Zoo limits

14.01.2008 um 18:22 Uhr

Spirit of speed

Melde mich erst mal ge-jetlegt wieder; es ist erstaunlich, wie schnell man mit Rückenwind fliegen kann, zwischenzeitlich hatte der Jumbo 1.100 km/h drauf - da braucht man dann plötzlich nur noch 5:45 von New York nach Frankfurt.

Der ICE brachte es teilweise auf knappe 300 km/h.

Der Bus kroch dann eher mit 35 Sachen durch die Innenstadt.

Die letzten paar Meter bis zur Haustüre habe ich wahrscheinlich mit 2-3 km/h zurück gelegt.

Jetzt rühr' ich mich keinen Zentimeter mehr.

cuZooN.

13.01.2008 um 17:58 Uhr

Long way back

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

So, letzte Etappe, Rückreise. In 4 Stunden sitze ich im Flieger nach New York, JFK. Von dort heute abend nach Frankfurt, dann in den Zug, und gegen mittag bin ich wieder zu Hause. Die Freude auf meine beiden Frauen ist enorm (um das Mindeste zu sagen)!

cuZooN. 

13.01.2008 um 01:12 Uhr

What life is about

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

Ein kleiner Sonnenstrahl, eine frische Brise, ein Lächeln im Vorübergehen. Kinderlachen. Der Moment, wenn das Rauschen der Autos auf der Interstate abgelöst wird vom Geräusch des Flusses. Eine Hand voll Erde in die Hand nehmen und langsam zerbröseln lassen. Ein Hund, der aus vollem Lauf seinem Stöckchen hinterher ins kalte Wasser springt. Ein junger Taxifahrer, der leise zur Musik eines Radiosenders ("encouraging music") summt.

Zwei Kindergärtnerinnen, die ein Dutzend Kids durch Mannhatten schieben, in knallroten 6-Sitzern, die aussehen, wie überdimensioniertes Playmobil. Alte reiche Frauen mit riesigen Sonnenbrillen, die es einfach nicht wahr haben wollen.

Die Melodie, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Freude auf das Wiedersehen. Das Warten.

cuZooN. 

12.01.2008 um 18:04 Uhr

Washington weekend

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

So, Wochenende. Der Inder war ganz lecker....äh, also das Essen beim Inder. Das Wetter scheint sich noch ein wenig zu halten, etwas kühler, aber Sonnenschein. Darum werden wir heute auch mal wieder den Kopf in die Sonne halten, coole Sonnenbrillen tragen und uns durchlüften. Morgen kann dann durchaus noch ein Museumsbesuch in der Hauptstadt auf dem Plan stehen, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Die Freunde, bei denen ich hier sein darf, kenne ich schon seit mehr als 20 Jahren. Insofern ist der Entspannungsfaktor immens. Have a great weekend.

cuZooN. 

12.01.2008 um 00:05 Uhr

Premiere league

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

Jetzt wird's abenteuerlich: wir gehen indisch Essen. Ich bin gespannt.

cuZooN.

11.01.2008 um 01:13 Uhr

City of blinding lights

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

Jaaaha, diese Hauptstädter! Mein Gott, Platz ohne Ende. Breiteste Strassenkreuzungen, allüberall. Schicke Fassaden, saubere Mülltonnen, säulenverzierte Monumentalbauwerke, Teppiche in den Metrowaggons!!!

Ja, geht's denn noch?!? Meine Fresse, was hier fehlt, ist ein bisschen Punk! Ein wenig Rock 'n Roll! Etwas mehr Rotz in der Nase!

Diese Stadt ist völlig übertrieben. Man hat quasi 5 Meter breite Bürgersteige für sich alleine. Ein Starbuck's an jeder zweiten Ecke. Aber in den verdammten Hot-Dog-Wagen verkaufen sie nur Hundefutter!

Diese Stadt ist ganz offensichtlich ein in Stein gehauenes Symbol US-Amerikanischer Psychosen: so nach dem Motto: So möchten wir gerne sein, so soll uns die Welt sehen, das saubere Amerika.

Puuhu...

