Zoo limits

26.02.2009 um 18:55 Uhr

Change Management

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

"Meine Billion, ja, wo ist denn meine Billion geblieben, wo hab' ich denn jetzt..., also eben hatt' ich sie doch noch....?!" - Naja, jeder hat so seine Probleme. Ich verleg' ja auch schon mal meinen Hüfthalter.

Ist doch auch irgendwie sympathisch, es menschelt in den Vorstandsetagen, wie ich immer sage: Die kochen auch nur mit Wasser! Und wer, wenn nicht diejenigen, die's vermasselt haben, können uns wieder rausbringen aus dieser hässlichen Rezession - ups, das R-Wort...!

Egal, ich wär' heute abend gerne beim Kings of Leon Konzert gewesen - aber mein Ex-Chef, das Arschloch, hatte keinen Bock mehr auf das deutsche Rechtssystem (seine Mitarbeiter, Ignorantenpack, elendes), also hat er sich einfach in die Schweiz verpisst und die Banker fanden, dass 25% Rendite einfach nicht genug ist...

Wir lassen uns nun aber das Leben nicht von den Checkern dieser Welt vermiesen, wir schnuppern den Frühling und machen's wie der Amerikaner: Mund abwischen, aufstehen, neu anfangen!

Hatte ich schon erwähnt, dass man jede Krise als Chance begreifen muss....?

cuZooN.

23.02.2009 um 11:53 Uhr

Dä Prinz hätt Pickel

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Musik: U2: No line on the Horizon

Vielleicht ist das mit dem Karneval aber auch einfach ein ganz großer Irrtum?! Was ich nämlich langsam zu glauben beginne ist, dass keiner, also niemand, daran Spaß hat!!! Sie denken nur alle, sie müssten Spaß haben...

Wenn ich mir die griesgrämigen Hackfressen des Dorf-Zuges hier um die Ecke so angucke (zu dem wir selbstverständlich nur dem Kind zuliebe hingegangen sind...), diese stumpfe Lethargie, mit der die dickbeinigen Fahnenschwenkerinnen in Reih' und Glied (m)arschieren, diese schicksalsergebenen, leeren Blicke all der Trommler und Pfeiffer - ich frag' mich nur: Und dafür habt ihr jetzt ein ganzes Jahr geübt? Um hier bei diesem Mistwetter so zu tun, als hättet ihr "Spaß an der Freude"!?

Naja, biddeschön. Soll ja jeder, wie er will.

Aber die Kampfszenen, die sich buchstäblich in der Gosse abgespielt haben, um eine handvoll versiffter Bonbons aus Griechenland oder Korea zu erwischen, die waren schon grenzwertig, ganz nah dran an der kulturellen Selbstverleugnung.

Nä, wat wor dat schönn!

cuZooN.

 

18.02.2009 um 19:44 Uhr

Alaaf!

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Ach, Karneval! Zeit der leeren Kinos.

Morgen früh werden wieder die Rathäuser gestürmt und für 6 närrische Tage die Regierungsgewalt übernommen....hm....moment mal....da hätte ich ein paar Vorschläge...!

Aber das wird nix, alles besoffen. Ist vielleicht nicht die schlechteste Lösung? Die Zeiten sind hart. "Komm, loss' mer fiere" (für die des Kölschen nicht so mächtigen: Komm, lass uns feiern). Wer weiß, wann's wieder was gibt?

Im Grunde genommen ist der (rheinische: ergo: kölsche) Karneval eine zutiefst demokratische Basisangelegenheit. Die Mächtigen werden der Lächerlichkeit preisgegeben, das Volk übernimmt das Ruder. Alles sind gleich. "Jeck, loss Jeck elans!" (sinngemäß: jedem Jeck sein Besteck, jeder, wie er will, Toleranz!).

Wenn man von den Eskapaden und Extremen absieht, ist Karneval das Symbol für eine tolerante Gesellschaft.

cuZooN.

18.02.2009 um 10:23 Uhr

Nimm' mich mit, Capitän, in die Krise

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Kann es sein, dass es sich bei GM, Chrysler und Co. um Krisen-Trittbrettfahrer handelt? Sie machen sich den allgemeinen Tumult zu nutze und verlangen Staatsknete, weil es ja "sonst noch schlimmer kommt"?

