Anfang 40

30.05.2010 um 10:57 Uhr

Wie doof ist das denn?

von: aenne

Das hab ich mich gestern gefragt, als B. mit seiner Freundin (die qualmt wie ein Schlot, ich versteh ihn nicht, er wollte nie ne Raucherin!) per Rad an mir vorbei schraubte. Ich glaub, er hat mich nicht gesehen. Und ich wollte ihn nicht mehr sehen, nie mehr, hab mich gleich aus dem Staub gemacht. Ich versteh das nicht, immer wenn ich solche Entschlüsse fasse, dann sieht man gerade die Menschen, die man nun wirklich nicht auf seiner Begegnungsliste ganz oben stehen hat. Und trotzdem beschäftigt mich das heute noch. Geträumt hab ich wieder von D. und ich hab ihm beim Aufwachen liebe Gedanken geschickt. Meine Freundin M. sagt immer, Du mußt ihm liebe Gedanken schicken, dann wird`s was werden. Na, da bin ich ja mal gespannt, bin schon seit fast drei Jahren bei "liebe Gedanken schicken" ! Besonders schrecklich find ich immer die Erkenntnis (gerade dann, wenn ich mich selbst seelisch ganz tief unten fühle), dass jedes graues Mäuschen einen Kater an der Angel hat. Das ist doch nun wirklich auch doof? Aber was soll man dagegen tun? Hab schon wieder die Kontaktanzeigen durchgeackert. Alles Schrott, vielleicht eine verwertbar. Aber die große Liebe wird sich so nicht finden lassen. Oder? Warum kann es nicht wie im Film sein, romantische Begegnung am Tiefkühlregal, beim Bäcker, bei der Weisheitszahn-OP, bei der Reifenpanne.... Mir ist das jedenfalls noch nicht passiert. Schade eigentlich. So sprühende Funken im  Alltag einer allererziehenden Muter, das wär doch nun wirklich mal was. Nun ja, meine Freundin K. meinte letztens, was lange wärt, wird gut! Nur, wie lange soll ich noch warten?  

29.05.2010 um 08:58 Uhr

Wandertag.

von: aenne

Mit Kollegen gehe ich heute wandern. Freu mich schon und das Wetter, was soll ich sagen, ist super. Kurz nach sechs war ich schon wach, aber ich hab immerhin sechseinhalb Stunden durchgeschlafen. Aufgewacht bin ich mit Gedanken an ihn. Er fehlt mir. Nur sagen oder schreiben, dass darf ich einfach nicht mehr. Und das tut weh. Als ich gestern Abend aus dem Kino kam ("Sex in the City 2" - schaut wahrscheinlich in diesesn Tagen fast jedes Mädchen), standen mir Tränen in den Augen. Am liebsten hätte ich losgeheult. Ich hab mich gefragt, wird er irgendwann meine Liebe erwidern? Es ist schon wunderbar, wenn man jemanden gefunden hat, den man lieben kann. Und wenn dieser genauso empfindet, dann ist es Glück, Wolke 7 im Doppelpack. Ups, da sind sie wieder die Tränen. Für mich war es Wolke 7, nicht für ihn. Jedenfalls hat er es nie gesagt oder konnte es nicht sagen oder wollte es nicht sagen, sozusagen wahrhaben. So viele Möglichkeiten. Ich darf mich nicht weiter damit quälen. Aber leicht gesagt. Ich weiß doch selbt, wie lang ich immer brauche, bis ich emotional wirklich getrennt bin. So nun Schluß damit. es wartet ein schöner Tag auf mich. Den sollte ich genießen und vorallem eines, lachen.    

