Anfang 40

31.10.2010 um 09:38 Uhr

Comedy

von: aenne

Nun hatte ich ja im Oktober zwei "Comedy-Events", mal abgesehen von der Comedy des alltäglichen Wahnsinns einer berufstätigen, alleinerziehenden Mutter, die auch immer noch gern Frau ist. Und gern möchte ich hier berichten, welches "Event" mir nun besser gefallen hat. Keine Frage, auch wenn ich dem Mansfelder Dialekt nicht immer folgen konnte, das "Elsterglanz-Duo" hat mich zu Tränen und zum Lachen gerührt. Wirklich interessant war der Einblick in das männliche Miteinander in Garagen, Gartenlaupen, Kneipen und Wohnzimmern beim geplegten Bierchen. Das Niveau, verbunden mit dem unverwechselbaren OST-DEUTSCH, ist nicht zu toppen. Wirklich schön blöd, Lachen leicht gemacht. Trotzdem kann ich es auf den Punkt bringen - ich bin die "Hummeldumm-Humor-Typ-Frau". Bei diesem Buch und auch der Lesung konnten meine Lachmuskeln noch viel, viel herzlicher mitschwingen. Und wenn ich schon mal dabei bin von Comedy zu berichten, auch am Alltags-Freitag habe ich vor mich hingefeixt, ganz herzlich über meinen Sohn und ein paar Minuten später ganz im Stillen über meinen Ex. Als er an der Tür klingelte, um den Kleinen abzuholen, sagte ich wie immer "Hallo" und dachte aber diesmal voller Ironie bei mir, als ich zum wiederholten Male in sein verbiestertes Gesicht sah: "Na, du beißt bestimmt immer in eine arschsaure Zitrone mit ganz viel Bittermandelaroma, bevor du dich zu mir auf den Weg machst." Diese Vorstellung werde ich mir jetzt bewahren, damit kann ich zukünftig mit seinem boshaften Auftreten besser umgehen und es kränkt mich nicht mehr zu sehr. Und nun noch zu meinem süßen Kleinen. Kurz vor Fünf klingelte es das erstemal an der Tür, wir dachten es sei Papa und Sohn ging zur Tür. Aber es war der nette Herr Nachbar, der mir sagen wollte, dass er jetzt im Garten ein Feuerchen macht, falls ich Fenster offen hätte. Kurz darauf folgte wieder ein Türläuten, diesmal machte sich meine Tochter auf den Weg zur Tür. Zarte Stimmen gingen hin und her, dann war wieder Ruhe. Sie kam mit der Info zurück, das sie eben drei (3!) Mädchen weggeschickt habe (weil Papa ja gleich kommt), die gern mit Consti spielen wollten. Mein Sohn hielt in seinem Tun inne, seine Augen wurden immer größer und er schaute auf einmal ganz verzückt drein. Ach, das sah sowas von süß aus, total niedlich! Natürlich weiß Mama bescheid, das Männlichkeitsgen (die Entdeckung, das die Welt aus Männlein und Weiblein besteht und eine recht interessante Komponente sein kann) kommt nun langsam auch bei Mamas Liebling in Fahrt. Hach, da werde ich bestimmt noch so manche Träne lachen, aber auch heulen.          

30.10.2010 um 10:56 Uhr

Alles wird gut!

von: aenne

So hieß es gestern Abend auch in einem Song. Und ich habe es beim Aufstehen gedacht, getragen von meinem Eintrag "Mir geht es gut." und den beiden lieben Kommentaren. (Bin nach meiner morgendlichen Exkursion doch nochmal eingeschlafen.) Und dazu passend, fällt mir gerade ein, habe ich am Donnerstag einen Glückscent gefunden, mit der Zahl nach unten und dem Kopf nach oben. Und so soll es dann auch werden: "Alles wird gut!".    

