Anfang 40

31.01.2011 um 20:10 Uhr

Elfchenabend (3)

von: aenne

Eiseskälte

schöner Tag

Wasser planschen und

Eislaufen mit Freude getan

Ferien

 

31.01.2011 um 20:06 Uhr

Elfchenabend (2)

von: aenne

Unruhe

spürte ich

deine Stimme hören

Ruhe kehrte nicht ein

Zweifel 

31.01.2011 um 20:03 Uhr

Elfchenabend

von: aenne

Hilfe

für mich

kleines Alltags-Glück

weiß es zu schätzen

Freunde

31.01.2011 um 01:01 Uhr

Selbst sein

von: aenne

Es gibt Orte, wo ich selbst sein kann. Es gibt Menschen, an dessen Seite ich selbst sein kann. Hier fühle ich mich wohl, fühle mich zu hause. Angekommen, wenn auch manchmal nur für einen Moment. 

27.01.2011 um 21:25 Uhr

Wer hätte das gedacht ?!

von: aenne

Heute wieder Arbeitstag. Ich wurde vermißt, ich habe meinen Kollegen gefehlt. Oh, ich war berührt, dass sie es sagten. 

26.01.2011 um 09:53 Uhr

Erkenntnis

von: aenne

Mit Abstand und Ehrlichkeit betrachtet, ist eine Liebe ohne Beziehung um Längen besser, als eine Beziehung ohne Liebe. Nur es braucht Zeit für diesen Blick, um dieses Glück zu begreifen.  

25.01.2011 um 17:42 Uhr

Mein Gedanken - Elfchen (5)

von: aenne

Consti

mein Schatz

Schnee so schön

durch den Winterwald gestapft

Freude 

 

 

25.01.2011 um 13:37 Uhr

Mein Gedanken - Elfchen (4)

von: aenne

Liebe

und Leere

gleichsam in mir

erwarte nichts mehr von

uns

 

25.01.2011 um 13:33 Uhr

Mein Gedanken - Elfchen (3)

von: aenne

Geld

kann des

Faulen Bequemlichkeit unterstützen

und macht ihn zufrieden

unglücklich

25.01.2011 um 13:32 Uhr

Mein Gedanken - Elfchen (2)

von: aenne

Schnee

deckt zu

sanft und weich

Flockenwirbel in der Luft

klar

25.01.2011 um 13:30 Uhr

Mein Gedanken - Elfchen

von: aenne

Erkenntnis

braucht Zeit

und tut gut

wenn ich sie habe

Lebensweg

 

 

23.01.2011 um 17:55 Uhr

Das Schöne im Leben

von: aenne

...sollten wir immer sehen. Ich weiß, es gibt Situationen im Leben, da ist das schwierig oder gar unmöglich. Es geht auch nicht darum, immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht durchs Leben zu schreiten und zu sagen: "Hach ist das alles schön." Ich denke allerdings, wenn wir die Grundhaltung das Schöne zu sehen, in unser Leben intergrieren, dann kann es besser gelingen, auch schwierige Lebensphasen zu meistern und (eine Ergänzung vom 23.01.11) unser Herz vor Verbitterung zu schützen. Wir haben uns geübt positiv zu denken und auch unsere Erinnerung kann uns dann das Schöne zurückbringen. Ebenso denke ich, dass Menschen, die Liebe in sich tragen, es viel leichter haben das Schöne im Leben zu sehen. Es spielt keine Rolle, ob wir Liebe spüren zu einem anderen Menschen, zu einer Tätigkeit, zum Leben oder zu uns selbst. Entscheidend ist, wir spüren diese Wärme, die uns umgibt, wenn wir lieben.

