About my soul

20.08.2012 um 11:22 Uhr

Vielleicht muß man die Liebe gefühlt haben, um die Freundschaft richtig zu erkennen. (Sébastien-Roch Nicolas de Chamfort)

von: abbygail   Kategorie: Erinnerungen

Manchmal denke ich darüber nach, warum wir zu einigen Menschen eine unglaublich enge Verbindung spüren. Warum uns von den vielen Menschen, die uns begegnen, diese paar wenigen so nahe stehen, dass man manchmal nicht mehr trennen kann zwischen "Ich" und "Du".

Er und ich sind uns begegnet, weil es nicht anders sein konnte. Wie sollte ich jemanden nicht wahrnehmen, mich nicht näher mit jemanden auseinandersetzen, der mehrmals wöchentlich neben mir sitzt. Mich zuquasselt, mir alles mögliche aus seinem Leben erzählt und redet, redet, redet. Und ich habe gezweifelt, ob dieser Mensch wirklich jemand ist, dem ich mehr meiner Zeit, meines Lebens, meiner Nähe geben sollte. Andererseits wusste ich von Anfang an, dass es nicht gewöhnlich ablaufen würde, dass ich keine Wahl habe.
Und nachdem er redete und ich zuhörte, nachdem er mich eingenommen hatte, mir alles entlockte, was ich sonst kaum jemanden gab und verstand was ich sagte, owbohl ich die meiste Zeit schwieg war ich mir plötzlich bewusst, dieser Mensch wird den Rest meines Lebens auf die ein oder andere Weise an ihn gebunden sein.

Das war vor etwas mehr als einem Jahr. Ich liebe ihn, als Freund, als jemand der so gänzlich anders ist als ich. Manchmal überkommt mich der Wahnsinn und ich glaube ihn mehr zu lieben, mehr als Freundschaft zu empfinden. Es ist der innige Wunsch nach etwas, das nicht existiert.

Das letzte Jahr war eines der besten und trotzdem manchmal so abgrundtief erschütternd, dass ich dachte es zerreiße mich. Und wir haben uns verletzt, ignoriert und manchmal gehofft diese Freundschaft würde gehen, wie sie kam. Denn echte Freundschaften fordern manchmal viel mehr, mehr als wir an Kraft aufbringen können - Und sie geben uns Kraft an Stellen, wo wir dachten es sei alles gesagt und getan.

Öfter als mir lieb ist würde ich gerne alle Nachrichten, alle Nummern löschen, vergessen wo er ist, wo er lebt, wie er lebt. Und ich habe es getan. Zurück blieben all diese Erinnerungen, diese vielen Stunden in denen wir gelacht haben, in denen wir geweint haben, ohne verurteilt zu werden.
Die Gewissheit, ich werde ihn in Zukunft an meiner Seite haben, ab und zu seine Stimme am Telefon hören, eine Karte im Briefkasten finden, ihn an Geburtstagen in die Arme schließen, ist größer als jeder Zweifel.

07.08.2012 um 15:20 Uhr

Und schwups...

...ist man Studentin. Kaum zu glauben, ab 1. 09. studiere ich BWL.
Ich verspreche es wird hier weiter gehen...wenn ich realisiert habe, was hier grade passiert ;)

10.07.2012 um 23:17 Uhr

Lange ists her...

...dass ich hier gewesen bin.
Warum ich mich gerade heute wieder hier eingeloggt habe, warum ich gerade jetzt daran gedacht habe, wie schön es wäre wieder mal ein paar Zeilen hier zu lassen. Es hat sich so viel verändert, es hat sich so viel getan bei mir, mit mir, mit meinem Umfeld.
So viel, dass ich nicht weiß ob es jemals hier hinpassen würde. Ob ich worte finden werde. Wir werden sehen.

Aber das was kommt wird hier vielleicht einen Platz finden. Erst jetzt merke ich, dass mir dieser Ort gefehlt hat.
Niederschreiben, was einen bewegt ist vielleicht das befreiendste, was es gibt.

