Zettel An Meiner Wand

26.09.2014 um 15:18 Uhr

Ach Sternenschein...

von: Sterntalermaedchen   Kategorie: Persönliches

Ein ehrlicher Brief an dich.
Ich denke dieser Tage wieder so viel an dich. Über ein Jahr bist du nun fort, aber du bist immer noch bei mir.

Jetzt fängt der Herbst an, meine Lieblingsjahreszeit.

Ich liebe den Wind, den Sturm, die klare Luft, ich liebe das Vergehen und neu Entstehen und jetzt denke ich, vielleicht bist auch du ein Teil davon. Vielleicht entstehst du neu, vielleicht bist du es schon längst. Du hast daran geglaubt, dass wir uns wiedersehen. Vielleicht lerne ich dich noch einmal kennen und dieses Mal bist du der Jungspunt. *g* Das würde dir gefallen, nehme ich an. Ich würde dir sagen: Was bedeutet die Zeit, wenn zwei Seelen sich gefunden haben? Und du würdest lachen, hättest vielleicht ein Deja-vu. Vielleicht könnte ich dir einen Liebesrat geben, wie du ihn mir und anderen so oft gegeben hast. Ich könnte dir sagen: Sei nicht traurig, hab keine Angst, du wirst dich wieder neu verlieben, denn du trägst die Liebe in dir.

Ich wünschte, ich hätte jedes Wort aufgehoben, tausendmal gesichert, das du mir in den ganzen 9 Jahren jemals geschrieben hast. Leider wurden unsere frühen Briefe alle gelöscht, aber mir bleiben immerhin die, die du hier auf blogigo geschrieben hast und auch dein Blog und deine zahlreichen Kommentare bei mir oder anderen. Und mir bleibt dein Abschiedsbrief, der so... so alles beschreibt, was uns verbunden hat. Ich wünsche mir heute fast jeden Tag, ich wäre damals sofort in den Zug gestiegen, hätte dich kennengelernt, wie wir schon oft geträumt haben. Ich dachte, uns bliebe noch Zeit. Ich weiß nicht, ob du gewollt hättest, dass ich dich so sehe. Manchmal denke ich, es war dir so lieber.

Dein letzter Rat war wahrscheinlich der wichtigste für mich: Wann hörst du endlich auf, dich mit Menschen zu umgeben, die dir schaden? Selbst in den letzten Wochen deines Lebens hast du dich noch so sehr um andere gekümmert. Aber du hast am Ende zu Menschen zurückgefunden, die dich lieben. Du hast die Liebe gesehen und gefühlt und das macht mich so unglaublich glücklich. 

Komm zu mir Sternenschein, am Orion halb links, da warte ich. Und du wirst mich schon von weit her singen hören. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenTheNicciPain schreibt am 26.09.2014 um 16:36 Uhr:Wahnsinn, wie eine einzelne Person uns alle so gut beeinflussen konnte. Mitunter hatte ich das Gefühl, er war der Einzige hier bei Blogigo, der verstanden hat, was ich mitunter sagen wollte. Höchst selten so ein Mensch!!!
  2. zitierenHedera schreibt am 27.09.2014 um 15:49 Uhr:ich bin wirklich kein gefühlsduseliger mensch, aber das hier, das rührt sogar mich zu tränen!
  3. zitierenMuffin schreibt am 27.09.2014 um 18:08 Uhr:Er fehlt so :( Und deine Worte gehen einem wirklich nahe :( Ich bin mir sicher, sternenschein hat ein Auge auf jeden von uns!
  4. zitierenSterntalermaedchen schreibt am 30.09.2014 um 19:03 Uhr:@TheNicciPain: Ja, er hat uns alle beeinflusst, aber auch wir haben ihn verändert. Das hat er in seiner letzten Email an mich nochmal klargemacht. Inspiration, Kreativität hat er bei mir gefunden und noch mehr bei jedem anderen von uns. Wir sind irgendwie Teil seines Lebens geworden und er Teil von unserem Leben. Er hat sich einfach auch die Zeit genommen, hat alle ernst genommen und war so empathisch. Deswegen glaube ich sehr gern, dass er dich verstanden hat, selbst wenn - wie du schreibst - das nicht viele können.
    @Hedera: Mir geht es ebenso. Es gibt keinen Menschen, der mir so oft begegnet und das, obwohl ich ihm nie wirklich begegnet bin. Ich sehe ihn in der Natur vor allem, wir haben viel über so etwas geschrieben. Aber vor allem lese ich ihn in anderen Blogs. Da hat er direkt und indirekt so tiefe Spuren hinterlassen.
    @Muffin: Das glaube ich auch. Ich würde manchmal gern mit anderen Bloggern mehr Kontakt haben, die ihn auch gut kannten bzw viel Kontakt mit ihm hatten. Das Internet ist so flüchtig. Aber er hat ja doch eine Art Community hinterlassen. Vielleicht kann man da irgendwie zusammenkommen? Allein ist man ja doch so... allein. Und mir macht das manchmal zu schaffen.

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