Anfang 40

30.06.2010 um 23:11 Uhr

Träume sind Schäume?

von: aenne

Nein, eigentlich nicht. Ich finde Träume total wichtig, in jedem Alter, in jeder Lebensphase, denn es sind unsere Lebensträume, Sehnsüchte, Wünsche. Und dann gibt es noch die Tagträume (es ist so himmlisch ihnen zu verfallen) und die Schlafträume. Ich habe mal gelesen, dass das, was wir nachts träumen, nochmal so eine Art Zusammenfassung unserer Tagesgedanken ist, was uns im Unterbewußtsein beschäftigt, in uns arbeitet. Meine letzten Schlafträume hatten immer mit Dirk zu tun. Der Traum spiegelte das wieder, was ich mir sehr wünschte und/oder hoffte, was passieren würde, was er tun würde. Erst vor ein paar Tagen, eigentlich Nächten, habe ich von ihm geträumt, obwohl mit klar war, dass es nie mehr einen Anfang geben darf und ich vorallem nicht mehr will (das ist wohl eine neue, persönliche Bestleistung von mir!). Ich will nicht mehr! Ha, denn auch ich verdiene, was ich ihm immer entgegenbrachte: Zuneigung, Mitgefühl und Liebe. Was für eine Erkenntnis! Warum sind nur soviele Bremsen in unsere Gehirnwindungen eingebaut, wenn es um Liebe, um diesen einen besonderen Menschen geht? Gedacht habe ich ja schon manchesmal, warum bin ich nur so bekloppt? Aber genau so ist das Leben, so sind die Menschen, wir müssen und wollen unsere eigenen Erfahrungen machen. Und wie sieht es mit unseren Lebensträumen aus? Ich habe mal auf einen Schmierzettel meine Lebenswünsche aufgeschrieben, die ich mir gern noch erfüllen würde. Auch wenn nicht alles in Erfüllung gehen wird, so ist doch der Gedanke daran, noch was vor zu haben im Leben, sinnerfüllt sowie aufregend und beruhigend zu gleich. Natürlich steht auf meiner Wunschliste auch was Materielles drauf (bin ja auch nur ein Mensch) - seit kurzem stehe ich total auf diese flotten Autos mit versenkbarem Dach (mal sehen, wann der Lottogewinn dafür ins Haus geflattert kommt?!). Aber vorallem wünsche ich meiner Familie und mir Gesundheit, dass meine Kinder ihren Weg gehen werden, dass meine Freunde weiter an meiner Seite sein werden, dass ich eine therapeutische Zusatzausbildung aufnehmen und gut abschließen kann (ist für 2011 geplant), dass ich noch verschiedene Landschaften und Länder kennenlernen werde (Neuseeland mein ganz großer Traum!) und dass ich die Liebe meines Lebens finden werde (oh, wie romantisch, bitte die XXL-Komplettvariante in naher Zukunft!). Und ich wünsche mir, dass ich so bleibe wie ich bin (ich glaube, ich bin ganz o.K. so) und anderen Menschen gut tue, ob nun beruflich oder privat.  

Es ist ein wunderbares Gefühl, zu schreiben, aufzuschreiben, was mich bewegt, was ich gern festhalten und mitteilen möchte. Einen Traum habe ich mir bereits erfüllt, Tagebuch zu schreiben. Das daraus ein Blog wird, hätte ich mir allerdings niemals träumen lassen, weder tags, noch nachts. 

30.06.2010 um 06:44 Uhr

Guten Morgen!

von: aenne

Heute wird wieder ein herrlicher Sommer-Sonnen-Tag. :) 

Und ich möchte ein Zitat aufschreiben, welches ich gestern in unserer Gemeinde-Information entdeckte. Beim Lesen dachte ich, wie recht er doch hat, dieser Alexander.

"Was nicht im Menschen ist, kommt auch nicht von außen in ihn hinein."  A. v. Humboldt

29.06.2010 um 22:15 Uhr

Vom Suchen und Finden

von: aenne

..oder anders ausgedrückt, nichts geschieht ohne Grund oder in allem findet sich auch was Gutes.

Die Waschmaschine rumpelt und ich habe erstmal keine Lust weiter zum Aufräumen. Auf so einer Berghütte gehen die Uhren anders und ich will mich noch einwenig von dieser Mentalität treiben lassen und hier aufschreiben, was mich doch sehr bewegte in diesen Tagen.

Das Leben hält alles bereit, Freude und Traurigkeit, Glück und Schmerz, Anfang und Ende, Geburt und Tod, überall, zu jeder Zeit. Als wir am Freitag zur Berghütte aufgestiegen sind, wußten wir noch nicht, dass schon bald ein Mann aus einer anderen Gruppe von der Bergwacht gesucht werden würde und nur noch tot geborgen werden konnte. Es war ein wirklich trauriger Moment und wie ich fand, ging die Hüttenwirtin sehr diskret mit dieser Ausnahmesituation um, so dass es keine blöde Rederei gab. Ich schreib das hier auf, weil mir damit wieder sehr klar wurde, wie schnell unsere Lebenszeit zu Ende sein kann. Und es gut ist, wenn wir liebevoll mit unserem Leben umgehen. Ich habe in diesen Tagen sehr oft an B. denken müssen, sonst war es eigentlich D., dem ich meine Gedanken schenkte. Mir hilft diese Erkenntnis, D. nicht nur für immer loszulassen, sondern auch, mich nie mehr bei ihm zu melden. Denn manchmal habe ich mich gefragt, wann es wohl günstig wäre, ihm zu schreiben oder anzurufen. Nie mehr wird es günstig sein, denn es darf nie mehr anfangen! Ich habe ihn geliebt, wirklich von ganzem Herzen. Nur diese Bergtour hat mir gezeigt, auch wenn er frei gewesen wäre, meine Freude und mein Interesse hätte ich nie mit ihm teilen können. Aber mit B., ihn hätte ich auch gern an meiner Seite gehabt und es wäre gut mit ihm gewesen. Natürlich ist auch die Beziehung zu B. vorbei, nur irgendwas ist geblieben. Ich weiß nur nicht was und ich weiß auch nicht, was das für die Zukunft bedeutet. Aber das heißt jetzt nicht, ich warte drauf. 

