Zoo limits

28.06.2007 um 03:14 Uhr

Complete

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Musik: Stephan Eicher: Clear my throat

Manchmal muss ich ganz tief Luft holen. Und die Augen schliessen. Nochmal Luft holen, ganz tief. Der Musik lauschen und ruhig werden. Dann denke ich nichts weiter. Dann bin ich ganz hier und jetzt. Gut ist frische Luft dabei.

"I'm looking for direction in the roadmap of my face, for signs at each crossing of those lines"*

Dann finde ich meine Mitte, dann bin ich ganz bei mir selbst.

Und manchmal empfinde ich dann ein bestimmtes Gefühl; je nach dem.

"Come on, scare me, come on, scare me, I seem to like it...."*

Ich habe keine Angst.

(Johnny Cash: One)

"We're one but we're not the same..."

Oh my, dieser Song ist echt der Hammer. .... "One love, one blood, one life, you've got to do what you should.."

OK, es ist nicht die coolste Band der Welt, aber die beste!

ONE. 

cuZooN.

*Stephan Eicher: Clear my throat

25.06.2007 um 08:14 Uhr

Ferienprogramm

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Wenn ich noch Schüler wäre und dies meine grossen Sommerferien wären würde ich mich in den Arsch gekniffen fühlen ob des Sauwetters da draussen.

Mal so gesehen.

Wahrscheinlich wäre ich aber längst in Portugal oder so..;-)

cuZooN. 

23.06.2007 um 19:27 Uhr

Polnisch dynamite

von: ZooStation   Kategorie: P-Politisch

Die polnischen Zwinglinge können einem dieser Tage schon gehörig auf den Sack gehen - jetzt mal politisch gesehen.

Mir war das schon suspekt, als sie unmittelbar vor ihrem Beitritt in die EU 2004 den Amis dermassen schleimerhaft in den imperialen Arsch gekrochen sind, dass einem klar wurde: hier kommen welche, die haben grosse Dinge mit der EU vor, die wollen jetzt auch mal auf der weltpolitischen Bühne mitmischen, die wollen jetzt auch was zu sagen haben.

Nun ja.

Seit diese heldenhaften Zwinglinge die beiden höchsten Staatsämter bekleiden und der Papst ein Deutscher ist, beobachtet man in Polen - politisch - die gelebte Schizophrenie.

Was ja dann auch Sinn macht, irgendwie.

Konzeptfrei rumproleten, immer mal wieder die Nazi-Keule rausholen, solidarfrei Schwadronieren - so mögen wir das politische Polen.

Dabei hat ihnen doch ihr Lieblingsdemagoge George W. gezeigt, wo die Kreisklasse ist: gleich nach dem G8-Gipfel hat er sie beehrt, und danach Albanien, soso, ...("die Frage ist nicht: Was hat Albanien uns getan! Die Frage ist doch, was Albanien jemals für uns getan hat!" - Wag the Dog )..

Die EU hat sich überlebt, mit ihrem Expansionszwang hat sie sich selber ausmanövriert, die EU sucks. Man sollte meiner Meinung nach den Euro beibehalten, Schengen und ein paar andere Regelungen sind auch noch ganz ok, aber ansonsten: Bürokratieverdoppelung und Verwaltungsschwachsinn, und nicht zu vergessen: die ganz grosse kleine Bühne für polnische...sorry, politische Weltenlenker (=alte Männer).

cuZooN.

17.06.2007 um 23:02 Uhr

What teachers make

Musik: The Boss: Human Touch

Bitte schaut euch das an:

Taylor Mali: What teachers make

cuZooN.

 

13.06.2007 um 22:17 Uhr

Oh ja, Du...!

Musik: 4 Non Blondes: Bigger, Better, Faster, More

Ich sah heute einen alten Mann, der quer über die vielbefahrene Kreuzung ging - auf diese Art hatte er auf jeden Fall "Grün".

Er hatte kurze, graue Hosen an, nun denn, ein helles Hemd und eine übliche Alt-Herren-Gedenk-Kappe.

Sein Gang war fliessend.

Was mich absolut und total, quasi gänzlich und komplett umhaute und beinahe in den Seht-Her-Ich-Bin-Der-Typ-Mit-Der-Dicken-Kohle-Audi-A8 :

(Kraftvolles Design, innovative Technik und leistungsfähige Motoren definieren den hohen Anspruch von Audi in der Luxusklasse. An der Spitze: das 12-Zylinder-Aggregat im A8 6.0 quattro und der Langversion A8 L 6.0 quattro (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,9 bzw. 14,7 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 334 bzw. 353 g/km).

schmieren liess,

waren die schwarzen, geilen Reitstiefel, die Opa anhatte!

cuZooN.

11.06.2007 um 20:50 Uhr

Back to the Big Apple

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Manchmal spielt einem das Leben die Bälle in den Lauf, man nimmt sie mit der Hacke mit oder zieht volley ab und die Kugel landet auch noch im Winkel. Wenn ich mal diverse Analogien aus meinem Lieblingssport bemühen darf.

