen sein könnte. Ich spürte durch den Stoff deinen Atem, wie sich dein ganzer Körper hebt und senkt bei jedem Atemzug. Eine Kurve... danach sofort wieder Kontakt. Wir haben nicht soviel gesprochen wie sonst. Aber es war ein sehr angenehmes Schweigen. Man muss miteinander reden können, aber mindestens genauso wichtig ist es, miteinander schweigen zu können.

Ich konnte mich kaum konzentrieren, konnte nur noch an deinen Arm denken. Ganz leicht spiegelten wir uns in der Scheibe gegenüber und ich ertappte mich bei dem Gedanken, ob wir wohl gut zusammen aussähen. Und wie sich wohl deine Hand in meiner fühlen könnte.

"Bis dann.... du kannst mir ja gern nochmal schreiben."

Dieses Mal halte ich deinem Blick stand, gehe das Risiko ein, dass du zuviel in meinem erkennst.

Und trotzdem, die ganze Zeit hatte ich Angst, du könntest mir eine Frage stellen, von der ich nicht weiß, wie ich sie beantworten sollte. Lügen kommt nicht in Frage, aber die Wahrheit könnte das kaputtmachen, was sich ganz ganz zart zwischen und bemerkbar macht. Das will ich nicht verlieren. Du darfst nicht erfahren, dass ich vergeben bin, bevor ich einiges für mich geklärt habe. Bevor ich nicht weiß wie ich zu dir stehen soll. Bevor ich nicht weiß, ob ich eigentlich überhaupt noch eine wirkliche Beziehung habe.

Es ist schwierig. Es verwirrt mich alles.

"Ich habe dich gefunden.... " zum falschen Zeitpunkt.

Oder vielleicht doch genau richtig?

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Ich wünsche allen noch eine schöne Woche und hoffe, dass ich bald wieder etwas zu berichten habe. Danke an alle, die sich für eine Fortsetzung interessieren;)

20.06.2009 um 10:12 Uhr

Passend zum Tag

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Verewigt

Musik: Crazy little thing called love

Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt...

Blaise Pascal

19.06.2009 um 22:01 Uhr

Gedanken über Schönheit

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Du und ich, wir haben uns über ein Thema unterhalten, was mich seitdem beschäftigt. Wir kamen darauf, dass ich dir sagte, unser Bekannter habe ein Mädchen abgeholt, das von allen umschwärmt wird. Berechtigterweise muss ich sagen. Klein, zierlich, Engelsgesicht. Sie hat auch ein ganz liebes Wesen, zumindest kann ich das von dem sagen, was ich mitbekommen habe.

Du hast sie auch gesehen. Bei unserem Gespräch hast du mich gefragt, ob sie echt von allen umschwärmt sei. Und dann... "Also ich muss sagen, ich finde sie gar nicht so hübsch."

Wie bitte?! Na wenn das mal kein Zeichen ist, dass du sowas zu mir sagst. ;)

Dann redeten wir weiter über Schönheit und ich stellte klar, dass ich keinen Menschen wirklich hässlich finde. Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht wählerisch bin, wie du meintest. Ich habe wieder nur rumgestottert. Dabei hätte ich sagen wollen, dass doch jeder Mensch etwas Schönes an sich hat und dass ich sehr wohl wählerisch bin was Männer angeht. Nur gibt es für mich wichtigere Dinge als das Aussehen. Ich hätte sagen wollen, dass mich kaum ein Mann wirklich von der ersten Sekunde an angesprochen hat - außer dir.

Auf einem Foto fände ich dich einfach "nur" gutaussehend, wie ich viele andere Männer auch gutaussehend finde. Aber in meinem Kopf habe ich ein bewegtes Bild von dir. Wie du lächelst, dich bewegst, mit mir redest.

Es ist deine Ausstrahlung. Ich kann es nicht richtig beschreiben... es ist einfach so. Gestern noch habe ich gedacht, ich hätte es mir eingebildet (ja, ich kann sowas recht gut). Aber heute habe ich wieder gemerkt - es ist wirklich da. Und nicht nur bei mir, das spüre ich.