Schon vor längerer Zeit, ist mir klar geworden und ich mußte jetzt bei dieser Wochenendtour wieder daran denken, worin ich im Nachhinein den Sinn bzw. den Grund, das Gute meiner Liebe zu D. sehe. Nachdem er sich im Januar von mir trennte, war ich völlig fertig. Ich hab dann auch irgendwann angefangen hier Blog zu schreiben und im März konnte ich nicht mal mehr das. Sogar das Weinen viel mir schwer, ging gar nicht mehr irgendwann. Und dann gab es eine Situation mit meinem Sohn, in der ich auf einmal ganz viel Liebe für meinen Consti spürte. Mir ging förmlich das Herz über, ich nahm ihn in die Arme und drückte ihn ganz fest an mich. Es durchflutete mich eine Wärme, wie ich sie schon lange nicht mehr spürte. Daher glaube ich, indem ich D. so lieben konnte, weil ich selbst endlich wieder Liebe in mir spürte, habe ich die Liebe zu meinem Sohn wieder gefunden. (Als er geboren wurde, war ich total glücklich.) Natürlich habe ich ihn immer geliebt, nur nicht so innig, wie ich es jetzt tue. Damals, als mein Mann mich verließ (ich muß es mal so formulieren, denn von heut auf morgen lebte er ein anderes Leben, ein Leben im Frühling mit einer Studentin, der er was bieten wollte), war Consti gerade mal neun Monate alt. Eine Welt ist für mich zusammen gebrochen, ich fühlte mich verletzt, wertlos, gedemütigt, aussortiert. Ich habe mich wirklich gefragt, warum noch dieses Kind? (Nie wollte ich alleinerziehend sein!) Wenn der Kleine nicht da wäre, dann wäre vieles einfacher für mich, denn mit meiner neunjährigen Tochter würde ich schon allein zurecht kommen. Und da stand ich nun auf einmal, mit zwei Kindern, ohne Krippenplatz, dem nahenden Ende der Elternzeit und einem neugebauten Haus samt Schulden. Die Trennung selbst, mit all dem Scheidungs-Hick-Hack war furchtbar. Nur eines wußte ich, ich wollte wieder arbeiten und für die Kinder wenigstens das Haus, ihr zu hause erhalten. In dieser Zeit war ich zwar Mutter, die auch für ihre Kinder da war, aber oftmals überfordert und mißmutig. Ich war nicht lieblos, nein, aber diese uneingeschränkte Liebe, wie ich sie heute empfinde, insbesondere für meinen Sohn, die war nicht da. Immer wieder kam der Gedanke, es wäre ohne den Kleinen viel leichter. Niemals hätte ich ihm etwas angetan. Aber mir selbst, einmal hatte ich diesen Gedanken. Seitdem weiß ich, wie, schnell man aus einer unglücklichen Überforderungssituation (ich formuliere das ganz bewußt so, weil doch so Vieles aufeinander prallt) eine Affekthandlung begehen kann. Ich hatte nur ganz kurz diesen Gedanken, wirklich nur ganz kurz, aber ich war so über mich selbst erschrocken, dass ich weinen mußte, am ganzen Körper zitterte und wie ein Baby Trost bei meiner Tochter suchte. Dieses Erlebnis und die Erkenntnis, dass alles nur menschlich ist, werde ich nie vergessen. Keiner sollte über andere urteilen, weil wir wirklich nicht wissen, was geht in dem anderen vor. Und die Menschen, die wir lieben, sollten wir auch nie vergessen und dazu zählen auch wir selbst.     

29.06.2010 um 19:40 Uhr

Zu hause

von: aenne

...ist es doch am schönsten.

Im Flur liegen noch die Wanderrucksäcke und doch hab ich Lust hier erstmal zu schreiben. Hinter mir liegt ein wunderschönes Wochenende mit Sonne, Schnee, Spaß, fröhlichen und freundlichen Menschen, geschwollen Beinen und Füßen (der Abstieg von ca. 2200m auf ca. 1300m war total anstrengend) und tollen Bildern von den Alpen in meinen Gedanken. Ich habe mich erholt, obwohl ich gestern völlig fertig war nach diesen Wandertagen. Und ich habe mich auf meine Kinder gefreut. Nun bin ich wieder heim und denke gern zurück. Es ist so wichtig für uns selbst, auch schöne Erlebnisse zu haben und gute Erfahrungen zu sammeln. Wir alle brauchen etwas, was uns gut tut, um gewappnet zu sein, für unsere Alltagsstürme, für die kleinen und großen Sorgen. Hin und wieder ist es wirklich nötig, Kraft zu tanken, die Akkus aufzuladen. Einfach mal dem Alltag entfliehen, ob nun für eine Stunde oder ein ganzes Wochenende, wichtig ist, dass wir uns selbst nicht vergessen und uns auch mal was Schönes gönnen. Wie herrlich sich doch ein Sommertag anfühlt oder der Regen (vielleicht kommt er gleich) auf den glutheißen Straßen oder das herzliche Lachen eines Kindes oder die duftende Rose im Garten oder..... Letztlich zählt nur der Moment, der uns froh macht, wir müssen nur lernen, ihn zu genießen! ;)