28.05.2010 um 17:26 Uhr

Heute vor einer Woche.

von: aenne

Am Freitag vor einer Woche war ich mit A. am Vormittag wandern. Er hatte dienstfrei und ich hab Überstunden abgebummelt. Das Wetter paßte, blauer Himmel, Sonne pur und die Tour war gut zu laufen. A. ist ein Freund, ein indirekter Kollege und verheiratet. Wir verstehen uns gut und hatten zum Glück nie Sex miteinander. Aber nun zum Wandern. Als ich mit ihm so unterwegs war, hatte ich auf einmal den großen Wunsch, mit B. zu telefonieren. Klappte nicht, also bin ich nach unserer Tour mal bei ihm vorbei gefahren. Ich glaube, er hat sich auch ehrlich gefreut. Und trotzdem war es anders, für mich anders. Ich hatte plötzlich das Gefühl, jetzt sind wir am Ende angekommen. "Alles hat seine Zeit" ist mir in den Kopf geschossen. Ich hab nichts gesagt, aber zwei Tage später ihm ne SMS geschickt, dass es besser ist, wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Ich hatte immer geglaubt, wir könnten Freunde bleiben. Aber es geht nicht mehr. Und ich will nicht mehr. Ich spüre keinen Schmerz mehr dabei. Das war vor Wochen und Monaten noch anders. Also kann ich jetzt auch sagen: "Alles braucht seine Zeit." Denn die emotionale Trennung, die in unserem Herz passiert, braucht viel viel länger. Vorher war mir wichtig, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren, aber nun ist mir das egal. Ich habe gespürt, er verändert sich, er begibt sich immer mehr in seine Beziehung zu seiner Freundin. Ob er glücklich ist? Mir auch egal, denn es ist seine Entscheidung. Und ich will von dem all nichts mehr wissen. Wir hatten eine gute Zeit und die Affäre, die wir anfänglich hatten, war sehr leidenschaftlich. Auch hier kann ich sagen, die Erinnerung bleibt, eine schöne Erinnerung. Ich habe ihn mal geliebt und es hat alles gepaßt, bis eben auf die eine Tatsache, dass er schon vergeben war. Die Suche geht weiter. Und wirklich, ich möchte finden, ich möchte ankommen.       

16.05.2010 um 03:17 Uhr

Begegnungen

von: aenne

Meinen letzten Eintrag will ich nicht so stehen lassen, denn ich habe doch etwas wichtiges vergessen. Nur früher bin ich nicht dazu gekommen, ich war mit einem Freund im Kino. Vorher haben wir noch geredet, ich glaube er brauchte das. Und irgendwie schließt sich jetzt hier der Kreis. Es geht mir um Begegnungen, denn ich finde, es sind vorallem Begegnungen mit Menschen, ob kurze oder lange, die uns prägen. Ihr Verhalten, ihre Charaktere und ihre Persönlichkeiten bringen uns auf unseren Weg und wenn wir Glück haben, begleiten sie uns ein Stück. Nur gehen muß jeder von uns selbst. Auch wenn Umwege und Sackgassen dabei sind. Schließlich, nur der, der tut, macht auch Fehler. Und Fehler sind menschlich. Ich glaube, das sollten wir uns alle wieder ins Gedächtnis rufen. Nur wenn wir zu unseren Fehler stehen und vorallem auch stehen dürfen (ich glaube hier liegt auch das Problem unserer jungen, dynamischen, erfolgreichen Gesellschaft - bloß keine Schwäche zeigen!) können wir letztlich daraus lernen. Und lernen bedeutet Veränderung, Entwicklung. Wir sollten autentisch bleiben, nicht uns gegenseitig übertreffen in Makellosigkeit. Was ist z.B. so Verwerfliches daran, wenn ich als junge Mutter eingestehe, dass mein Baby nicht durchschläft? Ich hab das damals gemacht und siehe da, auf einmal erzählten auch die anderen Mütter im "Babyclub" von schlaflosen Nächten. Müssen wir uns wirklich so die Taschen vollhauen? Nein! Und jeder wird Beispiele dazu kennen. Da gibt es auch ein gutes Zitat dazu: "Aus Lügen werden Wahrheiten mit denen wir leben!" Im "Babyclub" lernte ich damals Irina kennen. Und jetzt komme ich wieder drauf, warum sich der Kreis schließt. Ich war heute mit ihrem Lebensgefährten unterwegs. Ich denke, es tat ihm gut, dass er von seiner Begegnung (Beziehung) mit Irina sprechen konnte. Er trauert noch sehr um sie, aber er denkt an die vielen guten Momente, die sie mit einander hatten und was sie bei ihm bewirkt haben. Und dann war hier ein lieber Kommentar von sternenschein, der passend war, zu dem was ich auch dachte. -Danke!-  Ja, es gibt Begegnungen im Leben, die prägen uns nachhaltig, auch wenn wir es nicht gleich wahrnehmen, irgendwann im Leben wird es uns bewußt, egal ob positiv oder negativ.     

