Zwei Sachsen in Züri

25.10.2010 um 06:17 Uhr

Kanada 2010 - Ein Reisebericht in 12 Akten

Westkanada mit den Nationalparks Banff und Jasper stand schon lange auf meinem Reisplan und endlich hat sich Zeit und eine charmante Reisebegleitung gefunden um diesen Traum zu verwirklichen. So bin ich aus Berkeley nach Vancouver geflogen und F. hat sich über London auf den langen Weg über den Atlantik gemacht.

Zusammenfassend lässt sich sagen: endlose Weiten, atemberaubende Bergwelt, unglaublich türkise Bergseen. Zudem mussten wir feststellen, dass Mitte Oktober die Temperaturen in den Keller gehen und dimit die Campingplätze und Touristenattraktionen ihre Pforten schließen. Das Tut dem Genuß aber keinen Abbruch, den dafür hat man bei ausgiebigen Wanderungen  seine Ruhe. Wem diese kleine Zusammenfassung zu kurz ist, der ist herzlich eingeladen sich die folgende ausführliche Beschreibung des Trips in 12 Akten durchzulesen.

Freitag, 08.10.2010

Ich komme am Nachmittag gegen drei in Vancouver an, mit einer halben Stunde Verspätung, da Air Canada in San Francisco die Tür nicht zubekommen hat. Nach ein paar Stunden fröhlichen Paperschreibens am Flughafen kann ich F. um kurz vor acht endlich in Empfang nehmen. Unsere Bleibe für die erste Nacht, das Days Inn Vancouver Airport, überrascht uns mit einem unerwartet luxoriösen Zimmer. Beim gemeinsamen Abendessen im pseudoitalienischen Restaurant ist die Bedienung von unseren Bestellungen so begeistert, dass sie jede Order mit einem netten „Sounds good“ quittieren muss.

Samstag, 09.10.2010

In einem Anflug von viel-sehen-wollen hatten wir den Shuttle zur Vermietstation schon um acht Uhr angefordert. Der Abholservice ist jedoch überpünktlich und wir müssen unser Hotelfrühstück ausfallen lassen. Bei strömendem Regen bringt uns der Fahrer nach Annacis Island zu Fraserway RV Rentals und teilt uns gleich mit, dass es es ein Irrtum sei, dass wir in Vancouver sind - Raincouver sei die korrekte Bezeichnung.

Auch im fernen Kanada ist man vor der Deutschen Sprache nicht sicher. Die Einführung in den Camper wird von Heinz, einem gebürtigen Berliner durchgeführt, der uns sofort als Camping-Greenhorns abstempelt. Den Mietvertrag überreicht uns dann eine Angestelle mit deutlichem Schweizer Akzent und als diese uns dann nach unseren Führerausweisen fragt, fühlen wir uns fast wie daheim. Den Camper zu steuern ist im ersten Augenblick etwas gewöhnungsbedürftig, da der Kasten extrem windanfällig ist und man erstmal lernen muss mit der Breite des rollenden Einfamilienhauses zurecht zu kommen. Unsere erste Etappe führt uns nach Chilliwack zum Einkaufen. Dort zeigt sich, dass die Kanadier sich in Sachen Spiesigkeit sich kaum von ihren US-amerikanischen Nachbarn unterscheiden - eine Dame im Supermarkt findet einen Kuss in der Öffentlichkeit scheinbar sehr empörend - „Oh my god!“. Praktischerweise kann man im Camper die Einkäufe direkt aus dem Einkaufswagen in den Kühlschrank räumen.

Weiter geht die Fahrt durch nahezu menschenleere Gegenden nach Kamloops, das auf der Karte wie eine kleine Metropole anmutet sich aber dann doch als größeres Dorf herausstellt. Entlang des Thompson River fahren wir dann weiter nach Norden bis nach Blue River, wo wir den Campingwart beim Liebesfilmschauen unterbrechen, dieser aber doch ganz froh ist uns als seine ersten Gäste an diesem Tag begrüßen zu dürfen. Kurz vor der Ankunft auf dem Campingplatz machen wir noch Bekanntschaft mit der Kanadischen Polizei. Als es dunkelt überholt uns plötzlich ein Streifenwagen mit Blaulicht und bremst dann hinter dem vor uns fahrenden Fahrzeug ab. Wir sind uns überhaupt nicht sicher, ob wir anhalten sollen oder nicht. Der Polizist macht uns aber sehr schnell klar, dass wir nicht gemeint sind: „I want you out of here“.