23.06.2010 um 21:02 Uhr

Endlich frei!

von: aenne

Genau 5 Tage frei. Ich freu mich drauf. Mit einer Freundin, genau genommen mit einer ganzen Gruppe (vielleicht kenne ich ja noch jemanden oder lerne kennen, wer weiß!?) wollen wir in Österreich wandern. Da wo wir hinwollen, liegt noch Schnee. Bibber, bibber. Doch ich hoffe auf ganz viel Sonne, Spaß und vorallem Seelebaumeln. Meine Kinder sind bei Oma und Opa. Vorallem der Kleine freut sich drauf. Und ich bin seit "tausend Jahren" ohne meine Beiden unterwegs. Wau, Mama hat sturmfrei in den Alpen! ;) Eine kleine Insel nur für mich!  

22.06.2010 um 21:56 Uhr

Stimmungen, Empfindungen

von: aenne

...und Erinnerungen.

Ich bin wieder zurück. Mein Kleiner sitzt noch ganz gespannt vorm Fernseher und schaut, na was wohl? Ja, genau, Fußball-WM. Und ich hab mir erstmal einen Eierlikör im Waffelbecher gegönnt, eigentlich zwei. Ich hab nochmal nachgefüllt, um dann genüßlich das Waffelbecherchen aufzuknappern. Ich denke dann immer an die Kaffeekränzchen bei meiner Oma, als ich noch ein Kind war. Ich hab da auch immer ein Waffelbecherchen bekommen, allerdings mit Kondensmilch. Damals waren sogar diese köstlichen Waffelbecher "Bückware". Manchmal gabs auch Schokobecher, aber die waren nicht so lecker (fand ich). 

Langsam bekomme ich ein Bewußtsein dafür, dass all die Dinge, die mir passiert sind, auch wenn sie nicht immer gut endeten, nicht nur registriere und in mein Leben einordne, sondern auch anerkenne, würdige, etwas Gutes oder Berreicherndes darin sehe. Schließlich habe ich ja auch immer diesen Spruch im Sinn: "Nichts geschieht ohne Grund." Ich denke, wenn es gelingt, in allem einen Sinn zu sehen oder eine neue Erkenntnis zu gewinnen, dann kommen wir auf unserem Lebensweg weiter, auch wenn er verschlungen, holzig oder umwegig ist. Doch allemal besser, als nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die nicht in unseren Gedanken und Gefühlen hängen bleiben. Oder? Auch wenn dabei was Verrücktes, Bescheuertes oder Fehlerhaftes rauskommt. Wichtig ist, dass wir erkennen, wenn es Zeit wird, den Kurs zu ändern. Wenn das gelingt, dann ist es auch möglich an oder in einer Krise zu wachsen, sich zu verändern, zu entwicklen. Gelebtes Leben erinnert uns dann an unsere persönlichen Höhen und Tiefen, an das Schöne, aber auch an das Traurige und an all die Dinge, die wir wirklich nicht ändern können/konnten und trotzdem eine Zufriedenheit spüren.  

Es sind bestimmte Momente, die eine besondere Stimmung, ein Gefühl oder eine Erinnerung in uns hervorrufen. So wie heute z.B.: Consti hatte meinen Schlüsselbund in der Hand und entdeckte den Glückspfennig daran. Und da war er, dieser eine Moment, als Consti sagte: "Oh, ein Pfennig." (Mit seiner Erstklässler-Leseart formulierte er Buchstabe für Buchstabe eines für ihn doch noch unbekannten Wortes.) Ein liebevoller Moment - so wie Consti las und eine Erinnerung an D.. Er schenkte ihn mir im Januar 2009. Wir standen beieinander und schauten zum Fenster raus. Er machte den Pfennig von seinem Schlüsselbund ab und wünschte mir Glück damit. Denn es war mal wieder so ein Trennungstag, wie wir ihn öfters hatten. Und doch, wir haben immer wieder zueinander gefunden. Bis irgendwann in diesem April. Er hat sich nie mehr gemeldet. Meine Gedanken heute waren nicht traurig, nein es war wieder dieses Gefühl, wie ich es jetzt schon öfters bemerkte. Dankbar und glücklich darüber, dies gehabt zu haben, verbunden mit der Wehmut, es ist vorbei, nicht mehr zu ändern. In diesem Moment war auch der Gedanke da, was ist mir geblieben? Ja doch, es bleibt immer etwas zurück, ein Geschenk, Fotos, Eintrittskarten.....Erinnerungen die uns etwas bedeuten. Und gerade Erinnerungen bleiben viele, wenn wir mit dem Herzen dabei waren, uns verbunden fühlten. Und das ist nicht nur bei einer Liebesbeziehung der Fall. Das kann auch ein berufliches Projekt sein oder die Begleitung unserer Kinder zum ersten Auftritt oder der spontane Ausflug mit einer Freundin, weil sie sich gerade sehr einsam fühlt. Die Liste könnte noch unzählige Beispiele anführen. Deshalb an dieser Stelle ein schönes Zitat (weiß nicht von wem), welches mir persönlich gut gefällt und wie ich finde, auch in diesem Zusammenhang paßt: 

"Den Wert eines Menschen erkennt man nicht an dem was er hat, sondern an dem, was er gibt."    

