Das Problem mit dem Karnickelsperma
Musik: the Boss: Radio nowhere
*räusper*
Dies ist keine Geschichte aus dem Leben des Zoo! Obwohl, irgendwie schon. Na, jedenfalls:
Der zutiefst emotionale Wunsch nach einem Haustier - oder Haustieren - bedarf keiner weiteren Betrachtung: er ist nachvollziehbar, und nur asozial veranlagte Eunuchen würden hierin eine Verlagerung der tiefliegenden Ängste bei gleichzeitiger Verleugnung der always problematischen Mutter-Kind-Beziehung sehen!
Wie dem auch sei, ganz liebe Freunde von uns (oder wie ich auch nicht müde werde zu betonen: KollegInnen!) haben sich zwei Karnickel zugelegt (beides Jungs). Und damit die Biester bei Ausbruch sich nicht wahllos vermehren, bevor Mensch merkt, dass die Tiere geschlechtsreif werden (ein Begriff übrigens, der unmittelbar in den Wortschatz der zugehörigen Kinder übergeht!), einen Termin zur KASTRATION bzw. STERILISATION gemacht.
Man möchte nun meinen, dass die Rammler keine Ahnung haben von Time-Management, Deadlines oder dem Eisenhower-Konzept - aber als ob ihnen bewusst gewesen wäre, dass in Bälde der tierärztliche Hammer fällt (oder vielleicht besser: Fallbeil?!) geben diese Jungs nun also Gas, als ob's kein Morgen gäbe!
Niemand hat sie dabei beobachtet, keiner kann sagen, ob sie's sich gegenseitig besorgen oder ob es einfach ein fröhliches Rumbumsen und -rubbeln an mehr oder weniger festen Gegenständen ist - jedenfalls verspritzen die Jungspunde ihren Saft in alle Herrgotts-Richtungen.
Der eingesparte Zeitaufwand für die tägliche Reinigung des Geheges rechtfertigt allemal eine endgültige Versuppung *ups*, nein, Behandlung wollte ich sagen, der beiden notgeilen Nager!
Das Leben kann so hart sein.
cuZooN.

Man macht sich ja sonst keinen Begriff von sowas. Genau so wie "Auslautverhärtung"...