Sonntag, 10.10.2010

Die erste nacht im luxoriösen Camper war sehr angenehm. Das Bett über dem Führerhaus ist gemütlich und Dank fließend Wasser und Gasherd ist auch das Kochen ein Kinderspiel. Nach dem Frühstück geht es weiter nach Valemount und durch den Mount Robson National Park hinein in den Jasper National Park. Auf dem Weg nimmt F. noch ein Fußbad im eiskalten Moose Lake, der Trotz Regen und Nebel einen herlichen Anblick bietet. Am Parkeingang müssen wir eine ansehnliche Gebühr von 120 C$ entrichten und die Uhr um eine Stunde vorstellen. Bei der Ankunft auf dem Whistler Campground in Jasper wurden wir zwar vor Elchen und Bären gewarnt, nicht jedoch vor dem Ast, der aufgrund des Windes direkt neben dem Camper auf die Erde schlug.
Am Nachmittag wandern wir dann noch den Maligne Canyon hinunter. Eine atemberaubende Schlucht mit tosenden Wassermassen, die sich tief in das Gestein hineingeschnitten hat. Das Highlight des Abends ist unser erster, und wie sich herausstellen wird auch letzter, Duschgang im wohnmobileigenen Wohnklo.

Montag, 11.10.2010

Die Nacht war bitterkalt, -4°C hatte der Wetterbericht angesagt. Die unfreundliche Dame am Eingang hatte uns zwar mitgeteilt, dass der Campingplatz am Montag seine pforten schließt, als wir aber am Morgen die Toiletten verschlossen vorfinden sind wir doch etwas überrascht. Nachdem wir unsere sieben Sachen zusammengepackt haben steht eine weitere Premiere für uns Campingneulinge an: Sanidump - das Ausleeren und Spülen der Abfallbehälter und Neubefüllen des Frischwassertanks. Es ist alles einfacher als erwartet. Das Ziel des heutigen Tages ist der Maligne Lake. Am Morgen überqueren wir den Fraser River und folgen dem Tal zuerst zum Medicine Lake. Dieser hat keinen oberirdischen Abfluss, wohl aber unterirdische. So erkennt man im See deutlich einen Fluss blauen Gletscherwassers der plötzlich an einer Stelle verschwindet. Das ganze Tal entlang bietet sich ein wunderbares Bergpanorama. Angekommen am Maligne Lake können wir uns anhand der Größe der Parkplätze vorstellen, was hier im Sommer los sein muss und sind froh die etwas kältere aber einsamere Besuchszeit gewählt zu haben. Die Luft ist klar uns kalt, aber beim Aufstieg zu den Bold Hills wird uns schnell warm. Am Wegesrand liegt schon ein Zentimeter Schnee und auf den Bäumen glitzert der Reif. Von der Wanderung aus bietet sich ein wunderebarer Blick auf den Maligne Lake und die umliegende Berglandschaft. Beim Picknick gesellen sich ein paar putzige kleine Vögel zu uns, die uns aus der Hand fressen. Schnell lockt die Nachricht vom Futter auch noch einige ebenso freche Kameraden an. Wir steigen bis auf die 2300 m hinauf und genießen den Ausblick auf den Maligne Lake und die umliegende Bergwelt. Nach etwa 4 Stunden Fußmarsch und 12 km sind wir wieder am Maligne Lake. Der Versuch in Jasper einzukaufen scheitert daran, dass heute das Kanadische Thanks Giving ist - wir werden morgen einen neuen Versuch starten. Danach finden wir uns auf dem Wapiti Campingplatz ein, dem einzigen Winterstellplatz in Jasper der außer Stromversorgung, einem geteerten Parkplatz und ein paar Duschen nicht viel zu bieten hat.

Dienstag, 12.10.2010

Der Wecker reisst uns um 6:30 unsanft aus dem Schlaf. Nach einem kleinen Einkauf im örtlichen Supermarkt fahren wir auf dem Icefields Parkway nach Süden. An dieser Straße reiht sich eine Naturschönheit an die andere. Unseren ersten Fotostop machen wir am Horseshoe Lake, der getreu seinem Namen hufeisenförmig eine pittoreske baumbewachsene Halbinsel umschließt. Kurz darauf folgen die Athabasca Falls und die Sumwapta Falls, wobei uns die Unterscheidung im Nachhinein schwer fällt. Immer wieder bietet sich zwischen den offiziellen Viewpoints die atemberaubende Aussicht auf den mäandernden Athabasca River und die umliegenden Berge.
Am Athabasca Glacier bläst uns ein eiskalter Wind Schneeflocken um die Ohren. Dick eingepackt und durch die Kapuzen beinahe unkenntlich, laufen wir zur Gletscherzunge des Athabasca Glaciers. Auf dem Gletscher sehen wir die Snocoaches - das Tourievent für Bustouristen schlechthin.
Ob der Kälte entscheiden wir uns auf die Wanderung zum Wilcox Pass und die Übernachtung auf 2000 m Höhe direkt am Icefield zu verzichten. Stattdessen fahren wir weiter ins 40 km südlich gelegene Lake Louise. Direkt von der Straße aus bewundern wir die Bridal Veil Falls und wenig später gelangen wir nach 500 m Fußmarsch vom Icefield Parkway zum Mistaya Canyon.
Der Höhepunkt des Tages ist der Peyto Lake. Wie gewohnt kommen wir uns allein auf dem großen Parkplatz etwas verloren vor. Nach einem 10 minütigen Fußmarsch auf sandalentouristentauglichen Teerwegen kommen wir zum Bow Summit Aussichtspunkt. Unten im Tal liegt der türkisgründe Peyto Lake. Wir laufen etwas weiter einem kleinen schneebedeckten Pfad entlang und kommen zu einem noch besserren Aussichtspunkt von dem aus sich der ganze See und das Tal überblicken lassen. Auf der Fahrt nach Lake Louise bricht langsam die Nacht herein und ich drücke mich unabsichtlich zum zweiten Mal um eine Nachtfahrt. Die Nacht verbringen wir auf dem Lake Louise Trailer Campground, den wir nach Einbruch der Dunkelheit erreichen. Wie wir später feststellen fährt die Canadian Pacific Railway mit ihren schweren Dieselloks direkt durch unseren Vorgarten und am Morgen weckt uns unsanft der Preßlufthammer einer benachbarten Baustelle - der Dumpstation des Campingplatzes.

