Zoo limits

05.01.2010 um 11:23 Uhr

Werbefuzzies

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Wer glaubt eigentlich wirklich, dass diese vollkommen nervigen Pop-Up-Werbe-Teile irgendeinen ökonomischen Nutzen bringen? Absolut abtörnend! Im Zweifel merke ich mir eher, wer mir da gerade auf den Zeiger geht und boykottiere ihn als Konsument! Der Schuß geht doch voll nach hinten los!?

Insofern allerdings eine konsequente Weiterentwicklung der sogenannten Werbeindustrie: heiße Luft produzieren, allen auf den Wecker gehen, Geld dafür kassieren - und bringen tut's nix!

cuZooN.

04.11.2009 um 19:09 Uhr

Lämmer und Lemminge

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Man muss sich nicht wundern! Euer Merkelwürden wird in Washington heftig beklatscht, kriegt dann die Klatsche vom schmerzfreien Managerkartell aus Detroit und die einzigen, die nix dafür können, die fleissigen Opelaner nämlich, werden demnächst an die Wand geklatscht - wie lästige Fliegen.

Alles wie immer.

Dass mir keiner das Wort "Verantwortung" in den Mund nimmt!

Apropos "Verantwortung"! Wie Kapitalismus in einer globalisierten Welt läuft, zeigt uns gerade mustergültig die Pharmaindustrie! Optimal international vernetzt bis in staatliche Institutionen und Parteien hinein wird hier weltweiter Bedarf für ein Produkt geschaffen, das niemand braucht. Monopolstellungen werden genutzt, um Gewinne zu maximieren.

Die Genialität liegt in der Komplexität. Emotionen sind der größte Konsumanreiz. Angst wird erzeugt, ein propagandamäßiges Informationschaos generiert, Halbwahrheiten als Expertenmeinung getarnt, emsige Betriebsamkeit suggeriert, ein halbgares Produkt auf den Markt geworfen - und abgesahnt.

Perfekt! Gratulation!

Da kann sich die Autoindustrie aber 'ne Scheibe von abschneiden - aber der wird wahrscheinlich noch nicht mal die Abfuckprämienimpfung was nützen!

cuZooN.

29.10.2009 um 20:28 Uhr

Blutiger Kapitalismus

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Fein, fein! Unternehmen zapfen Bewerbern Blut ab. Natürlich freiwillig und ohne, dass eine Weigerung, seinen Lebenssaft testen zu lassen, die Chancen auf den Job beeinflussen...

Spiegel Online nennt Beiersdorf, Daimler und Merck.

Mal davon abgesehen, dass das wahrscheinlich einen krassen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstellt, die Menschenwürde ankratzt und nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zumindest fragwürdig sein dürfte - es zeigt, wie weit wir inzwischen gekommen sind!

Macht euch nackig, verkauft eure Seelen, gebt uns euer Blut - dafür wird euch dann die Gnade zuteil, ein produktives Mitglied des humankapitalistischen Wertschöpfungsprozesses zu sein. Das heisst: ihr prodziert, wir schöpfen den Mehrwert - denn euer Kapital ist euer Körper und eure Säfte - und die Gedanken sind nicht frei!

cuZooN.

29.07.2009 um 12:19 Uhr

Dieter, alte Schweinebacke!

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Dieter Hundt, das Schweinchen-Schlau der Arbeitgeberlobby, bringt sich schon mal in Stellung für anstehende Tarifverhandlungen: eigentlich, so der drollige Lautsprecher des BDA (Bundesverband der deutschen Arbeitgeberverbände = Interessenvertretung der Lobbyisten = Lobby der Lobby), müsste man über Lohnsenkungen nachdenken, weil es den Unternehmen ja so schlecht ginge.

Hm. Mal davon abgesehen, dass das Männlein damit erst mal nur provozieren will, finde ich die Idee großartig! Es ist schon schwer genug, die Balance zu finden zwischen ausreichend abhängig Beschäftigten, Hartz-IV-Empfängern, Zeitarbeitern, Kurzarbeitern und Arbeitslosen.

Aber in der Krise müssen wir alle an einem Strang ziehen (heisst: Löhne und Gehälter sinken real und/oder absolut - und wenn das eine sinkt, dann steigt das andere!) - das ist im Grunde wie bei kommunizierenden Röhren, nicht wahr?!

"Weniger ist mehr" heißt es ja bestimmt auch irgendwo in der Bibel. Wenn also der verdiente Verbandsfuzzi Dieter Hundt (u.a. Aufsichtsratsvorsitzender der Allgaier Werke) mal mit gutem Beispiel vorangeht und, sagen wir mal, sich 40 bis 50 Kilo seiner Wohlstandsplauze runterhungert, können wir uns ja mal argumentativ mit seinen Stammhirnabsonderungen auseinander setzen.

