Anfang 40

28.02.2010 um 12:35 Uhr

Egal.

von: aenne

Gestern Abend war ich auf ein Glas Wein bei meiner Freundin K.. Sie meint, wenn ich aus vollem Herzen denke "Mir ist das sowas von egal!", dann wird es auch mit den Herzendingen klappen. Und ich solle unbedingt den "Herzmagneten" lesen. Nun, als ich heute Morgen auf dem Klo saß, habe ich schon mal darin rumgeblättert. Die Zeit dafür ist günstig, gerade eben habe ich "Wenn die Liebe Falten wirft" ausgelesen. Als ich vorhin gebügelt habe, dachte ich ständig an dieses "Egal". Ich übe jetzt aus vollstem Herzen zu denken: "Mir ist es sowas von egal, das mein Ex-Mann, B. (ich schrieb schon über ihn) und D. (das ist der bisher namenlose ER), sich für die andere Frau entschieden haben, selbst schuld, dass sie meine Liebe nicht wollten. Sie müssen mit ihrer Entscheidung leben. Dann kommt eben ein anderer, der mich haben darf, vorausgesetzt ich liebe ihn. Bei meinem Ex gelingt mir das mit dem "Egal" schon hervorragend. Und wenn die Kinder nicht wären, dann wollte ich auch keinen Kontakt mehr zu ihm. Der Grund dafür, er hat mir in der Trennung sein wahres Gesicht gezeigt. Ich will keinen Mann zurück der mich mit seinem Verhalten gedemütig hat. Ich wollte keine Rache, ich bin nicht so ein Mensch. Ich gehöre eher zu der Sorte, die immer noch an das Gute im Menschen glauben. Nur wenn es mir zuviel wird und das war es irgendwann, dann laß ich mir das nicht gefallen. Dann ziehe ich die Konsequenz. Und die sah so aus, dass er ausziehen mußte und ich alles bis zur Scheidung geklärt haben wollte. Daher hat sich das ganze Scheidungsverfahren sehr lang hingezogen, es war wie im Kindergarten. Als dann endlich die Scheidung war, konnte ich wirklich loslassen. Ich brauchte für mich diesen Abschluß. Ich mag keine Unklarheiten und selbst wenn die Wahrheit weh tut, mir ist es immer lieber, wenn ich weiß, woran ich bin. Und was die beiden anderen betrifft, da bin ich noch am Arbeiten mit dem "Egal". Vielleicht hilft mir da ja ein Date. Möglicherweise habe ich ja eins in Aussicht. Aber "Egal", ob es dazu kommt. Ich glaube jeder muß seine eigene Lebenseinstellung finden. Wichtig ist doch nur, dass man sich selbst treu bleibt. Meine Erfahrung zeigt, dass gerade in der Liebe die Verstandesentscheidungen einen überhaupt nicht weiterbringen. Vielleicht für den Moment, aber wenn wir wirklich ehrlich zu uns selbst sein wollen, dann sollten wir auf unsere Gefühle, auf unseren Bauch hören. Und wenn wir an einer Verstandesentscheidung einfach nicht vorbeikommen, weil alles nur noch Quälerei ist, dann müssen wir lernen, mit unseren Gefühlen umzugehen. Dann bekommt diese Liebe, dieser Mensch einen Platz in unserem Herzen und wir spüren (hoffentlich irgendwann) diese Gewissheit, dass die Erinnerung daran unser Leben reicher macht. Ja, ich glaube, so kann der Weg aussehen, auch wenn er schwer ist und das Loszulassen nicht leicht fällt. Aber den Mut zu haben, irgendwann was Neues zu beginnen, hält unser Leben lebendig.       