Also: scheiße gewirtschaftet, de facto pleite, facilities werden so oder so geschlossen, Arbeiter so oder so rausgeschmissen - aber wenn wir insolvent gehen, wird's noch übler...?!

Die Bankenkrise ist das Eine. Dafür gibt es Gründe, die einzig bei den Banken liegen. Es ist aber nachvollziehbar, dass ein langes Anhalten der Kreditklemme das Finanzsystem als ganzes erledigt. Mit praktischen Folgen - wie jetzt schon - für die Real-Wirtschaft. Also muss man da ran gehen.

Aber dass Unternehmen, Konzerne, die richtige Produkte herstellen, Verluste machen und deshalb vom Staat gerettet werden sollen...welcher Sinn liegt darin? Und wer glaubt denn wirklich, dass der Staat sich die Kohle in 3, 4 Jahren verzinst wieder zurück hohlt? Da wird den Unternehmen schon noch was zu einfallen...

Also: wenn schon Staatsknete, dann auch verstaatlichen - siehe Hypo Real Estate.

Immerhin verzichten jetzt bereits einige wenige Banken auf Boni- und Dividendenzahlungen.

cuZooN.

17.02.2009 um 20:21 Uhr

Goldman Sucks & Co.

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Nur um mal ein paar Relationen zurecht zu rücken:

cuZooN.

16.02.2009 um 23:28 Uhr

Therapeutisches Bloggen

von: ZooStation   Kategorie: DB - Bloggen

Zoostation schreibt über sich, hier: Growing up .

(ohmeingott!).

cuZooN.

16.02.2009 um 21:57 Uhr

Deutsche TV-Unterhaltung: unterirdisch

von: ZooStation   Kategorie: C-TV

Warum läuft bei uns eigentlich nur Scheiße im TV, hm? Mal ehrlich! Ich rede jetzt nicht von irgendwelchen ö-rechtlichen Nachrichten, von Kulturkanälen und Dokumentarfilmen - aber guckt euch doch mal die sogenannte TV-Unterhaltung an, die wir hier haben...!

Ich halte zwar nichts von Fremdschämen, aber Stephan Raab???!! Dirk Bach???!! Harald Schmidt???!!

Und die ganzen sogenannten Comedy-Heinis, diese abgenudelten, langweiligen B-und C-Promis mit ihrem öden Gebrabbel und albernen Rumgezucke???!

Wo ist der intelligente Humor, wo die neue Idee, wo sind die, die sich was trauen?

Werden wir uns ewig Loriot und Heinz Erhardt aufwärmen müssen, damit wir wenigstens etwas Niveau bekommen?

Dieses Mittelmaß ist kaum zu ertragen! Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!!!

cuZooN.

16.02.2009 um 10:20 Uhr

Crisis? - What crisis?

von: ZooStation   Kategorie: G-Moderne Zeiten

Krise? Welche Krise?

Ihr wollt eine Krise?

DAS ist eine Krise!

cuZooN.

15.02.2009 um 13:49 Uhr

Worte zum Sonntag

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Mir platzt bald der Kopf. Wann ist viel zu viel? Kann man sich daran gewöhnen, oder geht das irgendwann weg? Lernt man, mit dem Blitzlichtgewitter im Schädel umzugehen, oder muss ich mich dauerhaft sedieren?

Das Leben ist eine Baustelle?

Dass ich nicht lache! Das Leben besteht nur aus Baustellen! Ich kann aber nicht auf jeder gleichzeitig präsent sein, daran sind schon kleine, aufstrebende Garten-Landschaftsbauer kaputt gegangen und ich war dabei!

Ordnung, ich brauche Ordnung, verdammt noch mal!

Ich hatte mir die Entscheidung, auf den 60. Geburtstag meines Vaters zu gehen, nicht leicht gemacht. Ich hatte vorher schmerzhaft gelernt, meine kindliche Sicht und meine Erwachsenensicht zu trennen, im Wissen darum, dass mein inneres Kind vieles zu recht vermisst, was aber mein erwachsenes Ego rationalerweise nicht bekommen kann. Durch das  Festklammern hatte ich mich in eine emotionale Sackgasse manövriert.