23.01.2011 um 17:30 Uhr

Symbole

von: aenne

Ziellos stand ich an der Schranke. Mit dem verkehrsbedingten Stillstand schweiften meine Gedanken zu einem Teich, den ich vor vielen Jahren meiner Tochter zeigte. In Erinnerung an schöne Tage brach ich damals mit ihr auf. Als wir ankamen, sah ich schon das ganze Ausmaß menschlicher Zerstörung. Dieses Kleinod wurde von Menschen- und Technikhand begradigt, eingedämmt und "verschönert". Ich war zu tiefst enttäuscht, ich werde wohl nie mehr an diesen Teich zurückkehren. Und über diesen Gedanken kam ich auf mein heutiges Ziel. Ich fuhr in den Harz um zu jenen Teich zu laufen, den ich mit Consti bei einer Schlittentour entdeckte (Der Teich gab sich damals unter all dem Schnee nur nicht als Teich zu erkennen.), den mir D. mal voller Stolz zeigte (Er fand ihn wunderschön. Ist er auch!) und an dem ich einen wunderbaren Sommerabend mit einem netten Typen verbrachte. (Aus dem netten Typen und mir wurde nichts. Er wollte mich, aber ich ihn nicht. Es ergab sich nicht der Funken, den ich gebraucht hätte. Trotzdem denke ich gern zurück. Wir planschten mit dem Floß über den Teich, beobachteten die Libellen, tranken Wein und saßen am Lagerfeuer. Wow, bei soviel Romantik wird doch eigentlich jedes Frauenherz weich. Nur ich blieb steif wie Stock.) Und heute bin ich nun allein dahin gelaufen, ohne zu ahnen, dass mich ein wunderschöner Winterwald erwartete. Selbst die Sonne blinzelte einwenig durch das Wolkengrau. Ich lief über eine weiche Schneedecke, die sich mit verharschten Schnee, der unter mir brach, abwechselte. Mir begegneten sogar Menschen. Ein sehr ungewöhnliches Erlebnis in heimischen Wäldern, es sei denn, man bewegt sich Richtung Brocken. Ich lief ein Stück um den Teich, vielleicht in Erinnerung an vergangene Zeiten, um dann beim Rückweg zum Auto noch auf die andere Seite des Waldes zu wechseln. Vielleicht symbolisch für meinen Weg, der sich nun wieder nach vorn ausrichtet? Erst jetzt, auf der anderen Seite angekommen, stellte ich dank eines Schildes fest, dass ich mich schon die ganze Zeit im 5 km Speergebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze bewegte. Dieses Speergebiet hatte sehr viele Einschränkungen für die dort lebende Bevölkerung gebracht, aber nach Auflösung dieses Grenzstreifen bot sich uns allen ein Fleckchen wunderschöner,unberührter Natur. Möglicherweise ist der Kreis, den ich jetzt ziehe, zu weit hergeholt, aber manchmal müssen wir im Leben erst einen anderen Blickwinkel einnehmen, um zu sehen, was eigentlich schon immer da war. Und manchmal ist es das Schöne im Leben.                                            

   

23.01.2011 um 11:04 Uhr

Woran ich denke.

von: aenne

Eben habe ich erstmal ein paar Vitamine und eine Extraportion Zink zu mir genommen. Und an die frische Luft werde ich heute auch gehen. Ich fahre allerdings erst ein Stückchen mit dem Auto, denn mir ist es zu doof allein durch unseren kleinen Ort zu trampeln. (Langsam verstehe ich, warum sich so Mancher die Gesellschaft eines Hundes sucht.) Seit gestern läßt der Druck in meinem Kopf nach, ich fühle mich besser. Ich denke gerade an den Klempner und frage mich, warum denke ich an ihn. Weil kein anderer da ist oder gab es da doch so ein Leuchten in meinen und seinen Augen, als wir uns das Erstemal begegneten? (Ich berichtete davon, dass wegen meiner defekten Klospülung Ende letzten Jahres ein neuer Mann in mein Leben trat.) Zur Zeit ist er im Skiurlaub und auf meine "Schönen Urlaub" SMS hat er sich nicht gemeldet. Über das "Warum?" könnte ich spekulieren. Mach ich aber nicht, nur ein wenig traurig bin ich schon, wollte er sich doch wieder melden. Nur tat er es bis heute nicht. -Kürzlich habe ich mal etwas über die verschiedenen SMS-Typen gelesen. Möglicherweise gehört er zu denen, die nicht gleich antworten und es vielelicht dann auch vergessen. - Nun, unser erstes Date wurde durch eine virale Erkrankung seinerseits vereitelt. Bei dem zweiten Anlauf kam es zu zeitlichen Mißverständnissen und als ich schon nen Haken dran gemacht hatte und für mich allein die Weinflasche öffnete, stand er plötzlich vor der Tür. Wir haben uns gut unterhalten und doch blieb jeder auf seiner Seite der Couch sitzen. Selbst der gut gekühlte Weißwein (in letzter Zeit kriege ich von Rotwein immer Kopfschmerzen) und die romantische Stimmung, gezaubert von Kamin- und Kerzenflammen, konnten nichts ausrichten. Es knisterte einfach nicht, nur das Holz im Ofen. Wenn ich so in mich reinhorche, weiß ich nicht recht, wohin die Reise mit ihm geht. Nur eines spüre ich diesmal, ich will abwarten, weil ich neugierig auf etwas Neus bin, auch wenn es zu keiner Explosion der Gefühle gekommen ist. Warum nicht auch mal alles langsamer angehen? Diesmal werde ich mich nicht gleich in mein Schneckenhaus verkrümmeln mit der Aussage (oder Ausrede): "Du bist es einfach nicht!". Schließlich habe ich es nun endlich (Ja endlich!!!) geschafft, D. und B. hinter mir zu lassen, verbunden mit meinem festen Willen, nicht rückfällig zu werden. Nur andererseits will der Klempner vielleicht gar keine Beziehung. Dann brauch ich auch nicht mehr auf eine SMS von ihm warten. Und woran soll ich dann bitte schön denken?  