15.05.2010 um 15:29 Uhr

Aller guten Dinge sind Drei.

von: aenne

Wo ich nun schon mal bei Lebensweisheiten bin, möchte ich auch diese anbringen! Und nun einen dritten Eintrag am heutigen Samstag schreiben. 

Bisher habe ich eigentlich nur von meinen mißglückten Beziehungsversuchen geschrieben. Aber ich bin ja nicht nur auf Beziehungssuche. Obwohl mein Leben sehr von Beziehungen geprägt ist. Täglich knüpfe ich auf Arbeit neue Beziehungen, unterbreche sie, bis ich sie irgendwann wieder aufnehme oder irgendwann beende, durch mich oder andere. Mein Beruf macht mir Spaß und er prägt mich. So wie vieles in meinen über 40 Lebensjahren - meine Eltern, meine Erziehung, meine Kindheit und Jugend in der DDR, meine Ehe, meine damalige Arbeit auf einer neonatologischen Intensivstation, mein Studium zur Sozialarbeiterin, meine Freunde und vielen Bekanntschaften im Laufe der Jahre, meine Erfolge und Mißerfolge und meine Rolle als Mutter und meine Kinder. Ich habe mich entwickelt, ja das kann ich mit Stolz behaupten und ich blicke auf gelebte Jahre zurück, auch wenn ich das so manchesmal einfach nicht sehen kann. Denn mir fehlt der "i - Punkt" auf meinem Glück. Und das macht mich zur Zeit ganz schön traurig. Mich bewegt aber auch, was in der Welt passiert, nur bin ich nicht der Mensch, der stets und immer über was reden oder diskutieren muß. Und trotzdem habe ich Meinungen. Z.B. ist  es doch erstaunlich wie unsere fortschrittliche Welt mit dem isländischen Vulkanausbruch ins Wanken geraten ist. Aber alles wurde wieder in Zahlen und finanziellen Verlusten aufgerechnet. Ich denke, gut das der Mensch nicht alles steuern kann und hin und wieder von der Natur in die Schranken gewiesen wird. Oder die noch immer andauernde BP-Schweinerei. Geht es um unser privates Eigentum, dann wird peinlichst dafür gesorgt, dass es einen Absperrhahn fürs Wasser und fürs Gas gibt, eine Wegfahrsperre fürs Auto, einen FI-Schalter für den Stromkreis, einen Rücklaufstopp fürs Abwasser und und und. Nur wenn Millionen mit der Natur gemacht werden (die uns doch allen gehört, aber daran denkt scheinbar keiner bei den Verantwortlichen), wird so ein "Absperrhahn" einfach vergessen oder nicht für nötig errachtet. Eigentlich ist das schizophren, aber immer wieder geht es nur um eines: Geld! Gestern war ich zu einer interessanten und unterhaltsamen Vorlesung mit Peter Sodann. Und er hat da etwas sehr Kluges gesagt bzw. zitiert und so sehe ich das übrigens auch. "Jeder sollte eine gewisse Demuth in sich tragen, denn wir haben diese Erde und dieses Leben nur einmal."        