Mittwoch, 13.10.2010

Nachdem der Preßlufthammer uns unsaft aus dem Schlaf gerissen hatte fahren wir die 8 km lange Straße hinauf zum Lake Louise. Das „Fairmont Lac Louise“ Hotel soll angeblich im Jahre 1880 von der Canadian Pacific Railway gebaut worden sein, mutet aber eher wie ein auf ein bisschen alt getrimmter Betonklotz an. Am See entlang wandern wir der Plain of Six Glaciers entgegen. Wir steigen erst durch den Wald und dann einer Seitenmoräne entlang hinauf zum Plain of the Six Glaciers Teahouse. Am Namen merkt man schon den Britischen Einfluss, denn das Teahause ähnelt vom Aussehen her eher einer Schweizer Berghütte. Beim Aufstieg läuft uns ein bieberartiges, perlziges Etwas über den Weg. Das putzige Tierchen mault zwar über unser Eindringen in sein Revier, lässt sich aber durch uns nicht sonderlich zur Eile antreiben. Wie wir am Abend einer Schautafel entnehmen trägt unser pelziger Freund den Namen Wolverine. Es ist beeindruckend und erschreckend zugleich, beim Anblick der Seitenmoränen und der kläglichen Überreste des Victoria-Gletschers zu sehen, welchen Einfluss der Mensch doch auf die Natur hat. Wir folgen dem gesperrten Weg zum Plain of the Six Glaciers Viewpoint ein Stück bis uns der durch einen Erdrutsch unterbrochene Weg zur Umkehr zwingt. Zurück am Teahouse können wir uns vor Lachen kaum halten, als wir sehen, wie ein kleines Eichhörnchen versucht unter großen Kraftanstrengungen einen Pullover in den Wald zu ziehen. Es lässt sich von unserer Anwesenheit auch nicht von seinem Vorhaben abbringen und kämpft tapfer weiter. Nach einer kleinen Stärkung folgen wir dem Highline Trail durch den Wald zum Big Beehive Aussichtspunkt. Von diesem Hochplateau sieht der Lake Louise ähnlich türkis aus wie der Peyto Lake. Der Aussichtspunkt wurde im Jahre 1918 errichtet, wie uns zwei Arbeiter berichten, die gerade dabei sind ihre Werkzeuge zusammenzupacken. Wir treffen die beiden später beim Abstieg ins Tal - ein langer Arbeitsweg. Der Big Beehive beeindruckt nicht nur durch die schöne Aussicht sondern auch durch den Bewuchs - eine Mischung aus grünen und abgestorbenen Kiefern. Am Lake Agnes und am Mirror Lake wandern wir zurück ins Tal.  Auf dem weiteren Weg ins Tal kommen uns noch eine eingedieselte Joggerin und ein flotter Wanderer, gefolgt von seiner Frau in 100 m abstand, entgegen. Nach 16.5 km und 850 Höhenmetern sind wir reichlich Kaputt aber froh diese lohnende Strapaze auf uns genommen zu haben. Am Abend fahren wir noch einmal ins „Lake Louise Village Centre“, das sich lediglich als eine kleine Sammlung von Geschäften herausstellt. Als ich föstelnd in das Sanitärgebäude komme, treffe ich einen Australier, der mit seiner Frau in einem Kombi übernachtet. Meine Frage nach der Heizung beantwortet er lächelnd mit einem „Heating? - What is heating?“. Er sei es gewohnt ohne Heizung auszukommen.

