Zoo limits

05.11.2008 um 15:55 Uhr

Geschichte machen

von: ZooStation   Kategorie: A-Politik   Stichwörter: Obama, historisch, Martin, Luther, King

Historisch. Amerika erfindet sich inmitten der Krise neu - statt sich einzuigeln und sich frustriert (von der Politik) abzuwenden, rennt dieses Volk in die Wahllokale, als gäb's kein morgen mehr.

Man stelle sich das hierzulande vor: 4 Stunden Schlange stehen, um ein Kreuz zu machen (oder einen touch auf dem screen)! Und die technischen Unzulänglichkeiten sind ja nur das eine; das andere ist, dass die Menschen geduldig warten und ihr verdammtes Recht in Anspruch nehmen - und eben nicht darauf warten, dass das jemand für sie regelt.

Ach ja, Blicke über den Tellerrand haben noch nie geschadet.

Der Bogen zu Martin Luther King ist sicherlich angebracht. Ein Afro-Amerikaner wird Präsident! So far, so good!

Und allen Berufs- und Hobbyskeptikern rufe ich jetzt mal augenzwinkernd zu:

Haltet einfach die Klappe und gebt dem Neuen, der Veränderung eine Chance!

cuZooN.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenUnbreakable schreibt am 05.11.2008 um 16:06 Uhr:Dass uns Martin eher eine antisemitische und frauenfeindliche Weltanschauung hatte, erwähnen wir an dieser Stelle (des Bogenspannens) nicht. Lassen wir ihm seine Träume. ;o)
  2. zitierengrenzgaenger schreibt am 05.11.2008 um 17:20 Uhr:ich schließe mich dir kommentarlos an, zoo.

    hug and kisses
  3. zitierenZooStation schreibt am 05.11.2008 um 19:27 Uhr:Naja, mich interessiert in dem Zusammenhang auch nicht so sehr die charakterliche Ausprägung einer historischen Figur, oder ob er Müsli oder Speck zum Frühstück hatte - sondern in dem Fall die kulturelle und politische Dimension, die jemand wie MLK hat.
  4. zitierenUnbreakable schreibt am 05.11.2008 um 19:49 Uhr:Hm ... Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit als "charakterliche Ausprägung" und nicht als "kulturellen und politischen" Aspekt zu sehen, bedarf wohl der Augen eines Mannes ... Nichts gegen Martin - aber als Gegner jeglicher "Andersartigkeit" kann er meinethalben noch so geschichtsprägende Sätze von sich gegeben haben, das macht ihn in meinen (Müsli-)Augen nicht größer.
  5. zitierenZooStation schreibt am 06.11.2008 um 21:36 Uhr:Ja, wahrscheinlich besteht dann niemand vor deinem Urteil, denn ich schätze, selbst bei Ghandi und Mutter Theresa finden wir dunkle Flecken...Versteh' mich nicht falsch, aber das sind einfach nicht die Themen, für die MLK steht - als historische Person. Mir ist relativ Wumpe, was für ein Mensch er war. Wichtig ist für mich, was er bewegt hat und wofür er steht - nämlich für den Anfang der Befreiung der Afro-Amerikaner in einer rassistischen Gesellschaft. Er war, zu seiner Zeit, die Stimme dieser Bewegung.
    Anyway, man mag über sog. "historische Persönlichkeiten" streiten.
    Fakt ist, dass für die Schwarzen in USA - und mithin für die gesamte Bevölkerung dort - eine neue Zeitrechnung begonnen hat. Und das ist gut so.
  6. zitierenUnbreakable schreibt am 06.11.2008 um 23:07 Uhr:Hach Zoo ... es war nämlich der Luther und nicht der King, der ... äh ... ich sag jetzt nix mehr ohne Anwalt ó.ò (Asche auf's Haupt und so ... lass mich kriechen ;o) ).
    Das mit der neuen Zeitrechnung für die Schwarzen in den USA ... nun warten wir ab, womit und was da so gerechnet wird.
    Ich urteile nicht über andere Menschen und ihre "dunklen Flecken" - ich schau nur, wie sie auf mich wirken - und Mutter Teresa machte auf mich immer einen recht "befriedigten" Eindruck - auch sie lebte nicht uneigennützig. :o)
  7. zitierenZooStation schreibt am 07.11.2008 um 08:34 Uhr:*lol*
    Nix für ungut, unbreakable!
    Ich vermisse in der Politik halt die Begeisterung, die positive Begeisterung, und die setzt Obama frei und schau'n wer mal, genau!
    Alles Gute!
  8. zitierenOmbrage schreibt am 07.11.2008 um 09:10 Uhr:Hm, unbreakable ist ne harte Nuss, nicht wahr!? Das kriegt man auch allein mit Schlägen nicht korrigiert;O) Ein salziger Finger in einer schwärenden Wunde...*grins*

    Ihr habt - wie so oft - beide Recht.

    Wie kann man von einem Fortschritt sprechen, wenn das wichtigste Thema die Hautfarbe ist? Ich dachte es geht darum, das dies egal sei? Schlimmstenfalls treten die mit einer farbigen, jüdischen Frau mit Migrationshintergrund an.

    Obama muss sich an seinen Leistungen messen lassen, nicht an Hautfarbe oder Charisma. Und da bin ich mal sehr gespannt. Denn seien wir mal ehrlich, wäre Kennedy nicht ermordet worden, wäre er sicher nicht der Mythos, der er ist - aufgrund der Dinge die er NICHT getan hat. Im Grunde war er - und das gilt auch für uns Barack- ein Machtpolitiker mit Profilneurose. So wie eben Hilter, Lafontaine, Koch etc. auch. Dummerweise schaffen nur die Langeweiler wirklich etwas.

    Wir werden sehen. Time will tell.
    Und eines noch - Luther (ohne King) war ein Arschloch und ich weiß nicht, ob der Zweck immer den Charakter heiligt!? Zumal der Zweck in seinem Fall ein ganz anderer war.

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