30.10.2010 um 08:04 Uhr

Lebendig

von: aenne

Ich bin schon wach!!! Und bestimmt krabbel ich wieder in mein Bettchen. Nur der Himmel, den ich von meinem Fenster aus sehe, ist einfach der Wahnsinn - rotgeflammt erscheinen die herbstbunten Bäume und alles andere erscheint in einem warmen, schmeichelnden Licht. Wunderschön! Ich liebe es, die Farbspiele der Natur zu beobachten. Und kein Foto vermag das so festzuhalten, wie ich es sehe. Ich finde, es gibt so viel Schönes, was wir sehen und einfach wert ist, es nur zu genießen, um es dann in unserem geistigen Auge abzuspeichern. Denn auch diese Bilder sind immer wieder abrufbar, wir brauchen nicht immer den Speicherplatz auf einem Chip oder Fotopapier. Und wenn uns das gelingt, dann kann so mancher Eindruck in uns lebendig bleiben.  

30.10.2010 um 01:51 Uhr

Tolles Wochenende

von: aenne

Das Wochenende ist da und begann mit einem "Event". Und das war wirklich Spitze. Auch wenn mir beim letzten Lied die Tränen in den Augen standen, obwohl es da nur hieß "Schließ deine Augen". Aber bei diesem Lied weine ich immer. Es ist einfach soooooooo schön, sentimental und liebevoll. Und natürlich würde ich es auch gern tun: "... und lehn dich einfach an." Die Melodie schwingt noch in mir ..... Meine Freundin und ich, sie hatte auch ihre Kinder mit dabei (wie so manch anderer auch), waren an diesem Abend bei einem Konzert. Meine Kinder waren nicht mit, denn meine Tochter wollte nicht und mein Sohn ist nun doch noch zu jung, um bis Mitternacht mit der Mama zu rocken. Natürlich haben wir Mamas und Papas den Altersdurchschnitt nach oben explodieren lassen. Allerdings sind wir text- und stimmungsmäßig genauso gut drauf, wie die Teenies. Und die Stimmung war echt heiß. Nur warum sind so viele Oldies unter den Fans dieser recht jungen Leipzigerer Band? Eine Erklärung dafür ist wohl, dass erst ein Bandmitglied an unserer Musikschule tätig war (und es auch noch ist) und nun sind es zwei. Zumindst in unserem Umkreis wächst schon dadurch die Fangemeinde Jahr für Jahr: neue Schüler = neue Eltern. Ist doch cool, wenn die Kids ihre Lehrer mal in der Praxis erleben! Und die andere Erklärung, jedenfalls für mich, Musik und Texte sind einfach gut und sprechen auch uns "Alte" an. Ist doch garnicht so übel, wenn man auch mit "Ü 40" noch von der Couch hochkommt. Und ganz ehrlich, die Band entwickelt sich weiter und mir gefällt, was sie singen. Die Songs entspringen ihren eigenen Gedanken und schon das allein finde ich toll. Das erstemal habe ich die Band live und ganz kuschlig in einem Kneipenkeller erlebt, dass war vielleicht 2006. Schöne Erinnerung, auch an einen Menschen der nicht mehr da ist.

Na und morgen, eigentlich muß ich schon "heute" sagen, gibt es noch ein Event. Auf wärmste Empfehlung von zwei Studienfreundinnen begebe ich mich nach Erfurt zu "Elsterglanz". Wer aus der Ost/DDR-Region ist, weiß zumindest Was? "Elsterglanz" ist. Und manch einer wird auch wissen Wer? "Elsterglanz" ist. Meine Kollegin und ich lassen uns auf jeden Fall überraschen, denn wir beide kennen diese zwei Typen nicht. Sozusagen ein Blind date. *freu* Wenn ich aber den Ausführungen meiner Freundinnen Glauben schenken darf (und das mit Sicherheit!), werden wir mit Muskelkater im Bauchraum und ein paar Lachfältchen mehr den Abend beenden und super gelaunt nach Hause zurückkehren. Ganz schön anstrengendes Programm. Da kommt die Zeitumstellung mit einer Stunde mehr am Sonntag gerade recht. Und dann ist Seelebaumeln angesagt und vielleicht Fahrradfahren, denn es soll die Sonne scheinen! Ist das nicht schön?!  :)))   

29.10.2010 um 18:56 Uhr

Mir geht es gut.

von: aenne

Ich würde gern das Gefühl beschreiben, was mich zur Zeit trägt. Es ist weder Euphorie, noch Melancholie. Irgendwie ruhe ich in mir selbst. Und viele Menschen, denen ich begegne, lächeln mich an. Und ich lächle gern zurück. 