11.01.2010 um 19:35 Uhr

Innere Leere

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch

Musik: Bon Iver & St. Vincent ~ Roslyn

Jetzt, nach den Winterferien, fange ich ganz von vorne an. Wieder diese schlaflosen Nächte, diese lähmende Angst. Ich habe dieses Gefühl, wie ich es in letzter Zeit fühle, noch nie wahr genommen. Als würde ich implodieren. Ständig auf der Suche, immer in Gedanken und am Ende eines Tages doch nie zufrieden mit mir. Als würde ich etwas verpassen, als würde da draußen die große Party ohne mich laufen.
Und so verbringe ich meine Wochenenden bei den neuen "Freunden", die eigentlich keine sind, aber gerne welche wären. Früher hätte ich sie aufgeklärt, heute weiß ich, dass sie es wahrscheinlich niemals verstehen werden. Also lasse ich es, sie sind glücklich und geben mir damit zumindest die Freiheit mich nicht ständig für mich selbst entschuldigen zu müssen. Doch mir tut es eigentlich weh. Ich kann nicht mit ihnen, denn sie verlangen von mir ein unglaubliches Maß an Oberflächlichkeit, welches ich einfach nicht aufbringen kann. Doch ohne sie bin ich noch leerer. Es ist einfacher die Leere im Inneren mit Belanglosigkeiten zu füllen, als sie leer zu lassen.
Aber Weißmehl macht einfach nicht so satt, wie Vollkornmehl.
Es tut mir weh, sie für meinen Zweck benutzen zu müssen, aber wenn dieses Vakuum in mir zu groß wird, habe ich Angst wirklich eines Tages zu implodieren. Dieser Zustand hat mich schon so lange aufgeregt, aber noch nie hat er mich so geängstigt wie jetzt. Es geht nicht mehr um das Alleinsein, sondern um die innere Leere. Irgendwann bin ich ermüdet, immer diesen wahnsinnigen Hunger in mir zu stillen. Ein Hunger nach etwas, das mich erfüllen kann. Dieses spezielle Lächeln, diese spezielle Stimme, dieser spezielle Mensch der mich erlöst.
Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob es ein anderer Mensch sein kann, der mein Inneres füllt. Vielleicht bin ich es selbst, die nach einer Lösung suchen muss. Vielleicht ist hoffen allein nicht genug. Aber da ist die Schule, die immer so lähmend langsam ist. Die mir immer das Gefühl gibt, sie würde mir Zeit rauben. Ich arbeite gegen die Zeit und schaffe es doch nie, denn sie ist schneller.
Und so sitze ich manchmal träumend da und blicke aus dem Biologieraum raus in die ferne weite Welt. Das geht gut, denn die Schule ist auf einem Hügel gebaut und Biologie findet immer im 2.Stock statt. Die weite Fensterfront ist so einladend, dass meine Augen keinen anderen Weg finden, wie hinaus. Hinaus in diese Farbenprächtige, laute und doch so stille Welt. Es ist, als würde man mir einen Schleier abnehmen und vor mir breitet sich ein ganzes Universum an neuen Gedanken aus. Meine nahe Umgebung, dieser von Gemurmel vergiftete und viel zu enge Raum erbleicht zu einer unwirklichen Erscheinung. Aber diese Freiheit währt nicht lange, denn das bleiche Grau frisst an den Rändern meines Bewusstseins, wie das Tageslicht am Schlaf.

27.12.2009 um 12:47 Uhr

Weißt du....

von: abbygail   Kategorie: Gedanken, Zitate und Gedichte   Stichwörter: Ruhe

Musik: Robbie Williams

....manchmal ist es gut, einfach da zu sitzen, eine Tasse Tee zu trinken und der Welt beim rotieren zu zuschauen....

26.12.2009 um 17:17 Uhr

Jede Geschichte hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. (Jean-Luc Godard)

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Filme, Jean, Luc, Godard, Tod, Ende, Anfang, Mitte, Happyend

Musik: Muse ~ Supermassive Blackhole

"Jede Geschichte hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge." (Jean-Luc Godard)


Es gibt Filme, die mit dem Ende beginnen und sich dann vom Anfang aus, über die Mitte, wieder zum Ende arbeiten. Ich mag es zu wissen, wie es ausgeht. So wird einem der Spannungsdruck genommen. Es ist klar, wie es ausgeht und man kann sich auf den Weg dorthin konzentrieren. Bei Büchern beginne ich mit den letzten Seiten und lese dann ganz gewöhnlich weiter auf der ersten Seite. Ganz sicher breche ich damit jeden noch so kunstvoll vom Autor gesponnen Spannungsbogen. Aber nur so habe ich genug Ruhe, um die Charaktere wahr zu nehmen. Diese einzelnen Facetten, versteckten Pointen und noch so winzigen Details entgehen mir nicht mehr so schnell.

Wie das wohl wäre?
Wie es wohl wäre zu wissen, wie unser Leben endet? Wie unsere letzten Wochen aussehen, mit wem und wo wir sie verbringen werden? Ich kann nicht sagen, dass ich es unbedingt wissen will, aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit die Zeit zwischen Anfang und Ende, die Mitte, mit mehr Handlung zu füllen.
Und dabei gehe ich jetzt nicht von Quantität aus. Es geht keinesfalls darum noch mehr 'Aktivitäten' in unseren 24 Std. Tag zu stopfen. Vielmehr wünsche ich mir, dass eine Besinnung eintritt. Wir wieder ein Selbstbestimmtes, von der mechanischen Zeit losgelöstes Leben führen können.
Warum tun wir das eigentlich? Warum packen wir nicht einfach unsere Sachen, wenn uns danach ist und trampen ein halbes Jahr durch Kanada? Warum bleiben wir nicht einfach mal 2 Wochen zuhause um den Herbst vor dem Fenster zu genießen?
Seit Wochen versuche ich Sturmhöhe von Emily Bront
ë zu lesen. Aber ich schaffe es einfach nicht. Es liegt hier, neben meinem Bett und staubt so langsam ein. Mal, da finde ich es zu anstrengend und nehme mir etwas anderes, dann sage ich mir andere Bücher muss ich eher lesen, weil andere sie gerne wiederhätten. Ich höre auf zu lesen, weil ich daran denke am nächsten Morgen wieder früh aufstehen zu müssen. Eigentlich ist es Sünde, denn in diesem Moment war ich glücklich mit diesen Zeilen auf Papier.