25.02.2010 um 17:42 Uhr

Keine Ruhe...

von: aenne

aber da ich schon mal hier bin, möchte ich wenigstens einen kurzen Eintrag machen. Keine Ruhe habe ich, weil gerade mein Sohn seinen Freund M. zum Spielen hier hat und es nun einwenig chaotisch zu geht. Aber sie sind jetzt am aufräumen! Klasse Leistung, auch bei den kleinen Männern! Jetzt sprudelt das Nudelwasser und ich muß erstmal zurück zu den kleinen Alltagsaufgaben. Zum Abschluß des Spielnachmittages gibt es noch ein kindliche Gaumenfreude. Ach, Erwachsene mögen auch Nudeln. Oder?  

21.02.2010 um 08:45 Uhr

Immer noch Winter.

von: aenne

Riesige Schneeflocken fallen an diesem Morgen wieder auf die Erde. Ich fasse es einfach nicht. Und da kommt sie immer wieder auf, diese Erinnerung an IHN. Gestern beim Joggen hab ich so gedacht, ich brauche nicht B. und auch nicht IHN, ich brauche einen Mann der zu mir steht und mich liebt. Vorallem den ich auch lieben kann. Da war ich mir so sicher, hab mich richtig gut gefühlt. Und was nun?! Heute nacht habe ich wieder von IHM geträumt und komischerweise auch von seiner Mutter. (Ich kenne sie gar nicht.) Einerseits wünsche ich mir, dass er anruft und andererseits hoffe ich, dass ich IHN nie mehr sehe. Mir würde es nur weh tun. Schon wenn ich nur ein Auto sehe, was seines sein könnte, klopft mir das Herz bis zum Hals. Warum tut Liebe nur so weh? Ja, ja ich weiß, alles braucht seine Zeit. Blöder Spruch. Genauso wie "Die Zeit heilt alle Wunden.". Ich denke, manche Wunden brechen immer wieder auf, da gibts nichts zu verarbeiten, da hilft nur eine neue Liebe. 

Gestern ist alles ganz anders gekommen. Abends wollte ich mit meiner Tochter ins Kino (oder eher anders herum - sie mit mir, kostengünstig sozusagen.) Als ich vom Joggen zurück kam, hatte sie die Super-Idee zum Shoppen zu fahren. Bei solchen Dingen ist sie dann immer ganz emsig. Schnell war dann noch eine Freundin organisiert, die mitgenommen wurde. Als wir dann unsere Parkposition erreicht hatten, bemerkten die Mädchen, dass das Vorderrad Luft läßt. Scheiße, ich kann kein Rad wechseln! Wobei mein Töchterchen zum Trost meinte, dass müsse man als Frau auch nicht können. Der gelbe Engel kam recht zügig vorbei geeilt und erledigte das. So tuckerten wir dann später, nach dem natürlich kontounfreundlich geshoppt war, die ca. 70 Kilometer zurück nach Hause - mit Notrad, nicht schneller als 80 km/h. Der Verkehrsfunk warnte vor überfriererender Nässe und dank meiner schleichenden Fahrweise sind wir und zahlreiche Autofahrer sicher zu hause angekommen. Morgen fahre ich in die Werkstatt, brauche ja einen neuen Reifen. Wenn ich Glück habe, kann der alte repariert werden. Das wäre toll. Und so freut man sich doch über die kleinen Dinge des Lebens. Kino konnten wir dann knicken. Sicherlich kommt "Valentinstag" noch eine Weile. Wer weiß, da sind mir bestimmt erstmal wieder Erinnerungen an IHN erspart geblieben. Und so meint das Leben es doch gut mit mir.  .....aber nicht, wenn ich jetzt an das mir bevor stehende Schneeschippen denke! Oh graus.      