22.01.2011 um 11:10 Uhr

Kurz mal nachgedacht.

von: aenne

Wenn uns etwas beschäftigt, unsere Gedanken um ein Thema kreisen, dann erscheint es gut und erleichternd, wenn wir darüber reden, schreiben oder kreativ werden können. Denn immer, wenn unser Gehirn aktiv wird, hilft es uns dabei, darüber nachzudenken, uns mit dem, was uns nicht losläßt auseinander zu setzen und es möglicherweise zu verarbeiten. Wir müssen es nur zu lassen.

21.01.2011 um 17:49 Uhr

Auszeit

von: aenne

Dieses Gefühl, mal nur für mich da zu sein, hatte ich schon lange nicht mehr. Mal bewußt Ruhe zu halten, weil ich mich krank und erschöpft fühle. Gerade habe ich voller Gier ein trockenes Brötchen geknabbert -oh, wie lecker- und gleich anschließend steige ich in ein Kneippsches Rheumabad, um die alten Glieder zu verwöhnen. Ich habe mir so einen verrückten Virus eingefangen, der frieren und schwitzen läßt, der Magen und Darm beunruhigt und der ein bißchen Grippegefühl im Kopf und in den Gliedern verbreitet. Ich denke aber auch, dass diese körperliche Erschöpfung nur der Rattenschwanz ist. Ganz vorn dran hängen emotionales, seelisches und berufliches Ausgepowertsein. Ohne es gleich zu merken, mußte ich landen, ganz sanft, denn es ist glücklicherweise nur ein Infekt. Mal Ruhe und Zeit genießen, nur rumdösen, um wieder Kraft zu schöpfen. die wir für unseren Alltag brauchen. Und wenn wir von allein nicht daran denken, bringt irgendwann unser Körper die Bestätigung für das, was wir eigentlich schon lange wissen: Wir brauchen einfach mal wieder eine Auszeit.   

21.01.2011 um 13:04 Uhr

Eine Erinnerung bewahren.

von: aenne

Ich habe schon seit einigen Tagen einen Gedanken, der mich nicht mehr losläßt und wohl auch das Vergangene abschließt, um es als Erinnerung bewahren zu können.

Kein Mensch ist perfekt. Jeder Mensch hat Fehler, hat Unzulänglichkeiten und Makel. Und all das wird unwichtig, wenn wir wirklich lieben. Wir lieben den Menschen so wie er ist. Und trotz dieser Liebe müssen wir manchmal anerkennen, dass ein Leben mit diesem Menschen nicht funktionieren würde. Denn dafür brauchen wir mehr, als nur ein einziges Gefühl, auch wenn gerade dieses Gefühl die Basis für Begegnungen, für Beziehungen und vorallem für uns selbst ist.

18.01.2011 um 22:50 Uhr

Der Bruch.