Dieser Stolz, die Freude, die Liebe in den Augen meines Vaters! Seine Freunde, Nachbarn, seine Verwandten - meine Verwandten! Ich habe Tränchen in den Augen von Tanten und Onkeln gesehen, die 30 Jahre lang aus meinem Leben verschwunden waren. Und umgekehrt. Auf einmal muss ich feststellen, dass ich eine Familie habe! Und dass das alles Menschen sind, mit Schwächen und Stärken, mit einem Leben auf den Buckeln, mit Sorgen und mit Freuden.

Verdammte Scheiße! Konnten die nicht einfach arrogant und motzig auf mich als den "verlorenen Sohn" herabblicken und naserümpfend meine Anwesenheit zur Kenntnis nehmen? Mussten die mich so mit offenen Armen aufnehmen? Mussten sie mir das Gefühl von "Heimat" so penetrant aufdrücken, so sanft, so selbstverständlich?

Ich habe noch keine Ahnung, was ich damit mache. Momentan ist alles Chaos in mir drinnen. Das Kind, der Mann, das Herz, der Bauch, der Kopf - alles Eins.

cuZooN.

09.02.2009 um 23:39 Uhr

Das Sehnen ist nicht das Streben

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Musik: Genesis: Live over Europe 2007

Die Jobsuche scheint mir eine Reise ins Ich zu sein. Eine, die weniger mit einem Miniatur-U-Boot zu tun hat, als vielmehr mit einer, bei der man die rosa Brille abnimmt. Ein Potpourri der Gefühle, eine kleine Psychotherapie zum Selberbasteln oder der morgendliche Spiegel, bei dem man das kondensierte Wasser der Dusche wegwischt, um sich selber in die Augen blicken zu können.

Was will ich? Was kann ich? Was kann ich nicht? Was will ich nicht?

Was wünsche ich mir?

Das ist die Oberfläche. Aber nicht jeder ist zum Verkäufer geboren, nicht jeder hat das Zeug zum Händler, nicht jedem ist es gegeben, einen Wagen auf Hochglanz zu polieren.

Und unter der Oberfläche?

Ein Brodeln, ein Rumoren, ein Geräusch aus Höhlen und verborgenen Kammern, ein Grummeln und auch ein Knarzen, ein Knirschen, eine Bewegung, die klemmt, eine leise Melodie, die ins Ohr geht, ein Rhythmus, dem eigenen Herzschlag nicht unähnlich.

Das Sehnen ist nicht das Streben. Die Verwechslung liegt nahe, und ich schätze, der einzige, der das hinkriegen kann, ist der Kopf.

Der Kopf, die Ratio, sitzt in einem kleinen Nachen und schwankt und kabbelt auf offenem Ozean, der Realität. Und sucht den Horizont ab, ob ein Sturm aufkäme.

Die Helden der Geschichte sind das Herz und die Seele.

Sie leben im Dunkeln und sind Eins mit sich und ihrer Umgebung. Sie kommen nur an die Oberfläche, wenn der Kopf sie gewähren lässt, wenn er die Tore öffnet. Das führt dazu, dass der Kopf sich für den Beherrscher des Vorgangs hält.

Der Kopf hat keine Ahnung.

cuZooN.

 

09.02.2009 um 08:57 Uhr

Jo mei, mir kinne a!

von: ZooStation   Kategorie: A-Politik

Endlich!

Unser Obama heißt Karl-Theodor zu Guttenberg und wird neuer Wirtschaftsminister!

Der Mann für die Krise. Erstaunlicherweise intelligent. Was ist denn jetzt los?

cuZooN.

05.02.2009 um 20:09 Uhr

Rechtssysteme stinken

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Recht haben ist eine Sache, Recht bekommen eine ganz andere!

Der Ex-Chef verpisst sich in die Schweiz, nachdem er angeblich die Firma in Deutschland an einen afrikanischen Investor verkauft hat, der den Standort schließt und allen kündigt. Der Ex-Chef war und ist aber de facto der Chef. Das wissen alle. Die Ex-Mitarbeiter, die Anwälte, die Richterin, der Ex-Chef, der Typ aus Afrika...