Donnerstag, 14.10.2010

Die Nacht war bitterkalt und dementsprechend lief unsere Heizung auf Hochtouren. Nach dem Frühstück fahren wir erstmal wieder ins Village Centre, um uns im Outdoorshop mit einem neuen First Layer und langen Unterhosen auszustatten. Nach einem Besuch im ausgestorbenen Visitor Centre füllen wir dann noch an der Tankstelle Benzin und Propangas nach. Letzteres dauert etwas länger als erwartet, da der etwas verloddert ausschauende Tankwart erstmal gemütlich neben der Gastankanlage seine Zigarette zu ende Rauchen muss. Nach der kalten Nacht sind wir erleichtert, wieder einen vollen Gastank zu haben und noch erleichterter darüber, dass das gar nicht so teuer ist. Anschließend machen wir uns auf dem Bow River Parkway auf den Weg nach Süden in Richtung Banff. Wie schon am Icefield Parkway kommt man hier vor lauter Viewpoints nicht so richtig voran. Besonders hübsch ist das Baker Creek. Das Wetter verwöhnt uns heute mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein.
Am Nachmittag starten wir unsere Tageswanderung entlang des Johnston Canyon. Die ersten 3 km in der Klamm bis zu den Lower und Upper Johnston Falls ist mit betonierten Wegen und eisernen Stegen für die Stöckelschuhtouristen hergerichtet worden. Am Upper Fall warnt ein Schild vor dem jetzt beginnenden schwierigen Backcountry Trail - unserer Meinung nach ein ganz normaler Waldweg. Diesem folgen wir bis hinauf zu den Inkpots, fünf kleinen Teichen, die durch aufsteigendes sedimenthaltiges Wasser verschiedene Blautöne aufweisen.  Insgesamt wandern wir 11,5 km mit 355 Höhenmetern. Auf den letzten Kilometern bis hinab nach Banff erwarten uns weitere spannende Aussichten auf die Atemberaubende Landschaft und den zunehmenden Mond. Gesellschaft leisten uns einige Rehe am Wegesrand. Die Nacht verbringen wir auf dem Tunnel Village Campground.

Freitag, 15.10.2010

Nachdem der gestrige Abend überraschend warm war wehen uns heute Morgen Schneeflocken um die Ohren. Nach dem Frühstücken, Duschen und Dumpen (Das geht beim zweiten mal etwas leichter von der Hand) bewundern wir zuerst die „Hodoos“, säulenartige Sandsteinformationen, und den Blick ins Tal. Dieser wird von einem weiteren Betonklotz getrübt, dem Fairmont Banff Springs Hotel. Vor lauter Nebel sind einige der umliegenden Berge nicht zu sehen, u.a. „Mount Brett“ - wahrscheinlich schon „Closed for the Season“. Lang halten wir es vor Kälte nicht aus und fahren daher weiter zum Lake Minewanka etwas östlich von Banff. Dick eingepackt um dem kalten Wind zu trotzen bewundern wir die atemberaubende Kulisse. Wir fahren ein Stück ins Tal zurück und Parken unser mobiles Heim am Bankhead Parkplatz. Die Wanderung zum C-Level Cirque führt vorbei an einer ehemaligen Kohlemine, der Upper Bankhead Mine. Von dort genießen wir den Ausblick zum Lake Minewanka. Beim weiteren Aufsteig durch den Wald nimmt der Schneefall zu und die Umgebung ist mehr und mehr in weiß gehüllt. Als wir aus am C-Level Cirque aus dem Wald treten verperren uns Wolken und dichtes Schneetreiben den Blick auf die umliegenden Berge. Wieder in Banff angekommen gönnen wir uns einen wärmenden Kaffee und ein paar kleine Leckereien im Wild Flour Café. Banff selbst ist wesentlich größer als Jasper und Lake Louise. Leider geht dieses plus an Größe mit einem Minus an Authetizität einher - kurz: Banff ist ein Kaff für reiche Schnösel. Die Gebüde vermitteln ein künstliches Alpenflair und neben den obligatorischen Touriramschläden findet sich auch eine Dependance von Louis Vuitton. Als Ausklang des Tages hatten wir uns vorgenommen in den örtlichen Thermalbädern abzubaden. Dort angekommen stellen wir jedoch zu unserem Leidwesen fest, dass auch hier gilt „Closed for the Season“. Daher kehren wir zum Campingplatz zurück und machen uns einen gemütlichen Abend in unserer Sitzecke.