von: aenne

Ich habe mit B. gebrochen. Nicht einfach so, aber ganz plötzlich. Erst waren wir noch eine geschlagene Stunde am zweiten Sonntag des Jahres durch den Schnee gestapft und haben uns gut miteinander gefühlt und dann nur wenige Tage später wußte ich, dass ich mit ihm so nicht weiter machen kann. Als ich ihn am vergangenen Donnerstag auf Arbeit besuchte, da war alles in Ordnung, bis er einen einzigen Satz sagte, der alles veränderte, der meinen Blick auf seine Beziehung veränderte, der mir sagte, was ihn bei seiner Freundin hält. Ich fühlte mich erbärmlich und ausgenutzt zugleich. Ich fragte mich, wenn er bei ihr sein kann, wie er ist, was will er dann von mir? Was gehört alles zu seinem Sein? Bisher glaubte ich immer (und er hat auch nie etwas dagegen gesagt), dass er sich viel zu früh an Sie gebunden hat, nicht glücklich ist, aber auch nicht so ohne Weiteres aus dieser Beziehungskiste rauskommt. Was für eine Erfahrung für mich. Noch am gleichen Abend habe ich ihm gesimst, weil es in mir unerträglich arbeitete und ich den endgültigen Schlußstrich ziehen mußte. Am nächsten Tag rief ich ihn an, um meine SMS nicht ohne Erklärung stehen zu lassen. Er sollte wissen, wie ich mich mit seiner Aussage fühlte. Er hat es nicht verstanden. Er meinte, ich mache alles zu kompliziert. Mag ja sein, aber ich denke mittlerweile auch, dass es an der Zeit war, meine Baustellen aufzuräumen. Alles hat seine Zeit und vielleicht geschieht ja doch nichts ohne Grund. Oder warum habe ich gerade jetzt mir "Brida" von Paulo Coelho aus meinem Bücherschrank geholt? Ich denke, ich sollte meinen Weg jetzt weiter gehen und nicht mehr an "alten" Männern festhalten, auch wenn ich glaubte, dass B. der perfekte Partner für mich sei, wenn da nicht seine Freundin zwischen uns stände. Wir hatten uns gut verstanden, einander zugehört, Interessen und Lebensansichten geteilt. Und ich liebte ihn. Was ich für ihn empfand, war mir garnicht mehr so klar, denn kurze Zeit nach unserer Affäre purzelte D. in mein Leben und mein Herz. Als ich vor kurzem den Film "Salz auf unserer Haut" sah, war mir sofort bewußt, was ich damals für ihn empfand. Die Erinnerungen und Gefühle waren auf einmal wieder so lebendig. Ist es vielleicht auch so, dass wir wirklich liebten, wenn die Gedanken an einen Menschen oder Lebensabschnitt in uns lebendig bleiben, auch wenn es diese Beziehung schon lange nicht mehr gibt oder wir in eine neue Lebensphase eingetreten sind? Ich denke da z.B. an meine Kindertage bei meinen Großeltern und meine Arbeit als Schwester auf einer neonatologischen Intensivstation. Die Erinnerungen daran sind heute noch sehr lebendig in mir. Ich habe meine Oma und meinen Opa geliebt. Und ich war mit Leib und Seele auf dieser Station tätig - ich liebte "meine Frühchen". Und so denke ich auch gerade an B. und D.. Werden sie nach vielen Jahren noch in meinen Gedanken lebendig sein, werde ich dieses wunderbare Gefühl, was mich mit ihnen verband, auch später noch spüren? Oder wird es irgendwann verblaßen? Die Zeit wird es bringen. Aber was ich in letzter Zeit immer wieder bemerke, wie gut es mir tut, dieses Gefühl der Liebe in mir zu haben, denn es gibt mir Kraft fürs Weiterlieben. Es ist ein bißchen wie das Schneeballsystem.    

16.01.2011 um 21:38 Uhr

Alter (2)

von: aenne

Ich habe heute bei "Sternenschein" gelesen und die Kommentare verfolgt. In Yaimms Kommentar stehen Worte von Jorge Borges, die, wie ich finde, meiner Frage nach gelebten Jahren, eine einfache und doch weise Antwort geben: "...wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, nur mehr Augenblicke zu haben. Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben; nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen." 

 

16.01.2011 um 11:04 Uhr

Alter

von: aenne

Mein Sohn hielt mir gerade die Losschachtel hin, die mir meine Tochter zu meinem 40. Geburtstag schenkte. Ich zog ein Los und entfaltete ein kleines Papier mit den Worten "Lebe jede einzelne Sekunde". Ja, das will ich gerne tun. Und ich weiß auch, schon das Bewußtsein, dass das Leben ein Geschenk ist, befähigt uns, unser Leben als solches zu gestalten. Aber mich inspirierte das Losziehen noch ganz anders - ich schaute nach meinem ersten Eintrag hier bei Blogigo. Es ist noch nicht ganz ein Jahr vergangen und trotzdem frage ich mich, kann ich bei "Anfang 40" bleiben? Wie lang ist man/frau Anfang 40? Bin ich schon in die Mitte eingetreten, wenn ich mein 43. Lebensjahr vollendet habe, also übernächsten Monat? Oder kann ich beruhigt noch eins, zwei Jährchen warten, bis ich meinem Blog eine neuen Namen gebe? Wie ist das eigentlich mit unserem Lebensalter? Wollen wir  unser Leben "nur" mit unseren Jahren füllen oder wollen wir es auch mit Erfahrungen und Erlebnissen bereichern? Was erscheint uns wichtiger, worauf wollen wir zurückblicken? Was ist im Leben von Bedeutung? Sicherlich sollte es nicht nur um die bloße Aneinanderreihung von Jahren gehen, um ein Feiern von Geburtstagen, um das Erreichen eines Lebensabschnittes. Sind gelebte Jahre nicht viel mehr, so wie es folgender Spruch zum Ausdruck bringt? 

"Gib dem Leben nicht mehr Tage. Gib den Tagen mehr Leben!"