Gut, dass wir unser Ende nicht kennen. In Filmen ist das Ende immer irgendwie befriedigend. Vielleicht nicht immer 'Happy End', aber dennoch so, dass man sich den Film ein zweites Mal anschaut.
Das eigene Leben möchte man sich nicht immer ein zweites Mal anschauen.

22.12.2009 um 14:05 Uhr

Rastlos

Musik: River Flows in you

Rastlos streife ich durch unser Haus. Es gibt kein Zimmer, keinen Stuhl und kein Fenster, dass meinen Blick fesselt und meine Augen zum ruhen bringt. Meine Hände berühren längst vergessene Bücher in Regalen die von Staub und Zeit bedeckt sind. Ich habe sie alle gelesen, aber viele sind in einem Strudel voll von kofusen Erinnerungen verschwunden.
Verschwunden sind auch all meine Gedanken dazu. Ich weiß sie sind da gewesen: Thesen, Vermutungen, Recherchen, Gespräche über diese Bücher. Manche sind so klar, das ich rieche was ich damals roch. Jahreszeiten so klar, Musik so vollständig und die Farben so exakt das es manchmal schmerzt. Denn es waren nicht alle diese Bücher freudig. Einzelne Zeilen tauchen in meinem Kopf auf, bestimmte Szenen die ich dutzende Male las und in meiner Fantasie zu einer für mich ganz prsönlich realen Parallelwelt werden lies. Manchmal schweife, oder sollte ich sagen stürze ich in diese Welten ab. Ganz unverhofft ohne daran Gedacht zu haben und dann wieder gewollt, weil mich diese Parallelwelt trösten wird. 
Und doch, zu so vielem sind mir die Erinnerungen abhanden gekommen. Berühre ich dann eines der Bücher, tippe mit meinem Zeigefinger am oberen Buchrücken, um es anzukippen und greife dann in einer fließenden tausend Mal gemachten Bewegung
zu, merke ich wie fremd es mir ist. Seine Form passt nicht in meine Hand. Als würde man jemanden treffen, dem man vor viel zu langer Zeit einmal sehr vertraut war, dessen Händedruck jetzt aber fremd ist. Kalt, eisig, verwirrend. Man starrt auf die Lettern, die sich zu Wörtern einer ganzen Welt fügen. Eine Welt versteckt zwischen zwei Buchdeckeln.

Immer noch rastlos. Der Schnee vor meinem Fenster schmilzt. Eine perfekte Illusion verwandelt sich in einen grauen und mit Salz beschmissenen Alptraum. Alles wird wieder grau, grauer als es je gewesen ist. Der Schnee hat unsere Ansprüche an winterliche Ästhetik in eine unmessbare Höhe getrieben.
Nicht so schlimm, denke ich mir. Heute war der letzte Schultag vor den Winterferien.
Weihnachten.
Immer noch die alten Ängste in einer neuen Zeit zu gleichen Konditionen. Eigentlich nett, wenn man weiß woran man ist. Dieses Jahr habe ich einen Plan. Ich weiß, was ich kochen werde, wie ich Konflikte mit meiner Mutter vermeide und im Kellereingang stehen zwei Flaschen Rotwein für den Notfall aller Notfälle.
Wahrscheinlich nicht die feine englische Art einem Fester der Besinnung zu begegnen. Aber so macht es das alles erträglich.

Mit einem ganz sacht angefeuchteten Lappen wische ich über die Bücher. Der Staub lässt sich damit einfangen, bannen und verbannen. Sie sind Essenz der letzten Jahre. Wie gut, dass Zeit sich nicht wegwischen lässt...

15.12.2009 um 20:01 Uhr

Spiele

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Vogelperspektive, Leben, Beherrschung, Wahrnehmung

Stimmung: ok
Musik: Clueso ~ Gewinner

Seit August besuche ich die Oberstufe der Gesamtschule. Mittlerweile ist es ok, am Anfang war es schwierig und ich dachte wirklich alles hinschmeißen zu müssen.Mittlerweile ist es ok. Ich habe mich an den viel zu unsinnig zugestopften Tag gewöhnt und habe gerlernt welche Aufgaben zu welcher Zeit wichtig und nötig sind. Anderes darf dann auch gerne mal unter den Tisch fallen.
Aber eigentlich war es viel mehr der Weg zu mir. Nicht so sehr die Erleuchtung, aber der nötige Abstand, um das eigene Leben ab und an aus der Vogelperspektive zu betrachten. Das tut gut und gibt mir die Gewissheit älter, reifer geworden zu sein. Es klappt nicht immer. Manchmal befinde ich mich dann an Punkten, wo ich denke: Warum das jetzt? Weshalb nerven die alle so? Können die nicht mal die Klappe halten? Aber es ist seltener geworden, dass ich mich von soetwas reizen lasse. Es gehört so viel Konzentration und Beherrschung dazu, nicht aus der Haut zu fahren, aber es lohnt sich. Denn von nun stehe ich ein wenig über den Dummheiten der anderen und kann im Geiste bis Zehn zählen.
Und trotzdem, verändert hat sich nichts. Meine Wahrnehmung der anderen ist die gleiche wie heute vor einem Jahr. Trotzdem ist es hilfreich sich anders in dieses Spiel einzubringen.