Samstag, 16.10.2010

Als amtierender Naked Man in the Snow (NMiS) beginne ich meinen Tag mit einem kleinen Morgenspaziergang zu den Sanitäranlagen bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt - OKF und mit kurzen Hosen versteht sich. Heute machen wir uns auf die lange Rückreise nach Vancouver. Zuerst führt uns der Trans Canada Highway zurück nach Lake Louise, von wo aus wir zum Kicking Horse Pass weiterfahren. Dort überqueren wir sowohl die Grenze zwischen Alberta und British Columbia als auch die Grenze zum Yoho National Park. Auch dieser Nationalpark wartet mit reichlich Sehenswertem auf. Wir beschränken uns jedoch auf einen Besuch beim Emerald Lake und der Natural Bridge. Letztere macht ihrem Namen alle Ehre, denn der Kicking Horse River hat sich an dieser Stelle senkrecht in den Felsen gebohrt um ein paar Meter weiter Flussabwärts aus einem weiteren Loch im Felsen wieder hervorzukommen. Von der Natural Bridge aus führt eine 8 km lange Straße zum Emerald Lake. Auch wenn wir uns langsam an die türkisen Bergseen gewöhnt haben sollten ist es wieder ein „ohhh“-Erlebnis ein paar Meter an dem von schneebedeckten Bergen umgebenen See entlangzuwandern. Ein paar Holzhütten und Boote sorgen dafür, dass die Kamera wieder reichlich zu Tun hat. Wir fahren weiter entlang des Highway 1 nach Golden, wo uns Tim Hortons mit dem dringend benötigten und leckeren French Vanilla Latte versorgt. Neben der Bergwelt links und rechts der Straße ist die Straße selbst ein Erlebnis. Kurvenreich windet sie sich am Berg entlang und man kann sich vorstellen welche Anstrengungen man auf sich nehmen musste um diese Verkehrsader quer durch den Kontinent zu bauen. Der nächste Nationalpark entlang der Strecke lässt nicht lange auf sich warten. Im Glacier National Park überqueren wir auch wieder die Zeitzonengrenze zur Pacific Standard Time (nicht das wir wirklich unsere Uhren umgestellt hätten). Kurz nach der Zeitzonengrenze überqueren wir den Rogers Pass, wo 1962 der 7200 km lange Highway 1 fertiggestellt wurde - die erste geteerte Straße die Kanada von Osten nach Westen durchquert. Weiter geht es durch den Mt. Revelstoke National Park in die Ortschaft Revelstoke. Auch wenn die Blattfärbung schon auf dem Weg aus den Rocky Mountains heraus zunahm so bietet sich uns jetzt ein wahres Feuerwerk an Blattfärbungen von Rot über Orange bis Gelb. Die Abendsonne macht dieses Erlebnis noch eindrucksvoller. Beim letzten Sonnenlicht genießen wir den Ausblick über den Shuswap Lake in Salmon Arm. Die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich heute etwas schwieriger als bisher. Eigentlich ist unser Tagesziel ja Kamloops, aber der einbrechenden Dunkelheit wegen versuchen wir schon etwas eher einen schön gelegenen Campinplatz zu finden. Leider sind alle Aspiranten schon im Winterschlaf und wir verbringen die Nacht schließlich im Kamloops RV Park, verkehrsgünstig direkt am Highway 1 gelegen. Für 35 C$ sind mittelmäßige Sanitäreinrichtungen und der Lärm der Autobahn und der nahen Bahnlinie inklusive. Wie wir am nächsten Morgen feststellen teilen wir uns den Campingplatz mit einigen riesigen Wohnbussen gegen die unser Camper niedlich anmutet.

Sonntag, 17.10.2010

Wir entscheiden uns eine Alternativroute zurück nach Vancouver zu nehmen. Statt dem Highway 5 nach Süden zu folgen fahren wir nach Westen in Richtung Cache Creek. Nach und nach weicht die kahle, steppenartige Landschaft etwas angenehmer anzusehenden bewaldeten Hügeln. Auf dem Highway 99, dem Sea-to-Sky-Highway fahren wir vorbei am Pavilion Lake nach Lillooet. Kurz nach Lillooet wird es abenteurlich, die Straße wird eindeutig steiler, die Brücken sind auf einmal einspurig und hin und wieder ist ein Stück der Straße ungeteert - soviel zum Thema Highway. Jedoch scheint die Regierung von British Columbia viel Geld in den Straßenbau zu investieren. Als uns ein humanes Ampelmännchen anhält erkennen wir den Sinn dieser interaktiven Ampelanlage. Die Frau informiert uns, dass die Straße auf unserer Seite geteert wird und dass wir einfach auf der Gegenfahrspur bleiben sollen bis wir ihren Kollegen auf der anderen Seite der Baustelle sehen. Nach der Baustelle windet sich die Straße weiter durch die Farbenpracht des Indian Summer. Der Highway 99 hat das auf den Straßenschildern ausgewiesene Prädikat „scenic“ wahrlich verdient. Kurz nach Pamperton wird die Straße besser und bald kommen wir in Whistler an, dem Austragungsort der alpinen Wettkämpfe der olympischen Winterspiele 2010. Wie schon Banff mutet Alles etwas künstlich, aber sehr aufgeräumt an. Neben drei Vertretungen von Starbucks findet man noch alles andere was das Skifahrerherz begehrt. Nach einem kurzen Spaziergang fahren wir weiter nach Süden dem Pazifik entgegen. Wir übernachten auf dem Eagle Vista RV resort in Squamish, dem Campingplatz mit den luxoriösesten Sanitäranlagen des gesamten Trips.