22.06.2010 um 18:49 Uhr

Stimmungen, Empfindungen

von: aenne

...möchte ich in Worte fassen. Und das ist gar nicht so einfach, denn so schnell wie wir denken, können wir nicht schreiben und sprechen. 

Vor einer Woche konnte ich die Befunde meines Kleinen beim Kinderarzt erfragen. Ich muß sagen, die Zeit bis 10 Uhr ging schnell vorüber, ich hatte reichlich zu tun auf Arbeit, war abgelenkt. Aber dann, die Stunde bis 11, wollte einfach nicht vergehen. Der Zeiger war wie angeklebt. Immer, wenn wir etwas erwarten, dann haben wir das Gefühl, die Zeit bis dahin wird scheinbar nie enden. Und dann, als es 11 war, konnte ich nicht anrufen. Der Mut hatte mich für einen Moment verlassen. Was ist, wenn jetzt was Schlimmes oder was kontrollbedürfiges ist? Nun, ich komme ja an der Wahrheit nicht vorbei und wählte die Nummer. "Alles in Ordnung", sagte der Arzt zu mir und mir viel nicht nur ein Stein vom Herzen. Ich war so froh, erleichtert und vorallem beruhigt. Ich soll nun das Nasenbluten beobachten und wenn es doch nicht besser wird, dann den Kleinen mal beim HNO-Arzt vorstellen. Nun kann ich anders damit umgehen und denke nicht an was Furchtbares, wenn er wieder Nasenbluten hat. Es ist ein gutes Gefühl, wenn so eine Seelenlast von einem abfällt. 

Mir gings gut dabei, als ich B. vor fast zwei Wochen auf einer Veranstaltung traf. Kein Schmerz, allerdings auch nur verhaltene Freude bei mir. Nicht zugelassene Freude, denn am liebsten hätte ich ihn in die Arme genommen. Eigentlich war es ne Scheiß-Situation. Irgendwo in der Menge stand seine Freundin und nur der Zufall wollte es, dass er gerade von der Treppe fotografieren wollte, wo ich stand. Er hat mich auch erst wahrgenommen, als er schon ganz dicht vor mir stand. Wir haben nur ein paar Worte gewechselt, dann ist er wieder abgedampft. Er hat mich fotografiert. Ob er das Bild wohl noch hat? Zur Erinnerung, weil wir uns nie wiedersehen? Das hab ich jetzt schon oft gedacht - es wird das letzte Mal gewesen sein, dass wir uns über den Weg gelaufen sind. Oder wie war das nochmal? Man trifft sich immer zweimal im Leben! Jedenfalls habe ich dann während des Konzertes nur an ihn gedacht, denn so manches Lied verband sich mit einer Erinnerung an ihn. B. ist nach wie vor der Mann, wo alles stimmig war, bei dem ich gern angekommen wäre, mit dem ich mein Leben hätte verbringen wollen. Ich denke nach wie vor, dass es Liebe war, jedenfalls für mich. Schade, dass er nicht glaubte, dass ich ihn liebte.

Und die Liebe zu D.? Eben anders, auf jeden Fall Leidenschaft, aber nicht nur. 

Ich muß hier erstmal pausieren, die letzte Elternversammlung ruft. Bis später.........  :)      

21.06.2010 um 21:03 Uhr

Da war er wieder

von: aenne

...., der Spruch von ihm, meinem Ex. Nur jetzt steige ich nicht mehr darauf ein, ich habe dazu gelernt. Ich muß mich nicht rechtfertigen, wenn ich mit den Kindern etwas vorhabe und er trotzdem meint, er könne fordern und ich müßte springen. Nein, so läuft das nicht mehr. Der Kleine kann gern zu seinem Papa und wir können gern darüber reden, um einen Termin zu finden der allen gerecht wird, vorallem dem Kleinen. Ich werde ihm Vorschläge unterbreiten, aber auf keinem Fall werde ich mir von ihm ein schlechtes Gewissen machen lassen. Ich bin stark, denn in einem Punkt bin ich mir ziemlich sicher, ein Mensch der immer wieder versucht, dem anderen das Leben schwer zu machen, der ist im Herzen nicht wirklich froh.       