Unerwartet, zwar von mir erhofft, riefen mich D. und B. diese Woche an. Und so dreht sich das Leben weiter. B. wird sich wieder melden, da bin ich mir sicher und er hat es auch versprochen. Und D., ich weiß es nicht. Er meinte zwar auch, dass er sich wieder melden wird, nur denke ich, da wird einige Zeit ins Land gehen. Ich habe so manches Thema angesprochen, was sicherlich jetzt in ihm arbeiten wird. Und wir hatten Sex. Nur die Zeit, die wir zusammen hatten, war viel zu kurz. Einwenig Wehmut kommt jetzt doch beim Schreiben auch. Ich denke an Ihn und an Ihn. Es ist verrückt, aber unglücklich bin ich zur Zeit überhaupt nicht. Mir geht es gut. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass jetzt endlich mal ein anderer auftaucht, der mich Blondchen so verzaubert, dass ich nur noch an Ihn, den Dritten denke. Und das dann für immer! 

24.10.2010 um 10:01 Uhr

Mal wieder schreiben.

von: aenne

Ich hatte einen schönen Urlaub mit meinen Kinder, auch wenn es nicht immer einfach war für mich, die Streiterein meiner beiden auszuhalten. Aber ich glaube, das geht anderen Eltern auch so, nur sind diese nicht allein, alles verteilt sich auf vier Schultern. Das Wetter war super, wenn auch nicht immer sonnig. Wir haben viel unternommen und ich konnte jeden Tag die wohltuende Saunawärme genießen - kostenlos. Und mein Kleiner war happy, er konnte jeden Tag ins Schwimmbad. Einmal habe ich eine sehr schöne Wanderung - ohne nölende Kinder -, war vom Hotel organisiert, mitgemacht. Natürlich war da auch ein interessanter Mannn dabei, aber wie konnte es auch nicht anders sein, bei der Rückkehr am Nachmittag gesellte sich dann zum Kaffee eine Frau zu ihm - seine Frau. Trotz allem war es ein schöner Tag. Ich saß mit lustigen Thüringern (wir hatten uns spontan gefunden) auf der Alm, nebenan gleich noch zwei ältere Düsseldorfer, die sich an unseren Späßchen beteiligten und mir zum Abschied winkten. Und dann noch nach der Art "Unverhofft, geschieht oft", traf bei mir eine SMS ein, von der ich niemals erwartet hätte, dass sie kommt. Der Verfasser fragte mich, ob ich denn ab und zu noch in die Sauna ginge und sich freuen würde, wenn wir uns mal wieder treffen würden. So ne Frage, nach fast einem Jahr. Wenn seine Nummer nicht noch bei mir im Handy gewesen wäre, hätte ich nicht gewußt, wer da schreibt. Was denken sich die Kerle eigentlich, wenn sie nie ihren Namen drunter setzen? Nun ja, am Freitag war ich dann wieder zu hause in der Sauna, habe ihm auch bescheid gegeben, allerdings nicht gewußt ob er kommt, weil er zurück schrieb, dass er viel Arbeit hätte. Erstaunlicherweise hat er dann doch Zeit gefunden. Geschehen etwa noch Wunder? Wir haben uns also getroffen. Dabei ist es dann aber auch geblieben. Etwas geplaudert, gemeinsam geschwitzt und geruht. Und zum Abschied von ihm ein vages "bis zum nächsten Mal, ich könne mich ja wieder melden". Ob ich das tue - ich weiß es nicht. Als wir uns kennenlernten, das liegt jetzt schon fast drei Jahre zurück, da fand ich die Begegnung mit ihm sehr angenehm. Nur es ist damals nichts draus geworden. Er hatte nie Zeit - zuviel Arbeit - und zeigte auch irgendwie so kein Interesse, wahrscheinlich wußte er selbst noch nicht, was er will. Auch egal, mein Herz schlug jedenfalls nicht höher an diesem Freitag. - Dann kam auch noch von meinem Kollegen eine SMS nach Österreich geflattert, aber auf meine Antwort hat er dann auch nicht mehr reagiert. Männer!!! Und von den beiden Männern, von denen ich gern mal was gehört hätte, kam keine Silbe. B. hüllt sich in Schweigen, D. ebenso. Und so kommt es, dass ich hier ganz allein sitze und alles wieder meinem Blog erzähle.