15.05.2010 um 14:40 Uhr

15.05.

von: aenne

Was für ein Datum, natürlich weil sich damit eine Erinnerung verbindet. Dieser Tag vor einem Jahr klingt immer noch in mir nach, als wäre er gestern gewesen. Mit Erinnerungen verknüpfen wir Gefühle und Gefühle hatte ich reichlich an diesem Tag. Es war alles dabei. Freude, Glück, Sehnsucht, Schmerz, Trauer, Wut, Demütigung, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit. Der Tag begann so himmlisch. Für mich schien die Sonne, obwohl es in Strömen regnete. Ich war aufgeregt und spürte jene Sehnsucht, wenn man sich nach seinem Liebsten verzehrt. Dieses Warten, welches Spaß macht und keinen normalen Gedanken erlaubt. Alles Denken ist nur noch auf den Moment des Wiedersehens gerichtet. Und das sehnsüchtig erwartete Zusammensein, ist dann das größte und wundervollste Geschenk. Er wollte zum Frühstück da sein und ich könnte endlich wieder in seinen Armen liegen. Was für ein wunderbares Gefühl! Er war auch da, aber nur kurz. Sein Schwager, der sich zufälligerweise gerade in der Nachbarschaft aufhielt, hat ihn gesehen. Scheiße! Typischer Fall von "zur falschen Zeit am falschen Ort". Uns beiden war schlecht, der Appetit verdorben. Er war völlig fertig und ich auch. Ich hab ihn so lieb, hab ich gedacht und gesagt. Nur erreicht haben ihn meine Worte nicht. Meine Tränen machten ihn irgendwie betroffen. Aber seine Angst war viel größer - seine Frau, seine Ehe, seine Familie. Ich kam mir so klein, so mies, aber auch so abgeschoben vor. Er wollte nur noch weg, weg von mir. Irgendwie konnte ich ihn verstehen, aber mir hat das alles so weh getan. Lange, sehr lange habe ich dann nichts mehr von ihm gehört. Und das hat mich noch mehr verletzt. Total krank bin ich dann zur Arbeit. Nachmittags, der Kleine war gerade beim Fußball, war ich dann voller Trotz joggen, ich hätte sonst wohin laufen können. Später war Consti dann bei seinem Papa und der Schmerz holte mich wieder ein. An diesem Abend gab es in der Nachbarstadt eine Buchlesung mit Martina Rellin. Mehrere Bücher hab ich von ihr gelesen. Ich bin hingefahren und es tat mir gut. Ich hab mein Buch "Na klar, bin ich eine Ostfrau" (ja, ich bin auch eine! - hab die DDR und die Wende bewußt miterlebt) mitgenommen und signieren lassen. Und dann habe ich mir noch das Buch "Ich habe einen Liebhaber" bei der Lesung gekauft. Ja, einen Liebhaber ohne Zukunft.        

15.05.2010 um 10:10 Uhr

Irgendwie ist alles Scheiße!