 

 

20.02.2010 um 09:31 Uhr

Guten Morgen!

von: aenne

Ich überlege, ob ich auf eine Anzeige (Attrakiver Mann, 41...) in unserem örtlichen Tageblatt antworten soll. Die SMS ist schon fertig, gerade eben nochmal geändert, um sie auf die Reise zu schicken. Aber ich hab es noch nicht getan, jetzt sitze ich erstmal hier. Bin so unentschlossen. Ist das nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Keinen Mut oder wegen IHM, weil ich noch an ihm hänge? Sollte ich ihn nicht langsam mal vergessen, einen Mann der meinte, dass er mich nicht so liebt, wie ich ihn liebe, wahrscheinlich gar nicht? Seine letzten Worte hängen in meinem Kopf wie Blei und doch fällt es mir schwer sie wieder zu geben. Ich war geschockt, nicht mehr fähig klar zu denken. Meine Freundin sagte, ich soll mich endlich wieder aufrappeln. Ich hab mich aufgerappelt, etwas. Wir waren gestern Abend im Theater - Modernes Ballett - und anschließend noch was trinken. War ein ein schöner Abend, wir haben viel gelacht. Und die Umstände wollten es, das wir nun noch mal eine Freikarte bekommen. Ist das Schicksal? Kerstin meinte, möglicherweise ist dann gerade dieser Tag, DER TAG, an dem ich meiner großen Liebe begegne. Schöne Vorstellung. Haha, das wahre Leben sieht doch anders aus. Die wirklich tollen Männer sind doch alle schon vergeben, egal ob glücklich oder unzufrieden. Jedenfalls unerreichbar für mich. Ach, ich Arme. Manchmal tut doch einwenig Selbstmitleid ganz gut. Was mach ich nun? Schreib ich dem "Attraktiven Er, 41"? Ich werde erstmal joggen gehen, das macht den Kopf so schön frei. Und vielleicht schicke ich ihm dann morgen ein "Guten Morgen!". Das ist doch keine schlechte Idee, oder?     

17.02.2010 um 23:29 Uhr

Ist schon spät .

von: aenne

Gar nicht so einfach immer Zeit und auch Möglichkeit (oftmals hockt meine Tochter vorm Computer) zu finden, um einen Eintrag im Tagebuch vorzunehmen. Ganz viel schwirrt mir im Kopf rum, worüber ich hier gern schreiben möchte. Aber wo fange ich bloß an? Heute war ich mal wieder zur Fitness, also genau genommen Rückenschule. Ist recht anstrengend, aber völlig o.k., wenn da nicht so ne unmögliche Person dabei wäre, die immer was zu sagen hätte und  dann noch diese unangenehme Stimmlage dazu. Ich glaube, ich freue mich schon, wenn die mal Urlaub hat (hoffentlich recht lange!). Ich bin eher der ruhige Typ, also ich halte mich im Hintergrund. Deshalb fällt es mir wahrscheinlich besonders auf, wenn sich manche Menschen ständig präsentieren müssen. Mir gefällt so ein Charakterzug überhaupt nicht. Es gibt ja auch solche Männer, die sich gern reden hören. Die sind mir einfach zu anstrengend. Die haben bei mir keine Chance. Ein gutes Gespräch führen, das ist mir wichtig, aber auch zusammen schweigen können, ist genauso wertvoll. Finde ich jedenfalls. Da ist z.B. mein Freund B. (leider nicht DER Freund - ich war zu spät, da hatte er sich schon woanders festgebissen, zu meinem immer noch währenden Kummer), mit ihm kann ich wunderbar reden. Eine kleine Affäre hatten wir schon und was soll ich sagen, der Sex mit ihm war phantastisch. Zu meiner lieben Freundin Irina hatte ich damals gesagt (das ist jetzt fast 3 Jahre her):"B. hat die Norm versaut (im positiven Sinne)." Ehrlich, er ist so, wie ich mir den Mann an meiner Seite vorstelle: gute Gespräche, gemeinsame Interessen, Verständnis für einander und einander verstehen (das ist ja bekanntlich zwischen Mann und Frau nicht so einfach) und guter Sex, um das mal in einem Satz zu sagen. Leider ist er bei ihr geblieben, immer noch! Echt Scheiße, denn er hatte sie gerade mal 4/5 Wochen gekannt. Eigentlich war ich schon viel früher da. Wir sind uns mal auf einer Geburtstagfeier und dann nochmal bei einer Kollegin begegnet. (Vielleicht sollte ich ihm das mal sagen? Wird sowieso nichts mehr ändern.) Ich frage mich nur, liebt man einen Menschen, wenn in dem Fall "Mann" sich auf eine Affäre einläßt, die etwas länger wehrt, als nur ein paar Tage? (Sicherlich nicht, denn er meinte auch des öfteren, er glaubt nicht an die Liebe, wäre alles Quatsch.) Als wir uns dann sozusagen das dritte Mal begegneten, hat es mächtig gefunkt. Jedenfalls bei mir. Ich hab ihn wirklich geliebt und er hat heute noch einen Platz in meinem Herzen. Wenn wir telefonieren, dann tut es mir einerseits unheimlich gut, aber andererseits macht es mich sehr traurig, dass er einer anderen gehört. Er ist wirklich ein guter Freund, ich vertraue ihm und er hat mir oft zugehört, wenn ich einen Zuhörer brauchte. Da gab es immer mal Situationen, wo ich froh war, dass er da war. Und trotzdem hab ich irgendwann seine Telefonnumer gelöscht. Ich wollte einfach nicht mehr in Versuchung kommen, ihn anzuklingeln (er hat dann immer zurückgerufen, wenn es ihm möglich war), wenn es mir schlecht ging, im ganz Speziellen wenn mich mal wieder Liebeskummer plagte. Liebeskummer wegen dem Mann, der nach ihm dann kam. Und was soll ich sagen, auch dieser Mann war bereits vergeben. Hab ich so ein blödes Karma, dass ich immer diese Sorte Mann anziehe? Ich hoffe nicht! Ich wünsche mir wirklich DEN Richtigen. Und in eine Ehe möchte ich mich nicht drängen. Ich finde, die verheiratete Person muß selbst erkennen und entscheiden, wie es weiter gehen soll, ohne Druck von Dritten. Jetzt schweifen meine Gedanken ab, ich muß gerade an IHN denken, obwohl auch diese Geschichte vorbei ist. Es war schön, ihn zu lieben. Ich bin eine Frau, die sich nur schwer verliebt, nur wenn es passiert, dann richtig. Ich vermisse ihn, sehr.     