23.10.2010 um 15:34 Uhr

Kurze Pause

von: aenne

Die Sonne lockte, mein Kopf fing an zu schmerzen und ich hatte das Gefühl raus zu müssen. Nur raus, bloß nicht drinnen hocken, zu schwermütig meine Gedanken. Kurz entschlossen schnappte ich mein Rad und war knapp zwei Stunden unterwegs. Wow, wie gut das getan hat!    

23.10.2010 um 10:03 Uhr

23.10.2009

von: aenne

Ich werde dann in den Garten gehen und einen Strauß Herbstastern für dich pflücken. Sie blühen jetzt in den schönsten Farben. Ich denke an dich und merke, dass du fehlst. Deine Kinder habe ich schon lange nicht mehr gesehen, sie üben sich wohl in Normalität. Mit M. habe ich vor ein paar Wochen telefoniert, wir wollen uns irgendwann mal wieder treffen und reden. Seine Seele ist noch sehr wund. Ich glaube, er fühlt sich sehr allein ohne dich. 

Das Leben - unser Leben, wie es doch verstreicht - im Alltag erstickt, mit Streiterein und Gemeinheiten erschwert, mit Belanglosigkeiten belastet. Und irgendwann, ist es dann vorbei. Dann wird es still, der letzte Atem weicht.

Ich werde nie vergessen als du gingst. Du warst nicht allein, meine liebe Freundin. 

22.10.2010 um 23:47 Uhr

Was mich in diesem Moment bewegt.

von: aenne

Ich hatte heute viele Gedanken. Und ich habe wieder hier im Blog gelesen - viele Zeilen über die ich noch nachdenke, weil sie berührten. Und ich habe heute ein Zitat entdeckt, welches irgendwie zu dem paßt, was mich bewegt.

" Man muss das, was man denkt, auch sagen, das was man sagt, auch tun und das, was man tut, auch sein."

Alfred Herrhausen

09.10.2010 um 09:13 Uhr

Liebe Grüße.

von: aenne

Mein Blick geht nach draußen. Es wird ein schöner Tag werden. Der Garten hat seinen letzten Schliff bekommen und ich freue mich darüber, wie schön alles aussieht. Diese Woche ist so schnell vergangen, die Zeit geradezu verflogen. Heute sind alltägliches Hauswirtschaften und besondere Vorbereitungen angesagt. Ich muß mich sputen und kann wirklich nicht noch ewig hier rumhängen. Denn morgen ist es endlich soweit - URLAUB ! *happy freu* Urlaub in Österreich mit meinen Kindern. Wir werden uns nen Fetten machen, bei wunderschönstem Herbstwetter und Alpenpanorama. Eben habe ich mir noch einen Kaffee gemacht, türkisch, den ich hin und wieder mal trinke. Und nun denke ich an ihn. Schon gestern auf Arbeit, als mir eine Kollegin von einem Hausbesuch erzählte, der auch in mir mitfühlende Emotionen auslöste und ich versuchte, ihr einwenig Halt zu geben, waren auf einmal meine Gedanken auch bei ihm. Sie fühlten sich so wärmend an, ich wollte einfach nur bei ihm sein. Ein Moment, in dem ich spürte, dass ich ihn liebe, verbunden mit dem unsäglichen Wunsch, ihm diese Liebe, meine Liebe geben zu wollen und vorallem geben zu dürfen.  

Und nun, ihr lieben Leser: "Ich bin dann mal weg!".  Ich wünsche euch allen eine wunderbare Zeit.   

09.10.2010 um 00:41 Uhr

Buchlesung

von: aenne

Ich war mit einer Freundin zur "Hummeldumm" - Buchlesung mit Tommy Jaud. Wir haben gelacht, gelacht und nochmals gelacht. Und ich habe mir meinen "Hummeldumm" signieren lassen. Ein schöner Abend, auf den ich mich auch schon lange Zeit freute. Und nun bin ich müde und falle ins Bett.