von: aenne

Denke ich das jetzt oder nicht? Auf jeden Fall ist das Wetter totaler Müll, kalt und Regen. Wo ist nur die Sonne geblieben, auf der Wetterkarte und in meinem Leben? Ich fühl mich allein. Ich weiß, dass ich wieder jammere, aber mir ist heute danach. Schon diese Woche hab ich mal daran gedacht, als ich einen Artikel über das Bindungshormon Oxytocin las. Wie gut es tut, wenn man in einer Streß- oder Krisensituation einen vertrauten Menschen anrufen kann bzw. an seiner Seite weiß. Und es ist wahr. Genau das war es, dieses Wissen um D., dass es ihn für mich gibt. Er hat mir gut getan, weil er da war, ich mit ihm reden konnte, er mir was Liebes geschrieben hat und mich in den Arm genommen hat. Auch wenn alles sehr zeitlich begrenzt war, es gab ihn in meinem Leben. Als ich es vor ein paar Tagen nicht mehr ausgehalten habe - ich hab ganz doll im Auto geweint, ich hatte eine alte "Depeche Mode" CD eingelegt und wußte garnicht mehr, das da "Somebody" drauf ist (dieses Lied hat nichts mit D. zu tun, nur berührt es mich immer wieder so) - schrieb ich ihm, dass ich ihn vermisse. Das ist nun schon wieder über eine Woche her. Er hat sich nicht gemeldet und ich hab auch das Gefühl, dass er sich nie mehr bei mir melden wird. Ich bin so hin und hergerissen. Einerseits möchte ich ihn nicht mehr sehen und hören und andererseits ist es das, was ich mir von Herzen wünsche. Ich liebe ihn. Geht das denn nie vorbei? Dieses Wissen, dass eine Beziehung nicht funktioniert oder jemals funktionieren könnte, ist uns oftmals recht schnell bewußt und trotzdem tun wir uns mit dem Loslassen so schwer. Warum? Wegen unserer Gefühle, die wir Zunneigung und Liebe nennen oder wegen dem Gefühl, nicht allein zu sein, sondern zu spüren, da ist jemand, auch wenn es nicht das ist, was wir wirklich wollen? Auf jeden Fall tu ich mich schwer loszulassen und frage mich, für was ist das alles gut? Ich denke schon, nichts geschieht ohne Grund, in allem liegt auch ein Sinn. Vielleicht hätte ich nie was mit D. anfangen sollen. War es falsch, sich in einen verheirateten Mann zu verlieben? Oder war auch das für etwas gut? Dieses Gefühl, man dreht sich im Kreis, kenne ich seit meiner Trennung von meinem Mann. Und eigentlich habe ich nur den einen Wunsch, anzukommen. Anzukommen in einer Beziehung auf Augenhöhe, mit gefühlter Liebe und dem gegenseitigen Vertrauen miteinander zu reden. Und da fällt mir plötzlich B. ein. Ich fasse es nicht. Auch er ist immer noch in meinem Herzen. Er meldet sich nicht mehr bei mir, weil es ihm dann immer so komisch ist. Sozusagen lieber nach dem Motto: "Aus dem Auge, aus dem Sinn." (Meine Interpretation; er verläßt seine Freundin nicht, denn ganz so schlecht ist die Beziehung nun auch nicht. Nur glücklich ist er nicht, weil sie sich nicht in Augenhöhe gegenüber stehen und die richtige Liebe fehlt.) Also doch alles Scheiße oder wann scheint endlich die Sonne?!

       

06.05.2010 um 00:00 Uhr

05.05.2005

von: aenne

Ein Datum an dem bestimmt so mancher geheiratet hat. Ich nicht. Meine Hochzeit liegt schon ein paar Jährchen zurück. Es war eine sehr schöne Hochzeit, damals im August. 2005 lebte ich von meinem damaligen Mann schon getrennt und ich hatte 12 kg abgenommen und mein Hochzeitskleid (was ich auch heute noch habe), paßte mir wieder (jetzt immer noch). Das behalt ich auch, aber ohne jede Wehmut. Mittlerweile hatte ich es schon auf zwei Faschingsveranstaltungen an. Auf einer hab ich B. wieder getroffen und es begann eine schöne, aber doch auch tränenreiche Zeit für mich, denn er war ja nicht frei. Und auf der zweiten Veranstaltung, ein Jahr später lernte ich L. kennen. Ach dieser L., ich weiß nicht was mit ihm ist. Ein Mann, den ich damals gern näher kennengelernt hätte und dieses Jahr auch (wir sind uns nach zwei Jahren wieder über den Weg gelaufen), aber der scheinbar selbst nicht weiß, wie sein Leben weitergehen soll. Ja, manchmal ist das so, und das mußte ich auch erst begreifen, man begegnet Menschen, die nicht uns als Person ablehnen und deshalb nicht an einem weiteren Kennenlernen interessiert sind, sondern die mit sich selbst so beschäftigt sind, dass sie sich nicht öffnen können oder wollen und keine Erwartungen in dem anderen wecken wollen. Klingt das jetzt zu kompliziert? Ich glaube, mit B. und D. ist das genauso oder ähnlich. Irgendwie vermisse ich beide. Kann es nicht einen B.-D. für mich geben? Oh, ich glaub ich würde auf "Wolke 7" schweben. Schöner Gedanke und damit schlafe ich jetzt ein, am 05.05.2010 um 23.59 Uhr.         