Aber nur dann.

cuZooN.

23.07.2009 um 11:13 Uhr

Das Mindeste

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Wiedeking wird gefeuert und bekommt 50 Mio., von denen er die Hälfte in eine Stiftung für soziale Zwecke einbringt. Ich finde das gut, aber das ist kein Ablaß für vergangene Sünden, gell?! (Im übrigen hat er allein im letzten Jahr 80 Millionen Euro kassiert!)

Als "knallharter" Unternehmer feuerte er schon mal 1/3 der Belegschaft, bügelte Porsche auf Renditekurs und hat jahrelang Spritschleudern für Super-Reiche bauen lassen - also Freunde werden wir da nicht mehr in diesem Leben!

Aber immerhin: so viel Kohle wegzugeben zeugt von einem bisschen was an sozialem Gewissen.

cuZooN.

22.07.2009 um 10:40 Uhr

Zockerei besteuern!

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Ja, und warum denn nicht ??! Zum Beispiel 1% bei einem Freibetrag von 500.000 € - das tut nicht wirklich weh und wäre ein Ansatz, die Reichen und Gelifteten daran zu erinnern, wer diese Kohle erwirtschaftet und erarbeitet hat!

Und wo wir schon mal dabei sind, könnten wir endlich bitte eine winzige Steuer auf Spekulationsgeschäfte (Devisen, Derivate, Schweinehälften) einführen!!?

Nur um mal am Thema zu kratzen: Finanzmarkt-Daten von 2006

Und auch hier: Fakten zur Finanzspekulation

Die Volumen, die da täglich im Umlauf sind, lassen uns vielleicht die Dimension dieser sogenannten Finanzkrise und den Tropfen auf den heissen Stein erkennen, die sich Konjunkturpaket nennt. Unvorstellbare Mengen Geldes werden da in sieben Tagen virtuell um den Erdball gejagt, denen nicht ein einziges greifbares Produkt oder eine Dienstleistung entgegen steht; die Kohle wird gepimpt, aufgehübscht, verhökert - und hinterher hat irgendjemand aus dem Geld, dass er sich bei anderen Leuten geliehen hat, mehr Geld gemacht - oder eben auch nicht.

Weil aber in dieses System ständig, permanent, immer weiter neues Geld gepumpt wird, ist das ein Strom, der nie versiegt, und darum ist es systemtechnisch quasi egal, ob Geld sprudelt oder verdampft.

Wenn da der Staat einen Bruchteil von abschöpft, um sagen wir mal mehr Lehrerinnen und Lehrer einzustellen, dann finde ich das ok!

cuZooN.

14.07.2009 um 21:50 Uhr

Goldman Sachs spielt mit dem Feuer

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Also, ich halte fest: es hat kein ganzes Jahr gedauert, und dieselben Verbrecher, die den sogenannten Kollaps des Finanzsystems verursacht haben, weil sie den Hals nicht voll gekriegt haben, machen jetzt schon wieder den Riesenreibach! Siehe Goldman Sachs - die Investmentbank, die weltweit führend im System der Abzocke und des Schmarotzertums ist.

Erschreckend, nicht wahr?

Und schauen wir genauer hin: Als es den Banken so dreckig ging, bettelten sie um unser Geld, also Staatsknete, damit, ja, damit das Weltfinanzsystem nicht zusammenbreche und so weiter. Also bekamen sie Milliarden und Abermilliarden an Kohle. Unsere Kohle. (By the way die Kohle, die wir bis heute morgen 8:24 Uhr im Jahr 2009 für den Staat erarbeitet haben)!

Die haben sie inzwischen größtenteils zurückgezahlt, damit sie nicht unter die angeblich "strengeren" Aufsichtsregelungen fallen. Ganz nebenbei haben dann aber auch die Insider ihre Aktienoptionen klargemacht und nochmals so einige hundert Millionen Fremdgeld mitgenommen.

Jetzt verkündet Goldman Sachs bereits wieder Milliardengewinne.

Boni werden weiter gezahlt, auch an die Typen, die den Scheiß fabriziert haben.

Die ganzen 2 bis 3 BILLIONEN, die weltweit zur Rettung des Abzockesystem geflossen sind, sind nun Staatsschulden, die wir wieder abtragen müssen. Über Jahrzehnte.

Hab' ich was vergessen?

Die machen weiter wie bisher, es geht ihnen besser als je zuvor - und wir bleiben auf den Schulden sitzen. Ein unschlagbares System. Was für eine geniale Geschichte.