13.12.2009 um 18:00 Uhr

Es ist mal wieder Zeit

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch

Stimmung: -
Musik: Robert Pattinson ~ Never Think

Es ist mal wieder Zeit.
Zeit, für ein paar Zeilen.
Ich fühle mich ein bisschen blöd dabei.
Weil ich solange nicht geschrieben habe.
Und doch ständig dran denken musste:
"Was würdest du schreiben?"
Außerdem bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich das noch kann.
Verlernt man das?
Ist es denn überhaupt ok, ein halbes Jahr alles liegen zu lassen?
Und dann einfach wieder anzufangen?
Hab ich ja schon mal gemacht.
Es ist mal wieder Zeit.
Für einen Anfang, zu was auch immer.
Ich weiß, das schreibe ich jedes Mal, aber:
Ich hab's vermisst.  

23.06.2009 um 10:58 Uhr

Feine Kuchen Riegel

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Feine, Kuchen, Riegel, Schule, Liebeskummer, Sommer, Sonne, Leben, Lehrer

Stimmung: jaja....die Liebe eben... ;)
Musik: Selig ~ Wir werden uns wiedersehen

Es scheint mich ja magisch an zu ziehen: Lehrer, die gerne jüngere Menschen dumm anmachen. Oder es liegt an mir. Die Gesamtschule hat einen Sonderstundenplan eingerichtet für alle, die Abi machen wollen. Ok, ich mich letzte Woche angemeldet, total motiviert. Aber ich bin krank geworden, und fühle mich auch so nicht ganz auf der Höhe (siehe Eintrag vom Sonntag). So, ich also da angerufen, blabla..."So krank hören sie sich gar nicht an... bringen sie das Zeugnis doch einfach morgen vorbei...Fax geht nicht, wir müssen das beglaubigen..."
Ich habe keine Lust. Jetzt gehe ich einfach gar nicht hin, und lasse mich von Sonne und Liebeskummer berieseln. Acht Wochen Freiheit muss ich ausnutzen, das könnte das letzte mal sein, das ich solch lange Ferien bekomme. Es ist Zeit der Schule einfach mal den Rücken zu kehren.

Unsere Abschlussfeier am Freitag war toll.
Ich war total betrunken
habe mit Leuten getanzt, die ich nicht kannte und das war gut so,
habe einen Jungen (Mann) geküsst, der sich am Sonntag nicht mehr dran erinnern konnte, ich dafür aber um so mehr.
Wir hatten eine Menge Spaß, Spaß der von Melancholie getrieben wurde, da wir wussten SO ist das jetzt das letzte Mal.

Was tut man mit den Schulsachen, die noch überall herumliegen? Ich schiebe sie immer hin und her, gucke mal rein und bereue es dann sofort. Immer noch schaue ich auf die Uhr, und denke: "Ah, jetzt hätten wir dies und das"
Jetzt grade zum Beispiel wäre Erdkunde dran. Nein, ich darf das einfach nicht mehr denken.

 

Wir werden uns wiedersehen,
vielleicht nur um zu verstehen,
dass das Leben an sich,
manche Wunde aufbricht,
ob du's glaubst oder nicht,
ich vergesse dich nie.
(Selig ~ Wir werden uns wiedersehen)

Das sollte ich auch nicht denken, oder doch?
Doch, ja.
Sonntag hat es schon sehr geschmerzt, aber jetzt ist es schön dran zu denken. Und wenn aus dieser Liebelei nichts wird, dann halt nicht. Auf jeden Fall wird sich dies als schöne Erinnerung
an diesen Abschluss einreihen.

Zum Titel dieses Eintrages: Ich wusste nicht welchen Header ich der Sache hier verleihen sollte... Also habe ich einfach geschrieben, was auf der Verpackung meiner "Fressalien" hier steht... ;)

