Musik: Bruce Springsteen: Devils and Dust
Es ist eher so, dass ich das Gefühl habe, jemand hätte mir meinen Schädel geöffnet und schüttete nun unablässig Wissen und Information hinein, ich fühle mich wie ein Pfeil, der eben noch auf dem bis zum Bersten gespannten Bogen lag und nun knapp unter Schallgeschwindigkeit auf sein Ziel zurast.
Es scheint, als sei all meine Erfahrung, all die Scheisse, nötig gewesen, um mich auf das vorzubereiten, was ich jetzt erlebe. Vielleicht übertreibe ich ein wenig, aber nur etwas. Ich fühle mich wie Bob Dylan, der keine Ahnung mehr hat, wer der Typ war, der Like a rolling stone geschrieben hat.
Keine Ahnung, wie das passiert ist, aber da haben sich zwei gefunden. Und ich bin schon lange nicht mehr derselbe, der vor 7 Monaten losging, oder vor 11, oder vor 2 Jahren. Und das ist gut so.
Meine Traumfrau und ich haben uns in den letzten Tagen nochmal die komplette Matrix-Trilogie reingezogen, und da ist oft von "Bestimmung" die Rede. Und ich benutze jetzt mal ganz bewusst diesen dicken Pinsel, weil ich heute Dinge über mich weiss, die ich vorher nicht wusste.
Egal, wie das hier weitergeht - und es sieht gut aus, verdammt gut - ich habe etwas gefunden, was mir in gewisser Weise die Augen geöffnet hat. Ich habe meinen Krieg gefunden, ja, auch das.
Ich kann jetzt wieder grösser denken, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren. Ich habe meine Niesche gefunden, ich bin ein Multiplikator, Teil eines Teams von Positiv-Verrückten.
Und ich bin da nur hingekommen, weil ich mich ganz auf mich verlassen habe, ganz ich selbst war. Aber, Tschiesus, was für ein langer Weg, was für ein Schlauch!
Nun gut, here I am.
cuZooN.