Musik: U2: No line on the Horizon
So langsam sickert es durch. Ich
bin den langen Weg gegangen, über die volle Distanz, 11 bewegte Monate
voller Aufs und Abs, über verschlungene Pfade und asphaltierte
Highways, voller Selbstzweifel und Höhenflüge, das volle Programm
sozusagen.
Und jetzt bin
ich am Ende einer Etappe, ein Anderer als der, der damals losgegangen
ist. Am Ende dieser Strecke steht die Erkenntnis, dass ich, mit all
meinen Stärken und Schwächen, mit meiner Persönlichkeit mich nicht
verstecken muss, im Gegenteil! Wenn ich "ich selbst bin", wie man so
sagt, finde ich meinen Platz.
Ich
habe mich früher in eine Abhängigkeit begeben. Ich habe mich
ausgeliefert, aufgegeben, in dem Wunsch, zu gefallen, mich auf jeden
faulen Kompromiss eingelassen und dabei meine Seele verleugnet. Es hat
diese Dimension für mich, und damit meine ich nicht nur meinen Job.
Was
ich in diesen letzten 11 Monaten gelernt habe, nehme ich mit. Es ist
eine bessere Sicht auf mich, eine gnädigere auch, eine versöhnlichere.
"At
the moment of surrender, a vision over visibility, I did not notice the
passers by and they did not notice me" (Moment of Surrender, U2).
Der
Glaube an mich und meine Fähigkeiten, meine Persönlichkeit, ist wieder
zurück gekehrt. Nun liegt es an mir, daraus etwas Gutes zu machen.
cuZooN.