20.06.2010 um 09:30 Uhr

Erkenntnis

von: aenne

Wenn ich in anderen Blogs lese, dann habe ich so manchesmal das Gefühl, dass ich den Menschen, der dahinter steht, gut verstehen und ihm nachempfinden kann. Denn die beschriebenen Situationen, Erlebnisse, Gedanken, Gefühle, Wünsche, Entscheidungen, Erkenntnisse ..... sind mir nicht fremd und sprechen mir oftmals aus dem Herzen. Ist es nicht eine wohltuende Entdeckung, wenn man plötzlich spürt, man steht nicht allein da, es gibt auch noch andere Menschen, denen es ähnlich geht oder die so denken wie wir selbst?! Oder auch der Austausch hier im Blog. Für mich eine Bereicherung, ich höre andere Meinungen oder auch Zustimmung, erlebe einen neuen Blickwinkel oder Mitgefühl und Verständnis. Manchmal ist es auch so wie Gedankenübertragung oder das eigene Fühlen, was man vielleicht gerade selbst nicht in Worte fassen kann, wird in einem anderen Blog so treffend formuliert, man hätte es nicht besser ausdrücken können. Ich finde einfach, Blog schreiben ist toll. :-)    

18.06.2010 um 04:15 Uhr

Verdammt nochmal

von: aenne

..., ich liebe ihn. Ich möchte es in die Nacht hinausschreien, nur er wird es nicht hören, weil er es nicht hören will. Ich frage mich, meine ich D. damit oder denke ich an B.? Oder denke ich an D., obwohl ich B. meine? Ich weiß es einfach nicht! Beide mußte ich hinter mir lassen, weil sie mich hinter sich gelassen haben.  

B. habe ich vor längerer Zeit mal diesen Spruch geschrieben, eine Sehnsucht die wohl tief in mir verwurzelt scheint. 

Seite an Seite

Mehr als alles andere stärkt uns die Gewissheit, dass es jemanden gibt, der an uns glaubt, wenn wir unsere Kraft nicht spüren, der uns Mut macht, wenn wir unsere Zuversicht verloren haben, der zur Stelle ist, wenn wir ihn brauchen.

Und was brauche ich? Geborgenheit !!!

 

17.06.2010 um 19:50 Uhr

Schlechte Laune

von: aenne

Ich weiß auch nicht, was mit mir heute los ist. Wahrscheinlich spielen die Hormone verrückt. Ich bin schlecht gelaunt, meckere mit meinen Kindern rum, sie nerven mich, weil sie sich gegenseitig als Idiot bezeichen und sich mit ihren Streiterein in den Haaren liegen. Ich fühl mich so allein gelassen, habe das Gefühl, ich sehe überhaupt kein Land mehr. Ich fühl mich selbst zum Kotzen. Das sind so Tage, - obwohl dieses Scheißgefühl erst aufkam, als ich von der Arbeit nach Hause kam, den Kleinen im Schlepptau hatte und mein Töchterchen wieder mal am Computer saß, dann noch nebenbei telefonierte und meinte, sie müsse erstmal entspannen, weil alles wieder so anstrengend war - an denen ich am liebsten nur noch weglaufen möchte. Einfach ins Auto setzen und Richtung Süden düsen, anhalten wo es gefällt und von dem alltaglichen Chaos nichts mehr hören und sehen. Und endlich mal wieder anlehnen können, in den Arm genommen werden, zu spüren, dass ich auch noch Frau bin, nicht nur Mutter. Ich vermisse das so sehr.     

16.06.2010 um 21:38 Uhr

Nach 26 Jahren

von: aenne

...habe ich mal wieder Tennis gespielt. Damals so spontan, wie heute. Vor 26 Jahren waren eine Schulfreundin, ich und unser Sportlehrer zu einem Jugendtourist - Urlaub aufgebrochen (wie diese Konstelation zu Stande gekommen ist, weiß ich selbst nicht mehr), um jeden Tag Tennis zu spielen, obwohl ich vorher noch nie einen Schläger in der Hand und noch nie einen Tennisplatz betreten hatte. Damals hatte ich mich verliebt, für kurze Zeit, für diese eine Woche. An seinen Namen kann ich mich nicht mehr erinnern, nur das er sich für 10 Jahre Armee verpflichtet hatte. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Ich glaube, kurze Zeit haben wir uns noch geschrieben und irgendwann war auch damit Schluß. Diesen Urlaub habe ich nie vergessen und im vergangen Jahr stand ich auch mal wieder vor dieser Jugendherberge, denn komischerweise lebe ich jetzt in der Nähe des ehemaligen Urlaubsortes. Und heute hat mich eine Arbeitskollegin auf den Tennisplatz in ihrem Wohnort mitgeschleppt. Consti ist mitgekommen und wir haben miteinander "gespielt". Wir hatten viel Spaß. Und nun überlegen wir, ob wir mal mit einem Schnupperjahr anfangen sollten. Mal schauen, was mein persönlicher Finanzhaushalt dazu sagt, ob es sozusagen noch Spielraum gibt.

14.06.2010 um 21:39 Uhr

Mail von meiner Schulfreundin

von: aenne

Es ist immer wieder schön, wenn man von Freunden hört. Wenn sie fragen, wie es geht und Anteilnehmen an Freud und Leid. Ein Zitat von Charles Dickens hat mir meine Freundin in mein Postfach weitergeleitet. Und das möchte ich jetzt hier aufschreiben, um uns allen, die gescheitert sind, die suchen, die warten, die sich sehnen, die hoffen, die aufgegeben haben, die finden wollen oder bereits gefunden haben...... Mut zu machen und neugierig zu stimmen, auf das, was alles so noch kommt. Schließlich kann es manchmal nur besser werden! :-)

"Gibt es eine besser Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?"    

 

14.06.2010 um 12:51 Uhr

Monopoly

von: aenne

...möchte mein Kleiner jetzt spielen. Er zählt schon mal das Geld. Seit gestern ruhen unsere Straßen, Apartments und Hotels. Ich bin schon völlig verarmt und er freut sich schon auf das nächste "Frei Parken".