21.06.2009 um 23:49 Uhr

Abschluss 2009

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Abschluss, 2009

Stimmung: im Keller
Musik: http://www.youtube.com/watch?v=9RTaiPXCUXU

Am Donnerstag gab es Zeugnisse. Und jetzt, jetzt ist es vorbei. Ich habe die ganze Zeit nicht geweint... und nun sitze ich hier allein vor dem Rechner und heule mir die Seele aus dem Leib.
Ich vermisse so ganz bestimmte Menschen. Menschen die ich Jahrelang nicht wahr genommen habe. Und es tut weh zu wissen diese vielleicht nie mehr zu sehen.
Auf den letzten Metern habe ich Dummkopf mich auch noch verliebt. Wenn man zusammen sitzt, eine Rede schreibt in der es um Abschied geht und man alte Fotos wieder raus holt und Zukunftspläne schmiedet, da kommt man sich nahe, verdammt nahe. Und ich weiß nicht wie es nun weiter gehen soll. In meinem ganzen Leben war ich noch nie so müde. Diesen Abschluss zu planen war mein ganz persönlicher Abschied. Und alle haben gesagt: "Toll, Eure Rede wie du das alles geschmissen hast. Wie du so frei reden konntest auf der Bühne, wie du dafür gesorgt hast, dass alle zum nachdenken und lachen angeregt wurden." Und ich wollte immer weinen, wollte das jemand meinen Abschiedsschmerz um diese ganz bestimmten Menschen sieht. Doch ich konnte nicht, nicht eine einzige Träne konnte ich vergießen in den letzten Wochen. Und jetzt, wo ich ganz allein bin, da fällt diese Anspannung von mir ab, die Energie weicht und ich weiß nicht mehr weiter. Ist das nicht bescheuert?
Am liebsten würde ich jetzt in die Garage gehen, mein Fahhrad raus holen und ein paar Straßen weiter in die Arme eines anderen Menschen fallen. Durch diese kalte, klare Sommernacht am längsten Tage des Jahres. Aber es geht nicht, denn ich weiß nicht eimal ob ein paar Straßen weiter derjenige der 21 wundervolle Stunden mit mir an unserer Rede geschrieben hat, überhaupt die Arme für mich ausbreiten würde. Das Leben legt uns manchmal Steine in den Weg, die wirklich nicht sein müssten.
Ich bin eine der Jahrgangsbesten geworden. 1,6 im Durchschnitt, ein Foto, ein Lächeln, ein Handschlag, ein Gutschein für die Buchhandlung. Das waren 6 lange, schmerzhafte Jahre in denen ich so oft wollte das es einfach vorbei geht, in denen ich meinen Vater verloren habe, mich das erste mal schminkte, mich das erste mal verliebte, meinen ersten Job annahm. Und nun weiß ich nicht wo die Jahre geblieben sind.
Ich kann mich daran erinnern als ich in der 4. Klasse noch mit Barbies spielte. Und jetzt sehe ich eine erwachsene, junge Frau im Spiegel die eine erste winzig kleine Falte unter dem Auge bekommt.
Der einzige Trost den es in diesen Tag gibt, ist der, dass in 4 Wochen dieser Schmerz leichter sein wird. Das ist die einzig sichere Gewissheit die es auf dieser Welt gibt. 

04.06.2009 um 21:27 Uhr

Ich bin der glücklichste Mensch dieses Tages....

von: abbygail   Kategorie: Schule   Stichwörter: Schule, Abschlussprüfung, Noten, bestanden, Glück, Friede, Fußball, Mannschaft

Stimmung: gut

... zumindest fühle ich mich so! Und das hägt mit folgendem zusammen:

Heute wurden die Noten der Abschlussprüfungen bekannt gegeben. Und ich habe mit 2,2,1 bestanden. Dem Gefühl nach hatte ich einen Adrenalinschub der für eine ganze Fußballmannschaft inklusive Auswechselspieler, Trainer und Manager gereicht hätte.
Das Leben ist schön. Wirklich. Es geht aufwärts, denke ich zumindest. Und so kann ich heute Abend beruhigt ins Bett gehen, schlafen und morgen mit neuer Energie in den Tag starten. Morgen ist wichtig, denn morgen wird die Abschlussrede zuende geschrieben. Der vorletzte Schritt um mit der Vergangenheit abschließen zu können.
Das Leben ist schön.

04.06.2009 um 00:05 Uhr

Ich lebe....

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch

Stimmung: müde
Musik: Clueso Chicago

.... ich lebe wirklich noch. Kann es kaum glauben. Die letzten Wochen waren irreal, so verkorkst und verwirrend das ich hier nichts zu "Papier" bringen konnte. Aber ich habe Euch nicht vergessen, habe diesen Blog nicht vergessen.

Die Abschlussprüfungen sind vorbei, morgen bekommen wir die Noten. Der Abschlussrede wird Freitag der letzte Schliff verpasst und das Kleid für die feierliche Entlassung habe ich auch schon. Alles geht so schnell und ich hatte das Gefühl die letzten Wochen waren die schwersten meines Lebens. Nicht besonders traurig, aber all dieser Trubel um 6 vergangene Jahre macht mir zu schaffen.
Noch 3 Wochen. Was sind drei Wochen schon? Nichts, wie oft habe ich schon gesagt: "Drei Wochen noch." Vielleicht bekomme ich in drei Wochen noch die Augenringe weg, werde braun und hebe meine Stimmung ein wenig.
Dieser Abschied schmerzt nun doch, trotz meiner Nölerein. Denn ich liebe meine festgefahrenen Gewohnheiten, mein gewohnter Tagesablauf.
Und angenommen bin ich an der Gesamtschule auch, war sogar schon zu zwei Infoveranstaltungen.