Wann sprengt eigentlich jemand mal die erste Bank?

cuZooN.

04.07.2009 um 10:59 Uhr

Deutsche Bank bespitzelt Aufsichtsräte

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Es geht schon lange nicht mehr "nur" darum, dass die Typen gierig bis zum Anschlag sind. Es sind buchstäblich Kriminelle, Leute, die Dinge entscheiden und tun, für die man in unserer Gesellschaft in den Knast kommt - normalerweise jedenfalls.

Die Deutsche Bank steht ganz oben an der Spitze dieser kriminellen Vereinigung. Herr Ackermann, Herr Ackermann, ihr Arsch gehört an die Wand genagelt!

cuZooN.

17.06.2009 um 18:52 Uhr

Dezentral ist das Stichwort!

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Man sollte grundsätzlich Verdacht schöpfen, wenn sich Konzern-Giganten wie Münchner Rück et al. zusammenschliessen! Nun haben sie medienwirksam verkündet, in Nordafrika unter dem Namen "Desertec" ein riesiges Solarthermie-Kraftwerk zu bauen, für 400 Mio. Euronen.

Lassen wir uns nicht blenden! Einer der erfahrensten Experten auf dem Gebiet der Solarenergie ist MdB Hermann Scheer (und nicht die Münchner Rück!!), unter anderem Vorsitzender von Eurosolar . Er schreibt dazu:

"

EUROSOLAR-Pressemitteilung, Bonn, 17. Juni 2009

Zum 400-Millionen-DESERTEC-Plan deutscher Konzerne für Solarstrom aus Nordafrika erklärt MdB Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR:

Auch wenn das 400-Milliarden Projekt deutscher Konzerne für Solarstromerzeugung aus Nordafrika – das sogenannte DESERTEC-Konzept – allenthalben (von der Bundesregierung bis zu Greenpeace) begrüßt wird, rate ich von voreiligen übertriebenen Erwartungen an dieses Projekt und diesbezügliche Subventionsentscheidungen ab. Unterschätzt werden dabei die voraussichtlichen tatsächlichen Kosten dieses Projektes ebenso wie die Zeiträume zu dessen Realisierung.

Ein zentraler Einwand ist: Bevor dieses Projekt zum Tragen gebracht werden kann, wird der weitere Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Deutschland zu niedrigeren Kosten und Preisen möglich sein als der Solarstromimport aus Nordafrika. In weniger als drei Jahren wird die Solarstromerzeugung in Deutschland die sogenannte "grid parity" Schwelle erreicht haben – also zu Kosten, die dem gegenwärtigen Strompreis entsprechen. Bei Windkraft haben wir im Verhältnis zu den Erzeugungskosten aus neuen fossilen Kraftwerken bereits jetzt eine ungefähre Kostengleichheit in der Stromerzeugung erreicht. Mit den neuen Stromspeichertechniken, die für die Informationstechnologie und für die Elektroantriebe entwickelt und produziert werden, wird sich das Speicherproblem von Solar- und Windstrom effizient und kostengünstig von selbst klären. Mit anderen Worten: Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Solarstrom aus Nordafrika zu den von DESERTEC versprochenen Preisen geliefert werden kann (also frühestens 2020), wird die Solar- und Windstromerzeugung hierzulande deutlich preisgünstiger sein.

Außerdem muss stark bezweifelt werden, dass die von DESERTEC angegebenen Investitionskosten und Zeiträume tatsächlich eingelöst werden können. Die Kostenfaktoren unter den Randbedingungen von Wüstenkraftwerken (u.a. Schutz der Solarspiegel vor Sandstürmen und Sandwehen) werden grob unterschätzt, ebenso wie die Kosten und die Umsetzungsschwierigkeiten des Baus von mehreren Übertragungsnetzen durch mehrere Länder. Das DESERTEC-Projekt kann zu einer großen Subventionsruine werden und sich als "Fata Morgana" erweisen – es sei denn, es wird dazu benutzt, den dynamischen Ausbau Erneuerbarer Energien hierzulande willkürlich zu stoppen.

Es gäbe nur einen einzigen Grund für dieses Projekt; wenn das Potential erneuerbarer Energien hierzulande nicht ausreichen würde. Mit diesem Argument werden auch die Laufzeitverlängerung der Atomenergie und neue Kohle-Großkraftwerke empfohlen. Doch diese Argumentation ist eine Potentiallüge, die gerade heute auf der Kasseler Konferenz "100%-Erneuerbare-Energie-Regionen" überzeugend widerlegt wird. Dort haben bereits 99 deutsche Kommunen und Landkreise ihre konkreten Konzepte vorgestellt, wie sie innerhalb von 20 Jahren zu einer Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien kommen können.