Morgen kann ich beim Kinderarzt die Befunde nachfragen. Er war ganz tapfer bei der Blutentnahme. Zur Belohnung (ich habe mich breitschlagen lassen) habe ich ihm so eine Vuvuzela gekauft. Ich war mir nicht bewußt, was ich mir damit angetan habe. Consti meinte, ich könne mir ja Ohrenstöpsel reinmachen, schließlich sei das Ding 175 dB laut. Ha, super Idee von dem kleinen Mann. Die Stöpsel gibts ja zur Zeit auch in Schwarz-Rot-Gold. Eben alles WM-tauglich. Hoffentlich hat er sich mit der dB - Angabe etwas verschätzt, denn eine Hörgerätebestellung wollte ich noch nicht aufgeben, allerdings eine Bestellung bei "Otto" über andere diverse Artikel. Als er mir über die Schulter schaute, meinte er trocken: "Mama bestellt sich im Internet einen 5 Sterne BH." Wie niedlich ist das denn? Meine Tochter und ich mußten so lachen!  (Die 5 angezeigten Sterne bezogen sich auf die Kundenbewertung. Aber so entstehen Gerüchte und goldiger Kindermund.) Kinder sagen, was sie denken, sind ehrlich. Ich finde das gut, denn auch wir Erwachsenen sollten uns nicht verbiegen. An uns Erwachsenen liegt es, ob wir unsere Kinder darin bestärken, ihren Weg zu gehen oder ob wir lieber ein Kind haben wollen, dass sich um jeden Preis angepasst zeigt. Natürlich brauchen Kinder Grenzen, benötigen Geborgenheit, Verständnis und Liebe, um vertrauen zu können und müssen von uns Großen, die Werte vermittelt bekommen, die uns menschlich machen. Kinder brauchen Orientierung, aber auch Freiräume um sich ausprobieren zu können. Wenn uns das gelingt, können wir bestimmt auf unsere Kinder und uns selbst stolz sein. Dann scheint Erziehung die wohl sinnvollste Aufgabe in unserem Leben zu sein. Und danach suchen wir doch alle, nach dem Sinn des Lebens. Und der liegt bestimmt nicht im Kaufen und Verkaufen von Straßen.    

14.06.2010 um 00:29 Uhr

Sorgen

von: aenne

Alles, aber wirklich alles tritt in den Hintergrund, wenn man sich ernstlich Gedanken um die Gesundheit machen muß. Mein Sohn hat in letzter Zeit sehr häufig Nasenbluten. Nicht das ich jetzt in Panik gerate und dramatisieren will, aber trotzdem mache ich mir große Gedanken und werde deshalb morgen mit ihm zum Kinderarzt gehen, um ein Blutbild machen zu lassen. Doch ja, ich habe Angst, dass was Ernstes dahinter stecken könnte. Ich hab ihn so lieb. Momentan beruhige ich mich damit, dass ich als Kind auch oft Nasenbluten hatte, ohne Krankheitswert und irgendwann hörte diese Phase wieder auf. Ich will da jetzt auch nicht weiterdenken, denn Verrücktmachen hilft niemanden.

Wir hatten heute einen sehr schönen Tag. Am Vormittag waren noch Oma und Opa da, nachmittags war ich mit Consti auf dem Kinderfest in der Nachbarstadt. Und als er dann am Abend noch den Sieg der deutschen Fußballmannschaft miterleben durfte, war er total happy. Seinen Opa mußte er gleich zweimal während des Spiels anrufen und sich mit ihm austauschen. Irgendwie hatten sie um zwei Euro gewettet und Consti nun total stolz, dass er recht hatte. Glücklich sein, kann manchmal so einfach sein. -Wie auch ich heute wieder feststellen konnte.- Seit langem habe ich wieder mal zuschauen können, wie aus Zucker Zuckerwatte wurde. Einfach genial und Erinnerungen an meine Kindertage wurden wach. Zuckerwatte, ein gar seltenes Vergnügen in der DDR und nur durch Einreihen in eine lange Schlange, zu erstehen. Um so besser hat sie dann geschmeckt und glücklich darüber, noch was abgekriegt zu haben. Denn manchmal war auch einfach der Zucker aus. Aber manchmal gab es nicht nur weiße, sondern auch rosafarbene Zuckerwatte. Hm, lecker. Letzlich sind es immer die einfachen Dinge im Leben, die uns wirklich glücklich machen und uns in Erinnerung bleiben. Es entstehen Bilder, die wir in uns tragen, ein Leben lang. Sie lassen uns schmunzeln oder zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht, sie machen uns nachdenklich und manchmal auch traurig oder wehmütig. Aber all das macht unser Leben aus. Irgendwann blicken wir darauf zurück.  