Ihr merkt, ich bin total durcheinander, verwirrt und müde. Aber es gibt so viel zu erzählen. Ab morgen dann wieder geordnet, entwirrt und mit mehr Struktur.

17.03.2009 um 11:00 Uhr

Roiboss- Limette

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Tee, krank, Schule, Abschluss, Rede

Stimmung: geht so
Musik: Radio

Hehe, ich bin wieder zur Haussitterin geworden. Bauch- und Gliederschmerzen, dafür aber mal keinen Schnupfen.
Der Wasserkocher ist im dauerstress und die Teebeutel gehen zur neige. Ich habe jetzt Fenchel-Anis-Kümmel, Kamille, Kamille-Orange, Roiboss-Limette probiert. Roiboss Limette ist mir bis jetzt der Liebste von allen.
Während die Mädchen aus meiner Klasse in der Weltgeschichte rumtingeln und irgendwelchen Stars nach rennen, weiß ich ganz genau welcher Tee bei welchen Wehwechen hilft und wo man ihn bekommt. So muss es sein!

Und ansonsten ist hier nicht viel los. Das es nicht regnet, macht mich glücklich. Auf diese >>Oh-Ich-Kann-Jetzt-Meine-Neuen-Stöckelschuhe-Tragen<< Weise. Letzten Donnerstag habe ich bei H&M auch den passenden Rock dazu bekommen. Schwarz, schlicht, sexy. Was will man mehr. Gewaschen und gebüglet ist er auch schon, jetzt muss es nur noch etwas wärmer werden. Morgen kann ich wieder in die Schule gehen. Yeah, es gibt jetzt keine Jubelschreie von mir, aber ich bin der Sache auch nicht ganz abgetan. Umso näher der Abschluss rückt, umso lockerer sehe ich das alles. 
Habe ich schon erwähnt, dass ich dazu auserkoren wurde, die Abschlussrede zu halten? Eigentlich wollte ich das gar nicht, weil es mir ganz recht gewesen wäre, wenn irgendeine Wichtigtuerin das übernommen hätte. Doch meine Klassenlehrerin riss mich fast gewaltsam beiseite und beschwor mich, dass ich doch bitte diese Rede halten solle. Naja, und warum?
Weißt du doch, mir wäre das wirklich peinlich vor dem Direktor und Euren Eltern.
Ah, ja. Klar, da kam ich jetzt so schnell nicht drauf.
Also werde ich versuchen in den nächsten Wochen was zusammen zu sülzen, was weder aschkriecherisch, noch satirisch ist. 

Nachtrag:
Habe jetzt Kategorien angelegt, um ein bisschen Ordnung hier zu schaffen. Denn bis jetzt habe ich einfach immer wild geschrieben. Und wenn ich nun mal ein bisschen Zeit und Langeweile habe, ornde ich meine alten Einträge den Kategorien zu. 

14.03.2009 um 13:27 Uhr

Schweigen ist gold. Aber was nützt es mir, wenn ich reich bin und doch nur stumpf vor mich hin lebe.

Stimmung: ok

Gestern habe ich eine Freundin angerufen, die in der Nähe von Winnenden wohnt. Sie geht nicht auf diese Realschule, aber eine ihrer Freundinnen, die sie vom schwimmen kennt. Man geht davon aus das auch sie umgekommen ist. Aber man weiß es nicht genau. Und so rückt die Ferne jetzt ganz nah.
Gestern haben wir in der SV besprochen was bei einem Amok-Lauf passiert. Es gibt ein Codewort und dann wissen die Lehrer bescheid. Irgendwie ein dumpfes Gefühl, denn es ist so, als würde man mit dieser Rettungsmaßnahme damit rechnen, das es wieder passiert, bei uns.
Die Lehrer haben mit uns nicht weiter darüber geredet. Wir müssen für die Abschlussprüfungen lernen. Arbeiten schreiben. Wir könne nicht über sowas reden. Keine Zeit. Es kotzt mich an.
Es kann mir egal sein, ob ich do oder did schreibe, ob ich den Satz des Pythagoras anwenden kann und von Carl Zuckmayer gehört habe, wenn ich in einer grausamen Welt lebe, in der Menschen fast wahllos getötet werden und ich irgendwann damit rechnen muss, selbst erschossen zu werden.
Wir haben keine Zeit zum reden, denn reden würde bedeuten sich mit einem Thema auseinander zu setzen.
Schweigen ist gold. Aber was nützt es mir, wenn ich reich bin und doch nur stumpf vor mich hin lebe.