Montag, 18.10.2010

Die letzten Kilometer unserer Rundreise führen uns an der Küste entlang nach Vancouver. Nachdem wir letztmalig den Durst unseres durstigen Wohnmobils gestillt haben geben wir den Camper fristgerecht bei Fraserway ab. Natürlich wird der Papierkram wieder von der uns bekannten Deutschschweizerin erledigt. Das Fazit unserer Rundreise: 2370 km und 460 l Benzin.
Mit dem Shuttlebus fahren wir nach Downtown Vancouver und steigen im Hotel Century Plaza ab. Die Erschöpfung ist uns nach dem Trip deutlich anzumerken, denn die Motivation für Sightseeing ist am Boden. So genießen wir nach einem kurzen Spaziergang zum Convention Centre ein leckeres Abendessen im Boathouse. Sowohl mein Thunfischsteak als auch F.'s Schwertfisch sind köstlich.

Dienstag, 19.10.2010

Nach dem Aufstehen gibt es drip coffee aus der zimmereigenen Kaffemaschine der unser Bedürfnis nach einem guten Kaffee nicht gestillt hat. Leider wird das nicht besser als wir unseren Frühstücksgutschein im Hoteleigenen Kaffee einlösen. Trotzdem können wir uns zu einem Spaziergang durch Chinatown und die Gastown motivieren. Leider können wir beide Vancouver nicht viel abgewinnen, man fühlt sich in der etwas schmuddeligen Stadt nicht wirklich sicher.
Am Abend fliege ich zurück nach Berkeley und F. über London zurück nach Zürich. Erstaunlich ist, dass ich die Einreise in die USA schon am Flughafen in Vancouver erledigen muss - und plötzlich stehe ich auf kanadischem Boden vor einem „Welcome to the United States“-Schild.

05.08.2010 um 12:08 Uhr

Aus den Bergen in die Berge

Theoretische Physiker sind manchmal gar nicht so Weltfremd – zumindest, wenn es darum geht im Sommer Arbeit und Vergnügen in Einklang zu bringen. In den USA sind die Workshops in Aspen in den Rocky Mountains legendär, was einige spanische Wissenschaftler verleitet hat in Benasque in den Pyrenäen ein ähnliches Konferenzzentrum zu gründen. Ich als Bergfreak musste die Anmeldung nicht lange überdenken als für diesen Sommer der Workshop „Modern Cosmology“ in eben diesem Konferenzzentrum angekündigt wurde.

Das einzige Problem an einem Workshop in einem Bergdorf ist die Anreise, die noch erschwert wird, wenn man sein Rennrad als Gepäck dabei hat. Der Flug von Zürich nach Barcelona war noch der einfachste Teil. Daran schlossen sich aber leider 6 Stunden warten auf den Busshuttle und eine fünfstündige Busfahrt an.

Benasque selbst ist ein ziemlich touristisches Bergdorf auf 1100 m Höhe. Das man trotz der Alpenatmosphäre noch in Spanien ist merkt man unter anderem daran, dass der Workshop am Nachmittag für die Siesta unterbrochen wird, um dann gegen 17 Uhr fortgesetzt zu werden. Diese Pause habe ich genutzt um die umliegenden Berge mit dem Rad zu erkunden. Ich hoffe, nach diesem zweiwöchigen Klettertraining beim Velotraining in Zürich zumindestens ansatzweise mit den Tessiner Bergziegen mithalten zu können.

Von Benasque
Von Benasque

Konferenzen und Workshops bieten immer wieder die Möglichkeit die eigene Arbeit mit einem Vortrag vorzustellen – zumindest, wenn die Technik mitspielt. Als es Zeit für meinen Vortrag war hat sich mein Laptop netterweise überlegt, kurzerhand den Geist aufzugeben. Notgedrungen habe ich dann einen Tafelvortrag improvisiert, der aber weder mich noch das Publikum so richtig überzeugen konnte. Für den zweiten Teil hatte ich den Vortrag dann vorsichtshalber ins Web hochgeladen, aber nachdem das Dokument zu 60 % auf den Konferenz-PC heruntergeladen war, ist das Drahtlosnetzwerk im Konferenzzentrum zusammengebrochen. Nach ein bisschen Bastelei habe ich es dann aber schließlich doch noch geschafft wenigstens den zweiten Teil meines Vortrages einigermaßen zu Präsentieren. Ich bin gespannt, was nächsten Freitag passiert, das ist dann der 13.