Sicherlich gibt es auch die coolen Viertel, schliesslich ist hier jeder dritte Bewohner Student. Aber diese Disneyland-Attitüde ist schon sehr auffällig. Ich kann mir gut vorstellen, dass 99% der US-Bevölkerung das genau so sieht. Hier wird die grosse Politik gemacht - die hatte noch nie was mit den Menschen vor Ort zu tun. Insofern eine ehrliche Stadt, weil sie gar nicht erst versucht, hip zu sein. Hier wird nur das peinliche Saubermann-Image einer Nation verkauft, die es so nicht gibt.

cuZooN. 

10.01.2008 um 07:01 Uhr

Rush hour

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

JFK, Sam Adams Bar, 9.1.2008

Jetzt ist es also passiert! Das erste Mal in meinem Leben habe ich einen Flieger verpasst. Naja, die 50 Bucks sind für die Tonne. Wer kann denn ahnen, dass man im entscheidenden Augenblick kein verdammtes Taxi erwischt? Wer kann denn denken, dass man in der Rush-Hour von Astoria nach JFK mehr als eine Stunde braucht…äh, well, hätte man vielleicht wissen können..

Wie auch immer. Sitze nun in einer Bar am Flughafen, trinke ein völlig überzogen teures Bier und warte auf den nächsten Flieger. Das Leben kann so einfach sein.

Aber alles ist gut. Die Stimmung fein. Der Tag im Büro war ausserordentlich erfolgreich. We made a difference.

Nach den ganzen Personalgesprächen war die Atmosphäre doch gelöster, mehr nach Aufbruch als nach Rückzug. Als ich mich von allen verabschiedet hatte, raunt mir eine Kollegin noch zu: „New York loves you!“.

Na, das nenn’ ich einen Abgang…

Jetzt also 4 Tage Washington DC, die Hauptstadt. Mein Eindruck beim letzten Mal war der eines riesigen Freilichtmuseums. Seht her, was wir können, so sauber, so viel Platz, so wenig los. Ein Puppenhaus im Stadtformat.

Hoffen wir mal, dass sich der Frühling hier noch ein wenig hält, dann wird am Wochenende flaniert.

 

cuZooN.

 

09.01.2008 um 05:06 Uhr

Subway

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

Wenn New York der melting-pot ist, dann ist die Subway die Suppe, das Surrogat. Leben pur.

Ich frage mich schon seit längerem, was diese Stadt, die Menschen, die hier leben, eigentlich ausmacht. Oder, anders ausgedrückt, warum ich glaube, dass hier etwas ganz besonderes stattfindet. Klar gibt es hunderte von Millionenstädten, Metropolen, Menschenmassen; und kein einzelner Mensch hat sie je alle gesehen. Aber in der Subway von New York findest du alles, was du über die Menschen dieser sogenannten westlichen Welt wissen kannst.

Da war dieser Typ im grauen Anzug. Schlank, fast dünn, sehr groß. Seine lederne Aktenmappe hielt er fest an sich gepresst. Ein weisses Anstecktuch strahlte Seriosität aus. Er stand im Gang, obwohl Sitzplätze frei waren und hielt sich nicht an irgendwelchen Stangen fest, sondern glich die Zuckungen des Waggons durch geschmeidige Gegenbewegungen aus. Er wankte nicht, er korrigierte.

Seine Blicke erkundeten das Personal, die Kundschaft, die Gemeinde. Mehrmals schien es, als wollte er um Gehör bitten. Als wartete er nur auf den richtigen Moment, die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen. Ihnen die Botschaft zu vermitteln. Die Kunde.

Doch irgendetwas fehlte, irgendetwas, dessen Nichtvorhandensein ihn davon abhielt, seiner Bestimmung zu folgen. Er zögerte. Er zauderte. Er haderte mit seinem Schicksal. Und das machte ihn fertig. Nagte an ihm, wie ein Kaninchen an einer Karotte.

Dieser hagere Typ wollte uns alle teilhaben lassen an seiner Erleuchtung - aber es mangelte ihm an Zuversicht.

cuZooN.

08.01.2008 um 03:01 Uhr

Traffic experts

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

Der allmorgendliche Wahnsinn in den Subways von NYC hat schon was - mit einer routinierten Gelassenheit balancieren die New Yorker ihre Aktentaschen, Zeitungen und einen Kaffee to-go in der einen und natürlich das unvermeidliche Handy in der anderen Hand, nämlich am Ohr.