Aber die schlichte Verweigerung, Post vom Gericht anzunehmen, scheint auszureichen, die Sache ewig in die Länge zu ziehen...

Irgendwann kriegen wir dich, Bürschchen, irgendwann kriegen wir dich!

cuZooN.

04.02.2009 um 14:34 Uhr

Was für ein Satz!

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Einer der größten Sätze der Weltliteratur steht bei John Irvings "Bis ich dich finde" auf Seite 1120, mit dem er das Äußere eines hohlen Body-Builder-Typen beschreibt:

"Sein Gesicht hatte die banale, schlichte Zweckmäßigkeit einer Schaufel."

cuZooN.

03.02.2009 um 11:11 Uhr

Der Charme des Machbaren

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Man muss auch loslassen können. Die richtige Frage lautet: Kann ich das überhaupt bekommen, was ich mir wünsche?

Die Antwort liegt auf der Hand.

Das große Vater-Sohn-Dingsbums ist immer ein großes Vater-Sohn-Dingsbums; egal, ob das Verhältnis gut oder schlecht, intensiv oder oberflächlich ist.  Ich kann noch ewig so weitermachen und mir aus einer kindlichen Perspektive die Aufmerksamkeit wünschen, die ich nie bekommen habe. Oder ich entscheide mich, endlich erwachsen zu  werden und akzeptiere die Trennung - die notwendig ist.

Es ist nicht ungewöhnlich, eine Art oberflächliches Verhältnis zu seiner Familie zu haben. Ich sollte auch meiner Tochter zumindest dies nicht vorenthalten. Sie kann später selber entscheiden, ob ihr das genug ist oder nicht. Das Entscheidende ist, mein Verhältnis zu ihm mit mir zu klären und damit umzugehen.

Der Charme des Machbaren eben.

cuZooN.

02.02.2009 um 22:36 Uhr

Sex on fire

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Musik: Kings of Leon: Use somebody

So, jetzt mal Butter bei die Fische! Was ist los? Hä?!

Ich weiß, der Januar ist ein Scheiß-Monat, aber nu' is' gut!

Ja, es sieht düster aus, die Jobs fallen nicht mehr vom Himmel - aber der durchgeknallte deutsche Papst schafft's schon wieder in die Medien, also kann es so schlimm nicht sein!

Hören wir uns doch mal "Use somebody" von den Kings of Leon an, da wird einem das Herz wieder wärmer!

Die Tage werden länger, der Frühling steht definitiv vor der Tür, denkt an all die schönen Dinge, die man bald wieder machen kann, ohne dass einem das Pipi gefriert!

Augen auf, nicht nur im Straßenverkehr, die Welt dreht sich noch, der Lächel-Counter ist aktiviert, die Luft schmeckt gut, will nicht wissen, was sie uns ins Leitungswasser tun, ist so schön dich zu vermissen, weil ich weiß, dass du morgen wiederkommst, die Mutter aller Gefühle, der Vater aller Gedanken.

Wir haben die Macht, Kreisläufe zu durchbrechen, nichts ist von Dauer, nichts steht vorher fest, wir haben es in der Hand, es ist beeinflussbar!

Ich glaube, Macht kommt von machen. Ich glaube, was man abschliessen kann, kann man auch wieder aufschliessen!

cuZooN.

01.02.2009 um 12:00 Uhr

Panem et circensis

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Warum eigentlich eine "Bad Bank" neugründen? Wir haben doch schon so viele davon!

Kaum ist die Abfuckprämie da, die mal wieder nur die begünstigt, die ohnehin Kohle haben, da steigen die Autopreise - find ich gut: nicht ein einziges Auto ist bisher mehr verkauft worden, lediglich die Absichtserklärung einiger Leute, das zu tun, reicht aus, um die Preise anziehen zu lassen. Soll sich keiner beschweren, der Kapitalismus funktioniere nicht mehr...!

Ist ungefähr so, wie mit dem Benzinpreis...- aber lassen wir das.

Der Papst spricht Deutsch, Bayern verliert, der Scheiß-Monat Januar ist rum - was wollen wir mehr?

cuZooN.