04.03.2009 um 16:33 Uhr

Der Fremde Mann

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Traum, Amerika, Austausch, Fremder, Mann

Stimmung: ok
Musik: Chris Rea ~ Long is the time, hard is the road


Mein Traum diese Nacht war wirklich sehr verwirrend. Ich habe an einem Schüleraustausch nach Amerika teilgenommen. Keine Ahnung wie ich dahin gekommen bin. Plötzlich saß ich mit einem jungen Mann, so um die 20, in einem Keller. Dort stand ein Sofa,  es gab kein Fenster. Er sagte wir müssten mit dem Bus fahren. Und als wir nach draußen gingen, waren dort überall Menschen, die mir Angst machten. Dabei standen sie nur da und unterhielten sich. Alles war dunkel, und mein Sehfeld beschränkte sich auf einen winzigen Bereich. Wir liefen schnell die Straße entlang und ich war total unruhig und hatte Angst. Der Weg glich sehr meinem Schulweg morgens. Scheinbar hatte ich angefangen zu weinen, denn er nahm mich in den Arm. Es beruhigte mich.
Dann waren wir plötzlich im Bus und ich bemerkte, dass jemand meine Tasche geklaut hatte. Und kurz darauf war der junge Mann weg. Ich schrie in dem vollen Bus herum und durchsuchte alle Ecken. Als ich mich wieder setzen wollte, sah ich das meine Tasche auf meinem Sitz stand. Wir hielten und ich weinte immer noch. Die ganze Zeit wusste ich nicht wo ich war. Mir fehlte jegliche Orientierung. Als ich dann ausstieg stand er wieder da. Die ganze Zeit konnte ich sein Gesicht nicht sehen. Er breitete seine Arme aus und brachte mich in den Keller zurück, der unsere Wohnung sein sollte. Sobald dieser Fremde da war, fühlte ich mich sicher. Ohne Wiederworte tat ich was er sagte. Keine Minute wich er von meiner Seite und dann musste er plötzlich weg. Ich wollte zuhause anrufen, wollte Mama sagen wie schrecklich es hier war. Aber ich hörte immer nur: "Kein Anschluss unter dieser Nummer."

Den ganzen Morgen hatte ich den Duft dieses Mannes in meiner Nase, von dem ich eigentlich nur geträumt hatte. Dauernd habe ich nach realen Parallelen gesucht, aber keine gefunden. Als ich aufwachte aus diesem Traum fühlte ich mich ganz schwer, so als würde ich aus einer anderen Welt auftauchen. Es war kein echter Albtraum und trotzdem war ich froh, dass er vorbei war. Und nun rätsele ich herum, wer dieser Fremde war.

02.03.2009 um 23:35 Uhr

An alle Schlaflosen dieser Nacht....

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch

Musik: U2 ~ With or without you

Ich kann nicht schlafen. Um sechs dachte ich noch mein Kopf fällt in die Bücher, aber jetzt bin ich wie angeknippst. Vielleicht werde ich die Wenigschläferindes Jahres 09, oder aber ich lande irgendwo, wo es Räume ohne Ecken mit Schaumstoffverkleidung gibt.
Nicht mal meinen Pyjama habe ich an. Bis eben lief dieser Film auf Sat1... ich hab vergessen wie er hieß. Ein echter Liebesfilm. Zum heulen, habe ich natürlich auch getan. So sehe ich jetzt auch aus. Und... Ja. Irgendwie ist in meinem Kopf so viel. Zu viel, um es in eine Ordnung zu bringen, mit der man vernünftig arbeiten und vorallem schlafen könnte. Wahrscheinlich habe ich den Punkt überschritten, an dem mein Gehirn noch Platz hätte um aufzuräumen.
Ok, ab jetzt würde eh nur noch wirres Zeug kommen. Um ehrlich zu sein bin ich so aufgedreht, dass ich nicht mal die einfachsten Wörter richtig in die Tastatur tippen kann, ohne sie wieder zu korrigieren. Das Problem ist einfach, wenn ich jetzt einschlafe, dann wache ich auf ohne die 5 1/2 Stunden dazwischen wirklich erlebt zu haben. Und ich habe Angst vor morgen früh.
Aber ich versuche es. 

02.03.2009 um 17:50 Uhr

It's a fools game

von: abbygail   Kategorie: Tagebuch

Stimmung: ok, vielleicht ein bisschen einsam...
Musik: Bonny Tyler ~ It's a heartache

Ich hatte wirklich Angst vor diesem Tag. So idiotisch. Es ist ja nicht so, als wäre ich heute zum ersten Mal mit Ärger im Bauch in die Schule gegangen. Aber es war anders, denn ich war lange nicht so verletzt gewesen. Gut zu wissen ist, dass ich momentan ziemlich nah am Boden bin und wenn ich falle, dann nicht sehr tief. Yeah, also warte ich einfach ab.
Ab Donnerstag habe ich eine Nachhilfeschülerin. Sie ist ganz nett, geht in die 8. Klasse und wir haben uns auf einen für beide Seiten fairen Stundenlohn geeinigt. Hauptsächlich Info, Mathe, Physik ein weinig Deutsch und Geschichte, Erdkunde und Chemie. So kann ich jetzt mit dem Geld ein bisschen Zeit überbrücken und vielleicht sogar etwas für den Abschluss beiseite legen.