Dabei weichen sie wahlweise Pfützen, leckenden Bahnsteigdächern oder einfach nur Löchern im Boden aus, ohne an Tempo zu verlieren. Tempo bestimmt diese Stadt. Jeder hat es eilig. Kaum einer schaut nach oben. Auf den Strassen tummeln sich alle Arten von mobilen Vehikeln, die meisten fett und gelb, LKW in allen Formen, Farben und Grössen, Busse, Rikschas, Strech-Limousinen aber auch immer mehr Radfahrer, besser: -raser. Jeder, der Mut genug hat und noch ein bisschen verrückter als die anderen ist, zischt auf seinem minimalistischen, also von allem unnötigen Tand (wie Beleuchtung, Schutzbleche oder Bremsen...) befreiten Bike zwischen den Auto-Clustern und den Menschenmassen hindurch. Ich glaube, wenn in Manhatten Fussgänger umgefahren werden, dann von Radfahrern.

Bei all dem bleiben die New Yorker aber erstaunlich höflich und freundlich. Überall hört man "Excuse me!" oder "Sorry!". Leute rufen sich aus fahrenden Autos "How are you?" zu und schnippen ihre Kippen in den Bordstein.

cuZooN.

06.01.2008 um 21:27 Uhr

Times they are a changing

von: ZooStation   Kategorie: New York 2008

Musik: Marillion: Clutching at Straws

So, ihr Lieben, ich melde mich mal wieder für ein paar Tage aus Madland, wo alles ein bisschen größer ist, auch die Psychosen.

Der Flug mit Singapore Airlines war ein Genuß - wer die Auswahl hat, dem kann ich diese Airline nur empfehlen, der Unterschied liegt im Detail.

Aufgrund einer gewissen Unverfrorenheit meinerseits und einer unvermeidlichen Ahnungslosigkeit seitens irgendwelcher Nachbarn habe ich jetzt auch in der Wohnung in Queens Internet-Zugang. Es lebe der freie Datenverkehr!

Das Tagesgespräch ist natürlich immer noch die Iowa-Klatsche von Hillary bzw. ob Obama es wirklich packen kann; naja, New Hampshire folgt und dann bald der Super-Tuesday. Aber "Change" ist in aller Munde und Hillary steht eben für das Establishment.

Morgen im Büro stehen die Zeichen auch auf "Change", mal sehen, wie ernst sie es damit nehmen.

cuZooN. 

 

05.01.2008 um 21:26 Uhr

Im Westen was Neues?

So, morgen früh geht's los. Werde aus Madland berichten.

cuZooN.

 

05.01.2008 um 00:11 Uhr

Weltbewohner

Musik: Radio Paradise

Die Welt verdient sich ihre Mitbewohner.

Und die Welt sind wir.

cuZooN.

04.01.2008 um 21:04 Uhr

Augenblicke

Musik: Dire Straits: Private Investigations

Ist dieses Jahr wirklich erst 4 Tage alt? Mir kommt es so vor, als wären bereits Wochen vergangen, als sei ich vor Monaten durch eine bestimmte Türe gegangen und könnte mich jetzt umschauen und sähe einen breiten, festgetretenen Pfad.

Die Welt ist seltsam. Das Leben ist seltsam. Aber schön. Die kleinen Dinge des Augenblicks, buchstäblich, das Lächeln der Menschen...Mir kommt es so vor, als hätte ich jahrelang niemanden mehr angesehen.

Ich blicke den Menschen wieder in die Augen.

cuZooN. 

03.01.2008 um 20:59 Uhr

Hauptsache gesund

Das Jahr ist noch keine halbe Woche alt und ich bin schon wieder voll drin. Jobtechnisch dreht sich ein gewisses Karussell gerade schneller denn je. Wenn das so weiter geht, ist bald keiner mehr übrig im Big Apple, dem ich helfen kann.

Naja, wie bemerkte ein Kollege noch so treffend: So ist das Leben.

Jau, und ob dieser gebündelten Weisheiten und meiner Groggyness verabschiede ich mich für heute und wünsche allseits eine gute Nacht.

cuZooN.

 

01.01.2008 um 12:03 Uhr

Mahlzeit

So, dann woll'n wer doch mal seh'n, was dieses Jahr so zu bieten hat. Ob ich allerdings das Neujahrsjoggen nicht besser doch auf morgen verschiebe...?

cuZooN.