Die DESERTEC-Befürworter übersehen, dass die Investitionsdynamik für Erneuerbare Energien gerade darin liegt, dass es bei dezentraler Anwendung viele Millionen Investoren und nicht nur wenige Stromkonzerne gibt. Übersehen wird auch, dass mit der Dezentralisierung der Stromerzeugung überall regionale Wertschöpfung stattfindet statt nur in der Hand weniger Stromkonzerne, die unbedingt ihr Anbietermonopol erhalten wollen.

Solarstromerzeugung in Nordafrika ist eine wichtige Option – und zwar für die nordafrikanischen Länder selbst. Aber auch für diese ist die verbrauchsnahe Erzeugung – also die dezentrale – das sehr viel naheliegendere und schneller realisierbare. Wer etwas von Solarenergie versteht, der weiß, dass es massive – und nicht zuletzt wirtschaftliche – Gründe gibt, nicht die Struktur von atomaren und fossilen Großkraftwerken zu kopieren. Diese Struktur war und ist das größte Hindernis gegenüber der Einführung Erneuerbarer Energien. Es ist merkwürdig, dass selbst Greenpeace das noch nicht verstanden hat."

cuZooN.

05.04.2009 um 12:56 Uhr

Das Ende der Krise

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Die ganzen Horrormeldungen der Krisenberichterstattungspresse erinnern mich immer an die netten Schilder in meinem Lieblingsnachbarland Holland:

"Let op, drempels!"

Mal immer locker bleiben, den Frühling genießen und abwarten. Im Sommer wird durchgestartet.

cuZooN.

24.03.2009 um 12:10 Uhr

Pecunia non olet?

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Warum wollen die Leute, dass ich Versicherungen verkaufe? Was soll das? Sehe ich aus, wie einer, der seine Kumpels beim Bierchen anhaut und belabert, dass mit ihrer Altervorsorge ja wohl noch nicht alles in trockenen Tüchern ist?

Will ich meine Seele verkaufen, um Kohle zu machen? Will ich zum geldgeilen Pseudo-Yuppie mutieren und mit post-pubertierenden Chauvies Verkaufsgespräche trainieren? Steht mir auf der Stirn geschrieben: Arschloch?

Klinkenputzer werden, um neue Klinkenputzer ranzuziehen - das ist ein Schneeballsystem und nichts anderes. Und dahinter? Ein Konzern, der sich dumm und dusselig verdient, denn alles ist out-gesourct: Personalbeschaffung, -ausbildung, -führung. Marketing erledigt der Staat.

No Sir, nicht mit mir!

cuZooN. 

22.03.2009 um 21:14 Uhr

Ich AG

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Hat mal eben jemand eine Geschäftsidee?

cuZooN.

13.03.2009 um 16:07 Uhr

Jack Welch sieht's ein

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Ja wie jetzt?

"Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt " sagt Ex-GE-Chef Jack Welch in der Financial Times.

Ja was denn, auf einmal nicht mehr renditejagend den Aktienwert erhöhen, um jeden Preis?

Hinterher ist man immer schlauer, hä?

cuZooN.

06.03.2009 um 11:02 Uhr

Jakob Fugger, geboren vor 550 Jahren

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Wie alles begann:

J. Fugger zeigt, wie's geht .

Hat jemand was gehört vom Fugger-Day? Der wird nicht gefeiert... Dabei hat er als einer der ersten gezeigt, wie man wirtschaftliche Macht als politische Macht nutzt. Aber wahrscheinlich ist das den ganzen Weltenlenkern peinlich. Oder sie wollen einfach nicht, dass wir, also das "Volk", die Zusammenhänge verstehen.

Es ist alles so offensichtlich. Sie tun es so unverhohlen. Los, schlau machen!

cuZooN.

18.02.2009 um 10:23 Uhr

Nimm' mich mit, Capitän, in die Krise

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Kann es sein, dass es sich bei GM, Chrysler und Co. um Krisen-Trittbrettfahrer handelt? Sie machen sich den allgemeinen Tumult zu nutze und verlangen Staatsknete, weil es ja "sonst noch schlimmer kommt"?

Also: scheiße gewirtschaftet, de facto pleite, facilities werden so oder so geschlossen, Arbeiter so oder so rausgeschmissen - aber wenn wir insolvent gehen, wird's noch übler...?!

Die Bankenkrise ist das Eine. Dafür gibt es Gründe, die einzig bei den Banken liegen. Es ist aber nachvollziehbar, dass ein langes Anhalten der Kreditklemme das Finanzsystem als ganzes erledigt. Mit praktischen Folgen - wie jetzt schon - für die Real-Wirtschaft. Also muss man da ran gehen.