05.10.2010 um 23:25 Uhr

Nachdenklich

von: aenne

Ich denke an dich. Ich habe dir geschrieben, dir was Liebes gewünscht. Eine Antwort brauche ich nicht. Ich vermisse dich. Deine Stimme, dein "Hallo" würde ich so gern hören. In mir klingt es immer noch nach: "mein Schatz". Es tut nicht weh, irgendwie bin ich sogar gut drauf. Ich weiß nicht, wann ich wieder von dir höre. Bald? Oder noch lange hin? Ich wäre dir so gern nah. Und drei Worte, die ich dir nicht mehr sag. Soviele Momente mit dir purzeln durch meinen Kopf. Gern würde ich festhalten und dann wieder nicht. Ich weiß nicht so recht. Nur eines wünsche ich mir sehr, nimm mich in deine Arme und halte mich endlich fest. 

04.10.2010 um 20:53 Uhr

Wunderschöner Tag.

von: aenne

Sonne, strahlend blauer Himmel, herbstliche Laubfärbung in den schönsten Farben, Wanderung zu einem Aussichtsturm, herrliche Sicht, Picknick mit Tee, Rotwein, Wurst, Käse und Brot, ein Eichhörnchen und einen Specht beobachtet, drei Saunagänge, Ausruhen im Saunagarten, Abtauchen im Außenbecken, auf der Rückfahrt noch mal angehalten und uns auf einer Wiese gesonnt, geredet,  uns berührt, eine schöne Zeit miteinander verbracht, diesen Sonnentag genossen, wir werden wieder von einander hören, wünschten uns alles Gute. Ich spürte keinen Abschiedsschmerz. Warum? Fange ich an, mich zu schützen vor Gefühlen, die mein Herz berühren? Oder gibt es sie nicht mehr? Was bedeutet mir B. noch? Und was bin ich für ihn? Ich weiß, die Zeit wird es bringen, wie sie alles bringen wird. Eigentlich will ich auch garnicht darüber nachdenken. Denn ich bin einfach nur müde.

03.10.2010 um 20:10 Uhr

Gedacht

von: aenne

Eine sonnengelbe Blume vom Wegesrand, so sonnig wie der Tag heute, habe ich gepflückt und dir gebracht. Ich war in der Stadt unterwegs und plötzlich habe ich gedacht, wie schön es wäre an deiner Tür zu klingeln, bei dir auf einen Kaffee vorbei zu schauen. Nur kann ich dich nicht mehr besuchen, mit dir reden, lachen, lästern - nie mehr. Seit fast einem Jahr bist du nicht mehr hier. Ich vermisse dich. Tränen in meinem Gesicht.