09.06.2010 um 20:19 Uhr

Wie doof ist das denn? (2)

von: aenne

Nach dem ich nun zum zweiten Mal B. Nummer gelöscht hatte, das war am Samstag, hatte ich sie wieder auf dem Display, am Sonntagnachmittag. Er rief mich an. Ich versteh nichts mehr. Warum machen Männer nicht das, was sie sollen? Will man, dass sie sich melden, dann tun sie es nicht. Aber will man nichts mehr von ihnen hören, dann laufen sie einem über den Weg oder rufen an. Das ist so doof! Da fällt mir ein Spruch ein, den ich hier mal in einem Blog gelesen habe: "Laß los, was Du Dir wünschst." Ist da wirklich was dran? Muß man wirklich erst loslassen, damit zurückkehren kann, was zurückkehren will? Vorallem war ich nach dem Gespräch wieder total aufgewühlt. Nur krieg ich es auch nicht hin, einfach aufzulegen oder erst gar nicht ranzugehen. Am nächsten Tag hab ich ihm ne SMS geschrieben, mit einer Frage und wenn er die Antwort weiß, dann kann er sich wieder melden. Alles offen. Nur halbe Sachen will ich nicht mehr, nicht mit B., nicht mit D., mit keinem. Dieses hin und her zerreißt mich, macht traurig, zuweilen auch wütend. Bernd muß doch mal wissen, wie er und vorallem mit wem er sein Leben verbringen will. Ich glaube, er hätte ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Freundin, wenn er die Beziehung beenden würde. Aber ich mische mich da nicht ein, er selbst muß für sich eine Entscheidung treffen. Deshalb melde ich mich auch nicht mehr. Gut, dass ich jetzt hier diese Zeilen schreibe, denn als ich so in der angenehmen Sommerluft mit dem Rad unterwegs war, hab ich an ihn gedacht und vermißt. Am liebsten hätte ich ihm ne SMS geschickt. Wie schön es doch jetzt wäre, mit ihm im Grünen ein Bier zu trinken und einfach den Tag ausklingen zu lassen. Bin froh, dass ich es nicht gemacht habe, auch wenn ich mit Bernd immer gut die Zeit genießen konnte. Ich war total in ihn verliebt und es tat mir sehr weh, als es vorbei war. Und dann kam D. Ach war das schön, nicht besser, aber ganz anders. Wahnsinnsgefühle, die ich gern wieder erleben möchte. Es sind wertvolle, besondere Gefühle, die findet man nicht jeden Tag. Aber irgendwann sind sie (wieder) da, einfach so. Hoffe ich, glaube ich. Ich tröste mich gerade einwenig damit. Denn ist es nicht schön, wenn man einen Menschen findet, den man lieben kann? Und ist es nicht wunderbar, wenn dieser Mensch genauso empfindet? 

 

09.06.2010 um 06:19 Uhr

Liebe (2)

von: aenne

Ja, mein Katerchen liebt mich. Gerade eben hat er mir ein Mäuschen auf die Terasse gelegt und ist mächtig stolz auf seine Beute Und nun will er nach der durchräuberten Nacht nur noch schlafen, am liebsten sich auf der Couch zusammenrollen. Diese kleine "Wildkatze"! Und was mach ich nun mit der toten Maus? 

06.06.2010 um 09:29 Uhr

Liebe

von: aenne

Die Liebe und das Sehnen danach, läßt mich nicht los. Ich habe ein kleines, handgemachtes Büchlein, welches mir meine Tochter vor vielen Jahren schenkte. Es war unser erster Urlaub als Minifamilie, ohne Mann, ohne Papa. Ich flog mit meinen beiden Kindern für zwei Wochen nach Bulgarien ans Schwarze Meer. Für mich war es eine große Herausforderung, so allein mit einem Kleinkind und meiner Tochter, die gerade 10 Jahre alt war, ins Ausland zu reisen. Es ist eine gute Erinnerung geblieben. Wir hatten schöne Erlebnisse und seitdem habe ich den Mumm sehr viele Unternehmungen mit meinen Kindern zu starten.

Aber nun zu dem besagten Büchlein. Lange, sehr lange lag es im Schrank, unbenutzt. Sophie war auch schon sehr traurig, fühlte sich verletzt, dass ich ihr Geschenk nicht würdigte. Nur wollte ich, dass etwas Besonderes daraus wird, aber ich wußte nicht was. Bis zum Jahresanfang, da wußte ich es plötzlich, inspiriert von einem Buch, was ich gerade las. Da gab es eine Tante, die Sprüche, Zitate, für sich selbst erinnungswürdige Film- und Buchstellen in einem Büchlein niederschrieb und genau dieses Buch an ihre Nichte nach ihrem Tod weitergab. Eine Lebensspur! Und auch die wollte ich legen, für mich, für meine Kinder. Und so füllen sich nun die Seiten mit meinen persönlichen Zitaten, Sprüchen, Mitschriften. Heute habe ich wieder etwas in dieses Büchlein geschrieben und mir ist ein Text in die Hand gefallen, den ich noch unbedingt eintragen möchte. Und da kam mir die Idee diese Zeilen auch hier in meinen Blog zu schreiben. Denn schließlich geht es hier meistens um die Liebe. Wobei ich anmerken möchte, es gibt viele Formen der Liebe, nicht nur die zwischen Mann und Frau, auch die zu unseren Kindern, zu unseren Eltern, zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen. Denn gerade Menschlichkeit begründet sich in der Liebe, in der Liebe und Achtung zum Leben. 

 

Die Liebe

Die Liebe ist ausdauernd und gütig, sie ist nicht eifersüchtig und macht nicht goße Worte. Die Liebe stellt nicht zur Schau. Die Liebe will nicht auf ihre Kosten kommen, sie fragt nicht: "Was habe ich davon?" Die Liebe läßt sich nicht zu Zank verleiten, sie fragt nicht nach. Die Liebe kann ertragen, sie bedauert Unrecht und freut sich an der Wahrheit. Sie hat immer noch Vertrauen, hat immer noch Hoffnung, hat immer noch Geduld. Die Liebe kennt kein Ende.