Aber dass Unternehmen, Konzerne, die richtige Produkte herstellen, Verluste machen und deshalb vom Staat gerettet werden sollen...welcher Sinn liegt darin? Und wer glaubt denn wirklich, dass der Staat sich die Kohle in 3, 4 Jahren verzinst wieder zurück hohlt? Da wird den Unternehmen schon noch was zu einfallen...

Also: wenn schon Staatsknete, dann auch verstaatlichen - siehe Hypo Real Estate.

Immerhin verzichten jetzt bereits einige wenige Banken auf Boni- und Dividendenzahlungen.

cuZooN.

17.02.2009 um 20:21 Uhr

Goldman Sucks & Co.

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Nur um mal ein paar Relationen zurecht zu rücken:

cuZooN.

01.02.2009 um 12:00 Uhr

Panem et circensis

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Warum eigentlich eine "Bad Bank" neugründen? Wir haben doch schon so viele davon!

Kaum ist die Abfuckprämie da, die mal wieder nur die begünstigt, die ohnehin Kohle haben, da steigen die Autopreise - find ich gut: nicht ein einziges Auto ist bisher mehr verkauft worden, lediglich die Absichtserklärung einiger Leute, das zu tun, reicht aus, um die Preise anziehen zu lassen. Soll sich keiner beschweren, der Kapitalismus funktioniere nicht mehr...!

Ist ungefähr so, wie mit dem Benzinpreis...- aber lassen wir das.

Der Papst spricht Deutsch, Bayern verliert, der Scheiß-Monat Januar ist rum - was wollen wir mehr?

cuZooN.

23.01.2009 um 21:35 Uhr

Der Krise Lösung

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft

Musik: Kings of Leon: Sex on fire; U2: Zooropa

Gerade wurde ich auf meiner Lieblingsautobahn fast von der Piste gepustet! Da geht ein frischer Wind durchs Land, aber hallo!

Ich muss irgendwie an diese Abfuckprämie kommen! Mann, meine Karre ist grade mal 750 Euro wert! Problem ist natürlich, dass ich keine Kohle für einen Neuwagen habe. Meine Bank ist pleite, da ist nix zu holen.

Das ist im Grunde die ganze Krise: Würde mir die Bank 15.000 Euro für einen Neuwagen leihen, bekäme ich Staatsknete und Steuervergünstigungen, die Autoindustrie wäre happy, die Bank würde verdienen, die Umwelt würde entlastet, mehr Arbeitsplätze würden geschaffen und ich hätte endlich mal mehr als 60 PS unterm Hintern.

cuZooN.

06.01.2009 um 17:40 Uhr

Adolf verpisst sich

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft   Stichwörter: adolf, merckle, ratiopharm

Und schon wieder hat sich ein Adolf vor der Verantwortung gedrückt - naja, so direkt kann man die sicher nicht vergleichen, aber es drängt sich halt auf...

Adolf Merckle hat's nicht ertragen, sein Lebenswerk verspekuliert zu haben und schmeisst sich vor den Zug.  Ist aber auch blöd, wenn man den großen Reibach machen will und dann fuscht Porsche einem einfach dazwischen...

Der totale Verlust von Macht scheint absolute Machtmenschen ins Mark zu treffen. Ich kann da kein Mitleid empfinden. Achtung habe ich vor so einem Schritt erst recht nicht. Und jetzt werden wieder jede Menge Krokodilstränen fliessen...

cuZooN.

12.12.2008 um 17:13 Uhr

Her mit der Kohle, Konsumentenpack!

von: ZooStation   Kategorie: B-Wirtschaft   Stichwörter: finanzkrise, shoppen, kaufen, kohle, kredit, konsum

Mein Reden seit Jahren! Kauft, Leute, kauft! Gebt die Kohle aus, haut sie raus, bis nichts mehr übrig ist, nehmt Kredite auf und kauft noch mehr, verschuldet euch bis über sämtliche Ohren, pumpt euch gegenseitig an, sauft die Deckel voll, jetzt den Neuwagen ("0%-Finanzierung", "bezahlt wird in 12 Monaten"!) angeschafft, Ratenkaufen, Leasing, Dispo, scheißegal, weg mit dem Schotter!

Shoppen fürs Vaterland (Spiegel online).

Es ist eure heilige Pflicht, irgendwie, nur so kommen wir aus der Krise, und mal ehrlich: was ich nicht habe, kann mir auch keine Sorgen machen - gilt das nicht auch für Geld?

cuZooN.