11.02.2010 um 10:56 Uhr

Es schneit

von: aenne

...haha, wie wahrscheinlich überall in Deutschland. Ich bin überwältig, dass ich das hier hingekriegt habe. Denn in Wirklichkeit bin ich nicht so gut in computern. (Was für ein Wort? Hab ich das gerade erfunden?) Aber ist es nicht so, was man wirklich will, kriegt man auch igendwie hin?! Obwohl ich dazu einschränkend sagen möchte, nicht um jeden Preis. Es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht erzwingen. Und da ist er schon der Grund, warum ich hier gelandet bin: die Liebe und das damit verbundene Entlieben, inspiriert von Conni Lubeks beiden Büchern. Und da hab ich auch diese Weblog-Möglichkeit entdeckt. Typischer Fall von "der Kreis schließt sich irgendwann". Dieses Gefühl hatte ich schon öfters im Leben. Es gibt einen Anfang, dann passieren Dinge oder man trifft Leute  oder stößt auf irgendwelche Bücher/Informationen, die dann irgendwie im Zusammenhang stehen und schwup... ist der Kreis geschlossen. Nur mein ganz persönlicher Lebenskreis hat sich mit Anfang 40 noch nicht wieder geschlossen. Also hinsichtlich der großen Liebe, lebendigen und liebevollen Partnerschaft, wovon frau halt so träumt - auch mit Anfang 40, geschieden, zwei Kinder, berufstätig. Sie (die Liebe) war zwar schon da, habe ich jedenfalls geglaubt, denn ich habe unheimlich geliebt, aber alles wieder pfutsch. Davon ganz bestimmt später. Ich finde es witzig hier zu schreiben und ich freue mich auf meinen nächsten Eintrag. Nur leider muß ich jetzt erstmal anderen Verpflichtungen nachkommen......