   

05.06.2010 um 09:21 Uhr

Weinabend

von: aenne

Gestern Abend saßen zwei Freundinnen und ich bei mir auf der Terasse. -Unser Weinabend im wahrsten Sinne des Wortes.- Trockener Weißwein, Käse, Obst waren gut, nur wir waren nicht unbedingt glücklich. Wir haben auch nicht so lang durchgehalten, wir waren alle irgendwie müde. K., von der ich glaubte, sie hätte die Liebe ihres Leben nach ihrer Scheidung gefunden, sagt, es ist nicht mehr wie am Anfang und sie glaubt auch, dass diese Beziehung noch nicht die Richtige ist. Und P. ist nach einem langen Weg wieder bei ihrem Ex-Mann angekommen und eingezogen. Sie sieht total beschissen aus. Sie ist am bereuen. Aber sie wird bleiben, denn auch sie wollte jetzt endlich ankommen. P. sah total super aus, als sie allein lebte. Es war ihre glücklichste Zeit, aber sie litt  andererseits unter dem Alleinsein. Irgendwie ist uns allen nicht so richtig zu helfen. Einerseits wollen wir unbedingt einen Parner, aber andererseits soll es dann auch nicht so eng sein, mit der Beziehung. K. klagt zum Beispiel, dass sie nun so gut wie keine Zeit mehr für sich und ihre Weiber hat. Aber die Zeit, als sie sich allein ins Bettchen kuscheln mußte, war auch blöd und sie war total traurig. Was ist nur mit uns Frauen los? Oder klappt es wirklich nur, wenn es diese eine Liebe ist, von der wir alle träumen?  Da waren wir uns einig. Diese Liebe gibt es, nur sie gibt es selten. Der, der sie findet, sollte sich diesem Glück bewußt sein. Aber wann hat man dieses Bewußtsein? Wann erkennt man, dass es diese Liebe ist, wo Sehnsucht Spaß macht, die Leidenschaft über uns hereinbricht und uns die Begegnung mit dem Partner mit Wärme erfüllt und unser Leben bereichert? Ich glaube, da sind wir wieder beim hochgelobten Bauchgefühl angekommen. Wenn wir es spüren und dieses Gefühl nicht wirklich in Worte fassen können. Dann ist sie da, die Liebe, ganz einfach ohne zutun, denn sie kann man sich nicht erarbeiten, nur erhalten, indem man sich immer wieder erinnert, was der andere uns bedeutet. Eines haben wir dann noch getan, wir drei Mädels haben auf uns angestoßen und uns dabei tief in die Augen gesehen. Schließlich wollen wir wenigstens eines haben, guten sex. :-) Aber seien wir doch mal ehrlich, der ist doch auch nur wirklich gut, wenn wir lieben. Hach, da haben wirs wieder. Alles dreht sich um die Liebe. ....., denn sie macht unser Leben lebenswert.

Nach dem Abend hab ich nachgedacht. War es ein Fehler D. diese SMS zu schicken? Ihm zu zeigen,dass ich immer noch an ihn denke? Wo bleibt mein Stolz? Ich will ihm doch nicht nachlaufen. Sollte ich seine Nummer löschen? Ich weiß gar nichts mehr. Aber was ich heute machen werde, ich lösche B.`s Nummer. Mit ihm bin ich fertig. P: und K. meinten, das ist gut. Nun warten sie nur noch drauf, dass ich auch D. loslasse. Beide haben immer mitgekriegt, wie schlecht es mir so manchesmal ging. Kann schon sein, dass ich mir jetzt so einiges schön rede. Aber ist es nicht so, dass das Schöne bleibt und das Schlechte verblaßt? Da fällt mir ein Zitat ein, weiß nicht von wem das ist, aber es liegt viel Wahrheit in diesen Worten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. "Der das Schöne vergißt, wird böse. Und der, der das Schlechte vergißt, wird dumm."  Nur böse und dumm will ich nicht werden, deshalb muß ich selbst auf mich aufpassen und mir treu bleiben.           

04.06.2010 um 18:58 Uhr

Bauchgefühl

von: aenne

Wie kriegt man nur den Mann, den man liebt aus seinem Kopf und Herz? Ich kann nicht anders, jeden Tag denke ich an ihn, er fehlt mir jeden Tag. Bin ich blöd? Am Dienstag war ich total unruhig, ich wollte ihm schreiben, ihn anrufen und ich hab es nicht gemacht. Ich hab es mir verboten. Und heute hab ich so lieb an ihn gedacht, dass ich meinem Bauchgefühl nachgegeben habe und ihm einfach eine SMS schrieb. Einfach so! Er hat nicht geantwortet. Hab ich auch nicht erwartet, trotzdem wäre es schön gewesen. Es hätte mir gut getan, wenn ich von ihm gehört hätte. Aber was wäre dann gewesen? Ich weiß es nicht. Zur Zeit fühle ich mich total leer und irgendwie unheimlich verletzbar. Ich habe das Gefühl, meine besten Jahre gehen an mir vorbei, mit dem Wissen, einen Mann zu lieben, mit dem ich diese Liebe nie leben kann. Sicherlich, unsere gemeinsame Zeit war knapp bemessen, doch irgendwie glücklich. Oder mache ich mir da was vor? Manchmal denke ich, ich könnte nie mehr einen Mann so lieben wie ihn. Manchmal bin ich dankbar, dass ich ihn hatte und manchmal bin ich total traurig und es kullern die Tränen.