28.07.2010 um 11:38 Uhr

Morgendlicher Ausritt in die Berge

Wenn im Sommer bei guter Sicht die Alpen am Horizont auftauchen lechzen meine Beine nach einer Radtour in den Bergen. Da sich am Wochenende irgendwie kein Termin finden lies, der sowohl Joachim als auch mir passte, entschieden wir uns für eine Guten-Morgen-Tour unter der Woche. Um sechs auf den Zug zu springen erfordert schon einen kleinen Kampf mit dem inneren Schweinehund, der sich um diese Uhrzeit im Bett scheinbar recht wohl fühlt. Aber der Kampf hat sich definitiv gelohnt, denn als Belohnung konnten wir erleben wie die Sonne über den Bergen aufging. Eine Steigerung erfuhr die wunderschöne Morgestimmung durch den tosenden Bergbach, den die Serpentinen hinauf zum Obersee oberhalb von Näfels mehrmals überqueren. Nach einer kurzen Pause um den pittoresken Alpensee zu bestaunen kletterten wir dann weiter das Tal hinauf, bis das Ende der Teerstraße uns zur Umkehr zwang.

Von Obersee
Von Obersee

Nachdem wir mit der verbleibenden Energie noch ein kleines Seitental hinaufgeradelt waren, fanden wir beide, dass es nun definitiv Zeit für einen Besuch beim Bäcker sei. Der verwöhnte uns dann mit unglaublich guten Laugenstangen – so gut, dass wir den Bäcker um all die verbleibenden Laugenstangen erleichterten. Gegen 11 waren wir dann zurück am Institut, das ist zwar ziemlich spät, dafür war ich aber extrem munter und wesentlich motivierter als sonst um diese Uhrzeit.

21.07.2010 um 00:35 Uhr

Felsenputzer

Die Schweizer Bergwelt macht eigentlich einen recht sauberen Eindruck, aber den Eidgenossen scheint das nicht zu genügen, so dass sie kurzerhand die Felsenputzer-Eingreiftruppe gegründet haben:Felsenputzer-Website

27.06.2010 um 12:23 Uhr

Fichkona 2010 – Wir fahren Baden

Die Fichkona, die dieses Jahr zum 13. mal stattfand ist ein 600 km non-stop Radmarathon vom Fichtelberg zum Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt Rügens. Eigentlich hatte ich schon vor fünf Jahren geplant direkt nach meinen Abiturprüfungen an der Fichkona teilzunehmen, diesen Plan aber zugusten der Lernerei wieder aufgegeben. Seit dem schiebe ich dieses hehre Ziel vor mir her. Erst jetzt als chronisch gelangweilter und überbezahlter Doktorand konnte ich mich dazu durchringen das Ziel erneut etwas konkreter ins Auge zu fassen. Der erste Schritt bestand in der frühzeitige Anmeldung. Diese war extrem wichtig, denn die 180 Startplätze waren innerhalb einer Stunde nach Anmeldungsbeginn vergriffen. Spinning während der kalten Jahreszeit und regelmäßige Teilnahme an den ASVZ Trainings waren der Kern meiner Vorbereitung für die Fichkona. Aufgrund eines Besuchsmarathons und einiger Dienstreisen war leider keine Zeit für lange Vorbereitungstouren, so dass ich am 26. Juni mit 2000 km in den Beinen und einer maximalen Tagesleistung von 200 km ziemlich schlecht vorbereitet fühlte. Zu meiner Entschuldigung muss ich jedoch anbringen, dass Petrus mein Training immer wieder durch Regen boykottiert hatte und ich mich mehrmals beim Schlauchwechseln bei strömendem Regen gefragt habe, wieso ich den ganzen Scheiss überhaupt auf mich nehme. Jedenfalls stand ich am 26. Juni morgens um 8 Uhr bei Nebel und frostigem Wind auf dem Fichtelberg und habe meinen Drahtesel für den kleinen Ausritt an die Ostsee gesattelt. Auch meinem Rad war bei dem Gedanken gleich 600 km am Stück zu fahren scheinbar nicht ganz wohl, denn beim letzten Aufpumpen hat sich das Ventil am Vorderrad entschlossen, den Geist aufzugeben und ich habe mich erneut im Schnellschlauchwechseln geübt. Nachdem die unterwegs benötigten Klammotten in den Besenwagen verladen waren fiel um 10 Uhr der Startschuss und das Feld rollte geschlossen hinunter nach Bärenstein. Nachdem sich die Gruppen 1 und 4 vom Rest des Feldes separiert hatte stand erst einmal ein Rote-Ampel-Marathon durch Chemnitz an. Es ist unverständlich warum nicht wie in den letzten Jahren eine Polizeieskorte für eine rasche durchfahrt sorgte. Zusammen mit Gruppe 2 ging es dann rasant zur ersten Rast in Bernsdorf nach 88 km. Die Verpflegung war echt super, belegte Brote, Nudelsalat, Viba-Riegel, Obst, Kuchen, Schokolade haben sehr geholfen die Motivation aufrecht zu halten.


