Auszeit
Musik: Bruce Springsteen: Human Touch
Laute Musik auf den Ohren, drunk, nichts gegessen, wage ich den Blick? Diese Realität ist zu viel für mich, wann? Jetzt? Gerade!: "Living in another world" von Talk Talk, sehr lustig.
Ich kann jetzt nichts gerade biegen, der Zug ist abgefahren, dem kann ich nur dumpf hinterher blicken und hadern. Ich will nicht mehr hadern. Wo ist die Zeit, die Zeit geblieben? Vergeht die Zeit? Wohin vergeht die Zeit? Was heisst "vergehen"?
Ein verlorener Abend, eine verlorene Woche. ?. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich bin, wie ich bin. Ich arbeite dran. Ich ich ich. Sich mit mir selbst zu befassen ist kein Zuckerschlecken. Das kostet Kraft. Früher hätte ich gesagt: Ja und?! Heute sage ich: Ja, genau!
Bin gerade ein trotziges, kleines Arschloch. Mein Magen macht Geräusche, komme mir blöd vor, weiss gerade nicht, wohin mit mir, schwanke zwischen Überlegenheitsneurosen und Nichtigkeitssyndromen, kann mich nicht entscheiden.
Verhalte mich wie ein allwissender Pascha, cool bleiben, funktioniere gut, erlaube mir das Maß der Dinge, verfange mich in Utopien, erschrecke vor der Wahrheit - wenn sie kommt. Und die Wahrheit kommt...
Erkenne mich selbst nicht mehr. Die alte Angst. Die alten Ängste. Bedauere mich selbst und verachte mich dafür. Komme nicht aus dem Quark (was für ein blöder Spruch!). Bruce singt "One step up and two steps back", hätte ich noch Gefühl in meinem Gesicht würde ich grinsen.
Ertappe mich dabei, wie ich diese Stimmung wieder erkenne, beinahe freundschaftlich umarme - jaha, damals ging es mir gut als es mir schlecht ging es mir gut. Bullshit!
Ich habe die letzten Wochen in einer trügerischen Einfachheit vebracht, habe mich einlullen lassen von den Dingen und meine Seele nicht befragt.
Das ist nun anders.
cuZooN.

G e n i a l !!!