Freiheit und Seele und Heil
Musik: Fish: 13th Star
Das Leben, ja-ha, dieses Leben!
Was ist das für ein komisches Ding, dieses Leben? Rauf, runter, kämpfen, durchhängen, essen, trinken, scheissen. Ist es da ein Wunder, dass wir verwirrt sind? Dass wir auf der Suche sind? Verdammt, und dann noch dieses überdimensionierte Gehirn, mit dessen Hilfe wir Sprache, Verstand und Atomraketen erfunden haben! Ach ja, und Musik - die Musik nicht zu vergessen! Aber das bringt uns alles schon ganz schön durcheinander, macht uns rastlos, ratlos, rasend. Und dann kommen SIE und kritisieren meine Untersuchungsmethoden!!! (kleines Zitat aus, na? Welchem Film der in der Zukunft spielt?).
Seren_a schreibt über die Freiheit, die sie in sich gefunden hat. Das ist beneidenswert. Freiheit ist auch so ein verkopfter Begriff, so ein Konzept, dem wir ständig hinterher rennen, als gäbe es nichts wertvolleres auf der Welt. Freiheit? Gesellschaftstheoretisch halte ich Freiheit für eine Illusion, es sei denn, man macht sich auf auf die Insel, die besagte.
Aber innere Freiheit? Das hat was. Mir geht es um die Seele, das, was ich darunter verstehe. Da mag jeder seine eigene Vorstellung und Begrifflichkeit haben; für mich ist die Seele das, was mich ausmacht, das, was überlebt, immer, ausser im Extremfall. Die Seele zu pflegen scheint mir der eigentliche Grund meiner Existenz. Das klingt jetzt ganz nett, kann aber manchmal auch ganz schön ätzend sein.
Ist meine Seele verletzt, habe ich ein Problem. Eines, das mein Leben angeht. Dann muss ich kämpfen. Es gibt nichts, nichts und niemanden auf dieser Welt, der meine Seele angreifen darf! Soviel muss klar sein. Das ist die bottomline, wie wir auf Neudeutsch sagen. Jeder hat so Grenzen, auch gerne mal Schmerzgrenzen genannt. Nur machen wir manchmal Dinge, durch die diese Grenze überschritten wird. Teilweise aus Pflichtgefühl, aus Not, aus Getriebenheit. Um dazu zu gehören, nicht aufzufallen oder einfach aus Zwang. Oder weil wir zu etwas "ja" gesagt haben, von dem wir dann merken, dass es diese Grenze verletzt. Watt nu? sprach Zeus.
Wir sind ja nun nicht nur mit einer Seele bestückt, und das meine ich in allen möglichen Bedeutungen, nur nicht in religiöser, sondern auch mit einer ausgeprägten Überlebens- und somit Anpassungsfähigkeit. Das eröffnet Möglichkeiten. Zum Beispiel die Entwicklung solch einer monströsen Idee wie dem Konzept der Atomrakete. Oder des Kapitalismus. Pflichtgefühl. Und das können wir bis zum Erbrechen, buchstäblich. Und was macht unsere Seele? Die kapselt sich ab, igelt sich ein, kreiert ein Schutzschild und ist nicht mehr zu sprechen. Temporarily out of order. Tschö, wa!
Das ist nicht richtig. Das ist nicht gut. Da gibt es nichts, was mich vom Gegenteil überzeugen könnte.
Suchen wir den Weg der Seele, des Seelenheils, herrjeh, der Balance meinetwegen!
cuZooN.

Ich wünsche Dir, die Farben und den Klang Deiner Freiheit zu erfahren... sie gehört ja zur Seele. Die Zeit ist reif, glaube ich...
Liebe Grüße,
Serena
Die Seele schaut m.E. dem gesunden Geist im gesunden Körper (wahlweise auch dem/im kranken) beim Kämpfen eher spöttisch ( ja, ja Serena, liebevoll lächelnd :o) ) zu. Man kann laaaaaaaaaaaaaange nach der Freiheit suchen, wenn man Geist mit Seele verwechselt. Aber ... und deswegen unbreakable ... ich stimme Serena zu, die Seele ist unverletzbar, weil wissend.