Startvorbereitung auf dem Fichtelberg

Eines der Highlights war sicher die Fahrt durch Potsdam mit Polizeieskorte, ohne auf die Ampeln zu achten mit 30 Sachen durch die Stadt zu rasen hat schon seinen Reiz. Leider folgte direkt darauf der Einbruch der Dunkelheit. Die Abenddämmerung war noch spannenend, Heissluftballons, der aufgehende Vollmond und der Sonnenuntergang waren sehenswert. Doch mit dem Einschalten der Fahrradbeleuchtung setzte auch das Frösteln ein, so dass ich bei der nächsten Rast in Gransee nach 367 km nach dem Genuss einer wärmenden Brühe lieber noch die warme Radjacke aus dem Kleidungssack holte. Nach etwa 400 km gegen 2 Uhr Nachts hatte mein Schaltbowdenzug genug und ich hatte das Vergnügen die nächsten 30 km bis zur nächsten Pinkelpause im höchsten vorhandenenen Gang zurückzulegen. Währen des Pinkelstops gelang es mir trotz der genervten Mitfahrer, die dringend weiter wollten, mit dem Licht der Kopflampe meinen Schaltbowdenzug auszutauschen und so die Schaltung wieder einigermaßen funktionsfähig zu machen. Ich hatte schon gedacht, dass ich wegen dieses technischen Defekts aufgeben muss, doch zum Glück war im Besenwagen ein Ersatzbowdenzug vorhanden – ab sofort auch in meiner Radtasche. Die Führungsarbeit in den Nachtstunden war sehr schwierig, insbesondere das Tempo über die Hügel Nordbrandenburgs aufrechtzuhalten, obwohl man nur dass Blinklicht des Führunsfahrzeugs vor sich sieht.

Eine große Erleichterung ging durch die Gruppe als am Horizont der erste orange Schimmer das Morgengrauen ankündigte. Das Vogelgezwitscher und die von der tiefstehenden Sonne beleuchteten Nebelschwaden in den Tälern ließen auch die beißende Kälte schnell vergessen. Die schlimmste Phase waren die Morgenstunden nach der Durchfahrt durch Neubrandenburg, ewig lange schnurgerade Alleen, der Hintern schmerzt höllisch und man muss all seine Konzentration aufbringen um nicht dem Sekundenschlaf nachzugeben. Ich habe mir dann trotz Angst vor Magenbeschwerden irgendwann ein Red Bull aus dem Begleitfahrzeug reichen lassen und so die nächsten Kilometer überbrücken können. Nach 500 Kilometern hat sich dann auch noch mein Flaschenhalter gelockert, den ich jedoch nachdem die Flasche in die Trikottschasche umquartiert worden war, provisorisch während der Fahrt wieder befestigen konnte.

Erst die Überquerung der neuen Rügenbrücke auf einer für uns gesperrten Spur sorgte wieder für Hochstimmung im Fahrerfeld. Wir waren uns zwar alle bewusst, dass uns auf der Insel noch etwa 70 km bevorstehen, doch schon das Erreichen der Ostsee war für uns ein großes Erfolgserlebnis – der Rest ist Kür. Nach einer letzten Pause in Samtens, die ich vor allem genutzt habe um meinem Hintern etwas Erholung zu gönnen, haben wir dann im gemäßigten Tempo die Hügel Rügens in Angriff genommen. Die letzte Große Herrausforderung war die Hassliebe von Sagard, ein 1 km langes Stück mit ziemlich rauem Kopfsteinpflaster. Erstaunlicherweise hat mir aber der rasante Ritt über die Pflastersteine noch einmal einen Motivationsschub verpasst. Es war noch genug Kraft vorhanden um aus dem Sattel zu gehen und so die Schmerzen in Grenzen zu halten.

Besonders erstaunlich fand ich den Zusamenhalt in meiner Gruppe, 20 km vor dem Ziel wurden die zwei mitfahrenden Frauen an die Spitze des Feldes geholt. Unbeschreiblich ist das Gefühl, als der Leuchtturm von Kap Arkona das erste Mal in Sicht kam. Ein 22 jähriger Mitfahrer stürzte 500 m vor dem Ziel infolge eines abrupten Bremsmanövers, doch die Gruppe wartete bis er wieder auf dem Rad saß und erst dann ging es den letzte Hügel hinauf zum Kap Arkona. Ich kann das Gefühl beim Überqueren der Ziellinie nicht in Worte fassen, es ist unbeschreiblich und ohne jeden Zweifel all die vorrangegangenen Qualen wert. Ich bin zugegebenermaßen nicht nahe am Wasser gebaut, aber in diesem Moment konnte ich die Freudentränen nicht zurückhalten. Es war erhebend, die Zielzeit von 25 h und 15 Minuten ist vollkommen unbedeutend, denn der Hauptgegner bei dieser Tour ist der innere Schweinehund, und der hat eine gnadenlose K.O. Niederlage davongetragen.


Finisher an der Steilküste von Kap Arkona

Mehr Bilder auf Picasa