Zoo limits

06.12.2009 um 02:02 Uhr

Speechless sea

von: ZooStation   Kategorie: E-Leben

Musik: Fish: 13th Star

Manche Zeiten durchleben wir sprachlos. Kein Wort, dass es wert wäre, gesprochen oder geschrieben zu werden. Keine Zeile, kein Satz. Denn kein einzelnes Wort, kein einzelner Satz wären in der Lage, auszudrücken, was uns bewegt, in diesem Moment. Es bräuchte ad-hoc-Epen, Fingerschnipps-Romane, aus dem Ärmel geschüttelte Gedichte - die vielschichtig, tiefschürfend, substanziell und allumfassend unsere Gefühlswelt in einem Augenblick ausdrückten.

Wir werden uns selbst und der Welt nicht gerecht, deshalb schweigen wir. Verlieren uns in dumpfen Gedankenwelten, neblig, diffus, drehen uns um uns selbst - um unser Selbst. Graue Zeit, unerträglich siedende Zeit. Weichgekocht, matschige Fäden, durchgelatschte Mokassins auf ausgefranstem Teppich - den selben Weg tausenfach gegangen, in Gedanken.

Fassungslose Sprachlosigkeit, kein Geistesblitz. Träges Nuckeln an Mamas Brust, der drögen, der schlaffen. Kein weich, kein üppig, kein warm. Mama. Geh weg!

Warum hängt der Mond da so wundervoll groß und voll und bunt zwischen den Dächern? Was soll der Papageienschwarm im Licht der untergehenden Sonne über dem Fluß? Wieso riecht die Luft so gut nach Lebendigem, nach Mehr, nach Atem?

Warum sehe ich in deinen Augen das weite, tiefe Meer?

cuZooN.


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