Kritik an Tofu
Gestern wurde bei der „Taz“ ein Artikel veröffentlicht, der gegen den Konsum von Tofu als Fleischersatz argumentiert.
Auf teilweise fast unverschämte Weise versucht der Autor dort den Vegetarismus als eine „Ernährungsform voller Widersprüche“ bloßzustellen. Die Argumente sind leider sehr schwammig, sprechen sie doch so gar nicht das an, was Vegetarismus ausmacht. Einerseits hangelt er sich mit seinen Thesen am Thema Geschmack entlang und vertritt die Ansicht, Vegetarier würden aus sozialen Aspekten und weil ihnen der Verzicht in Wirklichkeit doch schwer fällt, Tofu-Würstchen etc. essen: „Hier zeigt sich, dass der Drang wohl stärker ist als der Wille zum Verzicht (…)“
Andererseits weist er daraufhin, dass der Soja-Anbau in Südamerika die Armut negativ beeinflusst. Das alles jedoch wirklich sehr einseitig und ohne ehrliche Begründung oder Tiefgang – was auch bisher die knapp 200 Leserkommentare zeigen.
Hier könnt ihr euch selbst eine Meinung bilden:
http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/essen-ohne-schuld/
Ich muss dazu sagen, ich esse weder Fleisch NOCH Tofu. Beides unter anderem auch aus geschmacklichen Gründen. Diese Möglichkeit wurde in dem Artikel sowieso außer Acht gelassen.
Mir sagt Tofu irgendwie nicht so zu. Habe es sowohl pur als auch als "Geschnetzeltes" gewürzt probiert. Weiß nicht, mag ich nicht gern. ;)
Einige Kommentare auf den Artikel waren um einiges fundierter als dieser selbst...