Wie auch immer: me going to New York for 2 weeks in July! Beruflich. War ich schon ein paar mal, aber lange nicht mehr. Freue ich mir quasi ein Loch in den Bauch.

NYC ist die geilste Stadt, in der ich bisher war; und zu diesem Urteil bin ich allein durch zu-Fuss-durch-NewYork-laufen gekommen. Ich empfehle, sich diese Stadt zu erlaufen. Und die Augen, Ohren und alle anderen 43 Sinne offen zu halten.

Ich werde berichten.

cuZooN.

09.06.2007 um 17:00 Uhr

Die Welt ist voll von Verrückten

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Musik: U2: Pop

Die Herrschaften vor mir - offensichtlich ein Ehepaar, nur alte Ehepaare grimmen sich dermassen an - kaufen nicht oft ein; aber einmal im Monat, wenn Roswitha zu ihrer Tante nach Hagen fährt, gibt man sich in einem Anflug von Grenzerfahrungsantizipation das volle Aldi-Programm - und bereut es unmittelbar.

Die Dame des Hauses weiss natürlich bescheid, sie hat sich gut vorbereitet - nur diese direkte Konfrontation mit dem Prekariat, nun ja, einige von denen stinken wirklich!

"Bargeld, Schatz! Wir brauchen Bargeld!", hatte sie ihm noch auf dem Weg zum Daimler zugerufen. Er verächtlichte ihr einen Blick über die Metallic-Lackierung zurück, der besagte: ich bin zwar Pädagogikprofessor, aber nicht blöd!

.....

Vor mir in der Schlange: ich stelle meinen Blick gerne auf Autopilot, da kann ich perfekt entspannen, ich nehme die Dinge nur am Rande meines Sichtfeldes wahr oder glotze durch sie hindurch. Da sickerte es langsam in mein Hirn: dieser Einkaufswagen ist anders! Die Leute da vor dir sind anders. Es sind Leute, die finden würden, dass der G8-Gipfel die wichtigste internationale politische Konferenz in diesem Jahr ist. Ihr Wagen war nicht nur einfach voll, er war in seiner systematisch-integrierten Gesamtstruktur ein abstraktes Kunstwerk.

Die Aufgabenteilung war professionell abgesprochen; er verteilte aufs Band. Hoffentlich. Heute noch. Die Lücke zwischen dem Einkauf seiner Vorgänger und ihm betrug bereits anderthalb Meter - am Samstagnachmittag im Aldi in der Oststadt!!!

Endlich begann der Meister damit, seine Einkäufe auf das Band zu verladen; besser sollte ich sagen: zu drapieren. Oder, nein, anzuordnen.

Zuerst kamen die Milchspeisen....

Ich konnte dem Schauspiel dank meiner mental total entspannten, ins Meditative tendierenden Geisteshaltung, nun ja, entspannt zuschauen. Entspannt und fasziniert.

Er war bereits bei den kartonage-verpackten Trockenprodukten angelangt, als ihm in den Tiefen seines immer noch stattlich-gefüllten Einkaufswagens ein weiteres Quark-Päckchen in die Soziologie-Professorenfinger kam (soviel Quark, dachte ich noch, wozu soviel Quark, doch dann warf ich wie zufällig einen Blick in das leere, schmerzverzerrte Faltengesicht seiner flachbrüstigen Alten und mir war wieder einiges klar).

Das Quark-Päckchen gehörte natürlich an den Anfang, 2 Meter weiter vorne, zu den Milchprodukten. Zu den anderen Quark-Päckchen.

Haferflocken, Mehl und Toastbrot. Salat, Zucchini und Tomaten. Margarine, Öl und Oliven.

Ich bin mir sicher, dem ganzen wohnte eine mir sich nicht erschliessen wollende, ausgeklügelte Systematik inne. Eine geheime Formel, die sich unser Physik-Professor kurz vorm Ruhestand sozusagen in der Schlange aus dem Ärmel schüttelte, nur so zum Spass, ich weiss, sein verträumter Blick, sein liebevolles Betätscheln der Mozarella-Verpackung, sein Lächeln, dass nach innen ging; all das sagte mir: da vor dir ist ein Mensch mit sich im Reinen.

So ein Arschloch.

cuZooN.

 

03.06.2007 um 19:00 Uhr

Steine schmeissen - na super!

von: ZooStation   Kategorie: P-Politisch

Diese krawallenden Penntüten in Rostock (und anderswo), dieser sogenannte "Schwarze Block", diese selbstgerechten, asozialen, unterbeschäftigten Arschlöcher sind nicht besser als Nazischläger oder anderes Gesocks.

Mit ihrer Gewalt - und nur darum geht es ihnen - diskreditieren sie den friedlichen Protest und schlimmer noch: liefern den Rechten, Konservativen, Rückständigen auch noch Argumente für ihre innenpolitischen Amokläufe. Jeder Steinewerfer rechtfertigt 1 Meter Antidemokratie-Zaun, leider.

cuZooN.