03.05.2010 um 20:24 Uhr

Ich will mich nicht mehr ärgern

von: aenne

...und trotzdem passiert es mir immer wieder. Ärger mit dem Ex bzw. über den Ex. Heute fällt ihm ein, dass er mit seinem Sohn Himmelfahrt angeln gehen möchte. Die Idee ist an sich nicht schlecht, nur haben wir schon einen Theaterausflug geplant und Consti freut sich drauf. Als ich ihm das sagte, reagierte er sauer und legte einfach den Hörer auf. Noch gestern abend als er den Kleinen brachte und wir über das nächtse Papawochenende gesprochen hatten, sagte er keinen Ton. Mit ihm sind scheinbar keine Kompromisse möglich. Immer wieder versucht er anzuordnen oder zu fordern, fragt nie nach, ob das möglich sei oder wie wir es machen könnten. Und das ärgert mich. Eine vernünftige Kommunikation wäre doch im Interesse aller mehr als gut. Bei mir bleibt dann immer so ein blödes Gefühl. Denn Harmonie ist mir wichtig, nur nicht um jeden Preis. Und das kleine Dummchen bin ich auch nicht! Nun nervt meine Große, sie will an den Computer. Also, wars das für heute.  

02.05.2010 um 09:02 Uhr

Weinen.

von: aenne

Ich dachte schon, ich kann es nicht mehr.Und bin so froh, dass die Tränen noch kullern können.In einem Film wurde gesagt: "Der Wunsch, jemanden zu lieben, mit allem Drum und Dran, hört niemals auf!" Der alte Mann hat mir aus dem Herzen gesprochen. Auch ich habe noch diesen Wunsch, ich weiß wie schön es ist zu lieben und ich vermisse das Gefühl, ganz doll.  Momentan habe ich das Gefühl mein Leben ist nur noch grau, als würde es an mir vorbeiziehen, nur noch Beruf, Haus- und Gartenarbeit und die Kinder.Pflichten, schnell von Arbeit nach Hause hetzen. Keiner der wirklich wissen will, wie es mir geht. Also geht es mir gut, niemand will was anderes hören. Jeder ist nur noch mit sich selbst beschäftigt.Das macht mich traurig und es tut mir weh. Auch zu erkennen, für andere da zu sein, bedeutet noch lange nicht, dass Du selbst jemanden hast in der Not. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man nicht allein ist, es jemanden gibt, der einen zur Seite steht. Mir fehlt dieser jemand. Gestern ist mir das sehr bewußt geworden. Zwei ehemaligen Studienfreundinnen und ich haben uns getroffen. R. war schwer krank im vergangenen Jahr und hatte ihren Mann, er war immer da für sie und weiß zu schätzen, dass sie sich beide haben. Natürlich wünsche ich allen, die eine Lebenskrise zu meistern haben, nicht allein zu sein. Auch meine Freundin Irina war nicht allein. Sie starb im vergangenen Herbst und ich bin so dankbar, dass ich bei ihr sein konnte und die Stärke hatte, ihre Kinder zum Abschied nehmen, holen zu lassen. Es war eine schwere Lebenserfahrung für mich und doch möchte ich sie nicht missen. Ich glaube, es ist immer gut und es kann nie falsch sein, für Menschen dazu sein, die uns wirklich brauchen und dann rein intuitiv zu handeln. Irinas Familie und auch ihr Lebensgefährte waren dafür sehr dankbar. Mir war diese Dankbarkeit schon unangenehm, denn ich habe doch nur auf mein Herz gehört. In Liebe für jemanden dazu sein, ist das nicht selbstverständlich? Ich merke, wie groß mein Wunsch ist, nicht mehr als Single durchs Leben zu gehen. Nur weiß ich auch, eine Partnerschaft, so wie ich sie mir vorstelle, läßt sich nicht erzwingen. Nur wann, ja wann paßt es? Ich bin heute nicht gut drauf, ich merk schon. Auch die Sonne wird heute nicht meine Seele streicheln, es ist total bewölkt.