In letzter Zeit bin ich wieder so sentimental. Alles und jeder erinnert mich an etwas und ständig fallen mir Dinge von früher ein. Diese Seite mag ich nicht besonders an mir. Wenn ich weine, dann ist das immer so persönlich. Es macht verletzlich und mir wäre es lieber, wenn diese Idioten aus meiner Klasse nicht allzu viel davon mitbekämen.
It's a fools game.

Es wird dunkel, die beschützende Nacht legt sich langsam über uns. In diesen Tagen kann das besonders erlösend sein.

27.02.2009 um 17:18 Uhr

Warum ziehen sich manche Dinge wie ein grausamer Faden aus Stacheldraht durch unser Leben?

von: abbygail   Kategorie: Schule   Stichwörter: Sport, Schule, krank, verhext, entmutigt

Stimmung: so lala
Musik: James Blunt ~Same mistake

Also im Moment scheine ich verhext zu sein...

Heute Sport gehabt, mein absolutes Lieblingsfach... haha. Schon in der Grundschule hatte ich meine Schwierigkeiten damit. Und das hat sich bis Heute nicht geändert. Ich will es. Aber ich habe es nie auf die Reihe bekommen. Immer wieder bin ich krank geworden und konnt dann manchmal lange nicht mitmachen. In letzter Zeit sind die Erkältungen dann immer mehr geworden, außerdem ist hier privat eine Menge schiefgelaufen. Man schläft schlecht, ist unausgeglichen und hat eine Erkältung. So macht man keinen Sport mit. Aus einer, werden zwei Wochen und daraus drei.
Ich will es. Und meistens bin ich neidisch, wenn ich sehe wie mühelos sich manche bewegen. Aber ich bin einfach müde und bin froh wenn ich meinen Kram hinbekomme. Doch es reicht nicht. Es reicht einfach nicht, dass ich in 11 von 12 Fächern da bin. Und so hat meine Sportlehrerin mir Heute damit gedroht das ich nächste Woche in Volleyball, Handball und Frisbee abgeprüft werde, obwohl ich von all dem nichts mitbekam. Außerhalb meines regulären Sportunterrichts natürlich. Ich weiß weder wann, sondern nur das ich bei den Siebtklässlern mitmachen soll. Super, die Schülersprecherin wird zum Gespött der Schule.
Sie meint es liegt an mir, das alles nachzuholen. Und das andere alle? Die Mathearbeit? Der Physiktest? Die Englischvokabeln? Außerdem gehts mir immer noch dreckig.
Nächste Woche habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Vielleicht kann der mir helfen, zumindest in der Geschichte mit meiner Lehrerin. Denn momentan bin ich kurz vor einem hysterischen Anfall.

Ich träume von diesem Fach, wache nachts auf und denke ich ersticke gleich. Dabei habe ich mir nur die Decke über den Kopf gezogen. Und den anderen entgeht das natürlich nicht. Sie haben etwas gefunden, also nutzen sie das nach Kräften aus.

"Weißt du, es ist ein scheiß Gefühl, wenn da immer jemand am Rand sitzt und nicht mit macht!"
"Oh, wirklich? So geht es mir in den anderen Fächern auch."

Das ist alles so leicht gesagt. Doch es fühlt sich an, als wäre all das tausend Tonnen schwer.
Warum ziehen sich manche Dinge wie ein grausamer Faden aus Stacheldraht durch unser Leben?

25.02.2009 um 16:15 Uhr

Rückschlag

Stimmung: mies

Ich will nicht sagen das ich um mein Glück gekämpft hätte. Aber ich habe versucht positiver in diese Welt zu gehen. Doch scheinbar gibt es eine Schranke in meinem Leben, die mich zurück hält. Ein bestimmtes Level an Glück kann ich nicht überschreiten. Dann kommt etwas und zieht mir den Boden weg.

Es ist hart zu erfahren, dass man als Belastung galt. Das man irgendwo nicht hinpasste, nicht in die Welt eines Menschen. Vielleicht bin ich zu forsch, zu selbstständig. Ich dachte, es könnte klappen und ich muss nicht um alles ringen, betteln und bangen. Aber es funktioniert nicht. Ich wurde als Stehaufmännchen geboren und werde wohl auch immer eins bleiben. Aber im Moment habe ich einfach keinen Bock mehr.

Das mit meinem neuen Job hatte eigentlich schleichend mit Ideen und viel Fantasie angefangen. Und dann habe ich mich einfach hingesetzt und das Plakat gemacht. Es war gut und sogar viel besser als erwartet. Dabei wusste ich nicht mal, dass ich sowas kann. Aber ich bin zu teuer, ich brauche kein Geld. Denn ich bin dumm und doch noch ein kleines Mädchen.

Und nun sitze ich da und fühle mich verarscht von dieser Welt. Und trotz dass ich endlich die Aufnahmebestätigung von der Gesamtschule bekommen habe, fühle ich mich nicht besser. Wofür kämpft man in diesem Leben, wenn man keine Liebe und Anerkennungbekommt?