Aber wie tief es bei dir geht, kann ich nicht einschätzen. Das weiß ich ja nichteinmal bei mir selbst. ;)

19.06.2009 um 17:37 Uhr

"So schnell...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Musik: The Corrs - What can I do

... kann es gehen." Das sagte ich zu dir, als du mich sahst und zu mir herüber kamst - allein.

Dein Lächeln war hinreißend, ich hab es jetzt noch vor Augen. Wir stiegen zusammen in den Zug ein und sprachen über einen gemeinsamen Bekannten und über andere Dinge. Das Thema war dabei nicht so wichtig. Deine Blicke waren alles was zählte. Du hast so einen durchdringenden und ehrlichen Blick, ich schaffe es nie dir sehr lange in die Augen zu sehen. Denn dabei passiert etwas zwischen uns, von dem ich nicht weiß ob ich es zulassen will.

Bei der Verabschiedung war es wieder so wie beim ersten Mal. Am liebsten hätte ich dich gefragt, wann und wo ich dich wieder "zufällig" treffen kann, aber ich tat es nicht.

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Heute bin ich einmal durch das Gebäude gelaufen, in der Hoffnung dich zu treffen. Wärst du schon in deinem Seminarraum gewesen, hätte ich dich nicht gesehen. Aber du standest davor, hast dich unterhalten. Vielleicht war es etwas blöd dich zu unterbrechen, aber schließlich waren wir allein. Wir sprachen über unwichtige Dinge, unter anderem auch über unseren gemeinsamen Bekannten. Es stellte sich raus dass wir ihn beide nicht oft sehen. Du fragtest plötzlich "Aber du würdest ihn gern öfter sehen, oder?"

Ich war ersteinmal überrascht. Du denkst doch nicht wirklich, dass ich an ihm interessiert bin? Weißt du denn nicht, dass er die einzige Verbindung zu DIR ist? Ich hoffe, ich habe dir glaubhaft versichert, dass er zwar nett ist, aber nicht mehr.

"Es war auf jeden Fall schön, dich noch einmal zu sehen", sagtest du und es folgte wieder dein Lächeln und ein Blick, dem ich wieder ausweichen musste. Meine Augen hätten zuviel verraten. Ich sagte dir, dass ich nächsten Dienstag wieder am Bahnhof sein werde und wir uns da vielleicht sehen. Ich weiß nicht - du hast nicht konkret zugesagt, dass du auch da sein würdest.

Später, nach den Veranstaltungen, positionierte ich mich geschickt so, dass du an mir vorbeimusstest. Du hast dich von mir verabschiedet, bliebst nicht stehen, vielleicht auch, weil ich nicht allein war.

Tja und gerade eben habe ich dir im Internet eine Nachricht geschickt. "Hey... ich hab dich gefunden."

Nicht sehr geistreich, aber es reicht ersteinmal. Ich will wissen wie du reagierst.

Jetzt heißt es warten.... das kann ich doch so schlecht. :(

Es gibt zwei Möglichkeiten... entweder du magst mich wirklich und dann wirst du auch antworten. Oder du warst nur nett zu mir bzw. bist zu allen Frauen so und ich bilde mir da was ein.

Das zweite ist wahrscheinlicher, weil ich nicht verstehen könnte, wenn du dich in mich verlieben würdest. Wie ein Freund von mir sagen würde... "Er spielt einfach in einer anderen Liga..."

Bisher habe ich sowas für Schwachsinn gehalten. Was interessiert mich das? Aber bisher wollte ich auch immer nur die Männer, die ich haben konnte. Jetzt das ist etwas ganz anderes.

DU bist anders.

Wenn es eine Fortsetzung gibt, wird sie hier erscheinen. ;)

18.06.2009 um 23:11 Uhr

"Du bist doch...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

... total in ihn verknallt!"