03.10.2010 um 09:30 Uhr

03.10.2003

von: aenne

Dieser dritte Oktober war für mich alles andere, als ein Feiertag. Er war ein Trauertag, ein Offenbarungstag, ein Wergwerftag, schlechthin der Beginn von emotionalen Schmerz, Verzweiflung und Enttäuschung, großer menschlicher Enttäuschung. Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt und ich erhielt die Chanche, mich zu verändern. Nur sah ich es damals nicht so. Wie auch, denn es tat nur weh. Heute kann ich nur noch mehr bekräftigen: "In allem Schlechten, liegt auch was Gutes." Das Schlechte - um es nur kurz nochmal zu erwähnen, mein Mann hat mich und seine zwei Kinder (9 Jahre und 9 Monate) verlassen, Grund klassisch: jüngere Frau. Und das Gute - ich habe meinen Weg gefunden, als Frau und als Mutter. Ich bin nicht zerbrochen, nicht verbittert, nicht verschlossen und nicht gemein geworden. Ich habe mein Leben in die Hand genommen und wenn ich jetzt zurück schaue, liegt ein sehr tiefes Tal und eine wunderbar aufregende Höhenbesteigung hinter mir. Ich habe viel erfahren, neue Lebenserkenntnisse gewonnen, die ich so, wäre ich verheiratet geblieben, niemals gemacht hätte. Ich bin Selbst geworden, möchte ich behaupten. Es sind so viele Seiten in mir zum Klingen gekommen, die all die Jahre brach lagen. Ich habe mich als Mensch weiterentwickelt, weil ich mit der Trennung den Raum dafür bekam. Er wurde mir schlichtweg vor die Füße geworfen und ich habe ihn genutzt, die Krise, als Chance begriffen. Es war ja nicht so, dass ich mich in meiner Ehe eingeengt gefühlt hätte. Es gab diese kleinen Unzufriedenheiten, die ich mit anderen positiv erscheinenden Aspekten gedeckelt hatte. Aber ich wußte es auch nicht besser, ich war in meinem ehelichen Denken eingeschränkt (beschränkt), denn ich hatte meine kleine heile Welt - Mann, Kinder, Haus, Auto, Freunde und Arbeit. Alles halt so elementare Dinge, worauf ich auch stolz war. Aber war ich wirklich glücklich? Nicht einmal diese Frage hatte ich mir damals ernsthaft gestellt. So wie es halt ist, wenn man (frau) sich zufrieden gibt und nicht mehr über den Tellerrand zu wagen schaut, weil ja sonst alles in Wanken geraten könnte.  Und dann mußte ich, von heut auf morgen über diesen Tellerrand schauen und das Wagnis "Leben" eingehen. Und das Wunderbarste daran ist, ich habe für mich die Liebe gefunden. Noch nicht die Liebe fürs Leben in Form eines Partners, mit dem ich alt werden möchte, aber das Gefühl lebendig zu sein, weil Liebe in meinem Herzen ist. Und dieses Gefühl, möchte ich mir bewahren. Es ist die grundlegendste Erkenntnis überhaupt, es ist wie einen emotionalen Haltungspunkt (nicht Haltepunkt) gefunden zu haben. Auch dieser Punkt wird nicht immer auf festen Untergrund stehen, dafür bin ich Mensch, nur dieses Wissen, dass mir diese Haltung gut tut, läßt Vieles tragen. So, und jetzt habe ich doch eine kleine Träne im Auge, weil es mich selbst berührt, wie bewegend Ehrlichkeit sein kann.  

02.10.2010 um 15:40 Uhr

Oh, es riecht gut!

von: aenne

Nein, es liegt keine zeitliche Desorientierung bei mir vor. Ich habe noch nicht mit der Weihnachtsbäckerei begonnen. Dafür habe ich aber ganz leckere Soljanka gekocht (Die Ossis unter den Lesern wissen um diesen schmackhaften Suppentopf, nur bei mir ist es kein Resteessen!) und für den Abend Rosmarinkartoffeln vorbereitet. In Ermangelung des Rosmarins - Thymian kann Mann oder Frau auch nehmen, habe ich Salbei gekauft. Also wird es dann Salbeikartoffeln mit viel Knobi geben. *lecker schmatz und stink*

01.10.2010 um 21:30 Uhr

Saunagedanken

von: aenne

Schwitzen; das Herz schlägt immer schneller; ich brauche frische Luft; einfach herrlich; huch, die Dusche ist kalt; danach ins Tauchbecken - eisig kalt und doch so wohltuend; hach, beim Fußbad den Kopf an die Wand gelehnt und die Augen schließen; die Gedanken sind leicht; wohlige Wärme und Schwere durchströmt den Körper; das Lächeln der anderen Besucher begegnet mir; ich greife nach meinem Buch und lese bis zum nächsten Saunagang.   

01.10.2010 um 16:50 Uhr

Endlich Wochenende!

von: aenne

Ich freu mich drauf, denn ich bin momentan so satt von der Arbeit. Am Montag habe ich mir frei genommen, B. und ich wollen wandern und in die Sauna. Eine kleine Auszeit vom Alltag für uns beide. Und diesen Tag werde ich auch als solchen genießen. Ich weiß nicht, wohin das alles führen wird - Treffen mit B., Telefonte mit D.. Sex mit keinem von beiden. Nur von den Momenten bezaubern lassen. Und genießen, dass mich beide mögen und nicht vergessen haben. Ich warte einfach nur ab. Und bin total entspannt dabei. Wow - das ist ganz besonders schön, wenn frau schon "Ü Pfirsich" ist. :)