"Bin ich? Neeeeiiiin......"

Vielleicht doch?!

Es ist seltsam... vorgestern noch, ja da war ich es. Aber ich kenne mich selbst gut genug um zu wissen wie wenig das bedeutet. Erst wenn es länger anhält, wird es bedeutsam.

Aber will ich denn, dass es bedeutsam wird? Ich könnte ihm aus dem Weg gehen, kein Problem. Es wäre noch nichteinmal "aus dem Weg gehen", weil sich unsere Wege ja so gut wie nie kreuzen. Vorgestern war das erste Mal und dann sogar doppelt. Zufälle gibts...

Eigentlich begann es ganz unauffällig. Ich hab mich mit an seinen Tisch gesetzt. Warum? Tja... gute Frage. Er hat sich eben nicht sehr breit gemacht da. ;)  Und weil ich halt ein Klugscheißer bin, hab ich ihn auf seine Griechischunterlagen angesprochen. Ok, vorher haben wir ein paar Blicke gewechselt, aber das war alles harmlos.

Plötzlich finde ich mich in einem Gespräch über Gott wieder. Wie kamen wir darauf? Keine Ahnung. Über unsere Fächer, das liegt nahe. Und schon sprechen wir über etwas sehr intimes - über unseren Glauben. Es war nicht wie bei anderen, ich rede oft zuviel. ;) Er hat mich alles mögliche gefragt und ich ihn natürlich auch. Es schien, als wollte er das Gespräch nicht abreißen lassen. Ok, ich könnte mir auch was besseres vorstellen als Griechisch zu übersetzen - keine Frage. Und mit meinem Latein war ich buchstäblich am Ende.

Eine Stunde später hatten wir noch unsere Seminare. Ein gutes Stück bin ich mit in deine Richtung gegangen, du danach noch einen kleinen Umweg in meine Richtung. Wir haben uns verabschiedet. Mehr als ein "Bis dann, wir sehen uns sicher mal wieder" war nicht drin. Aber wir haben beide gezögert.

Später am Bahnhof, da gingst du an mir vorbei, sahst mich nicht. Ich habe mich nicht getraut, du warst nicht allein.

.... Fortsetzung folgt. ;)

16.06.2009 um 22:06 Uhr

Begegnung

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Quoque magis tegitur, tectus magis aestuat ignis.

Je mehr jenes verdeckt wird, desto mehr lodert das verdeckte Feuer.

Ovid - Metamorphosen

 

Das erlebe ich selbst nun. Man kann nicht auf ewig seine Gefühle und seine Bedürfnisse verstecken und so tun als gäbe es sie nicht.

Durch die Verkettung seltsamer Umstände kommen sie explosionsartig zum Vorschein.

"Was sich gleich ist, findet sich bald."

War es das, was heute passiert ist? Sofort zweimal? Ich dachte ich wäre davor sicher. Ich dachte, ich hätte mein Gefühlschaos unter Kontrolle, wär eigentlich ganz glücklich so.

Und dann kamst du. Zuerst war es belanglos, aber dann wurde es mehr - zumindest für mich. Vieles war so selbstverständlich, schon nach der ersten Begegnung. Und bei der zweiten... ich habe deine Nähe so genossen. Dabei waren wir uns gar nicht nah, zumindest nicht körperlich.

Du hast so ein ehrliches Gesicht, deine Augen folgen aufmerksam meinen Lippen wenn ich auf deine Fragen antworte. Du schaust mich schüchtern an, aber sehr offen. Alles was du sagst, überlegst du vorher gut. Deine Lippen umspielt manchmal ein Lächeln. Aber nicht auf arrogante Weise. Du scheinst eher nicht zu wissen wie schön du bist. Warum sprichst du ausgerechnet mit mir?

Ich will mehr über dich erfahren, mehr kennenlernen von dir. Kenne gerade einmal deinen Namen.

 

Was sich gleich ist, findet sich bald. Ich warte darauf.